Heizstab mit in Betrieb genommen

Heute zeigten sich folgende Temperaturverläufe:

  • Aussentemperatur 5°C
  • 05:15 Uhr wird die untere Solltemperatur des Speichers unterschritten, WP springt an
  • 05:15 Uhr bis 08:30 Uhr kommt die WP mit Mühe auf die untere Solltemperatur von 33°C
  • die WP macht Znüni-Pause 08:30 Uhr bis 09:12 (42 Minuten, davon 25 in Ruhe und 18 mit Abtauen des Verdampfers)
  • 09:12 die nächste Aufwärmrunde, fängt aber wieder bei den gleichen tiefen Temperaturen an wie 05:15 Uhr
  • … nächste Abtaupause 3:15h später (nicht im Bild)

Okay, das wird schwierig, dass da alles wieder auf Temperatur kommt, wenn die WP ständig Arbeitspausen macht und aber Wärmeabnahme da ist. Also habe ich den eingebauten Heizstab mit angeklemmt und in Betrieb genommen. Der hat eigentlich 3-Phasen-Drehstrom und dann 6kW Heizleistung, aber ich lasse den auf einer Phase und mit einer dicken Drahtbrücke laufen, so dass er dann 1.3kW liefert und ich den mit einem Sonoff einfach messen kann (der von der Gastherme vorher). Alles nur ohmsche Widerstände 🙂

Der Heizstab hat ein Bimetall-Thermostat, das ich jetzt so eingestellt habe, dass es recht genau dann anschaltet, wenn auch die Wärmepumpe durch die Steuerung aktiviert wird (beim Unterschreiten der 33°C). Irgendwo bei 36°C schaltet er dann wieder ab, läuft also nicht dauerhaft mit. Damit sieht das Temperatur-Zeit-Diagramm dann ganz anders aus:

  • 18:12 Uhr wird die untere Solltemperatur unterschritten
  • die WP wird aktiviert, der Heizstab ebenfalls
  • die Speichertemperatur in der Mitte (drei lila Kurven, davon die mittlere) fällt gar nicht weiter ab
  • 18:20 Uhr ist auch die untere Speichertemperatur schon wieder über dem unteren Sollwert
  • 18:30 Uhr haben der WP-Vorlauf (obere gelbe Kurve) und der Heizungs-Vorlauf (obere grüne Kurve, weitgehend deckungsgleich beim Aufheizen mit der oberen gelben Kurve) bereits wieder den unteren Sollwert überschritten
  • 18:40 Uhr stellt der Heizstab ab und die gelben Kurven der WP werden flacher
  • ab 19:30 Uhr löst sich die grüne von der gelben Kurve, d.h. die Wärme der WP geht ab da verstärkt in den Speicher und nicht mehr nur direkt in den Heizkreislauf

Also: vorher 3:15h bis zum Erreichen der unteren Solltemperatur, nachher 18 Minuten. Die äusseren Bedingungen sind nicht exakt deckungsgleich gewesen, aber relativ ähnlich. Schöner wäre noch, wenn die Vorlauftemperatur der Heizung sich an den Speichertemperaturen bedienen würde, aber da hätte man den Rücklauf der Heizung nicht unten an den Speicher, sondern oben an den Speicher anschliessen müssen, damit es sich beim Durchströmen diagonal nach unten mischt (Rücklauf WP ist unten am Speicher). Den unteren Sollwert hab ich gleich noch um 1K erhöht. Auf alle Fälle bricht die Vorlauftemperatur der Heizung nicht für längere Zeit so ein wie am Morgen.

Energiemengen heute (bisher): 21.2kWh Nutzwärme, erzeugt aus 6.5kWh WP-Strom und 1.3kWh Heizstab-Strom, duty time WP etwa 2/3.

