Cromwell-Queenstown

20170320 Queenstown 19:00

Die Nacht war gut, etwas stürmisch, aber in meiner Cabin gut auszuhalten. Morgens habe ich mich noch mit zwei Neuseeländern unterhalten über das Liegevelo, sie wollten auch nach Queenstown…

Heute morgen habe ich meinen Tourplan angeschaut und entschieden, davon abzuweichen. In Queenstown sieht das Wetter halbwegs trocken aus, also fahre ich die schlappen 60km dahin schnell und mache dann einen Tag Pause. Denkste…

Eine Unterkunft dort habe ich via airbnb gebucht, auch gleich für zwei Nächte. 150$ die Nacht ist auch eine Ansage dafür, aber der Blick entschädigt für vieles.

Die Etappe selbst war ansonsten absolut zum Vergessen, die schlimmste bisher, sogar die 130km im Regen am zweiten Tag waren nicht so übel. Warum? Gegenwind. Gegenwind der übelsten Sorte. Man stelle sich einen Föhnsturm in der Schweiz (Brunnen am Vierwaldstättersee oder so) vor, verstärke ihn, mache ihn böig und dann fahre man gegen diesen an. Noch dazu habe ich auf dieser Etappe über 800 Höhenmeter gemacht, wohingegen es gestern über den Lindis Pass nur 750 waren. Es ging ständig rauf und runter, der Verkehr war recht stark und ein paarmal musste ich mich an Leitplanken festhalten, um nicht umgeweht zu werden. Fiese Stellen mit maximalem Gegenwind waren an Brücken oder Strömungsverengungen zu finden, da habe ich auch mal ein paar Minuten gewartet, um weiterzufahren.

Toll ist, wenn man im kleinsten Gang bei 4 Prozent Gefälle noch treten muss, um nicht ganz anzuhalten. Ganz brutal waren die 14 Prozent Steigung, als ich kurz vorm Ziel war, aber da hab ich den zweirädrigen Gepäckroller bergauf geschoben, was auch gut geht.

Morgen gibt’s eine Bootsfahrt auf dem See und einen Pausentag vom Fahren. Tendenziell sehe ich als nächstes zwei Etappen bis nach Te Anau und dann doch eher Ostküste statt Pass/Westküste.

Gesamtkilometer 790

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