60 Meter Selbstisolation

Ende Oktober hatte ich ja schon mal ein Heizungsproblem, das sich mit Hilfe von Herrn Junod aus 20m Entfernung schnell lösen liess. Nach einigen Wochen Verbrauchs- und Temperaturprotokollen war mir klar, dass die unisolierte Rohrverlegung der Heizungsrohre im gesamten Haus nicht unbedingt sparsam ist, wenn man gar nicht alle Zimmer beheizen will. Im Hauswirtschaftsraum (HWR) liegen ungefähr 30 Meter unisolierte Heizungsrohre plus Warmwasser. Ausserdem hat das Heizungswasser für die Beheizung des Wohnzimmers mindestens 20m Weg bis zum Heizkörper, wobei da zwischendurch vier weitere Zimmer geheizt werden. Also entweder kaltes Wohnzimmer oder ich verlege Isolation 🙂

Rohmaterial.

Irgendwann vorm Jahreswechsel war ich dem Chef Junod persönlich beim Plausch mit ein paar Nachbarn schon über den Weg gelaufen, hab ihm gleich mal angekündigt, dass ich im neuen Jahr mal vorbeischaue wegen Isolationsmaterial. Das hab ich am Dienstagvormittag endlich gemacht. Darauf gab’s einen kleinen Spaziergang: er hat kurz bei mir die Rohre angeschaut und gemeint, dass es zwei Möglichkeiten gäbe — eine einfache und eine aufwendigere, beide mit demselben Dämmwert; das alles auf dem 1-minütigen Spaziergang ins Lager. Da er mich korrekterweise so eingeschätzt hat (warum nur?), dass ich mit dem Hauswirtschaftsraum ja keinen Schönheitspreis gewinnen möchte, hat er mir die Eurobatex-Materiallösung empfohlen, die man oben im Bild sieht. Flexibles Schaummaterial, einfach der Länge nach aufschneiden, aufs Rohr und um Kurven legen, mit dem nach Toluol duftenden Kleber verkleben, fertig. Zwischendurch lüften 🙂

Das Beste an der ganzen Lösung war aber, dass er mir ein paar Röhren gleich mitgegeben hat und meinte, dass ich mir einfach alles, was ich noch brauchen könnte, direkt aus dem Lager holen soll, weil das ja viel einfacher wäre, da müsse man nicht ausmessen und so weiter (ich wohne direkt zwischen Lager und Büro) 😀 Das war meine total unerwartete Idealvorstellung der Zusammenarbeit. Ich hatte dann schon ein paar Verkleidungen angebracht und er kam am Nachmittag mit seinem Lehrling nochmal schauen, ob ich das korrekt machen würde. Nach einem kurzen Blick im HWR hat er sich gefreut, dass das offensichtlich prima laufe und nochmal gemeint, dass ich mir einfach Material holen solle, wenn ich noch mehr brauchen würde.

Hauswirtschaftsraum mit isolierten Rohren.
HWR mit isolierten Rohren.

Wo ich jetzt aber grad länger im Toluolnebel gearbeitet hatte, fiel mir ein, doch mal die anderen Rohre noch anzuschauen, die so im Haus herumliegen, und dabei kam ich eben auf die mindestens 20m bis ins Wohnzimmer. Also Rohre ausgemessen und das Material mit 22mm Innendurchmesser geholt, in passender Stückzahl (Länge 2m pro Schaumröhre). Vorher (!) nachdenken, aufschlitzen, ans Rohr und dessen Verschraubungen und Kurven anpassen, hauchdünn mit Kleber einschmieren, zusammendrücken, fertig. Bei Bedarf schwarzes Tape drumherum, an schwierigen Stössen in Kurven oder so.

Schlafzimmer, Bodenansicht mit isolierten Rohren.
Keine Mühe gegeben im Schlafzimmer, da ist es bei Anwesenheit tendenziell eher dunkel.
Isolierte Rohre im Gästezimmer hinterm Vorhang.
Mühe gegeben im Gästezimmer, obwohl eh der Vorhang davor ist.
Isolierte Rohre im Gästezimmer.
Hier auch Mühe gegeben, im kältesten und kleinsten Zimmer.

