Die Wärmepumpe kommt

Handwerker, nach denen man die Uhr stellen kann, sind super. Ich hatte heute morgen einfach schon mal alle Türen und Fenster offengelassen zum Lüften und prompt stand irgendwann schon eine Kiste mit Material im HWR, ohne dass ich jemanden gesehen hätte, der das da hingestellt hat.

Gestern hatte ich schon in etwa 90 Minuten die IVAR-Wand abgebaut und alles freigemacht. Danach fiel mir auf, dass man die Wand ja mal streichen könnte und auch Kabelkanäle nötig bzw. praktisch sein könnten, also hab ich das noch den Tag über erledigt. Oben rechts in der Ecke ist die Einführung der Zweidraht-Telefonleitung, die wird ja wohl eh bald noch durch Glasfaser ersetzt.

Seit dem späten Vormittag sind auch schon die grösseren Teile da, nämlich der riesige Doppeltank (oben Brauchwasser, unten Heizungswasser) und die Wärmepumpe. In die Aussenwand und die Seitenwand des Raums kommen noch zwei Löcher für Zuluft und Abluft. Das Kondenswasser der WP wird separat nach oben gepumpt (links im Raum neben dem Tank ist zwar der Abwasser-Ablauf, aber der Rückschlag beim Spülen würde da beim Kondenswasser stören).

Die WP kann nur an oder aus: d.h. um da den Brauchwasserspeicher oder den Heizspeicher zu erwärmen, gibt es noch Ventile und Leitungen und eine externe Steuerung, die das übernimmt. Auf der Siemens-Steuerung steht was von LAN und sie hat auch eine SD-Karte, das werde ich mir noch genauer anschauen, vielleicht kann ich mir da ganz bequem Messwerte abholen. Der Raspi von der Gastherme wird ja jetzt frei und könnte was neues übernehmen.

Mit dem Abklemmen des Heizkörpers im kleinen Zimmer obendrüber hab ich mich doch noch zweimal umentschieden. Mich stören da einfach die Leitungen und für die wenigen Tage, wo da mal jemand in der Heizperiode drin sein könnte, tut es auch ein Elektroofen. Das war meine Einstellung vorher. Dann haben wir besprochen, dass man zumindest den Abzweig von der Hauptheizleitung zum Heizkörper oben im Zimmer machen könnte, nicht unten im HWR, und den Heizkörper also doch wieder anklemmt. Als wir uns das dann oben angeschaut haben und ich meinte, dass ich das Zimmer eh (als Idee) noch komplett sanieren und mit Bodenheizung haben möchte (vielleicht 2027), war dann der Hinweis doch sinnvoll, dass wir dann den Radiator doch abklemmen und unten im HWR aber schon T-Stücke für den zukünftigen Anschluss der Bodenheizung vorsehen könnten. Also doch Heizkörper abklemmen, wie ich es eigentlich vorhatte, nur noch optimiert 🙂

Der E-Heizstab wird wieder mit eingebaut, die Ecke im HWR bekommt Anschlüsse für ein Waschbecken, die Leitungen werden möglichst nah an der Wand verlegt. Die Gasleitung wird abgeklemmt, dann kommt nochmal jemand von den TB Wil und prüft das und dann bin ich die 7 Fr. im Monat Zählergebühr los.

Meine Idee für den Umluftbetrieb (also die Raumwärme des HWR ins Warmwasser zu pumpen) wurde auch noch schnell besprochen: die 140mm-Rohre für die Aussenluft bekommen dazu jeweils T-Stücke mit Deckel und ich kann einfach bei Kühlbedarf die Deckel von einem auf das andere Ende des T-Stücks stecken. Und wenn’s mir drin immer noch zu warm ist, muss ich halt einfach lange heiss duschen und damit die Wärme via Kanalisation loswerden — vielleicht bei Dürre aber nicht die beste Option.

Die WP selbst wird relativ weit unten angebaut: meine Massgabe war, dass ich das Fensterbrett dann mit einer Arbeitsplatte verbreitern kann und alles untendrunter sein sollte. Der Raum ist ja im Winter frostfrei, da passen Pflanzen hin.

