Le Prese — Tirano — Sondrio — Lago di Como

Nebenan rauschte das Wasser des Poschiavino, in der Nacht tröpfelte es leicht von oben, aber morgens war davon nichts zu bemerken. Das Zelt war eh nass vom Kondenswasser. Um 06:26 hatte mich der Pfiff des ersten Zugs nach Tirano geweckt.

Nach Aufstehen, Zeltabbau (wärmer als gestern) und zwei Birchermüesli kam ein angenehmer flacher Weg am Lago Poschiavo, woraufhin die rasante Abfahrt nach Brusio und Tirano folgte. Die 70km/h sind erreicht. In Tirano bin ich fix wieder auf den Sentiero Valtellina, aber der war heute nicht immer so gut wie gestern. Nach etwa 10km fuhr es sich schlammig und dann schwammig und ich hatte tatsächlich einen Platten am Hinterrad. Gut dass ich mich dagegen entschieden hatte, alles Werkzeug daheim zu lassen. Die Tagesplanung liess längere Pausen zu, also hab ich in Ruhe an der Tribüne eines Fussballplatzes einen neuen Schlauch montiert und den alten noch geflickt. Glasscherbe, jänu.

Auf dem Weg, der fast immer neben der Adda (Fluss) verlief, kamen mir besonders ab dem Nachmittag doch einige Leute entgegen. Witzig sind die wild gestikulierenden Rennveloitaliener, die lange vorher zu hören und lustig anzuschauen sind.

In Sondrio bin ich kurz zum Supermarkt abgebogen fürs Mittagessen, das ich dann wieder auf dem Sentiero in der zelttrocknenden Sonne verputzt habe. Danach kamen 2h fast unterbrechungsfreies Fahren.

Eine Alternative wäre der Terrassenweg auf der rechten Talseite gewesen, aber das klang so nach Höhenmetern. Das Tal ist sonst super zu fahren, sehr schön anzuschauen, wenn das Wetter mitspielt.

Gegen 15:20 hatte ich den Lago di Como erreicht, es fehlten jetzt nur noch 10 Strassenkilometer bis nach Dervio. Dort war der erste CP belegt, auf dem zweiten war aber Platz. 15 Euro und zwei Duschmarken. Man konnte auch kalt duschen, braucht jemand Marken? Heute mal Wellenplätschern neben dem Zelt statt Wasserrauschen, auch gut. Und es ist viel zu warm für meinen Schlafsack — aber logo, auf 2505m ist es frostig und jetzt auf ~197m gefühlt 20 Grad wärmer.

Plan für morgen: Fähre Varenna-Menaggio um 09:10, dann Strasse bis Como, weiter nach Chiasso, Melide und dann Camping in Lugano (beim Flughafen) oder Ponte Tresa, je nach Laune.

101km, 05:44h Fahrzeit, 277 Höhenmeter.

Le Punt — Umbrailpass — Tirano — Le Prese

Die Nacht auf dem CP war ruhig, nebenan rauschte ein Fluss und es gab Bodenfrost. Abfahrt gegen 08:30, subito Einstieg in die Passsteigung, also war ich schnell warm. Kalkuliert hatte ich 3h für 1100Hm, das passte auch. Leider hatte ich keine Sonne oben, sondern bedeckten Himmel und Wind. Der Blick nach links zum Stilfserjoch zeigte Schnee, und laut Plan wollte ich ja eh wieder runter. Mein Mini-Serpentinenfahren hat die Strecke von 13 auf 15km verlängert und entsprechend die Steigung reduziert. Ist angenehmer so als immer mit 10%.

Nach vielen numerierten Kurven/Kehren abwärts wurde es langsam wärmer, die Leitplanken waren nicht mehr verzinkt glänzend, sondern rostig braun und in Bormio gab’s einen Zmittagshalt, der sich auch zum Zelttrocknen eignete. Oben auf der Passhöhe war ja leider alles geschlossen. Velofahrer waren auch noch einige ausser mir unterwegs.