Nebenbemerkungen/Stichpunkte: Zeitaufwand sicher 8h, Latexhandschuhe lohnen sich, Messer muss man mal nachschärfen. Messwerte folgen. Provisorisch: vorher hatte der HWR bei 0°C Aussentemperatur etwa 17-18°C, also völlig unnütz verheiztes Gas. Heute ist die Temperatur nur knapp mal über 14°C angestiegen. Frostfrei wird es trotzdem bleiben. Mir fiel noch rechtzeitig auf, dass ich die Gasleitung nicht isolieren muss 🙂 Rechnung folgt, ich hab einfach einen handschriftlichen Zettel mit Schaumrohrtyp und Stückzahl abgegeben, plus Kleber/Tape, und ich hab das mitgelieferte Messer mal nachgeschärft. Mir wurde schon recht direkt eine Anstellung im Unternehmen offeriert — immerhin sieht man ja hinterher, was man gemacht hat. Offerte für Klimaanlage/Solar (6k/25k) hab ich auch gleich mal erfragt.

Nebenbei: der neue Electrolux-Spüler ist schon kaputt 😀 Normalerweise_(tm) hätte ich den ja erstmal zerlegt, aber da ist noch Garantie drauf. Vorgestern Electrolux angerufen, heute kam der Monteur sehr zeitgenau und verlässlich, hat sich gefreut, dass ich schon alles vorbereitet hatte (ja wie? machen das andere Leute nicht?) — und er hat ein winziges Loch im Boden gefunden, durch das Wasser austritt. Ergo: kompletter Austausch, mal schauen, ob die Geschirrvorräte bis dahin reichen (Studentenmodus on).

Auch noch interessant: am 18.01. kommt das Grundbuchamt zur Grundstücks-/Gebäudewertschätzung. Das Beste an dem Brief ist das exakt angegebene Zeitfenster: zwischen 13:55 und 14:05 Uhr 😀

Die Teile für das Auslesen der Zählerstände im Keller via M-Bus (Zweidraht-Feldbus) sind auch da. Hoffen wir, dass der Bus zwei Master verträgt.

Glasfaser-Schilderwald

Am Dienstagmorgen hatte ich bei der Thurcom angerufen, um Glasfaser zu bestellen. Das sollte “maximal drei Monate” dauern, meinten sie, übergangsweise würden sie mir den Kabelanschluss mit dem L-Abo (200/50 MBit/s) schalten und das zwei Wochen lang gleichzeitig am alten Standort und am neuen Standort.

Dazu müssten sie aber den Kabelanschluss entplombieren und das ist im Keller des Nachbarhauses. Also hab ich mich gleich mal dem Nachbarn vorgestellt und der hat direkt mit den TB Wil einen Termin für heute abgemacht, dass sie bei ihm in den Keller können.

Gestern (Mittwoch) kam der Anruf wegen Abo und dass ich das Kabelmodem wunschgemäss im Shop abholen könne. Gleichzeitig haben sie mir auch mitgeteilt, dass sie beim Termin heute (Donnerstag) morgen bei der Entplombierung des Koax-Kabels gleich noch die Glasfaser mit einzuziehen versuchen, wenn sie eh schonmal da sind.

Mal sehn, ob das was wird — Problem ist nur, dass dann mein Elektriker für die optische Dose noch gar nicht fertig ist. Erst dachte ich ja, er wäre der fixeste und die Glasfaser würde noch dauern. Jetzt sieht’s ja sogar umgekehrt aus. Weil das alles lokale Handwerker und Gewerke sind, kriegt man auch immer denselben Ansprechpartner, was sehr angenehm ist.

