Ein Data Scientist an der World Solar Challenge (ein Datenblogbeitrag)

Update 2016-01-28: die englische Version ist hier verfügbar: https://dc.georgruss.ch/2016/01/28/re-post-ser2-wsc2013-english-article/. Solarracing.org scheint offline zu sein.

Wie ich vor einer Weile angekündigt hatte, hier jetzt die deutsche Version des auf solarracing.org erschienenen Artikels über die letztjährige World Solar Challenge. Die Achsenbeschriftungen der Grafiken belasse ich aber auf Englisch, und wo nötig, belasse ich auch Originalteile, wo eine Übersetzung dem Lesefluss hinderlich wäre.

Was macht eigentlich ein Data Scientist (auf Deutsch vermutlich Datenwissenschafter) an einem Solar-Auto-Rennen, mit einem Haufen von Konstrukteuren, Ingenieuren und Fahrern drumherum? a) sich wohl fühlen und b) Daten auswerten: heutzutage liefert die Fahrzeugtelemetrie stapelweise Daten, die ich aber erstmal kraft meiner Kenntnisse und Fähigkeiten in nützliche Informationen umwandeln muss. Damit gehen wir wesentlich weiter als nur mit der klassischen Frage Wie schnell fahren wir?, nämlich über die (Energiehaushalt)Frage Wie weit schaffen wir’s noch mit der Geschwindigkeit? bis zu Wo kommen wir am Ende des Rennens an, unter Einbezug verschiedener Wetterbedingungen innerhalb der nächsten fünf Tage? Im folgenden Artikel gibt’s dazu mehr Details und vielleicht auch Anhaltspunkte darauf, was all die Data Scientists, Informatiker und Daten-Nerds so den ganzen Tag lang treiben.
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Opt-Out statt Opt-In

Meine Rohmilch bestelle ich immer im Bio-Punkt um die Ecke. Weil ich jetzt öfter da war und irgendwie immer recht spät bestellt hatte, hat mich die Verkäuferin gestern nett gefragt, ob wir das nicht lieber andersherum machen sollen: standardmässig nehme ich drei Flaschen die Woche ab und ich melde mich, wenn ich keine brauche, also Opt-Out statt Opt-In. Die Idee fand ich gut.

Ganz erfreulich ist ausserdem, dass es jetzt die comdirect immerhin schon mal geschafft hat, dass ich meiner VISA-Karte online eine Wunsch-PIN geben kann. Es ist eine sehr praktische Angelegenheit, die PIN für meine Karte selbst bestimmen zu können. Seit zwei Jahren bin ich das ja schon gewohnt und in Norwegen geht das auch schon recht lange, weil dort auch die Nicht-Barzahlung schon viel länger verbreitet ist.

Projektlogobastelei

Für unser firmeninternes Projektlogo hatte ich die glorreiche Idee, in einem spontanen Anfall von Bastelwut Zeit, Farbe und Hirnschmalz zu investieren und es nicht nur in 2D aufs Papier, sondern in 3D auf Holz zu bannen. Holz war da, Farbe in Form von Nagellack und mischbaren Acrylfarben ebenfalls, also ging’s los und war auch schnell wieder vorbei.

Logo ausdrucken, ausschneiden...
Logo ausdrucken, ausschneiden…
Logo auf Holz aufzeichnen und teilweise nachkonstruieren...
Logo auf Holz aufzeichnen und teilweise nachkonstruieren…
Ausgesägtes und teilangemaltes Logo...
Ausgesägtes und teilangemaltes Logo…
Fertiges Holzlogo
Fertiges Holzlogo, noch nicht vollständig getrocknete Farbe.

Oben kam noch ein Haken rein, dazu gibt’s im Bürolicht fast unsichtbaren metallenen Bindedraht und schon scheint das Logo direkt über dem Arbeitsplatz zu schweben.

