Badumbau Teil 8

Die Wandbeläge sind dran, am Donnerstag und Freitag war spachteln, schleifen, verputzen, schleifen, verputzen angesagt. In dieser Qualität hätte ich das sicher nicht in dieser Zeit hinbekommen. Heute kam vormittags Farbe dran und nach dem Mittag auch noch mal. Puh, ging das fix. Die Decke ist fertig, die Wände können die Kinder dann noch fertigstellen, Farbe hab ich mir gleich liefern lassen. Gestern hatte ich nachmittags Langeweile und hab die Leerrohre mit entsprechenden Drähten für die Verkabelung befüllt — ganz schöne Fummelarbeit, aber die muss ja eh gemacht werden. Nebenbei hab ich den Bad-Vorraum schon angeschlossen und die Lampe dort montiert.

Nachdem ich die Steuererklärung heute vollständig digital abgegeben habe, hab ich noch Bad-Deckenleuchte und Schalter/Steckdose angebaut und verdrahtet. Es tut alles so, wie es soll, und in der IKEA-Lampe, die eh schon Zigbee hat, hab ich auch noch das Sonoff-Relay für den Spiegelschrank IP44-wassergeschützt untergebracht. Alles natürlich, ohne den Strom abzustellen. Die Stromerin hatte sich eh gefreut, als sie meine FI-Schalter im Sicherungskasten gesehen hatte.

Jetzt fehlen nur noch: die Wandversiegelung in der Dusche, Kitt, Scheuerleisten, Bodenübergänge, Dusche, Armaturen, Waschbecken, WC, Heizkörper, Glastür und Zarge. Heut morgen hab ich auch per Oberarmpiks wieder von Pfizer auf Moderna gewechselt, das dreht mehr und mein Zertifikatsammelheft muss doch noch voll werden 😀

TCO ECM Elektronika II

Ein bisschen rechnerische Statistik für die Kaffeemaschine, die ich hatte:

  • Gekauft: Oktober 2018
    • 1600 Fr.
  • Verkauft: Januar 2022
    • 950 Fr.
  • Wertverlust 650 Fr. in 39 Monaten

Jetzt interessiert ja eigentlich eher der Kaffeepreis, der sich aus mehreren Komponenten zusammensetzt:

  • Wertverlust
  • Kaffeebohnen
  • Strom/Energie
  • Sonstiges
  • (Wasser ist vernachlässigbar)

Zwei Espressi am Tag im Schnitt über 39 Monate (mal mit Besuch, mal abwesend) macht 2340 Portionen. Pro Espresso gehen bei der Maschine etwa 10g Kaffee durch, d.h. etwa 23.4kg Kaffeebohnen. Bestellt hatte ich die immer direkt bei blasercafe suisse in Bern für 95 Fr./5kg. Macht 445 Fr. für den Stoff.

Dazu kommt Strom, den ich per mystrom-Zwischenschalter direkt gemessen habe: 570kWh bei im Mittel ungefähr 23 Rp./kWh = 131 Fr.

Position Sonstiges: Entkalken, Mühle putzen, Entfetten, 30 Fr.

In Summe ist mal wieder der Wertverlust der grösste Posten, und das, obwohl ich die Maschine noch nicht mal neu gekauft hatte. Den Wertverlust hätte ich durch einen offiziellen Service mit Beleg vor dem Weiterverkauf um 300 Fr. verringern können, aber der Service hätte wiederum genauso viel gekostet.

Macht also summa summarum:

  • 650+445+131+30 = 1256 Fr. für
  • 2340 Espressoportionen
  • = 53.6 Rp. pro Espresso
  • Aufschlag für Cappuccino: 20 Rp. für 200ml Milch, Rest vernachlässigbar

Günstiger als irgendwo auswärts, aber auch ähnlich teuer wie Kapselkaffee. Aber ich trink jetzt einfach gar keinen Kaffee mehr und vermisse es auch nicht. Und nur für die nützliche Dampfdüsenfunktion oder für Gäste wollte ich die Maschine jetzt nicht mehr vorhalten — die können ja die Bialetti oder die French Press nehmen. Die Kaffeemühle ist hingegen noch vorhanden.

Badumbau Teil 7

Optisch geht’s jetzt schneller voran. Boden und Wände (also alles mit OSB) sind zugespachtelt und schon einmal grundiert. Morgen wird nochmal grundiert und dann kommen die Beläge drauf. Die Boden-Vinyl-“Fliesen” sehen tatsächlich aus wie Steine. Und es duftet im Haus nach diversen Lösungsmitteln.

