Zu Dokumentationszwecken: gestern 08.09. wurde der Gaszähler abgeholt und die Leitung wurde im Keller als “In Betrieb” markiert. Klar, die geht ja auch noch zu den Nachbarn rüber, durch meinen Keller. Ich sollte Durchleitungsgebühren verlangen 🙂 Die Leitungen für den Datenbus, mit dem Strom/Gas/Wasser fernausgelesen werden, sind einfach per WAGO-Klemme verbunden (das haben die TB Wil so gemacht, nicht ich).
Abholung Gaszähler
Sämtliche neuen Leitungen im HWR, die warmes Wasser enthalten, sind inzwischen auch isoliert. Am Donnerstag war ich bei Junod drüben und hab gesagt, dass ich das gern grad selber machen würde. Dann hatte ich schon den Werkstattschlüssel und wir haben drüben im Lager geschaut, ob alles da ist. Nur der Kleber hat gefehlt. Der stand am Freitag überraschend in (!) meinem HWR (Tür ist ja offen) und da bin ich gleich nochmal rübergeflitzt und hab mir den Werkstattschlüssel übers Wochenende geholt. Wo das Material liegt, wusste ich ja.
Nach insgesamt etwa 8h nerviger Kleinarbeit und viel Schnüffelklebstoff war dann alles isoliert, ich hab die Materialliste rübergeschickt und das kommt mit auf die Rechnung. Wieder viel externe Arbeitsleistung gespart.
Rein rechnerisch habe ich schon dadurch pro Tag 0.2kWh weniger Bereitstellungsverlust im Warmwasser-Tank oben (bei 45°C Solltemperatur), die Temperaturkurven bei der Abkühlung sind flacher. Wenn man das hochrechnet auf die Lebensdauer, lohnt sich das finanziell natürlich gar nicht. Aber dann habe ich die Rechnung noch für alle Rohrleitungen im HWR aufgemacht: 20m bei 30K Temperaturdifferenz entsprechen einer Heizleistung (also einem Verlust) von 500W, je nach Temperaturdifferenz auch mehr oder weniger. Das ist bei einer Gastherme mit 16kW Leistung vernachlässigbar, weil die einfach entsprechend mehr Gas verbraucht. Aber bei einer Wärmepumpe, die 500-700W elektrische Leistung und laut Datenblatt je nach Aussentemperatur eine Arbeitszahl von >1 bis 3 hat, macht das ja die Hälfte der Heizleistung aus. Es ist also weniger eine ökonomische Frage, ob ich isoliere, sondern einfach die Frage, ob es überall warm wird.
Trotzdem überschlägig: 4 Monate Heizperiode mit 24h/Tag Dauerverlust 500 W sind 1440kWh Wärme, bei einer Arbeitszahl zwischen 1 und 2 im Winter entsprechend ~1000kWh Strom, den ich zu der Zeit auch aus dem Netz beziehe, 30 Rp./kWh — damit etwa 300 Fr. pro Heizsaison Verlust bei unisolierten Leitungen. Kann auch mehr oder weniger sein, aber die Grössenordnung zeigt, dass sich das auch finanziell lohnt. 2021 hat die Isolation weniger als 10 Fr./m gekostet, d.h. die 24m sollten jetzt nach und vor Steuern um die 250 Fr. kosten. Also ordentlich heizen, damit es sich lohnt 😀
Die Temperatursensoren der Siemens-Steuerung sind inzwischen auch schon auf meinem Display gelandet (im Bild ist der obere Tank noch nicht ganz entmischt) und die Wärmemenge fürs entnommene WW berechne ich auch schon:
Fehlt noch die externe Beschaltung der WP, dass ich sie remote schalten kann. Wenn ich nicht das bistabile Relais mit 24V Schaltspannung, sondern gleich das richtige mit 5V Schaltspannung bestellt hätte, wäre das auch schon fertig.
Entgegen der Behauptung im vorherigen Beitrag hatte ich die Ansteuerung der WP doch noch nicht verstanden, dafür aber jetzt.
Die WP orientiert sich beim Wärmebedarf immer an ihrem eigenen Fühler, der im Brauchwassertank steckt. 5K Hysterese, nicht änderbar, d.h. wenn ich da 45°C als Sollwert einstelle, heizt sie bis auf 45°C hoch, stellt dann ab und erst wieder an, wenn der Istwert unter 40°C fällt. Damit ist der Warmwasserbedarf sichergestellt.
Damit die WP sicher nicht abschaltet, wenn Heizungswärme gebraucht wird, gibt die LOGO-Steuerung das Smart-Grid-Signal an die WP, sobald im Heizspeicher eine Anforderung erkannt wird (oberer/unterer Grenzwert einstellbar). Gleichzeitig wird das Ventil umgeschaltet, so dass die produzierte Wärme auch im Heizspeicher landet.
Sobald der Heizspeicher warm genug ist, wird das Smart-Grid-Signal wieder abgeschaltet und das Ventil wieder Richtung Brauchwassertank gedreht. Solange dieser noch unter seinem Sollwert ist, wird weiter geheizt. Danach wird abgestellt (oder wieder umgeschaltet, falls die Heizung schon wieder Wärme braucht).
Das funktioniert auch einwandfrei, wenn kein WW-Bedarf da ist, aber der Heizspeicher Wärme anfordert. Beide Tanks sind also beheizbar, Priorität de facto beim WW.
Der Smart-Grid-Sollwert der WP liegt höher als der reguläre WW-Sollwert, das stellt sicher, dass sie immer weiterläuft, auch wenn WW keinen Bedarf hat.
Ein paar Details zur LOGO muss ich noch rausbekommen, insbesondere, ob ich mir deren Messwerte per LAN aneignen kann. Den Programmierer werd ich wohl am Donnerstag treffen, die haben da immer Meeting nebenan im Sternen.
Mit dem Aufheizen des Wassers ist es aber noch nicht getan, es muss ja auch in den Heizungskreislauf kommen. Dafür gibt’s die Umwälzpumpe und den Mischer. Beide hatte ich schon ordnungsgemäss verkabelt, aber noch nicht getestet.
Pumpe und Mischer (und mein Impulszähler).
