Die Wärmepumpe kommt

Handwerker, nach denen man die Uhr stellen kann, sind super. Ich hatte heute morgen einfach schon mal alle Türen und Fenster offengelassen zum Lüften und prompt stand irgendwann schon eine Kiste mit Material im HWR, ohne dass ich jemanden gesehen hätte, der das da hingestellt hat.

Gestern hatte ich schon in etwa 90 Minuten die IVAR-Wand abgebaut und alles freigemacht. Danach fiel mir auf, dass man die Wand ja mal streichen könnte und auch Kabelkanäle nötig bzw. praktisch sein könnten, also hab ich das noch den Tag über erledigt. Oben rechts in der Ecke ist die Einführung der Zweidraht-Telefonleitung, die wird ja wohl eh bald noch durch Glasfaser ersetzt.

Seit dem späten Vormittag sind auch schon die grösseren Teile da, nämlich der riesige Doppeltank (oben Brauchwasser, unten Heizungswasser) und die Wärmepumpe. In die Aussenwand und die Seitenwand des Raums kommen noch zwei Löcher für Zuluft und Abluft. Das Kondenswasser der WP wird separat nach oben gepumpt (links im Raum neben dem Tank ist zwar der Abwasser-Ablauf, aber der Rückschlag beim Spülen würde da beim Kondenswasser stören).

Die WP kann nur an oder aus: d.h. um da den Brauchwasserspeicher oder den Heizspeicher zu erwärmen, gibt es noch Ventile und Leitungen und eine externe Steuerung, die das übernimmt. Auf der Siemens-Steuerung steht was von LAN und sie hat auch eine SD-Karte, das werde ich mir noch genauer anschauen, vielleicht kann ich mir da ganz bequem Messwerte abholen. Der Raspi von der Gastherme wird ja jetzt frei und könnte was neues übernehmen.

Mit dem Abklemmen des Heizkörpers im kleinen Zimmer obendrüber hab ich mich doch noch zweimal umentschieden. Mich stören da einfach die Leitungen und für die wenigen Tage, wo da mal jemand in der Heizperiode drin sein könnte, tut es auch ein Elektroofen. Das war meine Einstellung vorher. Dann haben wir besprochen, dass man zumindest den Abzweig von der Hauptheizleitung zum Heizkörper oben im Zimmer machen könnte, nicht unten im HWR, und den Heizkörper also doch wieder anklemmt. Als wir uns das dann oben angeschaut haben und ich meinte, dass ich das Zimmer eh (als Idee) noch komplett sanieren und mit Bodenheizung haben möchte (vielleicht 2027), war dann der Hinweis doch sinnvoll, dass wir dann den Radiator doch abklemmen und unten im HWR aber schon T-Stücke für den zukünftigen Anschluss der Bodenheizung vorsehen könnten. Also doch Heizkörper abklemmen, wie ich es eigentlich vorhatte, nur noch optimiert 🙂

Der E-Heizstab wird wieder mit eingebaut, die Ecke im HWR bekommt Anschlüsse für ein Waschbecken, die Leitungen werden möglichst nah an der Wand verlegt. Die Gasleitung wird abgeklemmt, dann kommt nochmal jemand von den TB Wil und prüft das und dann bin ich die 7 Fr. im Monat Zählergebühr los.

Meine Idee für den Umluftbetrieb (also die Raumwärme des HWR ins Warmwasser zu pumpen) wurde auch noch schnell besprochen: die 140mm-Rohre für die Aussenluft bekommen dazu jeweils T-Stücke mit Deckel und ich kann einfach bei Kühlbedarf die Deckel von einem auf das andere Ende des T-Stücks stecken. Und wenn’s mir drin immer noch zu warm ist, muss ich halt einfach lange heiss duschen und damit die Wärme via Kanalisation loswerden — vielleicht bei Dürre aber nicht die beste Option.

Die WP selbst wird relativ weit unten angebaut: meine Massgabe war, dass ich das Fensterbrett dann mit einer Arbeitsplatte verbreitern kann und alles untendrunter sein sollte. Der Raum ist ja im Winter frostfrei, da passen Pflanzen hin.

