Gestern (Do) wurde in meiner Abwesenheit weiter fleissig gebaut und geschraubt. Am frühen Nachmittag hab ich in Bern auf dem Kaltwasserzähler-Dashboard gesehen, dass da wohl der WW-Boiler befüllt wurde. Es war ziemlich hoher Verbrauch (160l), aber nicht ganz so viel wie reingeht (371l). Das liegt sicher daran, dass mein Kaltwasserzähler bei hohem Durchfluss Impulse nicht mitzählt — das kommt aber im Normalbetrieb nicht vor, von daher gibt’s da noch keinen Änderungsbedarf.


Ich hab noch rechtzeitig den Zug heim bekommen, dass ich die Handwerker noch erwischt habe, wie sie grad elektrisch Rohre verschweisst haben. Da hat Geberit wohl ganz gut was erfunden. Das Abflussrohr musste kurz geöffnet werden, weil das Überdruckventil noch irgendwohin entwässern muss; ausserdem kommt da später noch die Kondensatpumpe dran. Es gab ansonsten haufenweise Details zum Anschauen und es haben auch so einige Rohre gefehlt und andere waren neu.


Sämtliche etwa 100 Rohrverbindungen waren dicht, bis auf zwei 🙂 Der Messinganschluss am WW-Tank unten war undicht, etwa 1 Tropfen pro zwei Sekunden kam raus, das hab ich aber erst abends gemerkt, als alle weg waren. Lappen dran, Eimer drunter, Wasser abgestellt, egal. Und ein Anschluss an der Wärmepumpe war undicht, aber da hatte er tatsächlich die Dichtung vergessen. Die erste Undichtigkeit hab ich gleich heut morgen rapportiert und das war sicher ein ganzes Stück mehr Arbeitszeit als geplant: Tank entleeren, neu abdichten, wieder befüllen, das dauert alles. Aber erstmal wurde die Heizung befüllt, und zwar mit Wasser, das einen portablen Wasser-Ionentauscher zum Entmineralisieren durchläuft:

Ich bin zwischendurch immer für die Heizkörper im Haus zuständig gewesen. Erst alle aufdrehen (bzw. Thermostat ab) und dann entlüften, bis nichts mehr gluckert. Das kommt aber ohnehin nochmal, das war schon bei der Bodenheizung so. Der Heizkörper im kleinen Zimmer ist jetzt vollständig abgeklemmt. Damit ist auch klar, dass das nächste Umbauprojekt dann dieses Zimmer sein wird. Bis dahin gibt’s bei Bedarf einen Elektroheizer da drin, das war deutlich günstiger als ein mehrfacher Umbau der Heizungsrohre. Die Anschlüsse (T-Stücke) für die Bodenheizung dort hab ich direkt mit einbauen lassen. Witzig war dann auch das Entfernen des Gaszählers (nicht durch mich) und das Abflexen und Zerkleinern vieler Leitungen mit der Flex (durch mich). Diesmal konnte ich auch beruhigt und mit Absicht in die Gasleitung sägen, was beim Einbau der Bodenheizung (und dem Aufbrechen des Bodens) nicht so Absicht war.


Vor ein paar Wochen hatte sich auf tutti jemand auf mein Inserat gemeldet mit Gastherme und Boiler — zu verschenken. Das hat super gepasst, dass er heute (Fr) Zeit zum Abholen hatte. Am Vormittag haben wir zusammen noch alle Rohrverschraubungen gelöst (Holländer statt Engländer) und sogar die Gastherme schon freigeschnitten und von der Wand genommen. Das macht schon echt was aus, wenn man das schon zig mal gemacht hat; ich alleine hätte da ewig gesucht, wie das geht. Damit konnten dann 13:30 Uhr die Therme und der Tank direkt in einen Hänger verfrachtet werden, um allenfalls als Ersatzteile zu dienen.


Jetzt gibt es für mich jede Menge zu tun. Erstmal alles von den Wänden abbauen (erledigt), Wände und Boden reinigen (erledigt), Löcher glattschleifen und füllen (erledigt) sowie den Flächenteil der Wand hinterm zukünftigen Waschbecken verputzen (erledigt).
Was ich auch schon besorgt habe: 500m Leitungen in 1.5mm2 und verschiedenen Farben, damit ich alles vernünftig im Keller abgesichert anschliessen kann.
- 3x braun plus Schutzleiter für den Heizstab (dreiphasig 400V, Stern)
- 1x lila plus blau (plus Schutzleiter) für die Wärmepumpe
- 1x pink plus blau (plus Schutzleiter) für sonstige Steckdosen
Und wenn noch mehr Drähte durchgehen, auch gut 🙂 Ich muss nur nochmal die gesamte Leitungsverlegung durch die Leerrohre neu machen und hoffen, dass ich die Querverbindung im HWR (auch “Garage” genannt) hinbekomme. Mit Einzeldrähten passen deutlich mehr Leitungen in das Leerrohr als mit einer Mantelleitung. Der Querschnitt ist bei den zu erwartenden Leistungen ausreichend. Der Not-Heizstab im Heizungsspeicher hat auch 6kW, also kalt wird mir damit garantiert nicht, nur teuer wird’s.



Mir ist noch nichts Schlaues eingefallen, was ich mit dem ehemaligen Abgas-Abzug machen könnte, der geht draussen durchs Dach nach oben. Auf alle Fälle zieht es da jetzt ziemlich durch. Für die ganze linke Ecke mit der Gastherme und dem Tank wurde einfach vor die vorhandene (?) Wand eine weitere Rigips-Platte gesetzt sowie der Boden mit Beton (nicht eben, wie man jetzt sieht) ausgegossen. Die Platten will ich jetzt nicht wegreissen, aber abdichten werde ich sie schon. Da steht dann sowieso ein Regal davor, davon wird man nicht mehr viel sehen. Kabelkanäle hab ich heute auch noch weitere geholt, damit ich in dieser Ecke auch wieder Strom bekomme.
Witzig auch die Stories, wenn man sich so unterhält. Mir persönlich wäre das ja voll egal, wenn ich mal ein paar Tage nicht warm duschen könnte, das hab ich auch am Mittwoch gesagt, dass sie da echt keinen Stress machen müssen. Aber es scheint wohl Kunden zu geben, die nicht mal eine Stunde Unterbruch aushalten können. Komische Ansprüche. Sowas fände ich nur bei “gar kein Wasser” kritisch, aber solange noch Trinkwasser kommt, kein Problem. Und mein Hinweis beim Ansetzen der Rohrsäge, dass ich hier auch Gehörschutz rumliegen hätte, wurde mit einem grinsenden “Hä?” quittiert.
Der Warmwassertank war am späten Vormittag vollständig dicht und der PV-Überschuss hat ab dem Mittag dafür gesorgt, dass 11.6 kWh Energie fürs Aufheizen von 21°C auf 45°C draufgegangen sind. Ach ja: die verkackte Eigenzirkulation ist natürlich wieder da (hab leider nicht dran gedacht, die Schwerkraftbremse mit einbauen zu lassen), aber diesmal kann ich selbst das Ventil umstellen, dass das nicht mehr passiert. Mal beobachten, was geschieht, wenn die WP angeklemmt und in Betrieb ist, ob die selbst auch noch ein Ventil hat.