Es tut sich jedenfalls die Strasse rauf etwas und die Aktion scheint immer grösser zu werden, wenn ich mir die Anzahl Schilder so anschaue 😀

Schalter- und Handänderung

Laut https://publikationen.sg.ch/ekab/00.028.591/publikation/ (Seite 3 unten) bin ich jetzt öffentlich im Grundbuch eingetragen 🙂

Und dann gab’s noch eine Lichtbastelei, die die Beleuchtungsmatrix an der Strassenmaschine etwas eleganter an den Lenkerschalter verlegt. Mit der Beschaltung kann ich jetzt am Lenker zwischen I (nur TFL) und II (TFL+Fernlicht) umschalten, plus Mittelposition = AUS. Am Scheinwerfer vorn kann ich noch zwischen S (dunkles TFL, nur 2 LED) oder T (helles TFL, 4 LED) wählen. Energiesparen leichtgemacht, helles Aufblenden möglich.

Wo ich grad dabei war, hab ich noch den Tacho an den Lenker verlagert und das Oberrohr geputzt (!). Diesmal gab es kaum Ölspuren auf dem Parkett, aber die fallen auch sonst nicht auf. Gut 4000km und 54 Höhenkilometer seit Fuhrpark +1 vor fünf Monaten, dabei hab ich noch nicht mal alles geloggt: https://ridewithgps.com/users/2261009 Man liegt halt in aussichtsreicher Position so herum.

Neue Smartphone-Halterung

Die bisherige Supermagnet-Halterung hat sich als sehr praktisch erwiesen, aber einerseits stört sie den Magnetkompass und andererseits hat sich eins meiner Smartphones bei nicht mittig angebrachter Halterung während der Fahrt doch verdreht. Die Lösung kommt in Form der Garmin-Edge-Halterungen daher: universelle Trägerplatte plus universelle Lenkerhalterung. Die Trägerplatte wird an eine Smartphone-Hülle geschraubt, die Halterung an den Lenker. Auflegen, 90° drehen bis zum Einrasten, fertig. Jetzt muss es nur noch eine Testfahrt überstehen.

Making of Abschiedsgeschenk

Wenn ein guter Arbeitskollege die Firma wechselt und zu IKEA geht, muss ein adäquates Abschiedsgeschenk her. Nach diversen Velorunden war die Idee klar: eine Schadenskizze. Und ein IKEA-Schlüssel. Irgendwas aus Holz. Mit Katzen- und/oder Kletterbezug. Und was Praktisches.

Vor ein paar Jahren hatte ich mal per Zufall festgestellt, dass sich Toner von Laserdrucker-Ausdrucken durch Hitze (lies: heisse Teetasse auf Diss-Ausdruck über Radiergummi) wieder löst. Hier hab ich das angewandt. Das Bügeleisen auf Leinen gestellt und mit der harten Kante drübergezogen, damit wurde das Holz “bedruckt”.

Danach ging’s mit dem Dremel ans Fräsen. Ein dünnerer Fräskopf wäre noch besser gewesen, aber es ging auch so schon ganz gut. Die Frässtellen sollten noch farblich hervorgehoben werden: Nagellack.

Der Lack ist leider (aber nicht allzu tief) seitlich in die Holzfasern des Esche-Schnittbretts eingezogen. Die Konturen sind damit nicht perfekt scharf geworden am Ende.

Nach dem Abschleifen (150er) blieben aber die wesentlichen Konturen noch da 🙂 Ein Geschenk mit Nutzwert, die andere Seite ist ein ganz normales Schneidebrett.

Fahrenergieverbrauch

Beim Fahren des Flyers krieg ich den Energieverbrauch natürlich nicht raus, aber indirekt übers Laden des Fahrakkus schon. Meine Mystrom-Switches lassen sich recht bequem über einen GET-Request abfragen, es wird ein JSON zurückgeliefert mit der aktuellen Leistung in Watt (die ich mir per jq raushole).

curl -s -X GET http://192.168.xxx.xxx/report | jq -r '.power'

Mit ein bisschen Shellskript drumherum kann man da zumindest ein nettes zeitlich gut aufgelöstes Logfile bauen, wenn man diese Abfrage z.B. alle zwei Sekunden macht.