Ab Bormio bin ich meist auf dem Sentiero Valtellini unterwegs gewesen, einem etwa 2m breiten glatten Asphaltband abseits der Strassen und meist auch kreuzungsfrei, ähnlich wie der Tösstalradweg. Ab etwa 10km vor Tirano kannte ich die Strecke schon, von der Tour über den Passo del Mortirolo. Es waren kaum Leute unterwegs, mittlere Geschwindigkeit um 30km/h, ich hatte noch Höhenmeter zu vernichten.

Weil ich faul war und nicht wieder von 450 auf etwa 1000m rauffahren wollte, gab’s ab Tirano bis Le Prese die RhB. Der Zugbegleiter hat mich bei Erblicken meines Schwerlastgefährts gleich nach vorn in den niederflurigen Allegra geschickt — hätte ich auch allein so gemacht 🙂 Die Strecke auf der Strasse ist nicht sonderlich schön und ich seh sie ja morgen wieder, wenn ich via Tirano weiter Richtung Lago di Como rolle.

Übernachtung in Le Prese fast am Lago Poschiavo auf dem Campingplatz. Die Badeschlappen aus dem Nachtzug sind sehr praktisch (insb. auch leicht), weil ich in den neuen Veloschuhen nicht besonders gut laufen kann.

Nach einem 10km-Abstecher zum Shopping nach Poschiavo und einer Runde am Nordufer waren das heute 85km und 1200Hm in 6:08h Fahrzeit. Gestern zum Vergleich 37km, 938Hm und 3:11h Fahrzeit. Die Dusche läuft mit 50 Rappen 3min, ich war vorher fertig; der CP kostet 15.30 Fr., aber berechnet haben sie 16.80. Kleinkram, und ich hab es nur der Ordnung halber hinterher angeschaut. Immerhin bin ich den ersten neuen 100er problemlos am CP und den zweiten neuen Hunderter am Coop-Automat losgeworden.

Zernez — Pass dal Fuorn — Sta. Maria

Kann man in der Lotterie auch ein Ereignislos ziehen? So gestaltete sich jedenfalls die Fahrt bis Zernez. Einmal umsteigen nur in Landquart, drum hab ich ja den Startort so gewählt. Die neuen Taschen haben mehrere Vorteile: man kommt immer an fast alles ran, wenn man aufmacht, es ist nicht nur ein grosser senkrechter Sack wie ein Backroller. Bis 65km/h alles stabil, darüber mangels freier Strecke noch nicht probiert. Taschennachteil: man muss immer fast alles befestigen und schliessen, bei den Backrollern wirft man alles rein und kann quasi offenlassen.

Nach der Ausfahrt aus dem Vereina war alles sonnig, ich war schon zwei Stunden früher als geplant abgefahren, somit war genug Zeit, noch im Coop Nussbrezeln und Nusstorten zu kaufen. Für erstere haben die beiden Kassiererinnen aber wirklich alles gegeben, dass sie die auch in die Kasse tippen konnten. Fünf Minuten später hatte ich zwar zwei bezahlt, bin aber nur mit einer ungegessenen rausspaziert. Draussen hat mich noch jemand gefragt, ob das nicht un(!)bequem sei auf dem Liegevelo. So herum hatte ich die Frage noch nie gehört.

Ab Zernez ging es gleich aufwärts, mit stossweise mehr Verkehr, aber meist ganz okay. Nach 850 Höhenmetern war ich schon oben am Pass dal Fuorn (Ofenpass). Der letzte Kilometer hatte etwa 10% Steigung. Wegen Auskühlung bin ich fix wieder hangab weitergerollt. Die vordere Bremse hatte ich grad wieder durch die vorherige Julie HP ersetzt, weil bei der MT der Hebel kaputt war. Naja, Beläge hatte ich keine neuen mehr, also müssen die jetzt tun, die drin sind. Quietscht.

Die Taschen haben wegen der Breite auch den Vorteil, dass ich absteigefrei an der Leitplanke anhalten kann. Parallel fahren, stoppen, nach rechts kippen, fertig. An sonstigen Pfosten ging das vorher auch schon.