Wärmepumpe im Regelbetrieb

Während meiner Abwesenheit in Svolvær wurde dank Schlüsselbox noch die Kondenswasserpumpe installiert, damit ist die WP-Installation abgeschlossen. Die Pumpe schlürft die 2-3 Liter Kondenswasser im Sammelbehälter innerhalb von Sekunden weg, das ist eine andere Leistungsklasse als die kleinen Vibrations-Saugpumpen für die Klimaanlage.

Über die vielen Temperaturmesswerte kann ich die WP gut bei der Arbeit beaufsichtigen. Was sicher schon klar ist: ich kann die Räume nachts nicht so stark auskühlen lassen, wie ich das bisher gemacht habe. Der Gasheizung war es egal, ob sie morgens mit 2kW oder 15kW läuft, bei der WP mit nur so etwa 1kW Wärmeleistung muss ich möglichst gut den Puffer mit nutzen; und die Wärme, die ich in der Nacht nicht produziere, kann ich morgens nicht mehr aufholen.

  • Momentan ist es eine Arbeitszahl von 2-3, je nach Aussentemperatur.
  • Das Abtauen des Verdampfers habe ich auch schon mehrmals festgestellt, wenn die Abluft unter 5°C hat. Dann fehlen auch noch 20 Minuten Wärme, weil in der Zeit keine produziert wird.
  • Momentan hat die WP eine Uptime von 25-50% (duty cycle, also 6-12h Laufzeit pro Tag) und macht aus 4-6 kWh Strom etwa 8-12 kWh Wärme.

Ich gehe davon aus, dass ich sicher für den Frostbetrieb noch den Heizstab im Pufferspeicher anschliessen muss. Für drei Zimmer (Bad, Büro, Küche) reicht die Wärme momentan bequem aus, aber ich merke deutlich, dass die WP lange braucht, um noch mehr Zimmer aufzuheizen. Das hatte ich auch so erwartet, dass das ganze System viel träger wird als vorher 🙂 Geräuschmässig ist sie bei geschlossener Tür zum HWR in der Küche nicht lauter als der Geschirrspüler oder der Quooker CUBE. Im Zimmer obendrüber hört man ein leichtes Brummen, aber da hätte ich ja ohnehin noch einen Umbau im Kopf, bei dem dann die einzubauende Bodenheizung wohl die Geräusche auch wegdämmen würde. Draussen klingt der Luftstrom wie ein Secomat, aber in einiger Entfernung hört man davon kaum noch was.

Was man auch schön sieht, ist die Arbeit der Heizkörperthermostate, indirekt über den Volumenstrom im Heizungskreislauf:

Die Durchflusswerte sind natürlich in Viertellitern diskretisiert, weil der Zähler keine höhere Auflösung hat (und braucht). Das hatte ich bisher auch über die Messwerte der TRVs schon via Ventilstellung und SOLL/IST, hier die letzten 24h Messwerte vom Büro:

Bisher tut jedenfalls alles wie erwartet. Insgesamt hat mich der Heizungsersatz etwa 17kCHF gekostet, dafür habe ich jetzt:

  • deutlich weniger Wasserverschwendung, bis Warmwasser am Hahn kommt (kürzere Leitung)
  • viel mehr Platz und neue Einrichtung im HWR
  • Fensterbretter im HWR
  • neuen Waschtrockner (Standort neu im Bad)
  • gesparte Gaszählergebühr, gesparter Kaminfeger (200 Fr. pro Jahr)
  • keine Gasnetzstillegungsgebühr pro kWh Gas (ist grad noch eine witzige politische Diskussion)
  • Abkühlung im Sommer im Umluftbetrieb
  • viele Erkenntnisse und sehr viele schöne Messwerte und Kurven für Kurvendiskussionen 🙂

WP-Fernsteuerung indirekt und remote

Ich warte immer noch auf das bistabile Relais, um das externe EVU-Abschaltesignal für die Wärmepumpe per ESP/tasmota senden zu können. Die Schaltung liegt schon im breadboard vor mir und die Tasmota-Rule ist auch fertig. Hatte dummerweise ein 24V-Relais bestellt, das läuft nicht so gut an 5V.

