Tourstart 08:56 Wil-Zernez (öV/elektromobil)

Nach einer mit 16kg Gepäck beladenen Ehrenrunde um den Weier geht’s jetzt los mit 1x Umsteigen nach Zernez. Die Taschen haben wirklich viel Platz, und beim Fahrverhalten merkt man es nicht negativ. Aber das war in Neuseeland ja auch schon so.

Wegen Regen- und Schneegefahr bleibe ich (geplant) nach Ofen- und Umbrailpass südlich und rolle weiter bis zum Lago Maggiore. Campingplätze scheinen vorhanden zu sein.

Tasche(n) probegefahren

Während die Solarautocrew schon wieder in Australien ist, hab ich derweil in Vorbereitung einer Pass-Camping-Fahrt die neuen Taschen probegefahren. Es geht echt viel rein 😀 Da asymmetrische Gewichtsverteilung beim Liegerad noch nie ein Problem war, hat mir nur die linke Tasche gereicht.

Interessierte Zuschauer bei der Feierabendrunde bei Schalkhausen.

Den vorderen Spanngurt hab ich auch noch praktisch und gewichtsarm angenäht, nur die Ortlieb-Aussentaschen werde ich direkt an den Sitz hängen. So ganz ohne Schnellzugriff-Fach ist das sonst unpraktisch beim Fahren. 

Der Plan ab Donnerstag: Zernez-Ofenpass-Umbrailpass-Tirano-Berninapass-Zernez-(Flüela mit Schnee?)-Davos-Prättigau-Landquart-Wil. Vermutlich werde ich beim zweiten Mal Zernez dann abbrechen, weil eine Passabfahrt bei 5°C und Schneeregen nicht so lustig ist. Alternativ ab Tirano südlich der Alpen weiter abwärts zu den Laghi di Como, Lugano, Maggiore.

CO2-Gesetz

Das CO2-Gesetz sieht ja schon mal ganz gut aus. Zusätzliche Abgaben, die aufgrund dieses Gesetzes entstehen, fliessen zur Hälfte als Rückerstattung pro Kopf an die Bevölkerung, die andere Hälfte geht in einen Klimafonds. 

Im Prinzip ist das sogar das, was ich als Mobilitätshandelssystem mal skizziert hatte, eben auf Kohlendioxid umgehängt und teilweise als Lenkungsabgabe ausgestaltet, nicht per Kontingent gelöst. Wenn jetzt jemand mehr fliegt oder sonstwie mehr Emissionen verursacht als ich, zahlt er dafür mehr und ich bekomme das dann zurückerstattet — bzw. da ja jeder Inländer die gleiche Summe zurückerstattet bekommt (ausser Nicht-Inländer), fallen für die Viel-Emittenten höhere Kosten an, als sie selbst zurückerstattet bekommen. Also sollten jetzt bitte alle nicht hier wohnhaften Ausländer ab Zürich abfliegen 🙂

Aber: wenn es dann plötzlich Millionen von lokal emissionsfreien schweren Elektro-SUVs auf den Strassen hat, werden wir schon noch sehen, dass man im Individualverkehr doch eine ausnahmslose streckenbezogene Mobilitätsabgabe braucht, die sich nach Fahrzeuggrundfläche (oder Volumen der konvexen Hülle des Fahrzeugs) und Gewicht bemisst. Fahrzeugmassen bis 50kg Leergewicht kosten nichts, darüber steigt es dann gern irgendwie linear oder exponentiell an. 

Blau-gelbe Hummel

Von Ortlieb gibt’s spezielle Liegeradtaschen. Zum Normalpreis sind mir die etwas zu teuer, aber für 120 Fr. und erstklassige umsteigefreie Abholung in Lausanne kann man die schon mal ausprobieren. Pro Tasche gehn 54 Liter rein 36 Liter rein, das ist fast etwa t soviel wie mit einem Backroller und einem Frontroller zusammen. Sie sind nur nicht tauchdicht, da sie ausnahmsweise mal keinen Rollverschluss haben. Aber Regen sollten sie aushalten, sind natürlich auch schwerer als nicht wasserdichte Stofftaschen.

Fette Liegevelotaschen, Wohnzimmermontage.

Entgegen den wunderschönen Farbvorschlägen im Velomobilforum (#3, #4) hab ich sie in knallgelb erstanden.