NZZ auf dem Pocketbook

Die ebook-Ausgabe der NZZ, wie hier erstellt, habe ich zwar immer noch nicht mit Bildern versehen, aber dafür mit dem Pocketbook Touch Lux 2 die Dropbox-Integration in Gang gesetzt. Wie im letzten Post beschrieben, wird jeden Morgen das aktuelle Webpaper der NZZ erstellt und auf die Dropbox gelegt. Den ebook-Reader muss ich dann nur noch anschalten, ins Netzwerk-Menü wechseln und ein paar Sekunden später ist die aktuelle Ausgabe der NZZ auch darauf verfügbar. Das Lesevergnügen geht also auch digital — liegt ja sowieso zu 95% an den Inhalten und nur zu 5% am Kanal, auch wenn ich sehr ungern auf dem Tablet oder dem Monitor lese.

NZZ Webpaper auf dem Pocketbook Touch Lux 2
NZZ Webpaper auf dem Pocketbook Touch Lux 2
Das Titelblatt des mit calibre (und imagemagick) erstellten Webpapers.
Das Titelblatt des mit calibre (und imagemagick) erstellten Webpapers.

Fritz und Elke zum Zweiten

Vor fast einem Jahr hatte ich die Fritz!Box 7270 in der Mangel, weil einige Kondensatoren gepfiffen hatten. Nachdem ich die pfeifenden ausgetauscht hatte, war das zumindest wieder erträglich. Allerdings setzte jetzt im März eine Unzuverlässigkeit der Fritz!Box ein, u.a. fuhr sie nach einer Trennung vom Netz erst nach gutem Zureden und An- und Abstöpseln wieder hoch. Zuguterletzt lief sie auch nicht mehr stabil, d.h. setzte einfach mal spontan mit Reboot aus. Also besorgte ich mir erst eine neue Fritz!Box 7340 und konfigurierte diese.

Heute kam mir aber spontan die Idee, doch mal zu schauen, ob andere Leute ähnliche Probleme hatten. Ja, hatten sie: Erstens, zweitens, und am besten noch drittens die Teileliste, die ich mir auch erstellt hatte. Nachdem ich einen der 220uF-Elkos getauscht hatte, lief die Fritz!Box wieder prima hoch. Im Bild vom letzten Jahr ist es der oberste in der rechten Hälfte der Platine (s.u.). Ausgelötet, neuen Elko eingelötet, angeschlossen, läuft.

Der hellblau eingekringelte Elko war's diesmal (die roten waren letztes Jahr dran).
Der hellblau eingekringelte Elko war’s diesmal (die roten waren letztes Jahr dran).

NZZ als epub auf dem ebook-Reader

Da die NZZ ja schon eine ganze Weile im amazon-Shop als ebook für den Kindle verfügbar ist, sollte es technisch kein Problem sein, sie auch als epub (so wie die ZEIT) bekommen zu können. Die NZZ selbst bietet das allerdings nicht an. Also mal wieder selber machen. Für die ebook-Verwaltung hat sich inzwischen calibre etabliert, das auch zwischen verschiedenen Formaten konvertieren und Nachrichtenwebseiten abgrasen kann, um sie für einen ebook-Reader formattechnisch verfügbar zu machen.

Das ebook-convert-Tool von calibre ist offensichtlich das Kommandozeilenwerkzeug, um das die Oberfläche gebaut wurde. Sehr gut. Damit läuft es auch auf meinem root-Server. Für die NZZ (wenn man ein Abo hat, sonst geht’s nicht) gibt’s ein recipe: NZZ-Calibre-Recipe. Jetzt noch ein bisschen rumprobiert und schon läuft der Download der vollständigen aktuellen Ausgabe (leider (noch) ohne Bilder) der NZZ innerhalb weniger Sekunden durch. Das Ganze kann man dann per cronjob automatisieren. Ich hab sogar im Recipe noch ein Titelbild (mit dem convert-Tool von imagemagick) untergebracht, auf dem das NZZ-Logo plus das Datum der aktuellen Ausgabe vermerkt ist. Das Ganze wird dann direkt in der Dropbox abgelegt und ich kann es mir mit einem rsync-Shellscript auf die SD-Karte vom ebook-Reader laden. Noch komfortabler wird’s dann, wenn man einen ebook-Reader mit Dropbox-Unterstützung und WLAN hat, dann landet die aktuelle Ausgabe automatisch auf dem Gerät.