Das Beste ist aber diese Trouvaille, leider ist der Rest jetzt schon wieder hinter den Wänden verschwunden:

Text/Pressemitteilung von etwa 1880 zum Bürgertrunk, wo wir ja auch jetzt noch jedes Jahr spielen. Die Bürgerwurst ist immer noch unveränderte Tradition 🙂

Badumbau Teil 6

Die Wände sind alle zu, die Decke auch, Duschwanne zum Anschluss und Einbau vorbereitet. Boden- und Wandbelag hab ich ausgewählt, das hat mit der Musterpalette ungefähr drei Minuten gedauert, jeweils Vinylbelag. Das durchs Bad verlegte Netzwerkkabel ist wieder an der Dose angeschlossen und tut auch wieder 1GBit/s trotz häufig unterschrittener Biegeradien.

Witzig war dann die Aktion mit dem Einblasen der Dämmung. Ein paar runde Löcher in die fertigen Wände gebohrt, Schlauch angeschlossen und nach etwa einer Stunde waren 150kg Dämmmaterial fein überall verteilt. Der Schlauch ging mit Fernsteuerung direkt über den Vorgarten durchs Gästezimmer. Und der Staub kam überall ausserhalb des Bads aus den Ritzen.

Das meinte mein Luftreiniger zu der Partikelkonzentration *hust*. Normalerweise 001, bei übertriebenem Raclette- und Tischgrill auch mal auf 350, aber >500 hatte ich noch nicht. Das Isolierzeug sieht n bisschen aus wie Haggis.

Dabei fiel mir ein, dass Malerarbeiten in Eigenregie ja auch bedeutet, erstmal die Wände zu glätten und dann zu verputzen, bevor man streichen kann. Hm. Na ich hab ja auch einige Nur-Zuhör-Meetings in nächster Zeit 🙂 Morgen wird die Tür zum Flur fertig, die Wand- und Bodenbeläge kommen am Montag. Es werden dann wohl doch drei Wochen Baustelle am Ende.

Badumbau Teil 5

Nur die Decke ist noch offen. Der Lüfter wird doch neu (und leiser, weil mein Bett direkt obendrüber steht). Dass die neue Tür deutlich höher wird, sieht man inzwischen auch. Die alte bleibt noch so lang wie möglich drin, um den Dreck im Raum zu halten.

Manchmal frag ich mich schon, wieviel komplizierter das alles gemacht hätte, wenn ich kein zweites Bad hätte. Am Freitag hab ich noch einen der Sanitäre erschreckt, als ich beiläufig morgens meinte “ach, Heizung hab ich noch nachgefüllt, Druck war runter” — er dachte wohl, dass die Heizung undicht wäre und irgendwo Wasser rauslaufen würde 🙂 Dabei hatte ich nur wegen gluckernder Geräusche häufiger entlüftet und irgendwann hat halt das Wasser im Heizkreislauf nicht mehr gereicht.

Badumbau Teil 4

Die Wände schliessen sich wieder und das Zimmer wird kleiner.

Mir war zum Glück noch eingefallen, dass ich im Flur ja gerne überhaupt mal eine Steckdose hätte, momentan ist da gar keine. Das kam als Extrawunsch heute noch dazu, war aber kein Aufwand. Mittags waren schon überall an den Wänden Latten dran. Im WC-Kasten ist auch schon Verkabelung für eine Popodusche gleich mit drin, falls ich mal eine haben wollen würde. Interessant, was es alles so gibt.

Hinter die Aussenwand, an die der Heizkörper geschraubt wird, kommt noch Einblasdämmung, also so wie wenn man unter die Toppas noch feine Haferflocken mischt, damit’s nichts mehr durchlässt. Offensichtlich braucht man dazu einen Kraftstromanschluss — hab ich nicht, aber der Sanitär daheim und das Kabel ist lang genug. Bei mir laufen ja eh schon ständig Vertreter verschiedener Gewerke eifrig rein und raus und bringen oder holen was.

Badumbau Teil 3

Die Decke ist raus und ich hab den Dyson nach jeder Menge weggesaugten Staubs mal wieder gereinigt. Dessen TCO ist bisher echt gut, 10 Jahre, nur Anschaffungspreis, keine Folgekosten. Heut gab’s sonst keine Arbeiten weiter, es folgt wohl die Wiederverkleidung von Wänden und Decke. Der Deckenbalken ist jetzt nicht soooo schön, als dass es sich lohnen würde, den unverkleidet zu lassen und ihn abzuschleifen.

Badumbau Teil 2

Weiter geht’s. Das Bad ist schon mal grösser geworden und es ist erkennbar, wo die Dusche hinkommt. Der Spülkasten auch wieder neu montiert. Interessanterweise war genau an der Stelle, wo die Dusche hinkommt, schon unterflurig ein Abwasseranschluss für die Dusche verlegt.

Die Decke wird noch runtergeklopft und neu gemacht, es gibt auch einen neuen Handtuchhalter-Heizkörper (spontaner Beschluss, nicht in der Offerte). Mit der Stromerin hab ich heute besprochen, wie ich gern die Verkabelung hätte und sie hat dann von sich aus eine zentrale Verteilerdose vorgeschlagen, nachdem ich ihr die Sonoff-Relais gezeigt habe, die da auch noch rein müssen. Auf alle Fälle überall genug Adern drin für spätere Steuerungsfunktionen, die nicht über Funk laufen sollen.