Hm. Aerodynamischer?

Ob sie aerodynamischer sind? Die ganze Fuhre wird damit im voll beladenen Zustand locker 20cm breiter (Lenkerbreite 60cm, mit Taschen dann 80cm), erinnert an Töff mit Koffer. Und für den jetzt wegen Taschenkollision abgebauten Flaschenhalter muss ich mir auch noch was einfallen lassen, ich trink sonst beim Fahren eh schon zu wenig. Vielleicht kommen Aussentaschen vorn dran, links feste Nahrung, rechts flüssige. Die Taschen haben vorne jeweils eine Langloch-Öse, so dass ich sie noch mit einem flachen Gurt querverbinden könnte, der unter meinem Rücken über dem Sitz verläuft. Eine Querverbindung hinten wäre einfach mit dem Tragegurt zu machen. Dann könnte man 

Jetzt sieht das aber schon irgendwie aus wie eine fette Hummel, es fehlt nur noch eine gelbe Sitzmatte. Alternative Bezeichnungen dann bumblebee, bourdon (frz.), bombo (ita.) oder tavan (rr-val.). Summen tut ja die Schaltung eh schon.

Nicht gleichmässig voll gepackt, da geht einfach zuviel rein. 80cm Breite insgesamt.

Säntisbegegnungen

Aufstieg zum Säntis, Blick zum Tierwies

08 Uhr aufgewacht, 08:56 gepackt im Zug mit vielen anderen Leuten Richtung Säntis, 10:13 Abmarsch Schwägalp, 11:30 Pause Tierwies (siehe Foto), 12:43 Ankunft Gipfel.

An einem Sonntag bei diesem Wetter war das eine regelrechte Völkerwanderung auf den Gipfel, es gab viele Staus an den Engstellen, aber es gab trotzdem noch genügend freie Plätze um den Gipfel herum. Im Freiluftrestaurant hatte ich zufällig Janik getroffen und als der mit seiner Equipe wieder verschwunden war, setzten sich zwei junge Thurgauer und zwei ältere Leipziger an den Tisch. Sehr interessante und sachliche Diskussionen entspannen sich bei bester Aussicht und einem Möhl auf dem Tisch. Ich hab aber nur zugehört und mir meinen Teil dazu gedacht 🙂

Ein ernüchterndes Resultat von letzter Woche: die Strecke von 28km zwischen Weisslingen und Wil, die ich mit dem Liegevelo bequem in 1:21h fahre, hab ich mit meinem Patria-Postvelo ebenso gemütlich (aber nicht bequem) in 1:16h absolviert, mit 10kg Gepäck und nur etwa 3.5bar Pneudruck. Gut, danach gab’s halt zwei Tage Muskelkater im Rücken und die Handgelenke und Ellbogen haben sich auch beschwert. Passt schon, muss wohl mal das Liegevelo doch noch tieferlegen bei Gelegenheit 😀

Nicht zu vergessen die beste Politgeschichte der letzten Zeit mit jööö-Faktor: https://www.nzz.ch/schweiz/wieso-christian-levrat-die-maturfeier-seiner-tochter-nicht-verpasst-hat-eine-schoene-schweizer-politgeschichte-ld.1508168 Man stelle sich das entsprechend mal mit deutschen hohen Politikern vor am jeweiligen Rand des Parteienspektrums.

Classic-Openair Wil 2019

Seit Anfang Jahr proben und planen wir schon fürs diesjährige Classic-Openair. 2013 hatte ich hier mal kurz erwähnt, 2016 war das letzte mit viel Verdi, jetzt eben Ausschnitte aus vier Puccini-Opern: Le Villi, Tosca, Madama Butterfly, Turandot. Tosca kenne ich seit 2001 von den Wernigeröder Schlossfestspielen eh schon komplett und sie gefällt mir von den vier Opern auch immer noch am besten. Vor der Pause kommt der Schluss von Tosca und es kommt dann direkt das Gefühl, dass jetzt das Openair vorbei ist (vor allem wenn’s kalt und dunkel wird und luftet), aber nein, es geht ja nach der Pause noch weiter und zieht sich in die Länge.

Die Aussicht von unten. Werkhof und Zivilschutz haben beim Tribünenaufbau wieder ganze Arbeit geleistet.

