Bodø-Moskenes-Vestvågøy

Witzig: in der Nacht war es nicht dunkel. Aus Trondheim 2010 kannte ich schon, dass man im Sommer noch um 23 Uhr draussen beleuchtungsfrei lesen konnte, aber dann wurde es trotzdem noch dunkel — bin ja auch acht Zugstunden weiter nördlich. 07:30 Uhr hatte ich Hunger, hab schon einen Teil des Gepäcks ins Auto verfrachtet und war dann erstmal frühstücken. Früher hatten sie Gudbrandsdalen noch en bloc mit einem Käsehobel. Entweder ist das jetzt, weil es die Hotellerie so wollte, oder wegen Corona: jede Käsescheibe ist einzeln eingeschweisst. Da wird man ja nie satt.

Um 09 Uhr hab ich schon ausgecheckt und wollte die Regenlücken noch für ein paar Spaziergänge und Geocaches in der Umgebung nutzen. Das Hotel ist offiziell cash-free, aber Bargeld hab ich in Norwegen schon länger nicht mehr gebraucht. Die zwei Typen von Hertz gestern meinten, dass ich bei der Fähre einfach mit reinfahren soll, ohne Reservation, das würde dann direkt an Hertz gehen und käme mit auf die Rechnung. Praktisch gemacht.

Auf der Nyholms Skandse (wie die kleine Schanze in Bern, nur mit Meer drumrum) lag ein Geocache, jetzt hab ich die 3000 voll. Das Militär sponsort immer die besten Aussichten, siehe auch Gletscherblau und flüssig in Island.

Das Wetter war stürmisch, regnerisch, verschneeregnet, zwischendurch auch mal wieder sonnig. Fünf Minuten draussen, durchgefroren, wieder aufgewärmt. Bin froh, dass ich nicht mit dem Velo hier bin. Um die 5°C und häufiger Niederschlag plus Wind machen eine Tour nicht besonders angenehm. Und Höhenmeter hat die E10 auch genügend, mal über den Fjord, mal unter dem Fjord. Es scheinen auch schon recht viele Velowege entstanden zu sein, die sogar besseren Belag haben als die Nationalstrasse selbst. Unterwegs gab’s auch mal Affichen mit “Fusswege und Velowege jetzt!”. Die Jogger, die so unterwegs waren, hat das Wetter aber nicht gestört, die haben auf ihre Uhr geschaut und sind weitergerannt.

Anderthalb Stunden vor Abfahrt der Fähre stand ich also in einer der Wartespuren, etwa 12:30 Uhr konnte ich auf die Fähre fahren. kjøre ned, meinte der Einweiser, also ab ins untere bildekk. Es hatte einigen Seegang auf den 3.5h und 95km bis nach Moskenes, aber nicht soviel, dass es mich gestört hätte. Voll war es auch nicht. Hinter mir die Berner waren etwas penetrant, aber ich hab nicht zu erkennen gegeben, dass ich sie verstehen würde. Erst am Ende haben sie mein Solarauto-Teamshirt gesehen 🙂

Norwegen hat ähnliche Luxusprobleme wie die Schweiz, nur dass sie schon in der NATO drin sind. Hab ein bisschen Aftenposten gelesen, während der Fährüberfahrt. Nach dem Anlanden bin ich noch bis Å ganz im Süden gefahren, aber danach einfach mit Fotostops Richtung Norden zum angemieteten Haus gerollt. Und das ist tatsächlich ein ganzes Haus, mit eigenem Strand. Die Enkel scheinen das Haus der Grosseltern zu vermieten, die nicht mehr drin wohnen. Alles noch original eingerichtet, älterer Standard, funktioniert. Ich glaub, ich sollte mal ins Meer gehen. Ist ja eh hell, da kann ich auch nachts gehn. Sehr merkwürdig mit dem Tageslicht um 22:25 Uhr. Draussen machen die Möwen Lärm, der Wind pfeift ums Haus und der Regen prasselt manchmal. Aber sobald die Sonne rauskommt, wird alles sehr schön bunt und warm.

Auf den Reinebringen kommt man momentan nicht hoch. Ab so etwa 500moh (Meter über Meer) liegt überall Schnee, teilweise auch bis auf Meereshöhe.