Der Mischer hat zwei Phasen und N: für jede Drehrichtung eine Phase. Die Pumpe hat (erstmal) nur an oder aus, das ist simpel. Die RESOL-Steuerung für die Heizung (das ist das Gerät neben dem Schaltschrank) löst das nachvollziehbar, indem man da als Schema einen einfachen Heizkreislauf auswählen kann und die jeweiligen Relais und Sensoren zuweist. Nachdem ich das gemacht hatte, tat sich schon was: die Pumpe begann zu arbeiten. Der Mischer wollte noch nicht. Warum hat eigentlich jede einzelne Steuerung eine unterschiedliche Art von Menüführung? Mit dem Bedienercode 0262 (steht in der Anleitung) konnte ich auch Parameter verstellen und damit die Zuordnung von Relais R2 und R3 zum Mischer verändern (u.a. auch invertieren). Am Ende stand ich aber eh mit dem Multimeter und dem Phasenprüfer da und hab die Relais-Ausgänge auf Stromführung geprüft, nachdem ich in der Steuerung was verstellt hatte und der Mischer meiner Meinung nach hätte öffnen oder schliessen müssen. Das ging dann am Ende auch korrekt 🙂 Ein bisschen erschwert wurde es dadurch, dass der immer nur ein kurzes Intervall (standardmässig 4s) läuft in die eine oder andere Richtung. Aber auch das ist simple Technik. Die Steuerung besorgt dann mit ihren zwei Sensoren für Heizungs-Vorlauf und Aussentemperatur die restliche Logik und ich logge einfach nur meine Temperatursensoren mit und sehe, was abgeht.
Schicke Messwertkurven.
Da ich den PV-Strom ja eh nur für 7.5 Rp./kWh fast verschenke, kann ich auch gut mal bisschen rumprobieren und Erkenntnisse sammeln:
15:00-16:07: Bodenheizung in der Küche an, WP auf Umluftbetrieb, d.h. da wurde der HWR langsam kälter und dessen Wärme wurde wortwörtlich in die Küche gepumpt
16:07-16:20: ich hatte den Sollwert vom Heizspeicher manuell runtergesetzt, damit hat die Steuerung wieder auf den WW-Speicher umgeschaltet, der noch etwas weiter beheizt wurde (drum steigt da VL/RL der WP so steil an)
Die Erkennung, ob die WP läuft, kann ich ziemlich einfach über die Leistung machen oder leicht umständlicher über die Temperaturdifferenz zwischen Zu- und Abluft.
Die Differenz zwischen Zuluft und Abluft sind zur Zeit etwa 6-7 K.
Je nach Aussentemperatur und Temperaturdifferenzen ändert sich die Leistung der WP.
Umluftbetrieb für den HWR (zum Abkühlen) ist relativ laut, funktioniert aber. Zum Aufwärmen kann man sich ja dann in der Küche auf den Boden legen 🙂
Im Prinzip habe ich jetzt also drei Geräte, die mir Heizung/WW zusammen bewerkstelligen, und jede Menge Daten.
Da jetzt die sogenannte “EVU-Abschaltung” der WP als Eingang wieder frei ist, kann ich die nehmen, um zu Zeiten von Stromüberschuss (oder billigerem Strom) die WP freizugeben oder zu sperren. Z.B. wenn ich nur zu Niedertarifzeiten das WW oder den Heizungsspeicher aufheizen will. Das wird aber bei der Heizung eh nicht lange reichen, in den Heizungsspeicher passen bei Temperaturdifferenz 30K etwa 5.5kWh, in den WW-Speicher knapp 13kWh.
Es fehlt noch die Kondenswasserpumpe und die Isolation der Zuluft-Abluftrohre (Abluft wird ziemlich feucht). Und die Isolation der restlichen Rohre mache ich dann selbst mit Material aus dem Lager nebenan 🙂
Kondenswasserablauf zur Zeit manuell.Endlich ein Fensterbrett 🙂Oder Arbeitsfläche.
Vorgestern (Mittwoch 28.08.2026) hab ich die Wärmepumpe einfach mal in Betrieb genommen, nachdem die Löcher in der Wand und die Rohre befestigt waren. Das hat mir derjenige gemacht, der auch den gesamten Badumbau im OG damals durchgeführt hat.
Auf der einen Seite ist es eine Holzwand mit Einsätzen, auf der anderen Seite eine massive Mauerwand jeweils mit Spanplatte davor. Die restliche Verdrahtung hat auch nochmal eine Weile gedauert, bis alles schön war. Die Umwälzpumpe für die Heizung, das Mischventil für den Heizkreislauf und das Umschaltventil im WP-Kreislauf (Brauchwasser / Heizungswasser) mussten alle noch angehängt werden. Zum Glück ist die offizielle Dokumentation sowohl der Siemens LOGO als auch der RESOL-Steuerung (neues Gerät rechts neben dem Schaltschrank) sehr gut, so dass immer klar ist, was wo angeklemmt werden muss.
Am Umschaltventil habe ich beim Anklemmen gesehen, dass das einen Verschiebeschalter hat — und prompt habe ich beim Ausprobieren dann gesehen, dass ich dessen Drehrichtung genau umgekehrt einstellen muss. Also nochmal aufgemacht und den DIP-Schalter auf die andere Seite geschoben, passt so. Ich war insgesamt sicher fünf Tage nur am Verdrahten und Kabelkanäle-Verlegen. Selbst wenn das ein Elektriker in drei Tagen gemacht hätte, wäre das immer noch teuer gewesen. Die vorbereiteten Sensorboxen (für Temperaturfühler am Tank oben (Brauchwasser) und unten (Heizwasser)) hab ich nochmal aufgemacht und umgebaut, dass sie schöner an bzw. unter den Kabelkanal passen. Meine eigenen Temperaturfühler und Sensoren sind jetzt auch alle montiert, das hat aber auch sicher noch einen Tag gedauert, die zu löten, zu programmieren und dann zu verbauen.
offizielle Sensorboxeigene Sensorbox, zwei ESP8266Netzteil dazuDose an die WandDose zu
Es sind 11 eigene Temperatursensoren:
Wärmepumpe Vor-/Rücklauf
Wärmepumpe Abluft
Aussentemperatur (=Zuluft)
Raumtemperatur (für Umluftbetrieb)
Heizspeicher unten/mitte (oben ist belegt)
Warmwasserspeicher unten/oben (Mitte ist belegt)
Heizung Vor-/Rücklauf
Dazu kommen zwei Durchflusszähler (Warmwasser und Heizungswasser). Hier hätte ich noch einen weiteren einbauen lassen sollen in den WP-Kreislauf. Aber deswegen jetzt nochmal alles aufmachen wäre mir zu aufwendig.