Diverse Presseartikel kamen auch schon und kommen noch (Tagblatt von heute 15.08.), gestern an der gelungenen Generalprobe wurde fleissig fotografiert. Puccini kommt in einem stinkenden lauten Oldtimer mit TG-U-Kontrollschild angefahren — im Stadtsaal als Ausweichdestination mit einem ebenso hässlichen Velo, aber immerhin 🙂 Beim Aufbau und Materialtransport hab ich wieder neue Militär- und Zivilschutz-Depots in der näheren Umgebung kennengelernt. Die sind tatsächlich überall.

Mit dem neuen Cello kann ich endlich auch die beste Tosca-Cello-Stelle (ohne Gesang hier, ist eh besser :-P) mit vernünftigem Klang spielen. Das hat sich schon schnell bezahlt gemacht bei der Spielfreude. Mit dem alten hätte ich die 1. Stimme gar nicht spielen wollen.

Jetzt noch auf gutes Wetter hoffen, wobei bei der Sonntagnachmittag-vorstellung gut eher bedeutet, dass es bedeckt ist, sonst sitzen wir mindestens im ersten Teil voll in der Sonne. Nebenbei hab ich bei der Stadt Wil noch im jährlichen Wettbewerb zum Geschäftsbericht den ersten Preis gewonnen: ein Tonhalle-Abo mit sechs Vorstellungen. Tonhalle-Chefin = Classic-Openair-Gesamtleiterin, man kennt sich halt hier irgendwie 🙂

Tickets: auf der Webseite https://classicopenairwil.ch/ oder einfach abends vorbeikommen, es sollte immer noch verfügbare Tickets an der Abendkasse haben.

Speichenfehler

Auf der heutigen morgendlichen Rund durchs Tannzapfenland machte sich ab etwa 50km/h auf der teilweise brandneuen und topfebenen Strasse zwischen Mühlrüti und Fischingen ein ganz leichtes Hoppeln im Vorderrad bemerkbar. Ein Seitenschlag war von oben nicht erkennbar und dank Scheibenbremse auch keine schleifende Bremse.

Unten im Tal kam ich noch in die Schweizer Meisterschaft im Radrennen rein, hab mich aber nicht gross mit den Papageientrikots angelegt, weil ich vor der Hitze ja schon wieder daheim sein wollte.

32 minus drei Speichen

Nach kurzer Begutachtung des Vorderrades stellte sich doch tatsächlich heraus, dass ich wohl schon seit einer Weile überflüssigerweise drei Speichen zuviel durch die Gegend fahre. Alle auf der Bremsscheibenseite gebrochen, vielleicht ist die grosse Scheibe im kleinen Rad doch keine so gute Idee. Ich werd wohl mal ein paar Speichen mehr kaufen und das ausprobieren müssen, ob es bei einer brutalen Vollbremsung anfängt zu klimpern 😀

Wil-Boncourt aussenrum

Acht Tage, 4000 Bahnkilometer, davon 1700km in zwei Nachtzügen und etwa 2000 in ICE, Frecciarossa und TGV. Donnerstagmorgen hinter St. Margrethen die Schweiz verlassen, eine Woche später in Boncourt wieder eingetreten, dann heute nur noch ein paar läppische Kilometer Boncourt-Biel-Bern-Wil auf bekannten Strecken. Die Fahrerei kann man machen, und das geht sogar ziemlich gut, auch wenn die Reservierungspflicht im lateinischen Ausland lästig ist. Und elf Gläser* Pernigotti im Gepäck, da lohnt sich so eine Fahrt doch. In Roma hatte ich schon den Supermarkt am Montag leergekauft und bis am Mittwoch hatten sie das noch nicht nachgefüllt. Also bin ich in Milano noch zum mir bekannten Supermarkt im Bahnhof (wenn man draussen vorm Portal steht, im linken Portalbereich eine Ebene unterirdisch**, in Leipzig wäre das die Westhalle).