Eckenabriss HWR

Der provisorische Einbautermin für die Wärmepumpe ist auf “nach meinen Ferien” provisorisch fixiert, also ab dem 10.08. Aber ich war ja schon bisher nicht untätig. So eine WP braucht etliche Leitungen. Strom direkt ab dem Schaltschrank im Keller hatte ich schon im September in einer anderen Aktion (Leitungsverkürzung WWe) bis in die Ecke der WP gebracht. Abwasser ist schon da, und die Leitungen für WW und VL/RL der Heizung sind auch da. Aber was noch fehlte: der Kaltwasser-Zulauf. Nach zwei erfolglosen Probebohrungen in die Wand habe ich beschlossen, die Wand nicht weiter zu perforieren, sondern eine andere Lösung zu suchen.

Hier im Bild ist der Zustand vorher: Regale vor der Nische, in der zur Zeit die Waschmaschine steht. Das frisst alles extrem viel Platz. Aber irgendwo da in der Ecke muss ja der Kaltwasseranschluss sein. Was man auch sieht: die vielen (von mir 2020 isolierten) Rohrleitungen, die kreuz und quer durch den Raum laufen. Viele davon verschwinden jetzt ohnehin, aber die, die bleiben, sollen zumindest noch an den Rand des Raumes. Die Überlegung war aber erstmal, wie ich jetzt das Kaltwasser von der Waschmaschinen-Ecke zur Wärmepumpe (rechts, ausserhalb des Bildes) bringe.

Und das einfachste ™ ist natürlich ein Abriss der gesamten Ecke. Zumindest lief es schlussendlich auf diesen hinaus.

Zuerst habe ich mal genauer angeschaut, was da so überall an Leitungen verläuft, und die Decke in der WaMa-Nische aufgemacht. Ich vermute, das war mal ein WC. Alles super pfuschiger Zustand, Elektroleitungen alle Aufputz, oben für Elektro in die Balken gesägt, der Rundum-Spritzschutz war mal dunkelgrün und wurde einfach nur überstrichen, der Boden auch super hässlich. Aber: alles Trockenbau mit Spanplatten, d.h. gut abreissbar 🙂

Nebenbei: wie ich auf die Idee gekommen bin, weiss ich gar nicht, aber es gibt kleinere Waschtrockner. Der derzeitige hatte 8kg Fassungsvermögen, was zwar nett ist, was ich aber seltenst brauche. Irgendwo muss aber eine WaMa im Haus hin und witzigerweise gibt es Geräte mit kleineren Aussenabmessungen, d.h. 70cm hoch und nur 50cm tief, wo dann aber auch ganz gute 5kg Wäsche reingehen. Tja, und so ein Waschtrockner steht jetzt perfekt eingepasst im unteren Bad:

Damit war ein Platzproblem schon mal gelöst, ohne grössere Umbauten, und eine bisher ungenutzte Lücke wurde perfekt gefüllt. Der alte Waschtrockner ging per tutti innerhalb von weniger als 24h über die Schwelle und ich hatte einen Kubikmeter mehr Luft.

Weiter im HWR konnte ich jetzt nach und nach alles abreissen, und bis auf einen dem Hitzschlag zum Opfer gefallenen FEIN Multimaster 500 haben alle Werkzeuge und Körperteile verletzungsfrei mitgemacht. Das kurze Brecheisen vom Hornbach war das perfekte Werkzeug dazu. Sämtliche Balken sind jetzt nagelfrei im Keller eingelagert für zukünftige Projekte.

Zwischendurch war noch Konzert in Flawil, aber die Abrissarbeiten haben allein schon drei volle Tage gedauert. Es war keine einzige Schraube verbaut, alles war genagelt und sehr solide (im Gegensatz zu den Aufbauten).

