Hintergrundbeleuchtete Bücher

Das, was jetzt in einer Studie herausgefunden wurde, wusste ich auch vorher schon: eBook-Reader mit Beleuchtung beeinträchtigen die biologische Uhr mit messbaren Folgen. Der eigentliche Titel des Telepolis-Artikels leitet in die Irre (Rötzer-reisserisch-typisch), denn es sind nicht die eBooks, es sind die beleuchteten Lesegeräte. Dass ich schlechter einschlafe und am nächsten Morgen unausgeschlafener bin, wenn ich am Abend noch vorm Schlafengehen auf dem Tablet herumspiele (z.B. mit Duolingo-Sprachkurs), weiss ich schon lange. Beim eBook-Reader ist es genau das Gleiche, wenn er hintergrundbeleuchtet ist. Wenn ich allerdings die Hintergrundbeleuchtung abstelle und stattdessen mit normalem Umgebungslicht lese, hat der Reader für mich keinen Unterschied zu einem Papier-Buch. Eben deswegen ist ja für mich auch das NZZ-EPaper auf dem Tablet keine Lesealternative, denn ich sitze sowieso schon den ganzen Tag vorm Monitor. Drum auch das calibre-Recipe für die NZZ, was seit dem ersten Ausprobieren zuverlässig funktioniert und mir die aktuelle NZZ-Ausgabe in die Dropbox stellt. Ausserdem kann man ein EPaper beim Umzug nicht zum Einwickeln von Glas, Tellern und sonstigen Dingen verwenden oder als Notizpapier für Geocache-Details, wenn man grad sonst nichts zum Schreiben dabei hat.

Morgensonne am Zürichsee

Da jetzt die morgendlichen Züge nur noch halbvoll gegenüber der üblichen Belegung sind, schliesse ich mal messerscharf, dass viele Berufstätige schon in den Ferien sind. Da bietet es sich doch an, morgens mal am Bahnhof Stadelhofen auszusteigen und via Quaibrücke und Innenstadt den Weg zur Arbeit anzutreten. Den Bildern zufolge hat es sich heute gelohnt, auch wenn sie bewusst nicht ganz realistisch aussehn sollen.

Der Uetliberg in der Morgensonne des 23. Dezember
Der Uetliberg in der Morgensonne des 23. Dezember
Hinterm Opernhaus hat die Sonne Dichtestress am frühen Morgen.
Hinterm Opernhaus hat die Sonne Dichtestress am frühen Morgen.

Fribourg/Freiburg

Gute zweieinhalb Stunden trennen mich von der Saanestadt Freiburg und eigentlich wollte ich ja nach Genf fahren, bin dann aber spontan in Fribourg ausgestiegen, weil ich da noch nicht gewesen war. Nach ein paar Stunden per Geocache geführter Wanderung hatte ich etliche Höhenmeter geschafft und mich bei den vielen Brücken, die über die Saane führten, verzählt. Es fällt jedenfalls auf, dass alles zweisprachig ist und es war teilweise auch erhellend. Dass “Notre Dame” nichts anderes als “Liebfrauen” bedeutet, ist mir im Nachhinein auch klar, aber wenn die Strassen- und Platzbeschilderung zweisprachig angeschrieben ist, kommt der Aha-Effekt schneller. Verständlich machen konnte ich mich auch halbwegs.

Der Blick von der Lorette-Kapelle für das Postkartenfoto.
Der Blick von der Lorette-Kapelle für das Postkartenfoto.
Der Blick vom Roten Turm aus.
Der Blick vom Roten Turm aus.
Die Saane.
Die Saane.
Wil sieht auf dem Hügel so ähnlich aus.
Wil sieht auf dem Hügel so ähnlich aus.
Die Strassenschilder bekommen zweisprachig einfach länglichere Formate.
Die Strassenschilder bekommen zweisprachig einfach länglichere Formate.
Ganz links auf dem Foto die zweisprachigen Strassennamen, u.a.
Ganz links auf dem Foto die zweisprachigen Strassennamen, u.a.
Eine zweisprachige Fensterkatze.
Eine zweisprachige Fensterkatze.