2020-08-16 12:09:36 58.55129623413086
2020-08-16 12:09:38 58.616050720214844
2020-08-16 12:09:40 58.278106689453125
2020-08-16 12:09:42 58.20372772216797

Und wenn das Logfile bzw. der Ladeprozess fertig ist, kann man das alles in R reinkippen, um sich die Gesamtenergie berechnen zu lassen. Ich hab’s gleich in einem knitr-Report erledigt, inklusive Ladegrafik.

Leistung des Flyer-Ladegeräts

Da kommen jetzt 215Wh an Netzenergie raus, die ich fürs Laden verbraucht habe. Ladezeit >3h, eventuell könnte man beim Leistungspeak sogar schon den Stecker ziehen. Bei der heutigen Strecke sind das ziemlich genau 10Wh/km (vom Netz, vom Akku selbst sicher weniger). Mit dem Solarauto haben wir da auf der Langstrecke nicht wesentlich mehr gebraucht, aber meine 360 Höhenmeter von heute waren in Australien auch (linear gerechnet) auf 750km Strecke verteilt 🙂 Ich hatte heute 120kg Gesamtgewicht, das Solarauto hatte damals mit Fahrer etwa 225kg. Ich glaub, letzteres ist deutlich effizienter und hat keine langen Ladestopps. Muss wohl doch ein Velomobil elektrifizieren 😉

Rein kostenmässig sind es also etwa 30 Rp./100km für die Energie — oder 30 Fr. / 10’000km. Bei einem Kaufpreis von 1’100 Fr. (meins, mit Anbauten) bzw. >3kCHF für neue E-Bikes fällt also der Strom für normale* Fahrleistungen nicht ins Gewicht.

Und doch noch zusammengeklickt: die Motorunterstützung sollte bei meiner Konfiguration und einer 70er-Trittfrequenz bis etwa 35km/h reichen: http://ritzelrechner.de/?GR=RLSH&KB=41&RZ=15&UF=2075&TF=70&SL=2.5&UN=KMH&DV=speed

*normal: für Nicht-Velomobil-Definitionen von “normal”. Rein rechnerisch schafft man sowieso nur zwei Akkuzyklen am Tag (Entladen 2h, Laden 4h), damit kommt man vielleicht 2x30km weit, was bei sechs Tagen pro Woche etwa 18Mm im Jahr sind.

Akku-Testfahrt

Die weiteren für das Flyer bestellten Teile sind angebaut: Anhängerkupplung (Weber EH, bis 80kg), Tubus Cargo, 11er-Motorritzel, Pletscher-Hinterbauständer für KSA40. Die Schaltansteuerung der Rohloff musste noch eins weiter gedreht werden, und das linke Ausfallende ist jetzt voll. Eine der Schrauben für den alten Gepäckträger wurde natürlich beim Rausdrehen kopflos, aber der Rahmen hat ja noch mehr Anbauösen. Die oberen Streben vom Rahmen zum Träger sind auch aus Teilen des alten Trägers entstanden, weil die von Tubus mitgelieferten zu kurz waren.

Eine kurze Runde mit 15kg Anhängelast folgte heute. Der Motor hat als Eingabeparameter für seine Unterstützungsleistung das von mir per Pedal eingeleitete Drehmoment und die Drehzahl. Daraus resultiert dann irgendeine Endgeschwindigkeit, bis zu der noch unterstützt wird und ich bin grad zu faul, das auszurechnen. Es ist auch unwichtig, irgendwann ist man eh in Gang 14 und wenn man dann schneller tritt, wird halt nicht mehr unterstützt. In gewissen Situationen ist das wie ein Grenzsteuersatz von 100%: man gibt alles und noch mehr, aber man hat tempomässig nichts mehr davon, weil die Unterstützung abgestellt wird.

Die Testtour ging über knapp 22km und 360 Höhenmeter: https://ridewithgps.com/trips/54444259 und über steile Strecken, die ich sonst ungern fahre. Der Motor hat einen leichten Nachlauf, d.h. für Schalten am Berg muss ich nicht nur kurz “vom Gas” wie sonst rohloffüblich, sondern danach auch noch kurz warten, bis der Motor die Unterstützung einstellt. Man gewöhnt sich aber schnell dran.

