GA Wil Tag 4

Heute war der inhaltlich vorerst letzte Tag auf der Generalagentur und ich hab den vom Kundenkontakt her aus meiner Sicht wichtigsten Job mal eine Weile gesehen: den Verkaufssupport. Das sind die Mitarbeiter, die den ganzen Tag lang Offerten ausstellen, Briefe und Emails verschicken, Telefonate entgegennehmen, weiterverbinden, Dossiers bearbeiten und den Verkaufsberatern zuarbeiten. Von allen Seiten werden sie mit Inhalten bombardiert und spannend ist es, wie sie von den Systemen unterstützt werden. Wenn ein Kunde anruft, dessen Daten schon im System sind, wird gleich die Kundenbeziehung angezeigt, es ist sofort alles ersichtlich, was in der Vergangenheit angefallen ist, es können schnell und halbwegs unkompliziert Offerten gerechnet und Vertragsanpassungen vorgenommen oder Schadenfälle entgegengenommen werden. Es lohnt sich also, seine Mobilnummer bei der Mobiliar zu hinterlegen, weil man sich die Zeit spart, im Schadenfall erst noch seine Daten anzugeben, bis der Sachbearbeiter das Dossier aufrufen kann. Ich persönlich fang aber solche Telefonate sowieso immer erst mit der Kundennummer an, bevor ich irgendwas erzähle 🙂
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GA Wil Tag 3, Schäden

Die Mobiliar, Sonnenhofstrasse 5 in Wil, direkt am Bleicheplatz, vis-à-vis der AXA 🙂

Am zweiten Tag hatte ich die eine Seite der Versicherung gesehen, wo nämlich die Prämien herkommen. Am dritten Tag gab es die andere Seite, wo die Gelder wieder hinausgehen. Wir waren bei zwei Schäden vor Ort und haben uns genauer angeschaut, wie der Schaden (jeweils RSS – Regen, Schnee, Schmelzwasser) entstanden ist, was versichert ist, wofür andererseits z.B. nicht wir, sondern die kantonale Gebäudeversicherung zuständig ist und was auch überhaupt nicht gedeckt ist. Es gibt auch hier Pfusch am Bau von Handwerkern, das ist eigentlich die Quintessenz aus den Schadenbesichtigungen. Innerhalb der ersten fünf Jahre nach dem Bau bzw. der Installation sind die Handwerksbetriebe noch in der Pflicht bzw. haben auch das Recht, nachzubessern. Danach ist es dann einfach Pech, wenn der Schaden nicht versichert ist.
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GA Wil Tag 1 und 2

Das Versicherungsgeschäft ist doch spannender, als ich bisher dachte. Eben um das zu eruieren, habe ich mir eine Woche auf der Generalagentur (GA) Wil organisiert, wobei das auch mehr durch Zufälle und Kontakte zustandekam als über den offiziellen Weg. Aber wir sind ja im Leitbild die persönlichste Versicherung, es geht um Menschen und da sollte man das auch intern so leben.

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Edgar in St. Gallen / Bahnhöfe und Generalagentur

Mit Opern fing das Jahr an, mit Oper geht es sogar noch weiter. Vom Orchestervorstand aus waren wir am Samstag bei Edgar in St. Gallen. Nach anderthalb Stunden war es schon vorbei und ich war nicht unbedingt traurig darüber. Musikalisch hat es mich nicht vom Sitz gerissen, bei der Handlung hab ich sowieso nach einer Weile abgeschaltet, nur die Kulisse war natürlich beeindruckend:

Edgar, St. Gallen, Domplatz

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Wil-Bern-Wil mit Verzögerungen

20.Juni 2018, 07-22 Uhr.

Morgens musste ich nach Bern, Abfahrt 07:08, Termin um 09:30. Wegen eines Personenunfalls in Oerlikon gab’s Verspätung und der Anschluss in Zürich HB war auch weg. Der nachfolgende Zug kam auch noch +6 Minuten zu spät in Bern an. Das war alles unkritisch, es waren ja nur 3h von Tür zu Tür.

Witziger war die Rückfahrt am Abend.
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Belron/Egham Tag 2

Natürlich hatte das Hotel keine dicht schliessenden Fenster, so dass das Rauschen der M25 und der Lärm des Flughafens gut hörbar waren. Aber es gibt ja Ohrstöpsel. Die Busfahrten bzw. Busstandzeiten im Stau waren sensationell: über 30 Minuten Fahrzeit für 1.5km Strecke. Heute morgen folgte noch eine Busfahrt wieder in die andere Richtung, aber die hätte man auch noch schneller laufen können.

Ein Bus mit USB- und 230V-Steckdose, sehr gut.

Von den Vorträgen her war es heute auch okay, aber Futuristen sind nicht so spannend. Die nehmen irgendwelche bunten Bildchen von Hyperloop, fliegenden Taxis, Drohnen, projizieren Trends linear in die Zukunft und schreiben auch nur das weiter, was heute passiert. Ansonsten muss man wohl als Futurist nur noch ein paar Science-Fiction-Romane gelesen haben und fertig ist die Arbeitsbezeichnung.