Die Ansteuerung der WP habe ich jetzt auch verstanden und sie funktioniert auch nachvollziehbar. Die WP kann nur an/aus und hat genau einen Temperaturfühler, für den man zwei Solltemperaturen WP1 und WP2 einstellen kann: normal und erhöht (z.B. für Legionellenaufheizung). Diesen Temperaturfühler ignorieren wir aber mehrheitlich, den braucht sie nur um zu funktionieren. Um jetzt mit diesem einen Gerät sowohl das Brauchwasser als auch das Heizwasser zu erwärmen, wird die Siemens-Steuerung benötigt, die wiederum zwei Temperaturfühler hat für Brauchwasser/Heizwasser. Die WP hat dankenswerterweise zwei externe Eingänge, die man öffnen oder schliessen kann, und deren Funktion ist konfigurierbar. Die Siemens-Steuerung zweckentfremdet den Smartgrid-Eingang: wenn dieser Kontakt geschlossen ist, heizt die WP auf Temperatur WP2 auf — wenn der Sollwert für den Brauchwassertank erreicht ist, schaltet die Steuerung entweder das Ventil um, so dass dann der Heizwassertank aufgeheizt wird, oder sie schaltet die WP ab. Das muss ich alles noch ausprobieren und mit den Sollwerten rumspielen, bis alles passt, momentan ist ja noch keine Heizsaison. Den zweiten externen Kontakt der WP kann ich selbst noch so zweckentfremden, dass die WP im Sommer nur bei Stromüberschuss (also Batterie voll) anschaltet, der hat dann sogar Vorrang vor dem anderen Kontakt. Dieser Modus ist eigentlich für die externe Abschaltung/Zuschaltung durch den Energieversorger gedacht. Ein bistabiles Relais hab ich schon bestellt, der Rest Elektronik ist am Lager 🙂
Erste Messwerte: 1kWh Strom für 2kWh Wärme im Brauchwassertank. Umluftbetrieb geht einwandfrei (ist halt laut), ansonsten pustet es im Sommer die kältere Luft nach aussen und man kann sich draussen vor den kalten Luftstrom setzen. Leistungsaufnahme 500-600 Watt.
Natürlich sind auch sämtliche Messwerte schon in der Automatisierung gelandet, bereits in der InfluxDB und kommen auch noch ins Grafana. Aber dieses E-Ink-Display hier zeigt schon grob alles an, ist portabel und kam völlig ohne Hardware-Gebastel aus (jaja, der Heizstab war gestern noch, aber den brauch ich jetzt eigentlich nicht mehr).
Gestern kam noch jemand von der Gemeinde vorbei, um sich das anzuschauen, hat irgendwas erzählt von wegen “Hochwasserschutz, die Luftrohre müssten 1.20m überm Boden sein — aber wenn das Wasser auf 1.20m überm Boden steht, haben wir eh ganz andere Probleme”. Den Gaszähler hat er sich auch angeschaut, den wird jemand von den TB Wil noch holen kommen. Ansonsten schien alles in Ordnung, der Kaminfeger weiss auch schon Bescheid, dass es nichts mehr zum Fegen gibt.
Gestern hab ich erst noch den Boden gestrichen und danach ging der Plan mit dem IVAR einwandfrei auf, auch wenn die Wand natürlich teilweise schief war, so dass ich etwas improvisieren und sägen musste.
Zweiter Anstrich teilweise draufDritter Anstrich fertigIVAR aufgebautIVAR befüllt, Garage fertig
Heute bin ich dann zum Hornbach, um ein Waschbecken, einen Wasserhahn, zwei Dreischichtplatten und diverse andere Teile zu holen. Und als ich das alles daheim abgestellt hatte, hab ich festgestellt, dass das mit dem Schlauchanschluss fürs Waschbecken so gar nicht passt, hab die unpassenden Teile zurückgegeben und passende geholt (dann mit dem Velo statt Mobility). Alle Anschlüsse waren direkt beim ersten Mal dicht 🙂 Am Ende noch eine Lampe montiert, fertig ist die Ecke für den Camelbak.
Ich hatte natürlich auch keine Lust, irgendeinen speziellen Nur-Kaltwasserhahn zu kaufen, sondern hab das einfach mit einem T-Stück im Zulauf gelöst. Jetzt kann man sich einbilden, dass es in Hebelstellung links wärmer ist als rechts, oder man schaut einfach die Leitungen an. Die Giesskanne hat auch ihren Schlauch mit dem separaten Wasserhahn bekommen.
Das Wetter war am Montag perfekt, denn da habe ich durch den starken Wind und Regen direkt bemerkt, dass es durch den ehemaligen Abzug der Gastherme reinregnet und jetzt eben der Ablauf fehlt. Also hab ich draussen im Knick der Kupferrohre ein Ablaufloch gebohrt und drin das äussere und das innere Plastikrohr zugeschäumt, da sollte nichts mehr reinlaufen.
Alter Abluftanschluss der Gasheizung.Verrohrung draussen, mit Ablaufloch
Ansonsten sind die 150mm-Löcher in der Wand noch nicht drin, eine Akonto-Rechnung hab ich schon bezahlt und bei den Innenrenovationsarbeiten am Boden weitergemacht. Den Beton habe ich teilweise glattgeschliffen, insbesondere überstehende Kanten und ähnliche Dinge.