Finale von Giacobbo/Müller und schon wieder Andreas Thiel

Gut, für 2014 ist Giacobbo/Müller sehr amüsant zu Ende gegangen, diesmal mit Michael Mittermeier in der Sendung vom 14.12.2014, der im Vorprogramm eigentlich noch wesentlich lustiger war. Aber ist halt Comedy, keine Satire. Viel besser fand ich dann, wie Andreas Thiel bei Roger Schawinski selbigen zum Koranthema kühl und ruhig abgefertigt hat, auch wenn Roger immer und ausschliesslich auf oberflächliche Provokationen aus war, dies aber Andreas Thiel gerade vorwerfen wollte. Sendungslink, aber ohne Dialektverständnis nutzlos. Ich weiss echt nicht, was der Schawinski vor der Sendung für Zeug geraucht hat, dass er so oberflächlich zu provozieren versucht hat. Ausredenlassen ist wohl auch nicht seine Stärke. Wenn ich da so “interviewt” worden wäre, wäre ich entweder in kürzester Zeit ausgeflippt oder hätte einfach gar nichts mehr gesagt.

Dass jetzt alle bei Pegida herumrätseln, wie das dazu kommen konnte, find ich auch wieder heuchlerisch. Da ich momentan noch die schön zusammengestellten MfS-Akten vom Oktober/November 1989 lese, würde ich da schon eine Parallele ziehen wollen: das Volk ist weiter als die Herrschenden. Es fühlt sich nicht ernst genommen, hat alltägliche Sorgen (und Nöte) und die da oben agieren und reagieren völlig weltfremd. Ich hoffe, all die, die jetzt bei Pegida mitdemonstrieren, haben sich nicht im Februar über das schweizerische Ja zur Masseneinwanderungsinitiative gewundert. Das ist nämlich inhaltlich genau derselbe Ausdruck des Volkswillens, nur eben in direkter Demokratie in geordnete Bahnen gelenkt. Hier sagt das Volk, was die Regierenden zu tun haben und nicht umgekehrt. Sogar das Detail, dass dort der Protest am grössten ist, wo eigentlich am wenigsten Ausländer vorhanden sind, ist gleich. Macht dieselbe Abstimmung in Deutschland und die Zustimmung wird noch wesentlich grösser sein als nur knapp über 50%, jede Wette.

Konstruktive Kritik am M-Weihnachtsgeschenk

Bevor ich mir vorwerfen lasse, dass ich nur negative Kritik äussern würde, hier der Verbesserungsvorschlag für das Migros-Weihnachtsgeschenk für nächstes Jahr. Ich hatte ja schon hier vermerkt, dass im M-Way-Sortiment geeignete hochwertige Taschenprodukte vorhanden wären.

Die Ausgestaltung des Weihnachtsgeschenks wäre dann in Form eines M-Way-Gutscheins für alle Mitarbeiter. Auf diesem Gutschein ständen die Optionen 50 Franken Rabatt (unbedingt, ohne Einschränkungen) oder eine entsprechende Tasche, die wie folgt aussehen könnte:
20141211-ortlieb-city-ein-m-besser

Das hätte mehrere positive Effekte:

  1. Die Mitarbeiter hätten die Wahl und könnten den Gutschein auch weitergeben, Frustration über sinnlose Weihnachtsgeschenke bliebe aus.
  2. Der Umsatz bliebe im Konzern.
  3. Die Tasche wäre benutzbar und hätte auch einen Werbeeffekt.
  4. Die bisher noch recht unbekannte Migros-Eigenmarke M-Way würde bekannter gemacht.
  5. Das gewollte grüne Image liesse sich mit einer Velotasche sehr gut vereinbaren.
  6. Es wäre kein billigster China-Import.

Über den letzten Punkt könnte man sich streiten, weil die Migros ja gern die Swissness vertritt und Ortlieb mitnichten schweizerisch ist. Also wäre ein hochwertiges Alternativprodukt, wie vom Kollegen vorhin angemerkt, sicherlich auch beim Schweizer Hersteller freitag.ch zu günstigen Konditionen zu beziehen.

Macht was draus!

…und als der Nebel sich verzog…

… da sah man den Alpstein wieder. Langsam wird’s frostig, was sich auch sehr gut macht, weil dann der Morgen- und Tagesnebel hier unten nicht mehr so dick ist. Kaum hat’s mal richtig Nachtfrost, gibt’s schon wieder morgens Weitblick und einen phänomenalen Sonnenaufgang, den ich in Fahrtrichtung rückwärts sitzend aus dem Zug verfolgt habe. Drum bin ich gestern am Morgen auch bei der NZZ nicht bis zu Meinung und Debatte vorgedrungen, was sonst immer mein Signal zum baldigen Aussteigen aus dem Zug ist, möchte ich nicht nach Bern weiterfahren.