Nach 4h Fahrzeit war ich schon am Campingplatz in Sta. Maria angekommen, alles blitzsauber, geduscht, Meldeschein ausgefüllt, 17 Fr. bezahlt, fertig.

Meine Marschroute hab ich natürlich daheim gelassen, aber wichtig ist die eh nicht, das meiste ist im Kopf. Der tieftemperaturgeeignete Schlafsack ist diesmal dabei, nicht so wie im Val de Joux bei der Bahnhofsfototour mit Nachtfrost.

Als ich oben am Pass noch eine PET-Flasche zerdrückt und entsorgt habe, fiel mir wieder die Szene aus dem aktuellen Programm von Ursus & Nadeschkin ein, wo sie das als ein typisches Schweizer Geräusch bezeichnen. Stimmt, ist mir in Neuseeland genau so passiert. Ich hörte das auf einem Campingplatz und da wusste ich Bescheid, wo die herkommen.

Tourstart 08:56 Wil-Zernez (öV/elektromobil)

Nach einer mit 16kg Gepäck beladenen Ehrenrunde um den Weier geht’s jetzt los mit 1x Umsteigen nach Zernez. Die Taschen haben wirklich viel Platz, und beim Fahrverhalten merkt man es nicht negativ. Aber das war in Neuseeland ja auch schon so.

Wegen Regen- und Schneegefahr bleibe ich (geplant) nach Ofen- und Umbrailpass südlich und rolle weiter bis zum Lago Maggiore. Campingplätze scheinen vorhanden zu sein.

Tasche(n) probegefahren

Während die Solarautocrew schon wieder in Australien ist, hab ich derweil in Vorbereitung einer Pass-Camping-Fahrt die neuen Taschen probegefahren. Es geht echt viel rein 😀 Da asymmetrische Gewichtsverteilung beim Liegerad noch nie ein Problem war, hat mir nur die linke Tasche gereicht.

Interessierte Zuschauer bei der Feierabendrunde bei Schalkhausen.

Den vorderen Spanngurt hab ich auch noch praktisch und gewichtsarm angenäht, nur die Ortlieb-Aussentaschen werde ich direkt an den Sitz hängen. So ganz ohne Schnellzugriff-Fach ist das sonst unpraktisch beim Fahren. 

Der Plan ab Donnerstag: Zernez-Ofenpass-Umbrailpass-Tirano-Berninapass-Zernez-(Flüela mit Schnee?)-Davos-Prättigau-Landquart-Wil. Vermutlich werde ich beim zweiten Mal Zernez dann abbrechen, weil eine Passabfahrt bei 5°C und Schneeregen nicht so lustig ist. Alternativ ab Tirano südlich der Alpen weiter abwärts zu den Laghi di Como, Lugano, Maggiore.

CO2-Gesetz

Das CO2-Gesetz sieht ja schon mal ganz gut aus. Zusätzliche Abgaben, die aufgrund dieses Gesetzes entstehen, fliessen zur Hälfte als Rückerstattung pro Kopf an die Bevölkerung, die andere Hälfte geht in einen Klimafonds. 

Im Prinzip ist das sogar das, was ich als Mobilitätshandelssystem mal skizziert hatte, eben auf Kohlendioxid umgehängt und teilweise als Lenkungsabgabe ausgestaltet, nicht per Kontingent gelöst. Wenn jetzt jemand mehr fliegt oder sonstwie mehr Emissionen verursacht als ich, zahlt er dafür mehr und ich bekomme das dann zurückerstattet — bzw. da ja jeder Inländer die gleiche Summe zurückerstattet bekommt (ausser Nicht-Inländer), fallen für die Viel-Emittenten höhere Kosten an, als sie selbst zurückerstattet bekommen. Also sollten jetzt bitte alle nicht hier wohnhaften Ausländer ab Zürich abfliegen 🙂

Aber: wenn es dann plötzlich Millionen von lokal emissionsfreien schweren Elektro-SUVs auf den Strassen hat, werden wir schon noch sehen, dass man im Individualverkehr doch eine ausnahmslose streckenbezogene Mobilitätsabgabe braucht, die sich nach Fahrzeuggrundfläche (oder Volumen der konvexen Hülle des Fahrzeugs) und Gewicht bemisst. Fahrzeugmassen bis 50kg Leergewicht kosten nichts, darüber steigt es dann gern irgendwie linear oder exponentiell an. 