Bodø

Ich hatte mal wieder Restferientage vom Vorjahr abzubauen, und Mitte bis Ende Mai liegen da natürlich die Lofoten am nächsten. Weil ich aber doch nicht gleich drei Tage Anreise und Abreise und ein Mehrfaches des Flugpreises zahlen wollte, bin ich seit langem mal wieder geflogen, ZRH-OSL-BOO. Die Swiss-Lounge hat ihr Menü nochmal nach oben geschraubt. In Oslo musste ich natürlich den Koffer erst abholen und dann raus aus dem Sicherheitsbereich und nochmal einchecken, obwohl der Koffer schon sein Gepäcklabel bis nach BOO hatte. Ging aber gut, der Flughafen ist ja nicht gross, aber doch noch grösser als Bodø, wo man quasi direkt übers Rollfeld läuft.

Anflug auf Bodø, 2022-05-14

Den Mietwagen hatte ich schon eher als meinen Koffer. Damit bin ich erstmal zum Comfort Hotel gefahren und hab die wegen eines Parkplatzes gefragt. Sie haben kein eigenes Parkhaus, also hab ich in der Strasse oberhalb den Parkomat mit der Mastercard gefüttert. Dann rein in den REMA1000 und erstmal alles an Lebensmitteln aufgestockt. Daheim hatte ich es ja tatsächlich mit einem kleinen Rösti-mit-Fonduekäse-Marathon geschafft, den Kühlschrank und den Tiefkühler leerzufuttern. Supermarktpreise wie daheim, und für Dezimalsystemgewohnte auch ein praktischer Umrechnungskurs von 1CHF:10NOK.

Danach ging’s gleich auf eine Wanderung mit zwei Geocaches. Hab lange keine Caches mehr gemacht, aber der Zähler steht jetzt bei 2997 — angefangen hab ich das vor 12 Jahren in Trondheim, da passt das mit dem Jubiläum ja. Die Wanderung zum Linken (Funkturm) war anfangs trocken, aber recht bald sehr nass, von oben und von unten. Dazu stürmische Winde, schroffe Felsen und immerhin nur einmal ausgerutscht. Die Barfussschuhe haben echt guten Grip auf nassen Felsen.

Blick Richtung Norden, vom Linken/Funkturm aus

Die Häuser sind wegen des bevorstehenden Nationalfeiertags am 17.05. schon flaggenmässig dekoriert und im Supermarkt gibt’s auch jede Menge Norge-Fanartikel, so wie bei uns vorm 01. August. Morgen geht’s dann um 13 Uhr mit der Fähre rüber nach Moskenes und in die erste airbnb-Unterkunft.

Torino

Eine der längsten Mehrtagesbahntouren hatte ich im Juni 2019, als ich in Rom war. Das ist drei Jahre her, und um die schon länger existierende Betrugsbekämpfungsidee doch mal weiter zu bringen, hatten wir jetzt das nächste Meeting bei der Reale Mutua in Torino. Das, was die europäischen Strafverfolger mit ihrem Schengen-Informationssystem schon haben, hätten wir ja als Versicherung auch gern, für gewisse (meist immobile) Objekte mit VIN. Dafür bin ich also am Dienstag gemütlich mit dem Giruno bis Milano und dann mit dem Frecciarossa bis nach Torino gefahren.

Wir haben neuerdings neue SIM-Karten für unsere dienstlichen Notebooks bekommen, Traffic in Europa/USA/CAN alles flat, aber nur 40GB mit Highspeed. Das bietet sich an, das grad mal auszuprobieren, ob es hält, was es verspricht. Innerhalb CH passt die Geschwindigkeit sowieso mit 5G, spannend wurde es ab Chiasso südlich, ich hatte nämlich noch zwei Teams-Meetings 13 Uhr und 15 Uhr. Ungefähr 5min nach Chiasso kam von Sunrise eine Benachrichtigungs-SMS, dass ich bereits für 150 Fr. Roaming-Datengebühren verursacht hätte und dass mein Zugang beim Erreichen von 300 Fr. Gebührenlimit abgestellt würde. Das war dann weitere fünf Minuten später 🙂 Ja Pustekuchen mit unlimited data. Hab dann erstmal im Sunrise-Business-Cockpit ein Datenpaket gebucht für 40 Fr./Monat, und gleichzeitig ein Ticket bei unserem Support aufgemacht, dass die sich drum kümmern sollen. Das Abo läuft ja nicht auf meine Kosten, sondern auf Firmenkosten, und es wäre schön, wenn nicht alle Benutzer erst in diese Falle reinlaufen, sondern auch wirklich für alle (3000? 5000?) Notebooks das per default freigeschaltet wird. Die Grenzwache hat mich nur eines kurzen Profiling-Blicks gewürdigt, Maskenpflicht ab der Grenze war dann auch.