Nach der Zwangspause wegen kaputtem Multimaster ging es dann weiter: erstmal die aufgeklebte Wandvertäfelung weg, dabei keine Leitungen kaputtmachen. Ausserdem schon mal anfangen, die Decke sauber und ordentlich zu verschliessen. Das war eine ziemliche Puzzle-Arbeit, aber mit der eingerichteten Holzwerkstatt im Keller, Hilfskonstruktionen und passenden Werkzeugen war das nur eine Zeitfrage.

Die Stromführung im Haus ist abenteuerlich. Die dreiphasige Leitung, die immer in der Ecke oben herumfliegt, versorgt auf einer Phase den Geschirrspüler/Quooker, auf der zweiten die Steckdose in der Küchenecke und die dritte Phase ist unbelegt bzw. da hängt jetzt die Steckdose dran. Die Leitung kommt vom Schaltkasten im OG und wurde einfach Aufputz im HWR verlegt, nach ein paar Löchern in der Wand vorher.

Aber erstmal setze ich unten noch eine weitere Dose, damit die Leitungsverlegung in den Keller noch etwas besser wird. Hinter der Wand ist die Nische in der Küche:

Jetzt habe ich da in der Ecke unten also noch einen zweiten Anschluss, der direkt aus dem Keller kommt. Und genau in der Dose unten könnte man auch noch weitere Drähte bis in den Keller ziehen, um eine E-Auto-Ladestation aussen ans Haus zu bauen. Vielleicht kriegen wir ja mal dynamische Stromtarife, damit sich so eine Rollbatterie für mich lohnt.

Nach dem Wiederverschliessen der Wand kommen jede Menge kosmetische (also eher additive statt subtraktive) Arbeiten, Verputzen, Schleifen, Streichen. Das macht viel Spass, weil man hinterher direkt sieht, was man geschafft hat.

Was ich mir jetzt noch überlegen müsste: wie ich den Boden in der Ecke gestalten will. Die Nische war mit einem Holzaufbau auf den originalen Betonboden gestellt, wobei dessen enorme Schiefe dabei ausgeglichen wurde, etwa 3cm Höhenunterschied auf 1m Breite. Die beste Lösung wird wohl sein, da das Bodenniveau mit Beton anzugleichen, dann hat der HWR auf voller Breite eben eine Stufe (bzw. die habe ich schon mit einer Rampe befahrbar gemacht). Aber erstmal ist jetzt der Weg frei für die Leitungsverlegung, wobei ich die Elektrik schon mit Kabelkanal ordentlich verlegt habe. Alles kann oben in der Raumecke verlaufen und wenn ich Lust habe, kann ich das auch noch hübsch verkleiden und streichen (natürlich kommen da auch Netzwerkkabel und ein Leerrohr rein).

Der anfallende Dreck war enorm, überall ist eine dicke Staubschicht drauf und ich hab auch gern mit Gehörschutz, Schutzbrille und FFP2 gearbeitet. Zum Glück hab ich die Kühletage weiter oben, bei dem Wetter wüsste ich sonst gar nicht, wo ich hin sollte. Der Bastelkeller ist inzwischen aber schön ausgetrocknet, Luftfeuchte um die 45% und 23°C, der wäre noch eine Option, aber ist voller Späne 🙂

Entsorgung nach Zerkleinerung: via normale Kehrichtabfuhr, es sind halt einfach ein paar mehr Säcke gewesen.

Wärmemengenzähler fertig

Da ich ja schon zwei separate Wasserzähler habe, deren Durchfluss ich auslese (einen für warm, einen für kalt), hab ich mir jetzt noch in Vorbereitung für die Wärmepumpe überlegt, das direkt zu einem Wärmemengenzähler aufzurüsten. Von der Verlustmessung an der Warmwasserleitung hatte ich eh noch einen ESP8266 mit zwei Temperatursensoren rumliegen, also hab ich zu dem noch einen Impulszähler mit Pullup-Widerstand hinzugefügt. Die Temperatursensoren kommen an den Vor- und Rücklauf der Heizung und über Durchfluss plus Temperaturdifferenz sollte sich die ins Heizsystem eingebrachte Wärme berechnen lassen. Den Energieverbrauch der Wärmepumpe messe ich ohnehin, da bin ich dann für die Berechnung der Jahresarbeitszahl nicht auf irgendwelche komischen und/oder nicht auslesbaren Daten der WP angewiesen. Und: neue Live-Daten im Grafana 🙂

Ich hoffe, das mit der Anzahl Impulse haut so hin. Bei 300l/h Volumenstrom (das macht die Gasheizung jetzt in etwa) sind das 5l/min, also 20 Impulse pro Minute = alle drei Sekunden ein Impuls, und das Dreifache davon sollte auch noch gehen, falls der Volumenstrom viel höher sein sollte.