Eckenabriss HWR

Der provisorische Einbautermin für die Wärmepumpe ist auf “nach meinen Ferien” provisorisch fixiert, also ab dem 10.08. Aber ich war ja schon bisher nicht untätig. So eine WP braucht etliche Leitungen. Strom direkt ab dem Schaltschrank im Keller hatte ich schon im September in einer anderen Aktion (Leitungsverkürzung WWe) bis in die Ecke der WP gebracht. Abwasser ist schon da, und die Leitungen für WW und VL/RL der Heizung sind auch da. Aber was noch fehlte: der Kaltwasser-Zulauf. Nach zwei erfolglosen Probebohrungen in die Wand habe ich beschlossen, die Wand nicht weiter zu perforieren, sondern eine andere Lösung zu suchen.

Hier im Bild ist der Zustand vorher: Regale vor der Nische, in der zur Zeit die Waschmaschine steht. Das frisst alles extrem viel Platz. Aber irgendwo da in der Ecke muss ja der Kaltwasseranschluss sein. Was man auch sieht: die vielen (von mir 2020 isolierten) Rohrleitungen, die kreuz und quer durch den Raum laufen. Viele davon verschwinden jetzt ohnehin, aber die, die bleiben, sollen zumindest noch an den Rand des Raumes. Die Überlegung war aber erstmal, wie ich jetzt das Kaltwasser von der Waschmaschinen-Ecke zur Wärmepumpe (rechts, ausserhalb des Bildes) bringe.

Und das einfachste ™ ist natürlich ein Abriss der gesamten Ecke. Zumindest lief es schlussendlich auf diesen hinaus.

Zuerst habe ich mal genauer angeschaut, was da so überall an Leitungen verläuft, und die Decke in der WaMa-Nische aufgemacht. Ich vermute, das war mal ein WC. Alles super pfuschiger Zustand, Elektroleitungen alle Aufputz, oben für Elektro in die Balken gesägt, der Rundum-Spritzschutz war mal dunkelgrün und wurde einfach nur überstrichen, der Boden auch super hässlich. Aber: alles Trockenbau mit Spanplatten, d.h. gut abreissbar 🙂

Nebenbei: wie ich auf die Idee gekommen bin, weiss ich gar nicht, aber es gibt kleinere Waschtrockner. Der derzeitige hatte 8kg Fassungsvermögen, was zwar nett ist, was ich aber seltenst brauche. Irgendwo muss aber eine WaMa im Haus hin und witzigerweise gibt es Geräte mit kleineren Aussenabmessungen, d.h. 70cm hoch und nur 50cm tief, wo dann aber auch ganz gute 5kg Wäsche reingehen. Tja, und so ein Waschtrockner steht jetzt perfekt eingepasst im unteren Bad:

Damit war ein Platzproblem schon mal gelöst, ohne grössere Umbauten, und eine bisher ungenutzte Lücke wurde perfekt gefüllt. Der alte Waschtrockner ging per tutti innerhalb von weniger als 24h über die Schwelle und ich hatte einen Kubikmeter mehr Luft.

Weiter im HWR konnte ich jetzt nach und nach alles abreissen, und bis auf einen dem Hitzschlag zum Opfer gefallenen FEIN Multimaster 500 haben alle Werkzeuge und Körperteile verletzungsfrei mitgemacht. Das kurze Brecheisen vom Hornbach war das perfekte Werkzeug dazu. Sämtliche Balken sind jetzt nagelfrei im Keller eingelagert für zukünftige Projekte.

Zwischendurch war noch Konzert in Flawil, aber die Abrissarbeiten haben allein schon drei volle Tage gedauert. Es war keine einzige Schraube verbaut, alles war genagelt und sehr solide (im Gegensatz zu den Aufbauten).

Nach der Zwangspause wegen kaputtem Multimaster ging es dann weiter: erstmal die aufgeklebte Wandvertäfelung weg, dabei keine Leitungen kaputtmachen. Ausserdem schon mal anfangen, die Decke sauber und ordentlich zu verschliessen. Das war eine ziemliche Puzzle-Arbeit, aber mit der eingerichteten Holzwerkstatt im Keller, Hilfskonstruktionen und passenden Werkzeugen war das nur eine Zeitfrage.

Die Stromführung im Haus ist abenteuerlich. Die dreiphasige Leitung, die immer in der Ecke oben herumfliegt, versorgt auf einer Phase den Geschirrspüler/Quooker, auf der zweiten die Steckdose in der Küchenecke und die dritte Phase ist unbelegt bzw. da hängt jetzt die Steckdose dran. Die Leitung kommt vom Schaltkasten im OG und wurde einfach Aufputz im HWR verlegt, nach ein paar Löchern in der Wand vorher.