Dass die Ergonomie im Oberkörper für längere Strecken schlecht ist, ist wohl eher ein Problem für üblicherweise-Liegevelofahrer. Am östlichsten Punkt des oben verlinkten Tracks muss ich für die Spitzkehre normalerweise von >>60km/h runterbremsen und das ist dann noch nicht mal die ungebremste Endgeschwindigkeit. Mit der heutigen Fuhre hatte ich die Endgeschwindigkeit von etwa 45km/h schon weit vorher erreicht. Luftwiderstand und 4x Rollwiderstand, das macht halt viel aus. Auch an der schnellsten Stelle (Gärtensberg abwärts Richtung Rossrüti) hatte ich schon eine Endgeschwindigkeit von etwa 55 erreicht, wo sonst erst bei 75km/h Schluss ist und auch die Belagqualität nicht mehr zulässt.

Nach ein paar weiteren Höhenmetern (Nieselberg in Wil) war der Akku dann auf 20% leergefahren. Ich schätze, 600 normale Pass-Höhenmeter (ohne weitere Strecken dazwischen) sollten drin sein. Das reicht nicht, aber war auch nie die Idee 🙂

Elektrische Kaffeemühle

Nötig wäre ein E-Bike natürlich nicht gewesen. Aber wenn man im tutti.ch ein schwarzes Flyer S (Modellreihe-Baujahr 2010-2013) sieht, mit schwarzem Kaffeemühlenantrieb hinten, für 900 Fr.? Eigentlich war ich zu dem Zeitpunkt, als mich der Verkäufer direkt angerufen hat, grad in Herzogenbuchsee auf dem Weg zu einem Flyer L (für 1160 Fr., ähnliche Ausstattung). Aber das in Birsfelden sah doch besser aus, also habe ich kehrtgemacht und bin nach Norden gefahren. Probefahrt, es sah erstmal alles gut aus, Motor-Unterstützung war da. Die kannte ich schon von den Stromer-E-Bike-Tests für smide in Zürich. Also hab ich zugeschlagen, falls ich mal wieder von Rossrüti an den Bahnhof Wil pendeln muss. Dafür ist mir das Patria zu schade, um es am Bahnhof stehenzulassen 🙂

Ziemlich massiv, die ganze Fuhre.

Auf dem Weg von Birsfelden zum Bahnhof SBB ist erstmal die Kette gerissen. Kein Problem, ich hatte ja Werkzeug dabei. Bei der Probefahrt hatte ich schon gesehen, dass der Verkäufer reichlich WD40 aufgetragen hatte, damit das alles halbwegs geputzt aussah. Aber ich weiss ja, wie ein in WD40 aufgelöster Rostfilm an der Kette etwa aussieht. Der Verkäufer hatte einfach irgendwelche Kettenstücke zusammengenietet, die nicht gepasst haben. Und wenn da dann die Unterstützung ordentlich Zug macht, rupft es eben die Kette auseinander.

Das Verfrachten in den Zug war etwas schwerer als sonst, wenn man das E-Bike mit den 27kg in einem EWIV senkrecht aufhängen muss. Geht aber, die fetten Reifen sind eher störend als das Gewicht.

Die Kette hab ich gleich durch eine neue Connex 7R8 ersetzt und dazu (*würg ächz*) das Rohloff-Schraubritzel gewendet. Auf der Motorachse steckt ein 12er-Ritzel — das ist nicht original und sorgt u.U. dafür, dass die Motor-Unterstützung bis deutlich mehr als 25km/h funktioniert. Normalerweise sollte da wohl ein 8er oder 9er Ritzel drauf sein.

Schon mit neuer Kette. So sauber wird es nie wieder sein.