Baugesuch Wärmepumpe

Im Januar hab ich mir die Offerte für die Wärmepumpe mal angeschaut. Das Prinzip ist immer noch dasselbe: kleine Pumpe, zwei grosse Speichertanks, Innenaufstellung mit Luftkanälen nach draussen. Gestern hab ich bei Junods Bescheid gesagt, dass ich jetzt meine Gasheizung bis im Herbst abgestellt hätte. Heute war das Baugesuch unterschriftsreif vorbereitet. Ich bin froh, dass ich mich darum sonst nicht kümmern muss. 19 Seiten ausfüllen ist schon viel, und jetzt bin ich gespannt, was da rauskommt und wie lange das dauert. Das könnte durchaus schon vor dem Sommer klappen mit dem Wechsel auf fossilfreie Heizung.

Im Winter wird dann der Strombedarf deutlich ansteigen (falls ich heize), im Sommer werde ich noch mehr Überschuss haben, weil ich Warmwasser dann mit Wärmepumpe statt mit Heizstab mache. Und mal sehen, ob ich die Wärme fürs WW bei Bedarf auch aus den Räumen im Erdgeschoss nehmen kann, dann hab ich direkt die Kühlung mit dazu. Es ist ja nur eine andere Zu-/Abluftführung.

Das Blog ist inzwischen passwortgeschützt, das dürfte die meisten KI-Scraper vom Indizieren meiner (neuen) Inhalte abhalten. Passwort gibt’s per Signal bei mir (Email-Benachrichtigung ist nach wie vor angeschaltet).

Wärmepumpe (1)

Gestern hab ich es dann doch mal geschafft, zum Junod rüberzugehen und den Ersatz meiner Gasheizung durch eine Wärmepumpe ins Rollen zu bringen. Dieses Jahr soll das eigentlich nichts mehr werden, wäre aber rein finanziell auch irgendwie machbar, ich würde sonst gern erstmal eine Hypothek vollständig loswerden 🙂

Für das Aussengerät gibt’s zwei Aufstellorte, aber da die ganzen Vorschriften mit Lärmemissionen einzuhalten, ist das eigentlich Schwierige daran. Alle anderen Probleme sind dann mit mehr oder weniger grossem Aufwand lösbar. Die Gastherme ist momentan hinten im Haus (HWR), der Warmwasserspeicher auch, dementsprechend zweigen auch alle Leitungen für Heizung und Brauchwasser dort ab.

Da ich aber momentan den Keller ausbaue (0.5m³ Aushub sind noch da, das Mengenproblem ist schon gelöst) und die Beton-Bodenplatte dann überall vorhanden sein wird, wäre die beste Lösung natürlich, den HWR komplett freizuspielen und dafür alles im Keller unterzubringen. Eventuell wird’s schwierig bis unmöglich, gewisse Geräte durch die Kellerklappe (Breite 60cm) oder durchs Fenster (80x40cm) reinzubringen, aber auch das wird sich irgendwie lösen lassen. Das gibt dann noch ziemlich viele Leitungen, Bohrungen und Dreck, aber wäre die bevorzugte Lösung, wenn das Aussengerät dann vorn im ansonsten eh selten genutzten Garten steht.

Finanziell wird sich die WäPu für mich nie rechnen, weil ich sowieso nur heize, wenn Gäste da sind oder zum Frostschutz, den Rest macht die Klimaanlage für Schlafzimmer/Büro. Aber beim Wiederverkauf ist das dann schon nützlich.