Netter Nebeneffekt des mehrmaligen Heizkreislauf-Ablassens und -Wiederauffüllens: beim Heizkörper im Flur heizen zwei Rippen wieder, die vorher verstopft und daher kalt waren. Vielleicht kommen die restlichen drei noch verstopften auch noch. Und wo die Wand schon mal offen ist, lasse ich auch noch Leerrohre vom Hauswirtschaftsraum ganz unten in der (noch offenen) Wand bis oben in die Abstellkammer unterm Dach verlegen. Man weiss ja nie, wann man’s brauchen könnte.

Ohne Homeoffice wäre das alles deutlich aufwendiger zu besprechen 🙂

Badumbau Teil 1

Anforderungen

  • Ich hätte gern auf der airbnb-Gästeetage eine Dusche, so dass die Gäste wirklich ihr eigenes Bad haben.
  • Ausserdem wäre natürlich ein en-suite-Bad, wo man vom Gästezimmer direkt rein- und dann auch durchgehen kann, nett.
  • Die jetzige Eingangstür ins Bad wird auf >170cm Durchgangshöhe geändert.

Nach recht langer Wartezeit geht’s jetzt los. Wasser und Heizung abgestellt, Heizkörper und Leitungen abgeklemmt, und auf die Wände.

Gewählte Komponenten bisher:

  • satinierte Vollglastür zwischen GZ und Bad
  • Holztür zum Flur, eventuell mit satiniertem Bullauge oder Glaseinsatz
  • Grohe Thermostatarmatur
  • Eckdusche möglichst ebenerdig
  • sternförmige Elektroverteilung (vieradrig 🙂

Mal schauen, ob alles noch wie geplant geht, wenn die Wände komplett offen sind.

Staatskundekurs Teil 6/6

Bei der letzten Runde im Staatskundekurs war schon von vornherein klar, dass inhaltlich nicht mehr viel kommen würde, nachdem wir letzte Woche schon Budgets und ähnliches besprochen hatten. Es waren heute noch sechs Teilnehmer übrig, die jeweils einen Vortrag halten mussten und hinterher wollten/sollten wir noch in die Altstadt gehen zur Verabschiedung.

Alles dabei und infrastruktur-strategisch gut positioniert 🙂

Als Lesematerial gab es heute das, was man eigentlich schon am Anfang hätte austeilen sollen, find ich. Das Heftchen Der Bund kurz erklärt lag in einer älteren Version (und in drei anderen Sprachen) auch schon bei mir daheim rum. Bei den vielen Ämtern und Inspektoraten gefällt mir am besten das Eidgenössische Starkstrominspektorat und natürlich das Amt für Metrologie. Bei letzterem wäre dann der erste Satz nach der Begrüssung immer “nein, wir kümmern uns nicht ums Wetter”. Schöne Startseite haben sie zumindest:

Es folgten sechs Vorträge (einer von zwei Personen) über eine Etikettendruckfirma in Bazenheid, eine Autoteilefirma (Druckguss, DGS, kenn ich vom Bühler) in St. Gallen, die Heidi-Geschichte und das Heidiland, den Wiler Turm, das Alleeschulhaus und “Türkisch für Anfänger”. Es war zumindest sehr abwechslungsreich. Danach haben wir in die Altstadt verlegt — natürlich alle anderen mit dem Auto. Und dann haben sie sich wieder alle gewundert, dass ich mit dem Velo schon lange dort war. Wir haben dort noch eine Schnitzeljagd angefangen, aber ich hab meine Gruppe schnell verloren, weil ich permanent Einheimische zum Quatschen auf dem Wochenmarkt getroffen habe 🙂

Daheim ist das Zigbee-Smartgrid schon recht schnell eskaliert mit inzwischen 30 Geräten, davon 15 im permanenten Mesh. Die Sonoff-Relais sind super: günstig, einfach zu verbauen, klein und (bisher) zuverlässig. Und nachdem ich gestern in einer fünfstündigen Aktion eine Deckensteckdose (3x, 1x mit Licht geschaltet) Unterputz (!) montiert und beschaltet hatte, fiel mir heute morgen noch ein, dass die Dreifach-Wechselschaltung in der Küche doch nur eine Kreuzschaltung sein dürfte. Beim Studium erklärt einem sowas ja niemand. Das hat dann nur noch eine Stunde gedauert, bis ich entsprechend Drähte gezogen und alles ordnungsgemäss und sicher (!) und bei Bedarf einfach rückbaubar verdrahtet hatte. Jetzt funktionieren alle drei Schalter wie vorher und ich kann zusätzlich die Deckenlampe auch noch über Zigbee schalten/abfragen, mit welchem Taster/Schalter/Aktor/Skript auch immer.