Langfristig Solarstrom eingekauft

Noch im Sommer, bevor die neuen Strompreise der TB Wil rauskamen, hab ich entschieden, mich am Bürgerbeteiligungsmodell tbw.solar.wil einzukaufen. Für 250 Fr. bekommt man 20 Jahre lang 80kWh Stromgutschrift im Jahr. Ich hab direkt 1000 Fr. investiert und bekomme jetzt dafür 320 kWh jedes Jahr gutgeschrieben. Was wichtig ist: ich bekomme die Menge gutgeschrieben und nicht irgendeinen fixen Preis pro kWh. D.h. bei steigenden Strompreisen wird meine Investition mehr wert.

Nachdem jetzt der erste Monat mit einer entsprechenden Gutschrift abgelaufen ist und ich eine Rechnung habe, sehe ich auch, wie es technisch umgesetzt wird. Was laut Reglement schon vorher klar war: die Gutschrift erfolgt vorrangig im Hochtarif HT, dann (falls im HT nicht genügend Verbrauch) im Niedertarif NT und wenn man gar nichts verbraucht, verfällt die Gutschrift. Auf der Rechnung (ich war den ganzen September nicht da, darum so wenig) sieht das dann wie folgt aus:

Die Gutschriftmenge von 26kWh pro Monat wird mit dem Bruttopreis des HT-Stroms multipliziert. Gleichzeitig gibt es für dieselbe Menge noch einen “ökologischen Mehrwert” dazu, der willkürlich festgelegt werden kann und (böse gesagt) dazu genutzt werden kann, die Verluste der TBWil mit dem Beteiligungsmodell zu begrenzen.

Als ich den Strom gekauft habe, war mir klar, dass die Gutschrift zu aktuellen Preisen nicht so hoch sein würde wie das, was ich bezahlt habe.

  • (8.72+4.5) Rp./kWh * 20 Jahre * 320kWh = 846.08 Fr. (alles Hochtarif, investiert habe ich 1000 Fr.)

Aber es war ja absehbar, dass die Preise stark steigen würden. Damit sieht die Rechnung ganz anders aus, weil der Hochtarif von 8.72 auf 16.16 Rp./kWh steigt und auch der Niedertarif von 7.65 auf 12.92 Rp./kWh stark ansteigt.

  • (16.16+4.5) Rp./kWh * 20 Jahre * 320kWh = 1322 Fr. (Hochtarif)
  • (12.92+4.5) Rp./kWh * 20 Jahre * 320kWh = 1115 Fr. (Niedertarif)

Selbst wenn der ökologische Mehrwert ganz entfallen sollte, lande ich im HT bei 1034 Fr. und im NT bei 827 Fr., also nicht wesentlich schlechter als bei den alten Tarifen. Im besten Fall kommt da eine jährliche Rendite von 1.4% raus. Abgerechnet wird am Ende und eigentlich müsste man die allfällige gesparte Vermögensteuer und die Inflation auch noch mit einbeziehen.

Ganz spannend wird’s aber im Zusammenhang mit der bestellten Solaranlage. Die ist ja auf möglichst wenig Netzbezug mit Speicher konzipiert und da dürfte es grad in den Sommermonaten vielleicht schwierig werden, tatsächlich 26kWh pro Monat aus dem Netz zu holen, ohne das Haus per Klimaanlage einzufrosten. Da muss ich vielleicht mal airbnb-Gäste mit Elektroauto laden lassen, aber auch damit können die ja nicht mal 200km fahren.

Cliffhanger: vielleicht wird die Abrechnung aber auch quartalsweise (wie der Rechnungszyklus) gemacht, d.h. ich bekomme pro drei Monate 80kWh gutgeschrieben; das würde es einfacher machen, in diesen drei Monaten mal in einer Sonnenflaute sowieso benötigten Strom aus dieser Gutschrift zu verbrauchen. Da würde es sich dann aber auch direkt lohnen, auf Jahresrechnung umzustellen, um das Optimierungsproblem ganz elegant zu umgehen 🙂

Update mit den neuen Stromtarifen ab 2024:

  • (18.92+4.5) Rp./kWh * 18 Jahre * 320kWh = 1349 Fr. (Hochtarif)
  • (15.67+4.5) Rp./kWh * 18 Jahre * 320kWh = 1162 Fr. (Hochtarif)

D.h. obwohl es zwei Jahre weniger sind (18 statt 20), steigt die Rendite weiter 🙂 (falls die 4.5 Rp./kWh für den ökologischen Mehrwert so bleiben). Bisher (2022+2024) habe ich schon 80 Fr. rückvergütet erhalten, d.h. im Hochtarif macht das jetzt schon eine jährliche Rendite von 1.8% und im NT sind es 1.09%.