Das zweite Meeting ging von Milano bis Torino online — unterbrechungsfrei, über normales 4G (kein Zug-Wifi), und das bei 300km/h. Da fragt man sich schon, warum das in Deutschland nicht geht.

Angekommen in Turin, gab’s einen kleinen Stadtrundgang, später dann Abendessen mit den Kollegen. Am Ende des Essens (Gericht: La nostra finanziera — Innereien-Eintopf, sehr gut :D) hatten wir eigentlich schon den dienstlichen Teil kurz mit erledigt, es kam aber dann doch noch ein ganztägiges Meeting am Mittwoch dazu. Ich hab wieder neue Leute aus dem eigenen Unternehmen kennengelernt und habe festgestellt, dass man sich auch in anderen Firmengebäuden hoffnungslos verlaufen kann.

Das Hotel war auch nicht weit weg vom historischen Zentrum, die Klimaanlage ging so halbwegs, nachdem ich interveniert hatte, aber es war zum Glück auch nachts noch recht kühl. Grossstadt, Wärme, viele Leute (Eurovision Song Contest 2022), ist nicht so mein Ding. Zwei Geocaches, bisschen Aussicht, Postkarten und Briefkästen (OSM: amenity=letter_box) suchen, Schokolade einkaufen und dann war der zweite Tag auch rum. Heute wieder retour, 1h Umsteigepause in Milano und dann schon dort quasi heimischen FFS-Boden betreten.

Wie beim letzten Mal oder auch im September 2021 war das Beste wieder die Sprachmischung. Die Italiener reden eigentlich nur Italienisch, und wenn sie Englisch sprechen, klingt es auch zu 80% wie Italienisch. Einer von Eurapco kommt von der Gothaer, der kann dann auch nur Deutsch und Englisch. Der andere von Eurapco kommt von der Mobiliar und kann CH-DE und DE und EN. Die zwei Betrugsleute der Mobiliar sind Westschweizer, der eine kann perfekt FR / IT und weniger DE/EN, der andere FR/EN und versteht DE/CH-DE. Und ich sitz ja auch noch rum und verstehe je nach Tempo und Inhalt bis 100% und passe mich sonst dem Gegenüber an.

(geschrieben und gesendet im Ceneri/GBT)

Spontaner Interrail-Passkauf

3 Monate erstklassig unbegrenzt in Europa schienengebunden herumfahren? Für 601 EUR? Geht: https://www.interrail.eu/de/50th-anniversary/next-stop-big-adventure-sale Interrail macht momentan einen Flash Sale, normalerweise würde das doppelt so viel kosten (was aber immer noch nicht besonders viel ist). Ich hab den Pass jetzt gekauft und kann frei entscheiden, wann er startet. Eine mögliche Reise: Sizilien-Narvik, schlappe 5000km. Bzw., ja, natürlich doppelt soviel mit Anreise und Rückreise. Der Pass gilt nicht im Wohnsitzland, was aber für mich keine Hürde darstellt. In anderen Ländern hat man da auch mehr Abstand zur Grenze. Die im FL haben’s auch gut (aber auch nur eine S-Bahn ins Ausland).

Ich vermute, eine Dienstreise Wil-London kriege ich da auch noch unter. Wird dann wieder spannend mit der Abrechnung, welchen hypothetischen Fahrpreis ich verwenden darf. Auch für viele kürzere Dienstreisen ins Ausland würde schon ein Interrail-Pass Sinn machen. Für die Fahrt nach Turin und retour diese Woche bin ich im Normalpreis bei 154 EUR — der 3-Tages-Pass 1. Kl. kostet 169 EUR.