Fussboden nach der VorbearbeitungFussboden nach dem ersten Anstrich mit PU-Farbe
Beim Verfugen hätte mir aber durchaus auffallen können, dass ich die ersten 75% der Fuge (ganz links bis Mitte rechts am Rand) mit Silikon gefüllt hatte, was sich dann nicht überstreichen lässt. Also hatte ich mit dem Multimaster wieder etwas zu tun, bis ich das alles wieder rausgefrickelt hatte und neu mit Acryl verfugen konnte. Morgen kommt der zweite Anstrich, aber es deckt auch jetzt schon ganz gut, es ist dieselbe Farbe wie im Keller.
Über die komplette Breite stelle ich dann das IKEA IVAR wieder auf, aber im Segment rechts beim Wasserhahn müsste es klappen, dass ich die Ständer hinter die Wasserleitung bekomme und dann Bretter in 80er Breite einhängen kann, auf die ein Aufsatz-Waschbecken kommt, vermutlich dieses hier (Link zu Hornbach).
Im Konfigurator sieht das etwa so aus; nur die Bretter rechts brauche ich noch, der Rest (und mehr) ist schon da, stand nur vorher auf der anderen Seite. Mal abwarten, ob ich noch irgendwelche Denkfehler gemacht habe 🙂
Der neue Warmwasserspeicher hat weniger Verlustleistung als der vorherige. Vorher hatte ich 2kWh bei 45°C Speichertemperatur inkl. 0.5kWh Duschen, jetzt sind es 1.65kWh inkl. 0.5kWh Duschen, wobei die Rohre noch nicht isoliert sind und am oberen Ende sogar bei 47°C lag. Das ist schon mal nett, und wenn ich dann mit der Wärmepumpe heize, wird es noch viel weniger Strom.
Nach 2x12h Arbeit ist die Wärmepumpe jetzt auch elektrisch ordnungsgemäss angeschlossen. Ausserdem sind die Wände gestrichen, hier der Zustand vorher und nachher:
vorhernachher
Nach der Wandfarbe kam der aufwendige Teil, weil ich mich dazu entschlossen hatte, neue Leitungen durch vorhandene Leerrohre bis in den Keller zu ziehen. Das hat den ganzen Samstag gedauert, aber am Ende sind jetzt alle acht Adern vom Keller-Schaltschrank bis zum neuen Anschlusskasten (in dem sich schon Elektronik nicht von mir befindet) durchgängig bestrombar und auch schon aufgeschaltet. Wegen eines Denkfehlers hab ich jetzt noch eine blaue N-Leitung übrig, statt derer ich die dritte Phase auch noch aus dem Keller hätte holen können. Aber die wird vorerst gar nicht gebraucht. An L1 kommt die Wärmepumpe mit allen Anbauteilen inkl. 2kW-Heizstab, an L2 erstmal nur eine einzelne Steckdose. Der Puffer-Heizstab kann zwar 6kW im Drehstrombetrieb, aber die WP kann den dann nicht schalten, die lässt nur 2kW maximal dafür zu und braucht selbst maximal 1kW, so dass die Anschlussleistung an dieser einen Phase ausreichen sollte.
Ich hatte sogar noch einzelne Schaltschrank-Sicherungen und Reihenklemmen herumliegen, so dass ich den neuen Schaltkasten teilweise bestücken konnte. Mit Kabelkanälen drumherum sieht das auch gar nicht mal so schlecht aus. Hier ein Zwischenstand, alles noch stromlos: die drei pinken Drähte für die drei Phasen vom WW-Heizstab, eine Sicherung habe ich wieder rausgenommen, die restlichen Drähte sind inzwischen gekürzt und eingebaut, unten rechts der Sonoff, der die Leistung der WP misst.
Laut Anleitung hat die WP zwei externe Eingänge, deren Funktion einstellbar ist und die man dann nur schliessen/öffnen muss, um eine Aktion auszulösen. Da gibt es z.B. die EVU-Sperre (also dass der Energieversorger die WP abschalten kann) oder dass man als “Smart-Grid-Funktion” die WP mit höherer Zieltemperatur laufen lassen kann. Damit lässt sich doch was anfangen, vielleicht bekommt der Raspi doch wieder was zu tun. Insgesamt nach dem Aufräumen sieht es jetzt so aus:
Morgen gibt’s voraussichtlich 150mm-Löcher in die Wand und ansonsten fehlen auch noch elektrische Baugruppen, die noch nicht angekommen sind. Eine lange Einkaufsliste von Kleinteilen aus dem Hornbach hab ich auch schon wieder, ausserdem muss ich Waschbecken und Arbeitsplatten anschauen gehen.
Ein beabsichtigter Effekt der Aufstellung des Tanks: die Leitung zur Warmwasserentnahme ist deutlich kürzer, es braucht nur 1.5l Durchlauf, bis warmes Wasser kommt, vorher waren das 2.5l.
Gestern (Do) wurde in meiner Abwesenheit weiter fleissig gebaut und geschraubt. Am frühen Nachmittag hab ich in Bern auf dem Kaltwasserzähler-Dashboard gesehen, dass da wohl der WW-Boiler befüllt wurde. Es war ziemlich hoher Verbrauch (160l), aber nicht ganz so viel wie reingeht (371l). Das liegt sicher daran, dass mein Kaltwasserzähler bei hohem Durchfluss Impulse nicht mitzählt — das kommt aber im Normalbetrieb nicht vor, von daher gibt’s da noch keinen Änderungsbedarf.
Morgens auf der neuen SeiteMorgens auf der legacy-Seite
Ich hab noch rechtzeitig den Zug heim bekommen, dass ich die Handwerker noch erwischt habe, wie sie grad elektrisch Rohre verschweisst haben. Da hat Geberit wohl ganz gut was erfunden. Das Abflussrohr musste kurz geöffnet werden, weil das Überdruckventil noch irgendwohin entwässern muss; ausserdem kommt da später noch die Kondensatpumpe dran. Es gab ansonsten haufenweise Details zum Anschauen und es haben auch so einige Rohre gefehlt und andere waren neu.