Link zur nachgeplanten Strecke auf gpsies.com, mit brouter-rail erstellt: https://www.gpsies.com/map.do?fileId=zxctwlzrufnbxoic Hab fast ein GPS-HerzCHen gemalt 😀 (die Strecke passt nicht exakt, ein Teilstück war teilautonome Autofahrt mit Chauffeur und der Umstieg in Belfort/Meroux geht im Brouter nicht anders, da ist eine Schlaufe zuviel)

Arbeiten war ich ja in Rom auch noch, der Eurapco-Verbund ist schon ziemlich lustig, man lernt viele andere Leute kennen, besonders solche in der eigenen Organisation, diesmal Michel und Hermes, die in Bellinzona sitzen und sich wahlweise auf Italienisch oder Französisch unterhalten haben, manchmal auch Englisch und Deutsch ging natürlich auch. Faszinierend, und mit meinem Duolingo-Speexx-Italienisch bin ich auch ziemlich weit gekommen. Spannende (aufgeflogene) Versicherungsbetrugsfälle gab es auch noch en masse zu sehen; man denkt gar nicht, auf was für Ideen die Leute kommen. 

*alle schon mental reserviert

**ich vergess das immer wieder, jetzt kann ich’s unter dem Pernigotti-Suchbegriff hier nachschauen 

Hohe Kilopreise? Oder doch nicht?

Ein Cello von Sylvain Rusticoni aus Neuchâtel

And now for something completely different… Das derzeitige Cello, was ich schon seit gut 20 Jahren spiele, öffnet sich an mehreren Stellen, und zwar nicht musikalisch, sondern an Decke und Boden. Weil es jetzt beim Spielen auch anfängt zu scheppern und zu schnarren, muss das doch mal (richtig) repariert werden.

Also ab zu Ioan nach Winterthur, der hat die richtigen Cellobauer an der Hand.  Nach Problembeschreibung und Beratung wird ausserdem noch der Wolf mit verringert und die Saiten kommen auf den Standard-Abstand vom Griffbrett hoch, die sind momentan viel zu tief — momentan sind es Geigen-Abstände und die Cello-Abstände sind etwa 2-3mm höher. Das stört aber eigentlich nicht und ich kann es mal ausprobieren mit einem anderen Steg, wie es sich dann spielt bzw. wie es dann klingt.

Als Leihcello hat er mir gleich eins von Sylvain Rusticoni in Neuchâtel in die Hand gedrückt (der wird auch mein jetziges komplett öffnen und reparieren). Und was soll ich sagen: da sind Welten dazwischen vom Klang! Es spricht viel besser an, der Ton trägt länger und es geht von leise bis laut, ohne zu kratzen. Mehr kann ich als Laie noch gar nicht dazu sagen. Es passt nur knapp nicht in meinen Fiedler-Cellokoffer, wobei man ja eigentlich annehmen würde, dass die Grössen halbwegs gleich sind.

Vorher war’s so wie mit einem unscharfen Messer Brot zu schneiden. Jetzt ist es wie mit einem neuen Victorinox 😀 Es ist wohl doch wie bei den Velos, dass sich ein gewisser Preis im Klang (rrrrrr) bzw. der Fahr-/Spielfreude bemerkbar macht. Lustig waren dann die zwei verschiedenen Ansichten bezüglich Preisen und Wertentwicklung: wenn ich das die nächsten 30 Jahre spiele und sogar wenn es dann Restwert Null hätte, kann es mir eigentlich fast egal sein, ob es 1’000 oder 2’000 Fr. pro 100g kostet oder entsprechend um die 1000 Fr. pro Jahr beim angegebenen Preis, solange es mir einen dauerhaften Nutzen (Spielfreude) bringt. In jedem Fall ist die Wertentwicklung sicher besser als bei einer Immobilie, die in einer Garage parkiert wird.

Im Wallis ganz hinten…

Bisher wusste ich gar nicht, dass ich ins Wallis genauso lange fahren kann wie nach Tirano. Aber es geht tatsächlich. Es haben noch zwei Bahnhöfe gefehlt unterhalb des Stausees Lac d’Emosson. Abfahrt 06:04 Uhr, wegen ein paar Baustellen nicht auf der Neubaustrecke nach Bern, um 11:23 Uhr in Le Châtelard VS, von dort mit der Kombination von Standseilbahn, 60cm-Schmalspurbahn (akkubetrieben) und nochmal Standseilbahn hinauf bis zum Stausee. Ich war der einzige Fahrgast mit den letztgenannten drei Verkehrsmitteln, es hätten wesentlich mehr Leute Platz gehabt. Die drei Attraktionen und weitere sind als Verticalp D’Emosson zusammengefasst.