Einbürgerungsgesuch angeschaut

Im Einbürgerungsgespräch Ende August wurde mir abschliessend der weitere Zeitplan eröffnet: Ende September die Sitzung der Kommission, danach wird mir dann die Verfügung zugestellt. Diese kam pünktlich am 04.10. mit der Post und beinahe zeitgleich hänge ich mit einer Reihe anderer Gesuchsteller am Rathaus in Postkartengrösse aus.

Heute hab ich mir mein eigenes Gesuch mal vor Ort in der Stadtkanzlei angeschaut. Da braucht’s keine Anmeldung, einfach Zimmer 21 und fragen gehn, dann werden einem die in gelbe Klarsichthüllen gesteckten Dossiers vorgelegt. Ich hatte mich ja noch gefragt, ob ich überhaupt mein eigenes Dossier würde anschauen können, denn am unteren Ende der Personenliste steht ja “Wer in der Stadt Wil stimmberechtigt ist…” und das bin ich ja noch nicht. Ist ein bisschen wie Write-Only Memory. Das öffentliche Gesuch enthält den von mir ausgefüllten Mantelbogen mit Stichpunkten zu Lebenslauf und Wohnort, mein handschriftliches Gesuch und die Verfügung der Stadt, die mir auch zugestellt wurde (die wiederum einen zusammengefassten Lebenslauf enthält). Ich würde sagen, die 1800 Fr. Gebühr sind durchaus kostendeckend 😉

Laut Auskunft der Sachbearbeiterin kommt äusserst selten jemand die Gesuche anschauen. Üblicherweise bleibt der Stapel während der Auflagefrist unangetastet.

Rückfahrt Lofoten-Schweiz

04:30 Uhr Abfahrt in der Unterkunft, rüber nach Leknes. Ich hätte auch an der E10 an einer Bushaltestelle warten können, aber es ist immer nett, wenn man am Bereitstellungsort der Bus-/Bahnlinie schon einsteigen kann. 05:30 Uhr war Abfahrt, ich war bis kurz vor Moskenes der einzige Fahrgast an diesem Donnerstagmorgen. Der Bus hat Anschluss auf die Fähre, die Überfahrt mit der Fähre ist für Fusspassagiere (und wohl auch Velos) gratis.

In Bodø waren es nur ein paar hundert Meter bis zum Bahnhof, da hab ich auf die Stadtrundfahrt auch verzichtet und noch schön im Bahnhofsbuffet rumgesessen. Ab 12:26 Uhr dann im Premium-Sessel etwa 10h lang nach Trondheim.

Ein bisschen Verspätung kam zusammen, aber der Anschluss mit dem Nachtzug ab Trondheim etwa eine Stunde später ist auch wirklich als Anschluss geplant. Und zwar sogar so, dass man im Tagzug schon seine Schlüsselkarte für den Nachtzug abholen kann. Da war in Trondheim nur noch Umsteigen und Hinlegen angesagt, sehr cool.

Morgens in Oslo angekommen, bin ich erstmal frühstücken gegangen, danach hatte ich dann lange Zeit bis zur Fährabfahrt um 14 Uhr und hab die für 50km Stadtrundfahrt mit vollem Gepäck genutzt. Geht immer noch problemlos, nur der Rucksack nervt irgendwann. Ich kannte Oslo auf dem Velo ja eh schon von früher, also hab ich diesmal halt eine Tiles-Runde gemacht: https://ridewithgps.com/trips/104326647.