Aber im Prinzip brauche ich das jetzt schon gar nicht mehr, weil ich das nach etwas Bastelei auch über Logik und die Siemens-LOGO lösen kann. Die IST-Werte für die zwei Analogsensoren (1. und 4. Zeile im Bild) hatte ich mir neulich schon rausgefrickelt, da muss ich nur den gelieferten Wert (s.u.) mit 0.16 multiplizieren, um auf die Temperatur zu kommen.

Aber es fehlten mir noch die jeweils zwei einstellbaren Hysterese-Werte für den BWW-Speicher und den HSp-Speicher, jeweils oberer und unterer Grenzwert. Da sowohl die falsch benannte Siemens-COMFORT-Software* und deren Handbuch ein Meisterstück an obfuscation darstellen, hat da ein LLM ganz gut und schnell geholfen, um mir diese Parameter mittels virtueller Variablen auslesbar zu und auch beschreibbar zu machen. Und zwar via MQTT von extern übers Netzwerk. Der Beweis ist dieser Screenshot aus Node-Red, wo man alle Variablen plus die zwei Schaltzustände (0/1) sieht.

Damit kann ich jetzt die WP ganz einfach aktivieren (z.B. bei Überschuss), indem ich die Temperaturgrenzwerte vorübergehend verändere. Es reicht, wenn der untere Grenzwert mal über dem aktuellen Temperaturwert liegt, dass das System anspringt, dann ist es im Hysteresemodus auf der Aufheizkurve und heizt bis auf den oberen Grenzwert, der untere ist dann egal und kann gleich wieder auf den vorherigen Wert gesetzt werden. Damit braucht die Schaltung auch keinen expliziten Sommermodus mehr (Heizspeicher wird dann ignoriert), weil ich einfach die Grenzwerte des HSp auf die Temperatur setzen kann, bei der Wasser die maximale Dichte hat und dann sicher nicht geheizt wird 🙂 Das ging vorher ja auch schon alles, aber man musste Knöpfe an der Siemens-Steuerung anfassen — neu geht es auch von irgendwoher.

*kann schon sein, dass die nach Lernkurve noch komfortabel wird, aber niemals so komfortabel wie VIM

Glasfaser die zweite

Die Bandbreite verfolgt mich immer noch. 2013 Glasfaser im Wohnzimmer, dann 2019 Glasfaser, endlich, dann nach dem Hauskauf 2020 Glasfaser-Schilderwald. Da ich aber ein Gratis-5G-Abo habe, was passenderweise Ende November ausläuft, bin ich momentan Von Glasfaser zu 5G unterwegs. First-World Problems.

Die Ist-Situation ist so, dass die Thurcom auf ihren Glasfaser-Leitungen das Monopol hat und niemand anders drauflassen muss. Das spiegelt sich auch in den Preisen, so dass mir 60 Fr. im Monat für Gigabit einfach zu viel sind (im Vergleich zu gratis 5G sowieso). Dass da etwas passiert, ist mir auch nach diversen nachgelesenen parlamentarischen Debatten klar: Glasfaseröffnung.

Heute kam unerwartet Post von der Swisscom bzw. dem von ihnen beauftragten Anbieter circet:

Drei Minuten nach dem Öffnen des Briefs hatte ich schon einen Rückruf auf meinen Anrufversuch und Antworten auf meine Fragen.