Die Geschwindigkeitsanzeige im Display am Lenker hat nicht funktioniert. Das Prinzip ist dasselbe wie beim normalen Fahrradcomputer: Magnet an der Speiche und Reed-Kontakt an der Gabel. Nachdem ich die Kontakte am Display mal geputzt hatte, ging die Tempoanzeige auch wieder.

Die Schiebehilfe ist gleich beim Anfassen auseinandergefallen. Damit kann man auf Knopfdruck bis Schrittgeschwindigkeit Unterstützung anfordern, sozusagen ein tempolimitierter Gasgriff. Da drin ist ein Poti mit mechanisch sehr empfindlichen Kontakten, was aber sowieso nur an/aus macht. Abhilfe ist bestellt — drei Widerstände (vorhanden) und ein Taster statt ein Drehhebel.

Ein schön radiusgrosser Rohloffzugbogen. Vorher war der Radius <10cm (unten übers Tretlager geführt).

Und was ich auch sofort geändert habe und was die OEMs wirklich nicht zu kapieren scheinen: enge Bögen bei den Rohloff-Zügen machen die Schaltung extrem schwergängig. Ist mir doch wurscht, ob das ästhetisch besser aussieht, wenn man das durch den Rahmen zieht. Es ist ergonomisch dumm. Auf den Fotos ist das schon neu verlegt. Ein Seilzug wurde auch gleich noch erneuert.

Der Lenker ist neu auch schon breitenreduziert. Komisch, auf was für verschwenderische Ideen die Leute kommen, wenn Energie im Überfluss vorhanden scheint. Wieso sollte ich denn mit einem Buslenker fahren wollen? Schmalere Pneus statt die jetzige Panzerbereifung wären auch noch eine Option.

Lenker schon gekürzt.

Weitere Anbauteile/Veränderungen sind bestellt: neuer Gepäckträger (Tubus statt so drahtdünnes Geraffel wie jetzt), neuer Hinterbauständer plus passende Anhängerkupplung für Schwerlasteinkäufe 🙂

Und ja: es funktioniert wie gewünscht und bügelt die Umgebung flach. Jetzt noch den unterzeichneten Kaufvertrag abwarten und dann die Rohloff auf mich registrieren. Bei dem Preis gab’s natürlich keine Dokumente dazu. Im dümmsten Fall habe ich dann halt keine Reparaturmöglichkeit. Wie gut der Akku ist, sehe ich auch noch.

Hängerbeladung getestet

Es ist ja bald wieder Gartensaison, da muss man mal einkaufen gehn. Ich wusste gar nicht, dass ein Kasten mit 12 Literflaschen Möhl brutto >20kg wiegt. Das anstrengende Problem ist jetzt jedenfalls nicht mehr der Transport von der Landi zu mir, sondern dann das Rauftragen.

Zwei Kästen Möhl passen perfekt und fast lückenlos rein, damit ist das Limit dann aber auch erreicht. Wenn man Höhenmeter fahren möchte oder muss, sowieso schon eher. Die zwei Sack Erde hab ich separat geholt, auch wenn es wohl gegangen wäre.

Wieder verhängert

Der Ortlieb-Suchbegriff auf tutti.ch hatte auch einen Vitelli-Camping-Anhänger zutage befördert. Den hab ich gestern für 150 Fr. auf dem Heimweg von Bern abgeholt, war sehr praktisch für den Zugtransport zu zerlegen. Nicht dass ich ihn brauchen würde, aber für den gelegentlichen Sack Blumenerde oder einen Pflanzkübel kann man den schon nehmen.

Es war noch ein Dremel nötig, um den Pletscher-Ständer und die Weber-Adapterplatte miteinander kompatibel zu machen.

Ob es rollt, hab ich noch nicht ausprobiert, aber ich gehe mal stark davon aus, dass das so tut, wie es soll. Den letzten Anhänger hatte ich bis etwa 2014 — von damals habe ich weder das Velo noch die Taschen noch den Hänger mehr. Nur das Abus-Faltschloss ist noch da.

Und wie’s mit der Sizilientour aussieht, wird sich wohl am Samstag am Fahrplan zeigen 🙂