Den Trubel mit den Fusspassagieren beim Ein- und Auschecken vom Kreuzfahrtschiff kannte ich schon. Hab gewartet, bis fast alle drin waren, damit ich nicht ständig absetzen und wieder aufnehmen musste zum Tragen. Dafür hatte ich dann in Kiel die spontane Idee, dass ich ja direkt vom Fahrzeugdeck rausfahren könnte, weil man da schon über alle Berge ist, während sich die Fusspassagiere noch auf der Rampe stauen 🙂 Die mitgebuchte Rückfahrt Kiel-Oslo ist dann natürlich verfallen. Am ICE stand Kiel-Zürich, der wäre auf einer Rückfahrt tatsächlich sehr praktisch. Dann kamen nur noch einige erstaunlich ereignislose Bahnfahrten in DE und ab St. Margrethen dann wieder verlässlicher Taktfahrplan. Für solche Touren ist das Faltvelo wirklich die beste Begleitung mit dem höchsten Nutzwert, die/den man kriegen kann. Die rote Hülle hat altersbedingt jetzt einige Löcher, die ich flicken wollte, aber ich hab schon im tutti eine originale nagelneue Tragehülle von Dahon erstanden. Im Januar geht’s dann wohl ohne Velo nochmal in den Norden.

Nordlichter gemäss Fahrplan

Mit Ansage laut Wetterbericht gab’s gestern abend/nacht gut was zu sehen am Himmel. Ein riesiger grüner wabernder Ringausschnitt mit der Mitte im Norden. Immer wenn ich dachte “okay, reicht”, war’s auf der anderen Seite nochmal stärker. Zum Glück war’s noch recht warm von 21-22:45.

Wahrscheinlich ging es noch die ganze Nacht weiter, aber mir hat’s gereicht 🙂

Best Wettern

Sonntag: eine Runde geocachenderweise um den Offersøykammen drumrum, etwa 14km Tür-zu-Tür, davon bin ich etwa die Hälfte über riesige Steinmurmeln geklettert. Der Zeit-Podcast “Alles gesagt” mit Thomas Zurbuchen war dabei sehr unterhaltsam und hat bequem die 4:20h Wanderzeit überbrückt. Auf Berndeutsch wär’s sicher noch lustiger gewesen. Der Podcast wurde Ende Juni aufgezeichnet, Anfang August gesendet und inzwischen weiss man ja, dass er nicht mehr NASA-Direktor ist. Einige Sätze in dem Gespräch bekommen da eine andere Bedeutung.

Gestern Meetings, Debugging, Emails, ein ganz normaler Montag, egal ob in Rossrüti, Oerlikon oder Leknes, nur mit ziemlich starkem Wind hier. Das Wetter gibt sich aber jetzt noch alle Mühe, dass ich wiederkomme: heute und morgen 36-48h klarer Himmel angesagt, das begann schon gestern abend und ging heute früh farbig weiter.

Da ein grösseres Meeting eh abgesagt wurde, hab ich die Zeit von früh bis am frühen Nachmittag schon für eine 55km-Runde nach Unstad und zurück genutzt. Das scheint da ein Surferparadies zu sein. Bei der Kilometerschätzung hatte ich zwei Tunnels und ordentlich Höhenmeter übersehen, aber mit Verpflegung an Bord war das kein Problem. Erst gab’s einige Kilometer E10 auf dem Radweg, dann 6km E10 ohne Radweg, aber auch mit wenig Verkehr und dann ging’s nach links Richtung Unstad. Der erste Tunnel war flach, den zweiten Tunnel hab ich spontan (tile-optimiert) auf der alten Passstrasse umfahren, was mir gute Aussicht von 168m Höhe und eine holprige Abfahrt nach Unstad durch Schafe beschert hat.

In Unstad bzw. im Wasser waren so einige Surfer unterwegs, die ich anfangs beinahe mit Robben oder Seelöwen verwechselt hatte. Nach einer Mittagspause ging’s wieder retour, diesmal durch den Tunnel (mit Steigung). Ein paar Pfanddosen und Pfandflaschen hab ich auch noch eingesackt und direkt in Leknes beim Supermarkt mit abgegeben, wie immer.

Jetzt noch als Challenge möglichst viele Reste aufessen und vielleicht noch Nordlichter sehen heute nacht. Wäsche wird gewaschen und am Donnerstagmorgen beginnt die Rückreise.

Samstagsrunde

Es wird merklich früher dunkel. Auf NRK kamen sogar schon Berichte über Leute, die beim Wandern von der Dunkelheit überrascht wurden — nicht ohne einen sehr sarkastischen Unterton à la “jedes Jahr wieder Ende September”. Ich hab das grossmehrheitlich trockene Wetter heute für 50km mit zwei “Pass”-Fahrten genutzt und bin auch mal durch Wohngebiete gefahren. Es gibt recht viel Bautätigkeit, aber trotzdem Wohnungsmangel und stark steigende Preise. Hypothekarzinsen 3%, Wohnungs-/Hauspreise so von 500k-1MCHF, ist ja wie in Rossrüti, aber mit Fisch statt Käse 🙂 Das Pendant zu Stockwerkeigentum scheint selveierleilighet zu sein. Ist auch eine andere Kultur hier, man kauft/finanziert halt und zahlt keine Miete, sondern ewige Zinsen an die Bank.