Aber erstmal setze ich unten noch eine weitere Dose, damit die Leitungsverlegung in den Keller noch etwas besser wird. Hinter der Wand ist die Nische in der Küche:

Jetzt habe ich da in der Ecke unten also noch einen zweiten Anschluss, der direkt aus dem Keller kommt. Und genau in der Dose unten könnte man auch noch weitere Drähte bis in den Keller ziehen, um eine E-Auto-Ladestation aussen ans Haus zu bauen. Vielleicht kriegen wir ja mal dynamische Stromtarife, damit sich so eine Rollbatterie für mich lohnt.

Nach dem Wiederverschliessen der Wand kommen jede Menge kosmetische (also eher additive statt subtraktive) Arbeiten, Verputzen, Schleifen, Streichen. Das macht viel Spass, weil man hinterher direkt sieht, was man geschafft hat.

Was ich mir jetzt noch überlegen müsste: wie ich den Boden in der Ecke gestalten will. Die Nische war mit einem Holzaufbau auf den originalen Betonboden gestellt, wobei dessen enorme Schiefe dabei ausgeglichen wurde, etwa 3cm Höhenunterschied auf 1m Breite. Die beste Lösung wird wohl sein, da das Bodenniveau mit Beton anzugleichen, dann hat der HWR auf voller Breite eben eine Stufe (bzw. die habe ich schon mit einer Rampe befahrbar gemacht). Aber erstmal ist jetzt der Weg frei für die Leitungsverlegung, wobei ich die Elektrik schon mit Kabelkanal ordentlich verlegt habe. Alles kann oben in der Raumecke verlaufen und wenn ich Lust habe, kann ich das auch noch hübsch verkleiden und streichen (natürlich kommen da auch Netzwerkkabel und ein Leerrohr rein).

Der anfallende Dreck war enorm, überall ist eine dicke Staubschicht drauf und ich hab auch gern mit Gehörschutz, Schutzbrille und FFP2 gearbeitet. Zum Glück hab ich die Kühletage weiter oben, bei dem Wetter wüsste ich sonst gar nicht, wo ich hin sollte. Der Bastelkeller ist inzwischen aber schön ausgetrocknet, Luftfeuchte um die 45% und 23°C, der wäre noch eine Option, aber ist voller Späne 🙂

Entsorgung nach Zerkleinerung: via normale Kehrichtabfuhr, es sind halt einfach ein paar mehr Säcke gewesen.

Wärmemengenzähler fertig

Da ich ja schon zwei separate Wasserzähler habe, deren Durchfluss ich auslese (einen für warm, einen für kalt), hab ich mir jetzt noch in Vorbereitung für die Wärmepumpe überlegt, das direkt zu einem Wärmemengenzähler aufzurüsten. Von der Verlustmessung an der Warmwasserleitung hatte ich eh noch einen ESP8266 mit zwei Temperatursensoren rumliegen, also hab ich zu dem noch einen Impulszähler mit Pullup-Widerstand hinzugefügt. Die Temperatursensoren kommen an den Vor- und Rücklauf der Heizung und über Durchfluss plus Temperaturdifferenz sollte sich die ins Heizsystem eingebrachte Wärme berechnen lassen. Den Energieverbrauch der Wärmepumpe messe ich ohnehin, da bin ich dann für die Berechnung der Jahresarbeitszahl nicht auf irgendwelche komischen und/oder nicht auslesbaren Daten der WP angewiesen. Und: neue Live-Daten im Grafana 🙂

Ich hoffe, das mit der Anzahl Impulse haut so hin. Bei 300l/h Volumenstrom (das macht die Gasheizung jetzt in etwa) sind das 5l/min, also 20 Impulse pro Minute = alle drei Sekunden ein Impuls, und das Dreifache davon sollte auch noch gehen, falls der Volumenstrom viel höher sein sollte.

Baugesuch Wärmepumpe genehmigt

Gestern kam das Einschreiben vom BUV, dass das Baugesuch für meine Wärmepumpe genehmigt sei. Das hat ja schon eine Weile gedauert, Einreichung war Anfang März. U.a. wollten sie noch ausgedruckte Unterlagen in dreifacher Ausfertigung haben, die sie sich dort auch selbst hätten ausdrucken können. Nun ja, dafür war’s immerhin gratis, vermutlich weil es eine Baubewilligung für Energiesparmassnahmen war. Der Verteiler ist auch witzig: das Schreiben geht an mich, den Projektverfasser (Junod), das Grundbuchamt (19kCHF), die TB Wil (vermutlich dann zum Anschluss und zum Gasabklemmen) und die Gebäudeversicherung. Das ist also alles sehr formell geregelt hier 🙂 Mal schauen, wann wir den Baubeginn hinbekommen. Überzeit und Gleitzeitsaldo hab ich genügend zum Abbauen.