Blau-gelbe Hummel

Von Ortlieb gibt’s spezielle Liegeradtaschen. Zum Normalpreis sind mir die etwas zu teuer, aber für 120 Fr. und erstklassige umsteigefreie Abholung in Lausanne kann man die schon mal ausprobieren. Pro Tasche gehn 54 Liter rein 36 Liter rein, das ist fast etwa t soviel wie mit einem Backroller und einem Frontroller zusammen. Sie sind nur nicht tauchdicht, da sie ausnahmsweise mal keinen Rollverschluss haben. Aber Regen sollten sie aushalten, sind natürlich auch schwerer als nicht wasserdichte Stofftaschen.

Fette Liegevelotaschen, Wohnzimmermontage.

Entgegen den wunderschönen Farbvorschlägen im Velomobilforum (#3, #4) hab ich sie in knallgelb erstanden.

Hm. Aerodynamischer?

Ob sie aerodynamischer sind? Die ganze Fuhre wird damit im voll beladenen Zustand locker 20cm breiter (Lenkerbreite 60cm, mit Taschen dann 80cm), erinnert an Töff mit Koffer. Und für den jetzt wegen Taschenkollision abgebauten Flaschenhalter muss ich mir auch noch was einfallen lassen, ich trink sonst beim Fahren eh schon zu wenig. Vielleicht kommen Aussentaschen vorn dran, links feste Nahrung, rechts flüssige. Die Taschen haben vorne jeweils eine Langloch-Öse, so dass ich sie noch mit einem flachen Gurt querverbinden könnte, der unter meinem Rücken über dem Sitz verläuft. Eine Querverbindung hinten wäre einfach mit dem Tragegurt zu machen. Dann könnte man 

Jetzt sieht das aber schon irgendwie aus wie eine fette Hummel, es fehlt nur noch eine gelbe Sitzmatte. Alternative Bezeichnungen dann bumblebee, bourdon (frz.), bombo (ita.) oder tavan (rr-val.). Summen tut ja die Schaltung eh schon.

Nicht gleichmässig voll gepackt, da geht einfach zuviel rein. 80cm Breite insgesamt.

Säntisbegegnungen

Aufstieg zum Säntis, Blick zum Tierwies

08 Uhr aufgewacht, 08:56 gepackt im Zug mit vielen anderen Leuten Richtung Säntis, 10:13 Abmarsch Schwägalp, 11:30 Pause Tierwies (siehe Foto), 12:43 Ankunft Gipfel.

An einem Sonntag bei diesem Wetter war das eine regelrechte Völkerwanderung auf den Gipfel, es gab viele Staus an den Engstellen, aber es gab trotzdem noch genügend freie Plätze um den Gipfel herum. Im Freiluftrestaurant hatte ich zufällig Janik getroffen und als der mit seiner Equipe wieder verschwunden war, setzten sich zwei junge Thurgauer und zwei ältere Leipziger an den Tisch. Sehr interessante und sachliche Diskussionen entspannen sich bei bester Aussicht und einem Möhl auf dem Tisch. Ich hab aber nur zugehört und mir meinen Teil dazu gedacht 🙂

Ein ernüchterndes Resultat von letzter Woche: die Strecke von 28km zwischen Weisslingen und Wil, die ich mit dem Liegevelo bequem in 1:21h fahre, hab ich mit meinem Patria-Postvelo ebenso gemütlich (aber nicht bequem) in 1:16h absolviert, mit 10kg Gepäck und nur etwa 3.5bar Pneudruck. Gut, danach gab’s halt zwei Tage Muskelkater im Rücken und die Handgelenke und Ellbogen haben sich auch beschwert. Passt schon, muss wohl mal das Liegevelo doch noch tieferlegen bei Gelegenheit 😀

Nicht zu vergessen die beste Politgeschichte der letzten Zeit mit jööö-Faktor: https://www.nzz.ch/schweiz/wieso-christian-levrat-die-maturfeier-seiner-tochter-nicht-verpasst-hat-eine-schoene-schweizer-politgeschichte-ld.1508168 Man stelle sich das entsprechend mal mit deutschen hohen Politikern vor am jeweiligen Rand des Parteienspektrums.