  1. ja, ich bekomme eine zweite Glasfaserleitung (yay!)
  2. nein, die kommt nicht im Keller rein, sondern dort, wo die Freileitung der bisherigen Kupferleitung ankommt
  3. ja, ich kann dann frei den Anbieter auf der Faser wählen
  4. ja, mein Nachname wurde auf Wunsch korrigiert und meine Telefonnummer hinterlegt
  5. Vor-Ort-Termin ist am Dienstag 04.11. nachmittags (also werktagsübermorgen), weil ich am 06.11. 14 Uhr keine Zeit haben werde 🙂

Die Einbausituation ist mit mir selbst schon geklärt: die Glasfaser kommt über die Freileitung im Hof an die Rückwand des Hauses. Oben in der Ecke vom HWR kommt sie rein, und genau dort kann auch die Glasfaserdose und die Glasfaser-Fritzbox oder das Netzabschlussgerät (optisch-elektrisch) hin. Wo die alte Kupferleitung im Haus genau lang läuft, ist mir unklar, auf alle Fälle kommt sie im Wohnzimmer an einer Dose raus. Vielleicht kann ich die zwei Drähte ja für was anderes verwenden 🙂

Dann schauen wir doch mal, ob die Thurcom ganz plötzlich ihre Preise senkt, wenn sie viele Wettbewerber bekommen. Bei green.ch kann ich 2.5 GBit/s für 40 Fr. im Monat kriegen, bei init7.ch sind es 44 Fr. für 1 GBit/s. Und je nach Anbieter halt regelmässig Werbeangebote für Neukunden mitnehmen — mir ist der Anbieter egal, ich brauch nur Bitstream, keine sonstigen Dienste, aber das möglichst schnell 🙂

neon -> radicant

So ein durchsuchbares Blog ist schon fein, da hab ich nämlich meinen Beitrag vom Januar 2020 gefunden, in dem ich neon lobend erwähnt hatte, u.a. mit ihrem eigenen Blogartikel, der sogar noch online ist. Wie ich kürzlich hier schon erwähnt hatte, ändert sich das aber gerade. Über diese fünf Jahre haben sie einen Haufen Features eingeführt, die sie bei revolut abgeschaut haben; und wie beschrieben, ändert sich das von mir geschätzte Gebührenmodell gerade, natürlich zu meinem Nachteil.

Punkt 1: sie nehmen jetzt eben doch Wechselkursaufschläge von 0.35%. Im Vergleich zu den meisten anderen Karten ist das immer noch wenig, aber es geht ums Prinzip. Was ich ausserdem noch herausgefunden habe und damals sogar falsch angegeben hatte: der Mastercard-Wechselkurs hat schon etwa 0.3 bis 0.5% Aufschlag zum tatsächlichen Interbankenkurs, also auch die Kartenmonopolisten kassieren da schon was. Bei radicant bekomme ich nun den tatsächlichen Interbankenkurs (und hab das auch mit Zahlungen in NOK/CHF am gleichen Tag schon verifiziert).

Punkt 2: der ganze Kram mit den Auslandsüberweisungen, die ich bei neon in Auftrag geben kann, was sie dann aber technisch über Wise laufen lassen und dafür eine convenience-Gebühr verlangen, ist für die meisten Leute sicher praktisch, aber anstatt dass sie einfach die convenience-Gebühr transparent reduzieren, wenn man ein teures neon-Preismodell hat, nennen sie es “cashback”. Das ist wie wenn ich zur Migros gehe und dort dann ganz tolle Cumuluspunkte sammeln kann, wenn ich auch die gleichen Produkte von Anfang an günstiger bei Aldi/Denner/LIDL hätte kaufen können, ganz ohne Kundenbindungsprogramm (okay, LIDL kommt auch mit sowas, aber da kauf ich nur Pernigotti). Ich brauch kein Marketing-Neusprech.

Punkt 3: die Zusammenarbeit mit Wise führt anscheinend sogar dazu, dass ich auf mein eigenes Wise-CHF-Konto keine CHF (gratis/gebührenfrei) überweisen kann. Klar, das hat eine GB-IBAN, aber das kann ja nicht das Problem sein. Lasst mich doch bitte die Währung selbst auswählen: hier wird EUR voreingestellt, was nun mal gar keinen Sinn macht. Entweder CHF oder dann bitte GBP anhand der IBAN.