Anschluss für Waschbecken und SchlauchElektrischer Plastikrohr-Verschweissvorgang
Sämtliche etwa 100 Rohrverbindungen waren dicht, bis auf zwei 🙂 Der Messinganschluss am WW-Tank unten war undicht, etwa 1 Tropfen pro zwei Sekunden kam raus, das hab ich aber erst abends gemerkt, als alle weg waren. Lappen dran, Eimer drunter, Wasser abgestellt, egal. Und ein Anschluss an der Wärmepumpe war undicht, aber da hatte er tatsächlich die Dichtung vergessen. Die erste Undichtigkeit hab ich gleich heut morgen rapportiert und das war sicher ein ganzes Stück mehr Arbeitszeit als geplant: Tank entleeren, neu abdichten, wieder befüllen, das dauert alles. Aber erstmal wurde die Heizung befüllt, und zwar mit Wasser, das einen portablen Wasser-Ionentauscher zum Entmineralisieren durchläuft:
Ich bin zwischendurch immer für die Heizkörper im Haus zuständig gewesen. Erst alle aufdrehen (bzw. Thermostat ab) und dann entlüften, bis nichts mehr gluckert. Das kommt aber ohnehin nochmal, das war schon bei der Bodenheizung so. Der Heizkörper im kleinen Zimmer ist jetzt vollständig abgeklemmt. Damit ist auch klar, dass das nächste Umbauprojekt dann dieses Zimmer sein wird. Bis dahin gibt’s bei Bedarf einen Elektroheizer da drin, das war deutlich günstiger als ein mehrfacher Umbau der Heizungsrohre. Die Anschlüsse (T-Stücke) für die Bodenheizung dort hab ich direkt mit einbauen lassen. Witzig war dann auch das Entfernen des Gaszählers (nicht durch mich) und das Abflexen und Zerkleinern vieler Leitungen mit der Flex (durch mich). Diesmal konnte ich auch beruhigt und mit Absicht in die Gasleitung sägen, was beim Einbau der Bodenheizung (und dem Aufbrechen des Bodens) nicht so Absicht war.
Ohne Gaszähler 🙂Direkt neben der Gasleitung flexen
Vor ein paar Wochen hatte sich auf tutti jemand auf mein Inserat gemeldet mit Gastherme und Boiler — zu verschenken. Das hat super gepasst, dass er heute (Fr) Zeit zum Abholen hatte. Am Vormittag haben wir zusammen noch alle Rohrverschraubungen gelöst (Holländer statt Engländer) und sogar die Gastherme schon freigeschnitten und von der Wand genommen. Das macht schon echt was aus, wenn man das schon zig mal gemacht hat; ich alleine hätte da ewig gesucht, wie das geht. Damit konnten dann 13:30 Uhr die Therme und der Tank direkt in einen Hänger verfrachtet werden, um allenfalls als Ersatzteile zu dienen.
Therme und Tank komplett frei
Jetzt gibt es für mich jede Menge zu tun. Erstmal alles von den Wänden abbauen (erledigt), Wände und Boden reinigen (erledigt), Löcher glattschleifen und füllen (erledigt) sowie den Flächenteil der Wand hinterm zukünftigen Waschbecken verputzen (erledigt).
Was ich auch schon besorgt habe: 500m Leitungen in 1.5mm2 und verschiedenen Farben, damit ich alles vernünftig im Keller abgesichert anschliessen kann.
3x braun plus Schutzleiter für den Heizstab (dreiphasig 400V, Stern)
1x lila plus blau (plus Schutzleiter) für die Wärmepumpe
1x pink plus blau (plus Schutzleiter) für sonstige Steckdosen
Und wenn noch mehr Drähte durchgehen, auch gut 🙂 Ich muss nur nochmal die gesamte Leitungsverlegung durch die Leerrohre neu machen und hoffen, dass ich die Querverbindung im HWR (auch “Garage” genannt) hinbekomme. Mit Einzeldrähten passen deutlich mehr Leitungen in das Leerrohr als mit einer Mantelleitung. Der Querschnitt ist bei den zu erwartenden Leistungen ausreichend. Der Not-Heizstab im Heizungsspeicher hat auch 6kW, also kalt wird mir damit garantiert nicht, nur teuer wird’s.
Arbeitsstand kurz vor Redaktionsschluss, frisch verputzt.
Mir ist noch nichts Schlaues eingefallen, was ich mit dem ehemaligen Abgas-Abzug machen könnte, der geht draussen durchs Dach nach oben. Auf alle Fälle zieht es da jetzt ziemlich durch. Für die ganze linke Ecke mit der Gastherme und dem Tank wurde einfach vor die vorhandene (?) Wand eine weitere Rigips-Platte gesetzt sowie der Boden mit Beton (nicht eben, wie man jetzt sieht) ausgegossen. Die Platten will ich jetzt nicht wegreissen, aber abdichten werde ich sie schon. Da steht dann sowieso ein Regal davor, davon wird man nicht mehr viel sehen. Kabelkanäle hab ich heute auch noch weitere geholt, damit ich in dieser Ecke auch wieder Strom bekomme.
Witzig auch die Stories, wenn man sich so unterhält. Mir persönlich wäre das ja voll egal, wenn ich mal ein paar Tage nicht warm duschen könnte, das hab ich auch am Mittwoch gesagt, dass sie da echt keinen Stress machen müssen. Aber es scheint wohl Kunden zu geben, die nicht mal eine Stunde Unterbruch aushalten können. Komische Ansprüche. Sowas fände ich nur bei “gar kein Wasser” kritisch, aber solange noch Trinkwasser kommt, kein Problem. Und mein Hinweis beim Ansetzen der Rohrsäge, dass ich hier auch Gehörschutz rumliegen hätte, wurde mit einem grinsenden “Hä?” quittiert.
Der Warmwassertank war am späten Vormittag vollständig dicht und der PV-Überschuss hat ab dem Mittag dafür gesorgt, dass 11.6 kWh Energie fürs Aufheizen von 21°C auf 45°C draufgegangen sind. Ach ja: die verkackte Eigenzirkulation ist natürlich wieder da (hab leider nicht dran gedacht, die Schwerkraftbremse mit einbauen zu lassen), aber diesmal kann ich selbst das Ventil umstellen, dass das nicht mehr passiert. Mal beobachten, was geschieht, wenn die WP angeklemmt und in Betrieb ist, ob die selbst auch noch ein Ventil hat.