Classic-Openair Wil 2019

Seit Anfang Jahr proben und planen wir schon fürs diesjährige Classic-Openair. 2013 hatte ich hier mal kurz erwähnt, 2016 war das letzte mit viel Verdi, jetzt eben Ausschnitte aus vier Puccini-Opern: Le Villi, Tosca, Madama Butterfly, Turandot. Tosca kenne ich seit 2001 von den Wernigeröder Schlossfestspielen eh schon komplett und sie gefällt mir von den vier Opern auch immer noch am besten. Vor der Pause kommt der Schluss von Tosca und es kommt dann direkt das Gefühl, dass jetzt das Openair vorbei ist (vor allem wenn’s kalt und dunkel wird und luftet), aber nein, es geht ja nach der Pause noch weiter und zieht sich in die Länge.

Die Aussicht von unten. Werkhof und Zivilschutz haben beim Tribünenaufbau wieder ganze Arbeit geleistet.

Diverse Presseartikel kamen auch schon und kommen noch (Tagblatt von heute 15.08.), gestern an der gelungenen Generalprobe wurde fleissig fotografiert. Puccini kommt in einem stinkenden lauten Oldtimer mit TG-U-Kontrollschild angefahren — im Stadtsaal als Ausweichdestination mit einem ebenso hässlichen Velo, aber immerhin 🙂 Beim Aufbau und Materialtransport hab ich wieder neue Militär- und Zivilschutz-Depots in der näheren Umgebung kennengelernt. Die sind tatsächlich überall.

Mit dem neuen Cello kann ich endlich auch die beste Tosca-Cello-Stelle (ohne Gesang hier, ist eh besser :-P) mit vernünftigem Klang spielen. Das hat sich schon schnell bezahlt gemacht bei der Spielfreude. Mit dem alten hätte ich die 1. Stimme gar nicht spielen wollen.

Jetzt noch auf gutes Wetter hoffen, wobei bei der Sonntagnachmittag-vorstellung gut eher bedeutet, dass es bedeckt ist, sonst sitzen wir mindestens im ersten Teil voll in der Sonne. Nebenbei hab ich bei der Stadt Wil noch im jährlichen Wettbewerb zum Geschäftsbericht den ersten Preis gewonnen: ein Tonhalle-Abo mit sechs Vorstellungen. Tonhalle-Chefin = Classic-Openair-Gesamtleiterin, man kennt sich halt hier irgendwie 🙂

Tickets: auf der Webseite https://classicopenairwil.ch/ oder einfach abends vorbeikommen, es sollte immer noch verfügbare Tickets an der Abendkasse haben.

Speichenfehler

Auf der heutigen morgendlichen Rund durchs Tannzapfenland machte sich ab etwa 50km/h auf der teilweise brandneuen und topfebenen Strasse zwischen Mühlrüti und Fischingen ein ganz leichtes Hoppeln im Vorderrad bemerkbar. Ein Seitenschlag war von oben nicht erkennbar und dank Scheibenbremse auch keine schleifende Bremse.

Unten im Tal kam ich noch in die Schweizer Meisterschaft im Radrennen rein, hab mich aber nicht gross mit den Papageientrikots angelegt, weil ich vor der Hitze ja schon wieder daheim sein wollte.

32 minus drei Speichen

Nach kurzer Begutachtung des Vorderrades stellte sich doch tatsächlich heraus, dass ich wohl schon seit einer Weile überflüssigerweise drei Speichen zuviel durch die Gegend fahre. Alle auf der Bremsscheibenseite gebrochen, vielleicht ist die grosse Scheibe im kleinen Rad doch keine so gute Idee. Ich werd wohl mal ein paar Speichen mehr kaufen und das ausprobieren müssen, ob es bei einer brutalen Vollbremsung anfängt zu klimpern 😀