Punkt 4: mein Wearable hab ich daheim direkt mit der virtuellen Karte von radicant per NFC neu beschrieben, fertig.

Punkt 5: Neon hat mir inzwischen zuviele Partnerangebote, wo ich irgendwelche Rabatte kriegen kann und dann Daten herumschwirren. Ich will Banking mit Kartenzahlungen, einfach und unkompliziert (TWINT nervt dahingehend auch, ich will einfach nur bezahlen/empfangen, aber keine Lebenszeit in eurer App verschwenden). Gleichzeitig hatte ich in letzter Zeit öfter mal das Problem, dass ich mich nicht einloggen konnte.

Punkt 6: die Spaces (also virtuelle Unterkonti) waren ganz nett, dort kann man direkt die Ausgaben für die Steuerrechnung oder das GA schon im Jahresverlauf ansammeln, damit es dann keine Überraschung gibt. Aber dank regelmässiger Budgetierung gibt’s die bei mir eh nicht, das war nur ein convenience-Feature.

Punkt 7: die beta-Funktion “finsights”, wo man an seinen Datensatz mit den Buchungen KI-Anfragen stellen kann, ist nett, aber eine Anwendung dafür habe ich nicht. Diese ständige dumme Anbiederung (hier mit “hAI”) und auch beim Einloggen in die App (“Schön, dich zu sehen, Georg” oder “Hoi Georg”) geht mir auch ungemein auf die Nerven — ihr wollt eine Bank sein, also benehmt euch auch wie eine, und zwar seriös, langweilig und zuverlässig. Macht mir einen einfachen Filter mit Datum, Betreff, Währung, Betrag – das ist einfachstes SQL und braucht Grössenordnungen weniger Energie als eine dumme LLM-Abfrage.

Na mal schauen, wie lange radicant so durchhält 🙂 Die hatten anfangs ziemlich Probleme, die Kreditkarten produzieren zu lassen, dann hatte ich sogar mein Login schon vergessen und es brauchte einen relativ langen sehr netten Hotline-Anruf, um das wieder hinzubekommen. Meine Kreditkarte war auch falsch beschriftet “GEORG RUs” (mal eine ganz neue Falschschreibvariante) und sie hatten mir damals schon angeboten, die nochmal korrigiert neu zuzusenden. Das hab ich jetzt eingefordert.

Herzfrequenz liegend/up

Die Polar-Armbanduhr hab ich hauptsächlich deswegen, damit ich einfach Velotracks aufzeichnen kann*. Was da spannend ist, ist die Herzfrequenz, insbesondere im Vergleich von Normalvelo zu UpLiegevelo.

Herzfrequenz auf dem Up, Grafiken/Auswertung von https://intervals.icu
Herzfrequenz auf der Speedmachine, kurze Runde 🙂

Es ist auch das, was ich beim Fahren merke: im Liegen kann ich erholt und lange/längere/längste Zeit einfach weiter kurbeln (+essen, trinken, träumen, +podcasts), ohne dass ich ausser Atem komme. Beim Up bin ich bei etwa gleicher Geschwindigkeit und teilweise identischer Strecke deutlich höher mit dem Puls und unbequemer ist es auch noch. Im Schnitt sind das also 20bpm mehr. Jetzt könnte ich mal noch ausprobieren, um wieviel ich schneller fahre, wenn ich mit der Speedmachine mit dem gleichen hohen Puls fahren würde.

*und weil der Batteriewechsel an der Mondaine 45 Fr. gekostet hat, also alle <2y so 10% vom Preis, pff, hab ja jetzt die ganz grosse Mondaine regelmässig in Wankdorf — die Polar Ignite 2 hat Occasion exakt so viel gekostet wie der Batteriewechsel der Mondaine.