Noch ist lange nicht alles fertig, aber der Baufortschritt ist schon enorm, wobei der Aufwand mit der Verrohrung auch nicht zu unterschätzen ist. Gestern (Dienstag) waren die Rohre schon fast alle so weit angeschlossen, dass ich mit etwas Nachdenken das Verteilprinzip der Wärme und die Funktionsweise der gesamten Anlage verstanden hatte. Ein einziges Rohr war noch nicht angeschlossen und das kam heute noch an den Rücklauf der WP, so wie es mir auch logisch erschlossen hatte.
Hier noch T-Stücke (wurde noch geändert)Die Pumpenbaugruppe mit meinem Zähler für das Volumen und via Temperaturdifferenz auch die Wärmemenge
Es ist schon gut, wenn ich bei dem Einbau so alle Stunde mal schaue, was so passiert, denn es gibt öfter mal Fragen, wie ich gewisse Dinge gerne eingebaut hätte oder was sonst so für Nebenarbeiten anfallen, z.B. Netzwerkdosen wegnehmen, Heizstab abklemmen oder einfach nur mitdenken. Es kommen immer wieder gute Ideen und ich lerne jede Menge Spezialwerkzeuge kennen 🙂 Bisher sind es über 60 Stellen, an denen Rohre und Muffen verbunden wurden, da gibt es jede Menge Möglichkeiten, was undicht zu machen, aber nicht bei Profis.
Pressverbindezange oder so, viel Druck, Finger wegWas zum Rohrbiegen (Wasserrohre)
Der Heizungskreislauf im Haus ist jetzt grad leer, der wird morgen mit angeschlossen, aber noch nicht befüllt, weil der Not-E-Heizstab (2kW oder so) für die Heizung noch nicht da ist. Morgen dürfte aber in meiner Abwesenheit der Umbau des 6kW-E-Heizstabes, den ich jetzt schon im Boiler habe, passieren und der Warmwasserspeicher kann schon in Betrieb genommen werden. Wenn wir so viel Wasser wie in Norwegen hätten, hätte ich die 300 Liter Warmwasser (45°C) vorhin komplett leergeduscht, aber das strömt ja nach und läuft morgen eh alles in den Abfluss.
Mit der Elektrik darf ich mich auch wieder beschäftigen, wobei der Schaltkasten noch nicht angebaut ist. Ausserdem habe ich schon diverse Sensoren vorbereitet (Warmwasserzähler plus zwei Tank-Sensoren oben/unten WW), so dass ich die nur noch in die Tauchhülsen stecken muss und zumindest Warmwasser mit Heizstab am Freitag wieder mit Überschussstrom aufgeheizt wird, aber diesmal nicht nur 300, sondern 371 Liter. Kleiner gab’s nicht, und bei den Wärmeverlusten laut Datenblatt macht es auch keinen Unterschied. Der jetzige/alte Speicher hat bei 40°C etwa 1.5kWh Verbrauch pro Tag, bei 45°C 2kWh und bei 50°C >3kWh — davon kann man noch 0.5 kWh Wärmeverbrauch fürs Duschwasser abziehen. Der neue hat 2.6kWh Verlust pro Tag laut Datenblatt (entsprechend einer Dauerleistung von 108W), aber da stand die Temperatur nicht dabei. Ich werd’s ja dann entsprechend messen können 🙂
Neue Rohrleitungen in der Raumecke und nicht mehr quer drüberAlles schön rechtwinklig.Noch unisolierte Leitungen.
Die Leitungsverlegung ist wie gewünscht, und ich will gar nicht drüber nachdenken, wie hässlich und umständlich das geworden wäre, wenn die Nische mit der Waschmaschine noch drin wäre. Die schwarze Isolation (quasi der dark mode der Isolationen) bisher werde ich wohl wieder selbst neu anbringen und soviel wie möglich davon wiederverwenden, das hab ich ja vor fünf Jahren schon gemacht. Die Wärmepumpe hat jetzt statt der T-Stücke auch 90°-Kurven und gedrehte T-Stücke, das macht sich für den Umluft-Kühlbetrieb dann besser. Die Löcher durch die Aussenwand fehlen noch, kommen Freitag oder Montag. Vermutlich am Wochenende kann ich auch die dann freie Wand gegenüber verputzen und streichen, so dass da später ein Waschbecken mit Arbeitsplatte hin kann. Oberhalb der Wärmepumpe habe ich eine Arbeitsplatte (etwa 120x100cm) vorgesehen, um die wird jetzt alles drumherum gebaut. Bisher ist jedenfalls alles zu meiner Zufriedenheit und zwischendurch gibt’s immer mal wieder lustige Sprüche. Oder ich frage, ob jemand was aus dem Baumarkt braucht, weil ich eh grad da hin muss 🙂
Da mir auch der Aussentemperatursensor der schon abgeschalteten Gastherme wegfällt, hab ich mir gestern dafür noch aus ESP8266, einem DS18B20 und einem AM2301 eine Sensorstation zusammengelötet. Um den Sensor nach draussen zu bekommen, hab ich einfach das schon lange unbenutzte Telefonkabel (Freileitung im Hof!) abgeknipst und durch das Loch den Sensor durchgeschoben. Bei den Aussentemperaturen habe ich zwei Sensoren, einen vorn im Garten und einen an der anderen Hausseite, von denen nehme ich dann einfach das Minimum für die reale Temperatur, weil gelegentlich einer in der Sonne hängt.
Noch bin ich mir nicht ganz einig, wie ich die Wärmepumpe elektrisch anschliesse. Am schönsten wäre schon eine separate Sicherung im Keller. Von dort gehen 5 Drähte bis in die WP-Ecke, davon brauche ich bisher drei für den Heizstab (3-Phasen) plus Schutzleiter. Wenn ich mir den Schutzleiter von woanders her hole, hätte ich zwei 2.5mm2-Drähte frei für die Wärmepumpe, allerdings wären die farblich blau und grün-gelb, das ist sicher mal verboten. Vielleicht ziehe ich doch noch zusätzliche oder andere Drähte durch, das wäre die sauberste Lösung, es reicht ja ein weiterer.