Erst kam ich zufällig bei der Feuerwehr vorbei, die grad Tag der Offenen Tür hatte, drum war da die halbe Stadtbevölkerung zu Besuch. Klar, wenn die alle da rumstehen, können sie daheim nichts anzünden. Die Feuerwehr hat jedenfalls grad ein Auto auseinandergefaltet, aber das sah eher irreversibel aus. Reine Physik, A-Säule durchknipsen und dann an beiden Seiten ziehen, dann geht das oben auf wie eine senkrecht durchgeschnittene Raclettekartoffel.

Weiter durchs Wohngebiet und südöstlich von Leknes noch ein Tile eingesammelt, dabei gab’s sehr schön windstilles Spiegelwasser im Fyglsjøen.

Weiter ging’s über einen putzigen Pass verkehrsfrei Richtung Osten.

Das Quietschgeräusch ist inzwischen weg, warum auch immer. Und als ich heute zum Zweck des Kette-Nachspannens die Fuhre verkehrtrum hingestellt hatte, lief jede Menge Regenwasser aus der Lenkstange. Da scheint der obere Teil wohl abgeschlossen und dicht zu sein. Weiter Richtung Ure und dann zurück nach Norden und auf der 815 via Leknes/kiwiminipris heim.

Der Fernseher hier hat Youtube, die aktuelle Folge von MaiThinkX ist sehr unterhaltsam zur Homöopathie, ähnlich gelagert wie vor drei Jahren von Jan Böhmermann; erstere streng wissenschaftlich-logisch, letzterer satirisch-logisch.

My first tunnel

Schon blöd, wenn man keine Lust hat, durch einen unterseeischen Tunnel zu fahren, aber damit ein Grossteil der Landschaft in der Nähe abgeschnitten ist. Auf der Mittagsrunde heute habe ich mir den Nappstraumtunnel aber doch mal spontan angeschaut und ihn dann befahren. Wie üblich ist das Nervigste der Lärmpegel, egal ob Elektroauto oder nicht, die sind ab 50km/h eh alle gleich laut. Die Luft im Tunnel war akzeptabel, 850m Abfahrt, 100m flach, 850m Auffahrt. Auf der anderen Seite ging’s bis nach Myrland weiter und dann wieder zurück, teilweise in der Sonne, aber immer trocken heute. Zurück dann nochmal mit erhöhtem Schwierigkeitsgrad im Tunnel: ich fahr ja schliesslich nicht die 850m auf dem holprigen Fussweg, sondern schön ordentlich mit >50km/h auf der Fahrspur bergab, und musste dann auf -63m mal die Spur kreuzen. Bergauf ist der Seitenstreifen schon angenehmer. Der Nordkapptunnel hat -212m und ähnliches Gefälle, wie ich grad nachgeschlagen habe.

Und so ganz nebenbei hab ich noch einen grösseren Bug in einem zentralen System und den Machine-Learning-Modellen gefunden und beheben lassen. Das gab mehrere dicke WTF-Momente, dabei wollte ich doch einfach nur forensisch was nachvollziehen. Das nicht-provozierbare und nicht-lokalisierbare Quietschen am Alpenfalter stresst mich aber deutlich mehr 🙂 Bin erstaunt, wie problemlos das Velo auch lange Strecken bisher klaglos übersteht. Momentan bin ich grad mit Sprit überversorgt, weil mir mein Vermieter eine Tüte selbstgebackene Brötchen überreicht hat. Die haben die ganze Zeit über meiner Wohnung an neuen Fenstern herumgewerkelt und wollten sich wohl für den Lärm entschuldigen, dabei hat der mich gar nicht gestört. Vielleicht gibt’s Sa auf So nochmal Nordlichter zu sehen, die Wettervorhersage zeigt klaren Himmel an.