Oben war’s recht kalt, die Aussicht und die Wandermöglichkeiten sind im Sommer sicher besser. Momentan liegt noch ein bisschen Schnee.

Gemütlich ging es wieder runter, noch kurz bis Le Châtelard Frontière hinauf, dort einen Kaffee an der Grenze geholt und wieder mit dem gleichen Zug abwärts bis Martigny.

600mm-Feldbahn am Berghang.

Die nächsten beiden Bahnhöfe waren beide oberhalb von Aigle, Stundentakt, ich hatte viel Zeit auf dem Bahnhofplatz. Witzig war der Fahrer eines tiefergelegten (!) Range Rover (!!) (wieso legt man so ein Teil tiefer? Fürs Gelände?): er wollte wohl einem anderen tiefergelegten Fahrzeughalter mal zeigen, wer schneller ist. Dumm war nur, dass er mit seinem auf- und angekratzten Ego vergessen hatte, dass er nach dem Beladen seines Autoimmobils die Heckklappe noch nicht geschlossen hatte. Beim Beschleunigen purzelten ihm dann peinlicherweise die Gepäckstücke über 50m Strasse verteilt hinaus. Da war ich nicht der einzige Zuschauer, der sich ein Grinsen nicht verkneifen konnte.

Sowohl bei Plambuit als auch bei Rennaz/Leysin wusste ich, dass dort die berggehenden und talfahrenden Züge ein Rendezvous haben würden. D.h. im dümmsten Fall würde ich aussteigen, ein Foto machen und eine Stunde warten müssen. Es hat aber in beiden Fällen geklappt, dass die Fotoperspektive gut war und ich jeweils gleich mit dem Zug gegenüber wieder talwärts fahren konnte. Bei Rennaz kam noch dazu, dass der Halt so aussieht, als ob da das Ein- und Ausspuren auf Zahnradbetrieb stattfindet.

Im Zug nach Rennaz haben sich fünf jüngere ™ Leute hinzugesetzt, bzw. der Zug war komplett voll mit ähnlichen Leuten. Im Gespräch stellte sich dann heraus, dass sie eine sechswöchige Ausbildung an der Hotelschule in Leysin machen. Sie hatten laut herumgerätselt, was passieren würde, wenn man kein Billett hätte. Sie waren sich nicht sicher, ob man nicht gleich verhaftet werden würde. Da musste ich dann doch was dazu sagen 🙂 Sie fanden das GA jedenfalls sehr günstig für das, was es bietet, auch das 1.Klass-GA. Sie vermuteten auch gleich, dass ich kein Auto hätte und lagen damit richtig. Es besteht doch noch Hoffnung für die USA, sie waren alle aus Florida. Ihre nächsten Touren gehen mit dem Nachtzug nach Wien, dann nach München und wieder 8h zurück nach Leysin. Ihre halbleere Rosé-Weinflasche bezeugte wohl, dass sie gern Bahn fahren.

Und weil ich jetzt gegenüber meiner Marschtabelle 2h eingespart hatte, da ich jeweils keine Stunde an den zwei Bahnhöfen warten musste, hab ich noch den letzten Dampfbahnhof der Museumsbahn Blonay-Chamby mitgenommen. Und: mit dem Mobility-Elefantenrollschuh! Zeitlich war ich mit dem Smart fortwo deutlich schneller, als wenn ich alles mit dem Zug und zu Fuss gemacht hätte. 15km Gesamtstrecke und als ich das Auto wieder am Bahnhof in Vevey abgestellt habe, stand mein elektrisches Grossraumtaxi schon zur Weiterfahrt auf Gleis 2 bereit. In Lausanne gab’s noch eine halbe Stunde Aufenthalt und dann die Heimfahrt.

Statistik: etwa 800 Bahnkilometer, 6-23 Uhr “on rails”, etwa 15h Netto-Fahrzeit. Fünf Bahnhöfe fotografiert, noch vier verbleiben. Ich hab’s wohl ein bisschen übertrieben.

(Edit am 19.05.: drei Bahnhofslinks ergänzt, nachdem die Fotos bei railway-stations.org eingepflegt worden sind)