Der Alpstein, wenn mal kein Nebel herrscht.
Der Alpstein, wenn mal kein Nebel herrscht.

Dann scheint ja den Auslagen in den Geschäften nach die Weihnachtszeit zu nahen, so auch bei (uns bei) der Migros. Kürzlich las ich den Artikel über Weihnachtsgeschenke für Mitarbeiter und prompt wurden diese Woche alle Mitarbeiter ungefragt und ungewünscht mit einer Einkaufstasche beschenkt. Wenn die wenigstens aus vernünftigem Material wäre, dann könnte man sie zerlegen und umnähen und etwas Sinnvolles draus machen, aber beim Zerlegen hab ich bemerkt, dass das das Billigste vom Billigen ist (riecht auch entsprechend) und das Teil wirklich nur in die Ablage Rund gehört. Als Einzelteile kann ich noch den Tragegurt (Material wie beim Autogurt) und die Innentasche verwenden, die ich in eine Ortlieb-Frontroller-Tasche einschrauben werde. Mann, ihr könnt ja gern irgendwas verschenken, aber fragt doch besser vorher oder lasst es ganz bleiben. Selbst wenn das nur die Zentrale mit 3’000 Mitarbeitern bekommt, landet doch die Hälfte davon im Müll, was dem sonst angestrebten Green-Image wirklich zuwiderläuft. Bei der Captormania wurde auch jede Menge überflüssiger Plastikmüll produziert und den zahle ich als Kunde ja auch noch irgendwo mit.

Ein völlig überflüssiges Weihnachtsgeschenk
Ein völlig überflüssiges Weihnachtsgeschenk

Vorschlag: Wir haben mit Chocolat Frey so gute Schokolade-Eigenmarken, das wäre doch besser, davon die Premium-Produkte zu verschenken — wenn ich die nicht möchte, kann ich sie immerhin weitergeben, aber wer braucht denn (wenn überhaupt) mehr als eine solche Einkaufstasche? Viel cooler wäre eine Migros-Ortlieb-Edition von Umhängetaschen (z.B. Ortlieb City) in Schwarz-Orange, möglicherweise irgendwo mit einem orangen M drauf. Die gibt’s sogar im hauseigenen M-Way-Shop!. Das wäre Qualität und die könnte man bei Bedarf auch weitergeben und sich bei einer Velotasche obendrein noch mit dem grünen Image schmücken. Aber vielleicht wäre ich dann auch der Einzige, der das zu schätzen wüsste.

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Andreas Thiel bei Giacobbo/Müller

Die Giacobbo/Müller-Sendung vom 30.11., also am mit einem dreifachen Nein beendeten Abstimmungssonntag, war die beste seit langem, und zwar vor allem wegen des unangekündigten Gasts Andreas Thiel, den ich im April im Theater vor Ort gesehen hatte. In der Weltwoche hatte er vor kurzem einen längeren Artikel über den Koran publiziert und hat sich in der Sendung gestern mutmasslich dafür entschuldigt, aber eigentlich alles noch weiter übertrieben. Aber eigentlich kein Grund, sich drüber aufzuregen, sondern eher ein Grund, über Religion, auch und gerade wenn’s die eigene ist, zu lachen oder Atheist zu werden.

Bei den drei bundesweiten Abstimmungsergebnissen hätte ich genau mit der Mehrheit gestimmt. In Wil wurde dazu noch der Aufbau eines lokalen Glasfasernetzes (bis ins Gebäude, aber nicht ins Wohnzimmer) von der Bevölkerung genehmigt (bzw. der Kredit dazu). Ausserdem habe ich es jetzt endlich geschafft, mehr Geocaches in der Schweiz als in Deutschland gefunden zu haben. Irgendwann war das ja mal fällig und bei Kirchberg gibt’s schon einige schöne Ecken, auch wenn das gestern vormittag ziemlich kalt wurde auf der Rückfahrt mit kurzen Hosen, bei Nebel und 3°C.