Baugesuch Wärmepumpe

Im Januar hab ich mir die Offerte für die Wärmepumpe mal angeschaut. Das Prinzip ist immer noch dasselbe: kleine Pumpe, zwei grosse Speichertanks, Innenaufstellung mit Luftkanälen nach draussen. Gestern hab ich bei Junods Bescheid gesagt, dass ich jetzt meine Gasheizung bis im Herbst abgestellt hätte. Heute war das Baugesuch unterschriftsreif vorbereitet. Ich bin froh, dass ich mich darum sonst nicht kümmern muss. 19 Seiten ausfüllen ist schon viel, und jetzt bin ich gespannt, was da rauskommt und wie lange das dauert. Das könnte durchaus schon vor dem Sommer klappen mit dem Wechsel auf fossilfreie Heizung.

Im Winter wird dann der Strombedarf deutlich ansteigen (falls ich heize), im Sommer werde ich noch mehr Überschuss haben, weil ich Warmwasser dann mit Wärmepumpe statt mit Heizstab mache. Und mal sehen, ob ich die Wärme fürs WW bei Bedarf auch aus den Räumen im Erdgeschoss nehmen kann, dann hab ich direkt die Kühlung mit dazu. Es ist ja nur eine andere Zu-/Abluftführung.

Das Blog ist inzwischen passwortgeschützt, das dürfte die meisten KI-Scraper vom Indizieren meiner (neuen) Inhalte abhalten. Passwort gibt’s per Signal bei mir (Email-Benachrichtigung ist nach wie vor angeschaltet).

Glasfaser die zweite

Die Bandbreite verfolgt mich immer noch. 2013 Glasfaser im Wohnzimmer, dann 2019 Glasfaser, endlich, dann nach dem Hauskauf 2020 Glasfaser-Schilderwald. Da ich aber ein Gratis-5G-Abo habe, was passenderweise Ende November ausläuft, bin ich momentan Von Glasfaser zu 5G unterwegs. First-World Problems.

Die Ist-Situation ist so, dass die Thurcom auf ihren Glasfaser-Leitungen das Monopol hat und niemand anders drauflassen muss. Das spiegelt sich auch in den Preisen, so dass mir 60 Fr. im Monat für Gigabit einfach zu viel sind (im Vergleich zu gratis 5G sowieso). Dass da etwas passiert, ist mir auch nach diversen nachgelesenen parlamentarischen Debatten klar: Glasfaseröffnung.

Heute kam unerwartet Post von der Swisscom bzw. dem von ihnen beauftragten Anbieter circet:

Drei Minuten nach dem Öffnen des Briefs hatte ich schon einen Rückruf auf meinen Anrufversuch und Antworten auf meine Fragen.

  1. ja, ich bekomme eine zweite Glasfaserleitung (yay!)
  2. nein, die kommt nicht im Keller rein, sondern dort, wo die Freileitung der bisherigen Kupferleitung ankommt
  3. ja, ich kann dann frei den Anbieter auf der Faser wählen
  4. ja, mein Nachname wurde auf Wunsch korrigiert und meine Telefonnummer hinterlegt
  5. Vor-Ort-Termin ist am Dienstag 04.11. nachmittags (also werktagsübermorgen), weil ich am 06.11. 14 Uhr keine Zeit haben werde 🙂

Die Einbausituation ist mit mir selbst schon geklärt: die Glasfaser kommt über die Freileitung im Hof an die Rückwand des Hauses. Oben in der Ecke vom HWR kommt sie rein, und genau dort kann auch die Glasfaserdose und die Glasfaser-Fritzbox oder das Netzabschlussgerät (optisch-elektrisch) hin. Wo die alte Kupferleitung im Haus genau lang läuft, ist mir unklar, auf alle Fälle kommt sie im Wohnzimmer an einer Dose raus. Vielleicht kann ich die zwei Drähte ja für was anderes verwenden 🙂