Jetzt aber erstmal wieder nach Norden, bin gleich mit nur etwa 4% Verspätung in Hamburg. Wenn man die Verspätung immer in Prozent angeben würde… ach egal, sonst kommen sie nur drauf, Züge möglichst lange im fast geschlossenen Kreis vom Start zum Ziel (Hamburg-München-Altona) fahren zu lassen und die Verspätung immer relativ zur gesamten Fahrtdauer anzugeben 🙂

Wechselrichter-Firmwareupdate

If it works, don’t touch it 🙂

Seit ich im Juni 2023 das Daten-Scraping via Python-Script vom Wechselrichter (Sungrow SH10RT-V112) aktiviert hatte, lief das problemlos. Jetzt kam ein Firmware-Update daher und nach dem Reboot ging natürlich ™ das Scraping nicht mehr. Unpraktischerweise war ich grad ohne privaten Laptop in Bern, so dass das bis zum Abend bzw. jetzt zum Morgen warten musste. Aus irgendeinem Grund kamen keine Daten mehr, und nach einer Weile mit Rumprobieren an den Einstellungen des Python-Scripts hab ich mir dann doch nochmal eine saubere Installation von github gecloned und siehe da, mit der ging es wieder.

Schlussendlich scheint es so zu sein, dass der Port 8082 mit dem Firmware-Upgrade dichtgemacht wurde und man entweder übers Webinterface auf IP:443 an den Wechselrichter kommt oder per Modbus auf Port 502. Dafür muss man im Script nur gar nichts einstellen, das geht automatisch so. Also den systemd-job wieder gestartet und alles tut wieder wie vorher.

Nebenbei hab ich direkt rausgefunden, dass man den Wechselrichter gar nicht brute-force abstellen kann, ohne dass man Kabel rauszieht oder ohne dass die Batterie leer ist. Ich hab sämtliche Sicherungen rausgenommen und das ganze Haus abgeklemmt, aber der lief unbeeindruckt weiter — und als Nebeneffekt hab ich auch gemerkt, dass einer der Raspis an der Backup-Steckdose des WR ebenso durchgelaufen ist. Guter Test, gute grosse USV 🙂

Komische Batterie-Entladung mit Netzbezug (2)

Es ist wieder passiert, gestern morgen um 07:10 Uhr sinkt plötzlich der Batterie-Ladestand von 25% auf 0%. Gleichzeitig kommt es über längere Zeit zu Netzbezug, der irgendwo hingeht, aber ich weiss nicht, wohin. Geladen wird da jedenfalls nichts.

Danach lädt sie wieder über den Tag auf, aber mangels Sonne nur bis etwa 80%, d.h. das längere Balancing, bevor es am Ende von 97% auf 100% springt, entfällt.

Heute morgen war sie wieder auf 25% runter und ich dachte, ich probier mal, was passiert, wenn ich den Heizstab als Grossverbraucher anstelle.

Etwa 17 Minuten Entladung mit 4.2kW ergibt 1.2kWh, entsprechend 12.5%-Punkten beim Batteriestand.

Ergänzung um 09:42 Uhr

Wie ich bereits meinte: der Heizstab hat 6kW, es kamen aber nur 4kW Leistung aus der Batterie, der Rest kam aus dem Netz. Irgendwas ist komisch. Hab den Wechselrichter mal neugestartet, letzter Login von mir im Februar, lustigerweise genau beim merkwürdigen Ladestandssprung nach oben. Letzter Neustart, äh, nicht ersichtlich im Logfile 🙂

Komische Batterie-Entladung mit Netzbezug

Vorgestern war’s wieder soweit: nach langen Monaten fast ohne Strombezug aus dem Netz war durch einen langen regnerischen Tag und etwas Spielerei meinerseits die Batterie über Nacht leergeworden. Allerdings war das ein sehr merkwürdiges Entleerungsverhalten in der Nacht.

