Am Mittwoch 08.04. haben wir noch eine Abschlussrunde vom Haukland-Café nach Uttakleiv und durch den Tunnel zurück gemacht. So windig, dass man sich bequem mal um sicher 20° geneigt in den Wind stellen konnte, ohne umzufallen. Bei der Gelegenheit hab ich direkt festgestellt, dass die Kennzeichen-Erkennungskamera für den dort befindlichen Schotterparkplatz per Glasfaser angebunden ist. Natürlich. Was sonst. Da stehen sonst nur so fünf Häuser. Genauso gehört sich das. Apropos: die zweite Glasfaser in Rossrüti kommt im Herbst, das hab ich vor dem Abflug noch telefonisch geklärt (nicht dass die was legen wollen, wenn ich nicht da bin). Dem Vermieter in Leknes hab ich eine 5-Sterne-Bewertung gegeben, aber deutlich reingeschrieben, was ich von dem App-Unfug als Schlüssel halte. Der soll das mal bei sich daheim ‘ne Woche lang ausprobieren, ständig immer erst das Smartphone irgendwo rauszusuchen, zu entsperren (bei jedem Wetter!) und dann zu hoffen, dass es die Tür öffnet. Auf alle Fälle ging es diesmal komplett autofrei — und klar, dann läuft man zum Startpunkt der Wanderung (wo man sonst mit dem Auto/Velo hinfährt) eben schon mal eine Stunde auf der Hauptstrasse.
Am Donnerstag 09.04. ging’s mit dem Bus um 10:45 Uhr Richtung Svolvær. Toll, wie hier alle die QR-Codes einfach durch Draufschauen verifizieren können. In Svolvær hatte ich dann noch viel Zeit, bis das nach Süden fahrende Schiff der Hurtigruten MS Richard With um 18:30 eintraf, Abfahrt war um 20:30 Uhr. Drei Nächte in einer kleinen Kabine mit Fenster nach draussen. Die Frühstückszeiten waren gut, jeweils um 07 Uhr bzw. in Trondheim schon um 06:30 Uhr ging’s los mit dem opulenten Buffet. Das hat dann auch über den Tag locker gereicht, ausser ein paar Snacks und einem Brunost-Eis und einem Trockenfisch-Eis hab ich da gar nichts weiter gebraucht. Pool- und Saunanutzung war inklusive und wenn man alle angebotenen Mahlzeiten mitbucht, hat man gar keine Chance, die Kalorien wieder loszuwerden, ausser man ist in den Essenspausen ständig im Bord-Gym auf dem Laufband oder Rudergerät.




Von Bord gegangen bin ich nur in Trondheim, war dort am Samstagmorgen nach dem Frühstück um 06:30 Uhr für eine kurze Runde durch die Stadt und zum Einkaufen und pünktlich vorm Ablegen (06:30 bis 09:30 Anlegezeit) war ich wieder an Bord. Ganz schön verschlafen und leer so um die Uhrzeit. Den Rest des Tages hab ich auch wieder verpennt, das ist sehr angenehm so. Die Muttersprache des Chefkochs (der immer beim warmen Buffet stand) war Französisch und der kannte sich sogar in der Schweiz aus 🙂



















Zitat von Bergen-Ålesund-Bergen: Die Fähre ist jedenfalls das bequemste Transportmittel, in dem man im Schlaf reisen kann. Stimmt immer noch, und mit Kabine und Bett ist es nochmal besser. Eine teurere Kabine könnte sich allenfalls noch lohnen, weil man dort weniger vom Antrieb mitbekommt. Sauna und Pool und Gym sind sowieso mit drin und das war alles sehr wenig frequentiert.
Man könnte durchaus auch mal die ganze Reise Bergen-Kirkenes-Bergen machen und dabei Homeoffice vom Schiff aus. Aber ist vielleicht doch etwas teuer und bei den Meetings gucken die Leute amüsiert bis irritiert, wenn auf dem Kamerabild hinten ein anderes Schiff vorbeifährt (auf dem Vierwaldstättersee während Corona getestet). Die Fragestunde an eine Besatzungsauswahl um 10 Uhr am Ankunftstag in Bergen war ganz nett. Eine Schweizerin hat nach der Anzahl verbrauchter Eier pro Rundreise gefragt (etwa 4000), jemand anders nach der Anzahl Plätze in den Rettungsbooten (4×150 Personen, plus die vielen kleineren Beiboote) und ob das Schiff auf der Fahrt mal ausgebucht war: ja, nordwärts, aber nur von den Kabinen her, nicht von der Anzahl Personen (400 max. an Bord, 590 sind zulässig). Die Frage, wieviel Seitenneigung das Schiff maximal haben kann, bevor es kentert, konnte der zuständige Offizier nur mit “das hängt davon ab” beantworten (Beladung, Ballastwasser, etc.), aber meinte “es ist sehr viel”. Wahrscheinlich kann man dann nicht mal mehr stehen und es kentert immer noch nicht. Unfälle gab’s mit diesem Schiff bisher keine, nur bei einer Indienststellungsfahrt ohne Passagiere sind sie mal auf Grund gelaufen.


Am Sonntag 12.04. kamen wir 14:45 in Bergen an, aber da das ein Hafen mit fixer Passagierbrücke ist, hat das tatsächliche Anlegen, bis wir aussteigen konnten, noch 20 Minuten gedauert. Das hatte ich auch 2018 schon mal erlebt. Ich hatte mich jetzt in der Nähe der Crew hingestellt und wurde nur kurz darauf hingewiesen, dass ich einfach warten soll, bis die Crew raus ist, bevor die normalen Gäste dann von Bord gehen. Ich hatte mir eben eine Reservierung für den Zug nach Oslo um 15:38 Uhr besorgt und das wäre schon schön, den zu kriegen. Als ich aus dem Terminal raus war, war es 15:11 Uhr und vor mir lagen 1.5km Fussmarsch über rollkofferfeindlichen Belag 🙂 Das hat also locker gereicht und da der Zug zwar dastand, aber noch nicht freigegeben war, gab’s direkt eine Abfahrtsverspätung von 15 Minuten. Im dümmsten Fall hätte ich sonst noch die zweite Reservation für einen Zug um 16:48 nach Oslo gehabt, aber da wäre ich ja erst Mitternacht dort. Auch hier im Zug: der QR-Code des Interrailpasses wird durch Draufschauen geprüft 🙂














































































