Dann schauen wir doch mal, ob die Thurcom ganz plötzlich ihre Preise senkt, wenn sie viele Wettbewerber bekommen. Bei green.ch kann ich 2.5 GBit/s für 40 Fr. im Monat kriegen, bei init7.ch sind es 44 Fr. für 1 GBit/s. Und je nach Anbieter halt regelmässig Werbeangebote für Neukunden mitnehmen — mir ist der Anbieter egal, ich brauch nur Bitstream, keine sonstigen Dienste, aber das möglichst schnell 🙂

Bodenheizung: fertig

Bisher wusste ich ja nur von meiner Automatisierung daheim, dass sämtliche fünf Tage der letzten Woche an der Bodenheizung und am neuen Plattenboden gearbeitet wurde. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Wenn ich zur Haustür reinkomme und diese Fuge sehe, die sich direkt hinten zwischen den Schranktüren fortsetzt, weiss ich doch schon, dass sich da jemand vor dem Verlegen Gedanken gemacht hat 🙂 Von den 30 Fliesen (60×60) sind nur zehn in voller Grösse verlegt, alle anderen sind irgendwo verschnitten.

Die Bodenheizung funktioniert auch, der alte Heizkörper ist weg, jetzt muss ich da nur noch die Wand sanieren und verputzen. Der Anschluss war noch nicht 100% dicht, aber das wurde vorhin schon behoben. Das war in der Grössenordnung “drei Tropfen pro Tag”.

Hier sieht man schön das Fliesenschneiderpuzzlespiel:

Die Tür zum HWR muss ich noch kürzen, an der Ecke sieht man gut, dass der Boden 1-2cm höher geworden ist als vorher, dafür jetzt aber die Fliesen niveaugleich mit der Türschwelle abschliessen. Die insgesamt etwa 5cm mehr als vorher auf dem alten Fliesenboden merkt man auch sonst beim Bücken und der Arbeitshöhe, aber das hatte ich vorher schon berücksichtigt.

Die Heizung selber kostet nur 1’100 Fr., der Rest der Plattenarbeiten wird wohl mehr als Faktor 5 da drüber liegen; mal schauen, wann die Rechnung kommt. Im Moment haben wir ja noch den Eigenmietwert mit Liegenschaftsunterhalt- und Schuldzinsabzügen, abhängig davon, was am Sonntag rauskommt. Ich hab mit JA gestimmt, weil ich den Schuldzinsabzug einen völligen Fehlanreiz zur Verschuldung finde. Die anderen zwei Sachen halten sich bei mir persönlich in etwa die Waage – und so oder so: die Wärmepumpe dürfte als energetische Sanierung weiterhin ohnehin abzugsfähig bleiben, zumindest auf Kantons- und Gemeindeebene. Aber auch ohne Abzüge würde ich sie einbauen lassen, weil das ja völliger Unfug ist, beide Seiten in einem Krieg zu unterstützen 🙂

Natürlich sind mir in Abwesenheit noch lustige Umbauten eingefallen, die man hätte machen können: z.B. den Herd und dessen Schrank komplett wegnehmen und dafür in die Mitte des Raumes neu eine Kochinsel mit Tisch drumrum bauen. Aber es ist auch so gut, wie’s jetzt ist und ich werde noch ein bisschen über Phantomstufen stolpern.

Bodenheizung: die Rohre

Während ich 2300km weiter nördlich bin, gibt es daheim MQTT-Nachrichten meiner Bewegungsmelder aus der Küche und dem HWR. Pünktlich zum Wochenstart wurde die Bodenheizung verlegt und ich habe sogar unaufgefordert Bilder zugeschickt bekommen:

58m Leitung, 16mm Durchmesser, und meinen Wunsch, das Thermostat parallel zur Wand auszuführen, haben sie auch ausgeführt. Die Bilder kamen per Email mit CC: an den Plattenleger, der 20min später zurückgemailt hat, dass sie heute den Boden ausgiessen würden. Wiederum meldet mir die Home Automation, dass heute seit 07:15 Uhr fleissig gearbeitet wird und auch die Znünipause pünktlich beginnt und endet 🙂

Mein Ausflug in den Norden ist an sich gar nicht so teuer: 1000 Fr. pro Woche kriegt man auch daheim sehr locker ausgegeben allein für die Unterkunft; hier habe ich schon Unterkunft, Mietwagen und Flug mit drin. Das Teure an dem Ausflug ist dann eher der gleichzeitige Umbau daheim.