Einbürgerung — Dependencies II

Im Nachhinein hätte ich es mir natürlich denken können — ich brauche noch Original-Geburtsurkunden der Kinder und eine Kopie der Reisepässe der Kinder. Also beschäftige ich gleich das Standesamt Magdeburg nochmal für 30 EUR pro Kind (1x Geburtsurkunde, 1x mehrsprachige GU, 1x beglaubigte Abschrift, irgendwas wird schon ausreichen). Jetzt ist nur die Frage, wie lange die brauchen, bis das bei mir ist, und ob dann nicht andere Dokumente schon wieder abgelaufen sind. Inzwischen kann ich mir gut vorstellen, dass Einbürgerungswillige mit anderen Nationalitäten bei solchen Formalitäten und vor allem Fristen abgeschreckt werden. Wenn der Heimatstaat nicht halbwegs technobürokratisch unterwegs ist, kann es da echt zu Schwierigkeiten kommen.

Einbürgerung — Dependencies

Bisher bin ich bei gut 20 Seiten DIN A4 für die Einbürgerungsunterlagen. Da kommt einiges zusammen.

  • Mantelbogen “Gesuch um Einbürgerung in der Schweiz” — der zieht alle Abhängigkeiten nach sich
  • Wohnsitzbescheinigungen aller bewohnten Gemeinden seit 2012 — okay, ist online bestellt, ist nur Uzwil und Wil
  • Betreibungsregisterauszug — ist online bestellt, steht eh nichts drin
  • ausführlicher handschriftlicher Lebenslauf in Form eines Aufsatzes — ist lesbar geschrieben, Füller geht noch
  • Kopien der Arbeitszeugnisse und Zwischenzeugnis des aktuellen Arbeitgebers — 5×2 Blatt
  • Passfoto 2x + 1x für den Mantelbogen — ist bestellt
  • Lebenslauf als ergänzende Angaben — ist ausgefüllt
  • Teilnahmebestätigung Staatskundekurs
  • Bewerbungsschreiben (=handschriftliches Gesuch mit Begründung, warum man eingebürgert werden möchte)
  • Kopie Reisepass
  • Kopie Niederlassungsbewilligung
  • Bestätigung über den registrierten Personenstand für ausländische Staatsangehörige (Form 7.13)

So. Das ist ja für einen Deutschen erstmal nichts Besonderes und auch gar nicht ungewohnt 🙂 Aber jetzt kommt ein cliffhanger: die Bestätigung über den registrierten Personenstand setzt voraus, dass ich im Schweizerischen Zivilstandsregister eingetragen bin. Dafür gibt’s eine Liste der Konferenz der Kantonalen Aufsichtsbehörden im Zivilstandsdienst (pro Land), wo drinsteht, was ich dafür heranschaffen muss. Das wurde mir am Telefon kurz gesagt und dann kam das Formular per Mail. Ich mag ja die Leute im Rathaus in Wil, man erreicht immer jemanden und die melden sich auch einfach schnell. Ich brauche als Nachweis der/des… :

  • Geburt: beglaubigte Abschrift aus dem Geburtenregister mit Hinweisteil und allfälligen Folgebeurkundungen, nicht älter als sechs Monate, ausgestellt durch das Standesamt des Geburtsortes
  • Ehe: Eheurkunde, ausgestellt durch das Standesamt des Eheschliessungsortes
  • Eheauflösung: Scheidungsurteil mit Rechtskraftsvermerk
  • Nationalität: Pass oder Personalausweis (Kopie)
  • Wohnsitzes: gültigen Ausländerausweis (Kopie)

WTF? Wozu brauche ich für ein Ereignis in der Vergangenheit (meine Geburt) eine aktuelle Bestätigung? Vielleicht dass ich in der Zwischenzeit nicht gestorben bin? Nur dann würde ich mich ja auch nicht ins Zivilstandsregister eintragen lassen. Oder dass ich wiedergeboren wurde und sich daher meine Registernummer/Steuernummer geändert hat?