Interrail und Reservation in NO

Der Interrailpass ist zwar nett, aber meist braucht man ja noch eine Reservation, und die geht wiederum nicht immer online und schon gar nicht via Interrail. Da ich in einer Woche wieder zurückfahre nach Süden und bisher nur eine 2.Klasse-Reservierung von Bodø nach Trondheim hatte, hab ich erstmal im Vy-Chat gefragt, ob die mir eine Reservation buchen können. Nö, aber sie haben mir schnell die Telefonnummer gegeben. Da hing ich dann etwa 20 Minuten in der Warteschlange, bevor es wider Erwarten sehr schnell ging. Hab gesagt, dass ich den Interrailpass habe und gern eine Reservation hätte, dann die Fahrzeit/Züge durchgegeben. Dann wollte sie irgendeinen Identifier von mir und ich hatte in der App grad meine Vy-Kundennummer parat, worüber sie sehr erfreut war. Es waren ein paar Sekunden Stille am Telefon, dann hab ich mal nachgefragt, wie ich das Ticket jetzt kriege oder wo ich das hole und bezahle. Sie meinte, dass es schon per email unterwegs sei — zwei Sekunden später machte es ping und ich hatte meinen Premium-Sitzplatz. Gratis. Für zehn Stunden Fahrzeit lohnt sich das schon.

Scheint so, als ob es inzwischen eine Art Dachorganisation für ÖV in NO gäbe: https://om.entur.no/om-entur/

Regenrunde

Gestern mittag war’s eine Tour bis nach Mortsund, etwa 40km insgesamt, alles trocken. Wenn der Himmel nachts klar gewesen wäre, hätte man sicher auch wieder Nordlichter gesehen, aber man kann ja nicht alles haben.

Mortsund

Heute war wie angesagt Dauerregen, also hab ich die Datenbank und die VM schon ab 08:30 Uhr mit Abfragen und Code belästigt. Ab 16 Uhr wurde es weniger nass und vor allem weniger windig, aber es gibt ja bekanntlich eh kein schlechtes Wetter. 20km bis zum Uttakleiv und zurück, diesmal zweimal mit trockenem Tunnel.

Schon heut morgen war mir aufgefallen, dass eine Art leuchtende Wanderbaustelle die Strasse entlangfährt. Dann fielen mir die Pfosten am Strassenrand auf, die gestern noch nicht da waren. Ist ja wie zu Hause, das dürften die Wintermarkierungen sein. Demzufolge ist der Fahrer dieses hochautomatisierten Pfostensetzfahrzeugs auf gut schweizerdeutsch der…

…Pföstler 🙂

Nachtbeleuchtung

Morgens: Sprühregen bis etwa 10:30 Uhr, aber ich hatte eh Meetings. Dann ging’s auf der erweiterten Einkaufsrunde in die Mitte der Lagune westlich von Leknes (missing tiles). Schon das hat sich wegen der Farben wieder gelohnt.

Dafür hatte ich mir auch ordentlichen Gegenwind eingehandelt, der sich auf einer topologisch geschlossenen Runde nicht mal vermeiden lässt. Naja. Weiter mit Meetings ab 13 Uhr, Daten aus der DB kratzen ab 16 Uhr und in Ruhe anschauen, während es dunkel und kalt wurde. Wieder Lachs auf dem Tisch. Dann noch eine Abendrunde auf der leeren E10 nach Leknes und zurück. Der Himmel war klar und es war nicht mehr besonders weit über dem Gefrierpunkt. Von Himmelskörpern hab ich nicht so Ahnung, aber ich dachte, dass das hier wohl nicht die Milchstrasse sein dürfte, denn die war doch eigentlich nicht mehrspurig und mit breiten Radwegen?

Ein paar Minuten später war ich sowieso zu Hause, nur lässt sich da die Aussenbeleuchtung der Hütte nicht abstellen (okay: nicht “einfach reversibel” abstellen). Es war jetzt schon deutlich mehr am Himmel zu sehen, also hab ich noch schnell warme Sachen angezogen und bin weg vom störenden Licht an den Strand gegangen, um das Schauspiel zu beobachten.

Insgesamt hat es vielleicht eine Stunde gedauert, kurz vor Mitternacht. Etwas schwierig zu fotografieren ohne Stativ, aber die Google-Cam auf dem Handy hat ihren Job doch ganz gut gemacht, nachdem ich das Smartphone auf einem Stein irgendwie abgelegt hatte. Mit der Lumix war ich auf diese Situation nicht vorbereitet, da kam nur Rauschen raus. Faszinierendes Schauspiel jedenfalls, wenn der ganze Himmel so langsam vor sich hin wabert. Jetzt fehlen mir eigentlich nur noch die Elche 🙂