Leitungsverkürzung WWe

Beim Einbau des WW-Heizstabes hatte ich eine abenteuerlich 42m lange Elektroleitung vom Schaltschrank im Keller bis zum Heizstab verlegt, einmal bis auf den Dachboden rauf und dann wieder bis ganz runter in den HWR. Da ich jetzt sowieso den Küchenboden offen habe, dachte ich mir jetzt doch, dass ich ja im Zuge der Ahnenforschung direkt auch ein weiteres Leerrohr vom Keller in den HWR verlegen könnte.

Also los. Schubladen ausgebaut und in der Ecke mal die Abdeckung abgenommen (da ist ein Kubikmeter ungenutzter Leerraum dahinter). Rechts unten noch mit der Lochkreissäge einen Zugang geschaffen, damit hatte ich jetzt quasi Sedrun und Faido und konnte mit einem Doppelmeter, Kupferdraht und Tape nach und nach das Leerrohr durchziehen.

Damit hab ich die elektrische Leitungslänge vom Keller in den HWR um 30m verkürzt und die Leitungsverluste verringert 🙂 Das Leerrohr geht recht genau entlang der Gasleitung, am Ende hab ich es im Keller sogar mit Kabelbindern an derselben befestigt. Was länger gedauert hat, war, die 42m Leitung überall im Haus wieder heraus- und durchzuziehen. Die Leitung ins Leerrohr zu schieben ging mit ordentlich Silikonspray im Leerrohr sogar bergauf problemlos.

Von der Abzweigdose im HWR dann noch unter der Tür durch zum geplanten Standort der Wärmepumpe zu kommen, ist recht einfach. Den Betonboden kann ich aufmeisseln, ein Leerrohr reinlegen und das wieder zubetonieren. Eigentlich ist das auch gar nicht so wichtig, aber die WP an eine separate Sicherung im Keller anzuschliessen wäre schon ganz nett. Die Leistungsaufnahme wird dann ja sowieso auch einzeln gemessen.

Bodenheizung: der Plan

Eine gute Woche, nachdem ich mir beim Warten auf die Datenbank dachte “ach was soll’s, ich reiss jetzt mal den Fussboden in der Küche raus”, ist schon der Wiederaufbauplan fertig. Erstmal hab ich aber gestern alle Ränder sauber beschnitten und auch schon einige Schnittspuren weggeputzt. Neben der Gas-Wasserleitung könnte ich noch ein Leerrohr einziehen, müsste das nur noch in der Küche weiter unter der Treppe verschwinden lassen. Vom Keller in die Küche ging es jedenfalls recht einfach mit einem 60cm-Bohrer. In einem Jahr kann ich dann ja sowieso die Gasleitung als Leerrohr verwenden.

Heute war Besprechung mit Junod/Oertig und es ergab sich folgende Lösung: die alten Fliesen bleiben drin, darauf kommt ein dünnes Vlies, darauf werden die Wasserleitungen der Heizung montiert inkl. Verankerung im Boden, danach wird alles ausgegossen, oben Fliesen drauf, fertig.

Für dickere Bodenisolation ist leider kein Platz, und etwa 10 Quadratmeter Heizfläche sollten schon gut ausreichen. Der alte Boden ist nicht 100% eben, aber bei der Besprechung hatte ich Richtscheit und Wasserwaage parat, so dass wir sämtliche Zweifel direkt ausräumen konnten.

Der alte Radiator an der Wand kommt weg, an dessen Anschlüsse kommt stattdessen die Thermostatregelung für die Bodenheizung. Das gibt gleich eine ganze Wand mehr, wo ich dann sinnvoll ein Regal hinstellen kann.

Meine Anforderung für die Fliesen war “mit Cleats spurlos drüberlaufen”, das wurde auch so aufgenommen 🙂 Da kann ich mir noch ein paar Muster anschauen, es wird irgendwas helles.

Laut Plan ist das bis Ende September fertig, da lege ich mir also noch einen längeren Ausflug in den Kalender, so dass die Handwerker ungestört bauen können.

Die Abstimmung zum Eigenmietwert und der Abzugsfähigkeit u.a. solcher Sanierungen ist ja erst Ende September. Dieses Jahr geht das also noch gut. Ich konnte jetzt sogar schon elektronisch abstimmen: sehr gut gelöstes Verfahren, dauert vielleicht zwei Minuten anstatt einer Minute für die Briefwahl (plus zehn Sekunden Zeitverlust auf der Velorunde, weil man am Briefkasten doch anhalten muss).