Ich hab mal schnell alles, was ich da an Unterlagen vorliegen hatte, zusammengesucht und bin zum Rathaus gerollt (vorher Hose angezogen 🙂 ). Die Original-DDR-Geburtsurkunde von 1981 zählt nicht, ebenso nicht das Original von 2007. Die Kopie der Heiratsurkunde von 2007 zählt genauso nicht; es gibt aber nur ein Original und ich telefoniere mal noch mit dem Standesamt in Magdeburg für eine Eheurkunde (bisher geht da niemand dran). Das Scheidungsurteil wird so akzeptiert, tiptop. Auf den Hinweis, dass auf der Eheurkunde an Informationen nichts anderes draufstünde als was auch im Scheidungsurteil drinsteht (nur umgekehrt), wurde nicht eingegangen. Immerhin: keine Wartezeit und genau die Bearbeiterin gehabt, die mich auch angerufen hatte.

So leicht lasse ich mich nicht abschrecken, ich hab über 600 Schweizer Bahnhöfe fotografiert und bin ewig mit dem Schweizer Solarautoteam in der Welt herumgegondelt. Ich will beim Bürgertrunk in der Tonhalle endlich mal unten im Publikum sitzen und nicht nur auf der Bühne 😀

Badumbau Teil 11

Nach dem Abschluss der Arbeiten kommen die Reklamationen 🙂 Bodenbeläge okay, Wandbeläge nicht okay (hat mir der Wandbelag-Chef auch grad bestätigt). Hab ein nettes Mail geschrieben, nachdem die Rechnung kam, die zu 70% aus Arbeitsleistung besteht. Mal schauen, was er am Montag vor Ort dazu sagt. Solange das alles wasserdicht ist, ist es mir im Prinzip egal, weil die schlimmste Stelle sowieso unterm Waschbecken ist, wo man nichts davon sieht.

Witzig war aber dann noch diese Hohlleiste als (krönender) Türabschluss. Das muss man doch sehen, dass die total schief montiert ist? Ich hab bei der Übergabe nicht drauf geachtet, aber es war dann auch nur eine Sache von fünf Minuten, das zu korrigieren. Keine Lust, die Handwerker nochmal antanzen zu lassen, aber gemeldet hab ich das trotzdem. Leiste ablösen, reinigen, Silikon reichlich drunter (war grad noch vorhanden), aufkleben, fertig.

Solarbasteleien

Kaum ist das Bad fertig, geht’s mit Solar weiter, erstmal im Eigenbau, mit 100% Eigenverbrauch zum Ausprobieren. Das Panel ist ein Renogy mit 100W von hier: https://amzn.to/36XGReo. Gekauft habe ich es eigentlich in exakt der Grösse, dass ich es im Winter senkrecht auf den Fensterladen montieren kann. Aber jetzt wird’s ja erstmal warm.

Passend zum Panel gibt’s auf Aliexpress recht günstige Wechselrichter: https://www.aliexpress.com/item/1005003313764414.html für ungefähr 30 Fr. das Stück, plus Versand. Seit Jahren durfte ich mal wieder Einfuhrzoll zahlen, ich glaub die haben mich neuerdings wieder auf ihrer Liste 🙂 Aber auch so sind 55 Fr. brutto pro Netz-Inverter nicht besonders viel, mit Panel zusammen also etwa 150 Fr.

Bei aliexpress weiss man ja nie so genau, wann und was man kriegt. Beim Inverter musste ich bei der Bestellung die Nennleistung und die Anschlussspannung (120V oder 230V) auswählen. Letzte Woche kamen die Teile an:

Wechselrichter mit 120V statt 230V

Boah nö. Das ist ja nun mal die falsche Spannung für europäisches Netz und ich wollte jetzt nicht zum Testen des Inverters meinen Wohnsitz verlegen. Also hab ich ein Ticket aufgemacht. Direkt ein paar Minuten später hatte ich eine Antwort nach dem Motto “ist ganz einfach, öffnen Sie das Teil, hier ist ein Foto mit drei Lötstellen, die müssen Sie ändern, dann läuft der auf 230V, ich schick ihnen das noch per Email”. Da hatten sie wohl den richtigen Kunden erwischt, weil ich nämlich auch keine Lust hatte, die Teile zurückzuschicken.