Netzbilanz-Grafik am Zähler und am Wechselrichter

Hier sieht man, dass über eine gute halbe Stunde lang etwa 3kW Leistung aus dem Netz bezogen wurden. Allein das ist schonmal seltsam, weil zu der Zeit keine Verbraucher im Haus liefen. Ich hatte den Heizstab im Verdacht, denn nur der braucht gleichmässig auf allen drei Phasen derart hohe Leistung.

Batterie-Energiefluss (blau = Ladung)

Es hätte auch die Batterie sein können, die aus dem Netz geladen wird, was aber eigentlich gar nicht gehen sollte. Laut Datenaufzeichnung hat sie aber in der Zeit geladen bzw. es gab Energiefluss vom Wechselrichter zur Batterie.

Batteriestand über die Zeit

Wenn ich mir dahingegen den Ladezustand der Batterie anschaue, ist es das genaue Gegenteil. Die bricht um 02:40 Uhr komplett von 25% auf 0% ein und geht danach wieder langsam rauf bis auf 5% und bleibt danach bei etwa 4%, was einer leeren Batterie entspricht.

Es könnte natürlich sein, dass der Energiebezug aus dem Stromnetz nur durch irgendwelche Kalibrierungen herbeifantasiert wurde und gar nicht echt war. Dem steht aber mein offizieller Lastgang von den TB Wil entgegen:

Danach war die Batterie den Tag über wieder recht schnell voll geworden, was aber rechnerisch schon wieder nicht stimmen kann, denn bei 9.6kWh Kapazität und leerem Zustand kann sie nicht nach 8.2kWh vom Dach schon voll sein. Vielleicht ist das mal wieder ein Neu-Balancing der Zellen, das sich wieder einspielt — im März hatte ich ja schon mal sowas gehabt. Nicht ganz unzufällig (?) war das auch damals der Zeitpunkt, wo die Batterie nach dem Winter wieder den “voll”-Zustand erreicht hat, wohingegen es jetzt das andere Extrem ist.

Ach ja, die Spielerei: um Gasbezug für Warmwasser zu vermeiden, hatte ich mal den E-Heizstab auf forciert volle Leistung gestellt, wo er dann 6kW aus der Batterie (oder sonst aus dem Netz) zieht.

Bleibt also trotzdem die Frage, wo die 1.5kWh Netzbezug in der Nacht hingewandert sind. Im Heizstab sind sie nicht gelandet, und der Keller hat sich auch nicht auffällig aufgeheizt, falls die Energie in Wärme umgewandelt worden ist. Dasselbe in den Zimmern und ansonsten hat sich im Haus auch nichts bewegt 🙂

Glasfaseröffnung

Anfangs hatte ich mir hier mit etlichem Aufwand noch Glasfaser ins Wohnzimmer legen lassen. Schon damals hatte ich den fehlenden Wettbewerb auf der Glasfaser bemängelt, also dass ich als einzigen Diensteanbieter die Thurcom wählen kann, die somit ein lokales Monopol haben. Aufgrund der deutlich zu hohen Preise, die durch das Monopol entstehen, nutze ich momentan die Glasfaser gar nicht, sondern bin mit 5G und Fritz!Box 6850 unterwegs, zumal ich dort ein Gratis-Abo von Quickline ergattern konnte.

Nur knapp vier Jahre später bewegt sich jetzt aber was, es gab nämlich Anfang September einen Kreditantrag an den Stadtrat zur Öffnung des Glasfasernetzes. Der Text ist ziemlich umfangreich, laut Terminplan wird der Antrag im Q1/2025 beraten und im Q2/2025 beginnen der Ausbau und (etwas unscharf angegeben) auch die Vermietung der FTTH-Fasern an andere Anbieter als die Thurcom. Da bin ich gespannt, ob ich dann von init7 oder irgendjemand anderem eine günstigere Leitung bekomme als das, was die Thurcom jetzt verrechnen würde (65 Fr. für 1GBit/s und 75 Fr. für 10 GBit/s, abgesehen von Lockangeboten).