Handwerker, nach denen man die Uhr stellen kann, sind super. Ich hatte heute morgen einfach schon mal alle Türen und Fenster offengelassen zum Lüften und prompt stand irgendwann schon eine Kiste mit Material im HWR, ohne dass ich jemanden gesehen hätte, der das da hingestellt hat.
Gestern hatte ich schon in etwa 90 Minuten die IVAR-Wand abgebaut und alles freigemacht. Danach fiel mir auf, dass man die Wand ja mal streichen könnte und auch Kabelkanäle nötig bzw. praktisch sein könnten, also hab ich das noch den Tag über erledigt. Oben rechts in der Ecke ist die Einführung der Zweidraht-Telefonleitung, die wird ja wohl eh bald noch durch Glasfaser ersetzt.
Vorm StreichenNach dem Streichen
Seit dem späten Vormittag sind auch schon die grösseren Teile da, nämlich der riesige Doppeltank (oben Brauchwasser, unten Heizungswasser) und die Wärmepumpe. In die Aussenwand und die Seitenwand des Raums kommen noch zwei Löcher für Zuluft und Abluft. Das Kondenswasser der WP wird separat nach oben gepumpt (links im Raum neben dem Tank ist zwar der Abwasser-Ablauf, aber der Rückschlag beim Spülen würde da beim Kondenswasser stören).
Die Wärmepumpe von OchsnerTank noch falsch gedrehtAlles schön beschriftet, Tank schon gedreht.Steuerung von Siemens
Die WP kann nur an oder aus: d.h. um da den Brauchwasserspeicher oder den Heizspeicher zu erwärmen, gibt es noch Ventile und Leitungen und eine externe Steuerung, die das übernimmt. Auf der Siemens-Steuerung steht was von LAN und sie hat auch eine SD-Karte, das werde ich mir noch genauer anschauen, vielleicht kann ich mir da ganz bequem Messwerte abholen. Der Raspi von der Gastherme wird ja jetzt frei und könnte was neues übernehmen.
Mit dem Abklemmen des Heizkörpers im kleinen Zimmer obendrüber hab ich mich doch noch zweimal umentschieden. Mich stören da einfach die Leitungen und für die wenigen Tage, wo da mal jemand in der Heizperiode drin sein könnte, tut es auch ein Elektroofen. Das war meine Einstellung vorher. Dann haben wir besprochen, dass man zumindest den Abzweig von der Hauptheizleitung zum Heizkörper oben im Zimmer machen könnte, nicht unten im HWR, und den Heizkörper also doch wieder anklemmt. Als wir uns das dann oben angeschaut haben und ich meinte, dass ich das Zimmer eh (als Idee) noch komplett sanieren und mit Bodenheizung haben möchte (vielleicht 2027), war dann der Hinweis doch sinnvoll, dass wir dann den Radiator doch abklemmen und unten im HWR aber schon T-Stücke für den zukünftigen Anschluss der Bodenheizung vorsehen könnten. Also doch Heizkörper abklemmen, wie ich es eigentlich vorhatte, nur noch optimiert 🙂
Der E-Heizstab wird wieder mit eingebaut, die Ecke im HWR bekommt Anschlüsse für ein Waschbecken, die Leitungen werden möglichst nah an der Wand verlegt. Die Gasleitung wird abgeklemmt, dann kommt nochmal jemand von den TB Wil und prüft das und dann bin ich die 7 Fr. im Monat Zählergebühr los.
Meine Idee für den Umluftbetrieb (also die Raumwärme des HWR ins Warmwasser zu pumpen) wurde auch noch schnell besprochen: die 140mm-Rohre für die Aussenluft bekommen dazu jeweils T-Stücke mit Deckel und ich kann einfach bei Kühlbedarf die Deckel von einem auf das andere Ende des T-Stücks stecken. Und wenn’s mir drin immer noch zu warm ist, muss ich halt einfach lange heiss duschen und damit die Wärme via Kanalisation loswerden — vielleicht bei Dürre aber nicht die beste Option.
Die WP selbst wird relativ weit unten angebaut: meine Massgabe war, dass ich das Fensterbrett dann mit einer Arbeitsplatte verbreitern kann und alles untendrunter sein sollte. Der Raum ist ja im Winter frostfrei, da passen Pflanzen hin.
Der provisorische Einbautermin für die Wärmepumpe ist auf “nach meinen Ferien” provisorisch fixiert, also ab dem 10.08. Aber ich war ja schon bisher nicht untätig. So eine WP braucht etliche Leitungen. Strom direkt ab dem Schaltschrank im Keller hatte ich schon im September in einer anderen Aktion (Leitungsverkürzung WWe) bis in die Ecke der WP gebracht. Abwasser ist schon da, und die Leitungen für WW und VL/RL der Heizung sind auch da. Aber was noch fehlte: der Kaltwasser-Zulauf. Nach zwei erfolglosen Probebohrungen in die Wand habe ich beschlossen, die Wand nicht weiter zu perforieren, sondern eine andere Lösung zu suchen.
Hier im Bild ist der Zustand vorher: Regale vor der Nische, in der zur Zeit die Waschmaschine steht. Das frisst alles extrem viel Platz. Aber irgendwo da in der Ecke muss ja der Kaltwasseranschluss sein. Was man auch sieht: die vielen (von mir 2020 isolierten) Rohrleitungen, die kreuz und quer durch den Raum laufen. Viele davon verschwinden jetzt ohnehin, aber die, die bleiben, sollen zumindest noch an den Rand des Raumes. Die Überlegung war aber erstmal, wie ich jetzt das Kaltwasser von der Waschmaschinen-Ecke zur Wärmepumpe (rechts, ausserhalb des Bildes) bringe.
Und das einfachste ™ ist natürlich ein Abriss der gesamten Ecke. Zumindest lief es schlussendlich auf diesen hinaus.