Oben rechts eine Lötbrücke und noch eine weitere mit 120V (selber suchen) und unten links neben dem blauen Bauteil gab’s noch einen Widerstand zu versetzen.

Heute ist noch keine volle Sonne, aber es scheint (haha) sonnig genug, dass Panel und Wechselrichter die Anlaufspannung erreichen. Dachte ich. Der Wechselrichter ist fertig konfektioniert, nur ein Netzstecker muss noch dran, und, tadaa, wir haben ja hier verpolungssichere Steckdosen. Das spielt genau so lange keine Rolle, wie es einem egal ist, wo L und wo N ist. Meistens ist es wurscht, beim Wechselrichter aber nicht. Wenn man in eine Steckdose schaut, bei der der Schutzleiter unten ist (mittig ist er ja immer), ist L rechts, zumindest hat das die Stromerin neulich so abgenommen.

Ein Crossover-Stromkabel

Das Witzige war jetzt, dass der Wechselrichter mal auf grün ging, mal nicht; ich hatte verschiedene Verlängerungskabel dazwischengesteckt. Mit dem von mir selbstgebauten (Ex-Klimaanlagen-Anschlusskabel) ging es lustigerweise, und genau das war aber ein Crossover-Kabel. Nachdem ich das auf 1:1 korrigiert hatte, ging natürlich der Wechselrichter nicht mehr, also passen dessen Beschriftungen und Farben nicht. Dessen Anschlusskabel hab ich also auch noch geändert und jetzt läuft’s.

Panel in der Sonne

Natürlich will ich auch wieder Daten haben. Praktischerweise können die Sonoff POWR2 (mit Tasmota-Firmware) nicht nur Verbrauch, sondern auch Einspeisung messen, d.h. die vernachlässigen wohl einfach die Richtung des Stromflusses.

Jetzt sollte ich nur noch an die Phase mit dem Solarpanel alle elektronischen dauerlaufenden Geräte anhängen, damit der vollständige Eigenverbrauch gewährleistet ist. Mal schauen, was das Panel so an Energie insgesamt bringt, es ist auf alle Fälle sehr einfach anzuschliessen, wenn man ein bisschen aufgepasst hat in Physik. Der Wechselrichter wird wohl auch nicht ewig halten und ich werd ihn tunlichst auf einer feuerfesten Unterlage montieren 🙂

Badumbau Teil 10

Die nächsten airbnb-Gäste, die ihre Übernachtung schon im Dezember 2021 gebucht hatten, kommen heute. Gestern wurde die Duschwand eingebaut. Heute kommt überraschend doch noch die Glastür zwischen Bad und Gästezimmer. Timing!

Mein Lieblingssanitär Albert Junod macht sich jetzt schon einen Spass daraus, mich nicht mehr anzurufen, sondern mir ein Email zu schicken, wenn bei mir ein Handwerker vor der Tür steht. Ich steh nämlich dann üblicherweise weniger als eine Minute später bei ihm im Büro auf der Matte 😀 Und wenn bei ihm spätabends noch Licht brennt, kann ich auch einfach mal so vorbeischauen und Bauprojekte besprechen. Das ist echt viel wert. Wieviel, seh ich dann, wenn die Rechnung kommt.

Glastür und Co.

Die Gäste haben direkt mal Komplimente für die farbliche Gestaltung abgegeben. Na bitte. Fussbodenleisten und Türübergänge fehlen noch. Aber auch da konnte ich direkt auf Zuruf der mit den Hunden Gassi gehenden Isabelle Junod Bescheid sagen, dass sie dem Bodenleger Bescheid geben soll. Dorfleben 🙂

Badumbau Teil 9

Die Duschwand ist endlich da und wird wohl morgen eingebaut.

Die Stromerin war grad da und hat meine selbst durchgeführte Elektroinstallation durchgemessen. Alles problemlos, korrekt und vorschriftsgemäss. Auch die Abstände von nassen Teilen zu Steckdosen passen so. Die Deckenleuchte in IP44 fand sie auch super. Der Sicherheitsnachweis wird erstellt und an die TB Wil gesendet 😀