Es gab noch eine Runde Design Thinking, die lustige Abart von vorgeblicher Kreativität, die aber auf Zwang nun gar nicht funktioniert. Man macht Brainstorming, schaut sich an, was rauskommt, schreibt das mit Stiften (mit viel Lösungsmittel) auf viele Post-Its* und klebt die an eine Wand, dann bepunktet man das, entwickelt einige Ideen weiter, macht das alles nochmal und am Ende kommt eine App raus. Oder irgendwas, was man ja gaaaaar nicht erwartet hätte, z.B. dass die Mobiliar mit Carglass zusammenarbeiten könnte. Der Kunde geht also mit dem Dachschaden der kaputten Scheibe zu Carglass, die nehmen das alles auf, melden uns den Kunden als Mobiliar-Versicherten und für den Kunden wird das eine ganz tolle Customer Journey. Da fragt man sich doch eher, warum das nicht schon lange so geht.

*ich bin mir recht sicher, dass das Design Thinking deswegen funktioniert, weil es von Post-It erfunden wurde und weil die Stifte eben viel Lösungsmittel enthalten; man müsste das mal mit verschiedenen Teams/Stiften A-B-testen.

Den andern Anwesenden war es zu kalt in Anzug und Jacke, für mich war es in Jeans und Polo-Shirt** genau richtig. Die lustigen britischen Akzente gab’s auch zur Genüge, aber die kann ich nicht nach Regionen auseinanderhalten. Das Gesieze der deutschen Versicherungskollegen ging mir mal wieder auf den Keks, aber nach konsequentem Duzen meinerseits sind sie irgendwann umgeschwenkt.

**Business-Casual-Dress für Informatiker: Jeans/Polo-Shirt
Business-Dress: Jeans und sauberes Polo-Shirt

Es gab auch mal wieder die elende Diskussion über Online-Schadenmeldeformulare. Da bin ich irgendwie entweder inzwischen zu alt oder zu pragmatisch: ich hab einfach keine Lust, meine ganzen Daten in irgendein Formular einzutippen, denn das dauert massiv länger, als wenn ich direkt bei Mobi24 (unserer Hotline) anrufe oder in Ruhe auf die Generalagentur gehe oder dort am nächsten Tag anrufe. Ich kriege eine direkte Rückmeldung, habe noch mit Mitarbeitern der persönlichsten Versicherung zu tun und ob die Schadenregulierung jetzt einen oder zwei Tage länger dauert, ist mir eigentlich auch egal. Sogar wenn ich mit dem Schadenformular schneller sein sollte, spart mir das vielleicht eine Minute pro Schaden, also eine Minute pro zwei Jahre oder noch seltener. Das ist einfach immer unser versicherungstypisches Problem bei jeglichen Transaktionen (=Schäden) mit Kunden: sie sind selten und das soll ja auch so bleiben. Da wird es dann einfach schwierig, basierend auf vergangenen Daten irgendwas zu optimieren, weil es einfach zu wenige Daten sind.

Von Terminal 2 hätte jedenfalls kein Weg zu Fuss hinausgeführt, wie ich heute bei der Anfahrt mit dem Taxi (vollbesetzt) festgestellt habe. Aber den Tunnel unter dem Flugfeld will man auch echt nicht laufen oder fahren, schon allein des Lärms wegen. Die Lufthansa-Lounge war okay, der Flieger hatte wegen Gewitter in Zürich verspäteten Abflug, der Zug ab Zürich-Flughafen fuhr pünktlich 🙂

Zufahrt zu Terminal 2, kein Zutritt mit Velo und zu Fuss.

Fazit Orchesterfestival

Das Orchesterfestival ist fast vorbei. Zum Abschlusskonzert schaffen wir es leider nicht bzw. es wäre recht knapp, danach noch pünktlich zum Flughafen zu kommen. Meine kleine Schiffsausflugreise hat niemand bemerkt, aber alle fanden sie gut. Es haben sich auch noch mehr Leute aus ihren Workshops ausgeklinkt. Wie ich gestern dann beim abendlichen Konzert gesehen habe, wäre ich das 18. Cello beim vierten Satz von Dvoraks 9. gewesen; Besetzung etwa 20-20-15-17-6 plus Bläser, wenn ich mich nicht verzählt habe. Da einige andere Schweizer Orchester noch dabei waren, trifft man immer dieselben Leute, so z.B. eine Zuzügerin, die auch bei der Regimentstochter in Wil mitgespielt hat. Oder man sitzt am Frühstückstisch, unterhält sich mit einem Posaunisten und nach einer Viertelstunde stellt man fest, dass wir beide bei der Mobiliar arbeiten 🙂
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Bergen-Ålesund-Bergen

Da ich auf die nächste Grossstadt nach Oslo nicht so richtig Lust hatte und doch irgendwie weg wollte, habe ich mir eine 42-stündige Auszeit organisiert. Die Hurtigruten fährt ja ab Bergen Richtung Norden und nach Studium des Fahrplans fiel mir auf, dass eine 14h-Fahrt bis nach Ålesund, dort ein 13-stündiger Aufenthalt und die Rückfahrt mit dem nächsten Postschiff über Nacht genau ins Programm passen würden. Also hab ich das gebucht und es hat sich gelohnt. In Bergen regnete es ja eh.
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Konzert in der Grieghallen

Der Tag begann mit Regen und es hörte auch nicht auf, schliesslich sind wir ja in Bergen. Aber wir hatten ja eh ein Konzert zu spielen.

Morgens um 07 Uhr an der Tramstation — Regen.

Wir waren zu zweit schon eher an der Grieghallen, um beim Aufbau für das Bergen Filharmoniske Ungdomsorkester mitzuhelfen. Die Techniker waren sehr gut drauf und man hat gemerkt, dass sie das schon häufiger gemacht hatten. Endlich konnte ich mal sinnvolle Handlangerdienste verrichten, von denen man hinterher was gesehen hat.
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