Regale weg, Velos aus dem WegDecke teilweise offenDecke ganz offen, Leitungen
Zuerst habe ich mal genauer angeschaut, was da so überall an Leitungen verläuft, und die Decke in der WaMa-Nische aufgemacht. Ich vermute, das war mal ein WC. Alles super pfuschiger Zustand, Elektroleitungen alle Aufputz, oben für Elektro in die Balken gesägt, der Rundum-Spritzschutz war mal dunkelgrün und wurde einfach nur überstrichen, der Boden auch super hässlich. Aber: alles Trockenbau mit Spanplatten, d.h. gut abreissbar 🙂
Nebenbei: wie ich auf die Idee gekommen bin, weiss ich gar nicht, aber es gibt kleinere Waschtrockner. Der derzeitige hatte 8kg Fassungsvermögen, was zwar nett ist, was ich aber seltenst brauche. Irgendwo muss aber eine WaMa im Haus hin und witzigerweise gibt es Geräte mit kleineren Aussenabmessungen, d.h. 70cm hoch und nur 50cm tief, wo dann aber auch ganz gute 5kg Wäsche reingehen. Tja, und so ein Waschtrockner steht jetzt perfekt eingepasst im unteren Bad:
Damit war ein Platzproblem schon mal gelöst, ohne grössere Umbauten, und eine bisher ungenutzte Lücke wurde perfekt gefüllt. Der alte Waschtrockner ging per tutti innerhalb von weniger als 24h über die Schwelle und ich hatte einen Kubikmeter mehr Luft.
Weiter im HWR konnte ich jetzt nach und nach alles abreissen, und bis auf einen dem Hitzschlag zum Opfer gefallenen FEIN Multimaster 500 haben alle Werkzeuge und Körperteile verletzungsfrei mitgemacht. Das kurze Brecheisen vom Hornbach war das perfekte Werkzeug dazu. Sämtliche Balken sind jetzt nagelfrei im Keller eingelagert für zukünftige Projekte.
Türrahmen wegWand teilweise weg.
Zwischendurch war noch Konzert in Flawil, aber die Abrissarbeiten haben allein schon drei volle Tage gedauert. Es war keine einzige Schraube verbaut, alles war genagelt und sehr solide (im Gegensatz zu den Aufbauten).
Wand komplett weg, Ecke frei.Abbruchmaterial.Erstmal wieder eingeräumt, schon viel mehr Platz.Materialrecycling: diese Platte in drei Teilen kommt später an die Decke.
Nach der Zwangspause wegen kaputtem Multimaster ging es dann weiter: erstmal die aufgeklebte Wandvertäfelung weg, dabei keine Leitungen kaputtmachen. Ausserdem schon mal anfangen, die Decke sauber und ordentlich zu verschliessen. Das war eine ziemliche Puzzle-Arbeit, aber mit der eingerichteten Holzwerkstatt im Keller, Hilfskonstruktionen und passenden Werkzeugen war das nur eine Zeitfrage.
Ecke vorher.Decke 1/3 zuDecke 2/3 zuDecke ganz zuDecke verputzt2er UP-Dose schon gesetzt und verdrahtet
Die Stromführung im Haus ist abenteuerlich. Die dreiphasige Leitung, die immer in der Ecke oben herumfliegt, versorgt auf einer Phase den Geschirrspüler/Quooker, auf der zweiten die Steckdose in der Küchenecke und die dritte Phase ist unbelegt bzw. da hängt jetzt die Steckdose dran. Die Leitung kommt vom Schaltkasten im OG und wurde einfach Aufputz im HWR verlegt, nach ein paar Löchern in der Wand vorher.
Aber erstmal setze ich unten noch eine weitere Dose, damit die Leitungsverlegung in den Keller noch etwas besser wird. Hinter der Wand ist die Nische in der Küche:
Erstmal mit der Endoskopkamera schauen.60cm MauerdurchbruchbohrerInnen in der Küche in der Ecke, ziemlich enger Zugriff.Leerrohre neu verlegtMomentan E-Heizstab mit WAGO-Klemmen dran. Neue UP-Verteilerdose.
Jetzt habe ich da in der Ecke unten also noch einen zweiten Anschluss, der direkt aus dem Keller kommt. Und genau in der Dose unten könnte man auch noch weitere Drähte bis in den Keller ziehen, um eine E-Auto-Ladestation aussen ans Haus zu bauen. Vielleicht kriegen wir ja mal dynamische Stromtarife, damit sich so eine Rollbatterie für mich lohnt.
Nach dem Wiederverschliessen der Wand kommen jede Menge kosmetische (also eher additive statt subtraktive) Arbeiten, Verputzen, Schleifen, Streichen. Das macht viel Spass, weil man hinterher direkt sieht, was man geschafft hat.
Alte Wandöffnung.Gesamtansicht mit Öffnung unten.Gesamtansicht mit verschlossener Öffnung.
Was ich mir jetzt noch überlegen müsste: wie ich den Boden in der Ecke gestalten will. Die Nische war mit einem Holzaufbau auf den originalen Betonboden gestellt, wobei dessen enorme Schiefe dabei ausgeglichen wurde, etwa 3cm Höhenunterschied auf 1m Breite. Die beste Lösung wird wohl sein, da das Bodenniveau mit Beton anzugleichen, dann hat der HWR auf voller Breite eben eine Stufe (bzw. die habe ich schon mit einer Rampe befahrbar gemacht). Aber erstmal ist jetzt der Weg frei für die Leitungsverlegung, wobei ich die Elektrik schon mit Kabelkanal ordentlich verlegt habe. Alles kann oben in der Raumecke verlaufen und wenn ich Lust habe, kann ich das auch noch hübsch verkleiden und streichen (natürlich kommen da auch Netzwerkkabel und ein Leerrohr rein).
Der anfallende Dreck war enorm, überall ist eine dicke Staubschicht drauf und ich hab auch gern mit Gehörschutz, Schutzbrille und FFP2 gearbeitet. Zum Glück hab ich die Kühletage weiter oben, bei dem Wetter wüsste ich sonst gar nicht, wo ich hin sollte. Der Bastelkeller ist inzwischen aber schön ausgetrocknet, Luftfeuchte um die 45% und 23°C, der wäre noch eine Option, aber ist voller Späne 🙂
Entsorgung nach Zerkleinerung: via normale Kehrichtabfuhr, es sind halt einfach ein paar mehr Säcke gewesen.