#!/bin/bash

DATE=`date +%Y%m%d`

convert /home/russ/Dropbox/library/nzz/nzzlogo-ohnedatum.png -pointsize 32 -font Helvetica label:${DATE} -gravity Center -append /home/russ/Dropbox/library/nzz/nzzlogo-print.png

ebook-convert "/home/russ/Dropbox/library/nzz/nzz_webpaper.recipe" /home/russ/Dropbox/library/nzz/${DATE}-nzz.epub --username=username@webpaper --password=yourpasswordhere

Hier noch das calibre-Recipe (leicht modifiziert).

Digitaler Entzug

Pünktlich zum Geburtstagsvorabend hab ich mich entschlossen, auszuprobieren, was ein Leben ohne Smartphone, ohne Handy und ohne ständige Erreichbarkeit bedeutet. Bisher läuft’s gut. Wenn’s weiter gut läuft, kann ich das ja bei Gelegenheit auf einen Berufsweg ohne Bearbeitung digitaler Daten ausdehnen. Ich kann genügend andere Sachen.

Ortliebtasche entgnubbelt

Weil Ortlieb immer so lästige Gnubbels an die Innenseite ihrer Taschen schraubt, war ich mal wieder zum Umrüsten unterwegs. Im Zuge der Umrüstung war es auch gleich noch angebracht, an der neuen Ortlieb Velocity eine angemessen grosse Innentasche in NZZ-Grösse nachzurüsten. Orangen Cordura-Stoff hatte ich noch von früher übrig, da war der Rest nur normales Schrauben, Schneiden, Zeichnen, Nähen, Dremeln und Kleben. Die Aktion ist auch komplett reversibel, falls ich die Tasche mal im Originalzustand wieder verkaufen möchte.

Abgeschraubte Innenplatte und Cordura-Gewebe
Abgeschraubte Innenplatte und Cordura-Gewebe
Schauen, dass der gewünschte Artikel gut reinpasst.
Schauen, dass der gewünschte Artikel gut reinpasst.
Detailnähfoto
Detailnähfoto
Seamgrip wird verklebt (heisses Wasser im Topf)
Seamgrip wird verklebt (heisses Wasser im Topf)
Vor dem Wiederanschrauben der Innenplatte, die jetzt fast vollständig in Cordura gehüllt ist.
Vor dem Wiederanschrauben der Innenplatte, die jetzt fast vollständig in Cordura gehüllt ist.
Bündig abgedremelte Enden der Schrauben.
Bündig abgedremelte Enden der Schrauben.
Grosse obere und kleine untere Tasche (Taschentuchpackungen).
Grosse obere und kleine untere Tasche (Taschentuchpackungen).
Passt perfekt. Die FAZ hätte nicht gepasst.
Passt perfekt. Die FAZ hätte nicht gepasst.

Unmitgeteiltes Volumenupgrade

Mein Prepaid-Provider coop mobile ist ja sehr lustig: eigentlich hatte ich da immer monatlich selbst meine 300MB Datenvolumen für 9.90 Franken zu buchen. Vor kurzem wollte ich mal wieder für den Monat erneuern und hatte eigentlich schon auf die SMS gewartet, die mir mitteilen würde, dass der gebuchte Monat vorbei sei. Diese kam aber nicht. Also wollte ich von selbst neu buchen, aber das funktionierte auch nicht. Nachdem ich mich dann beim Netzbetreiber orange.ch registriert hatte, sah ich, dass in meinem Profil ein Gratismonat mit 500MB Datenvolumen eingebucht war. Auf der coopmobile-Webseite steht’s dann auch so, dass es jetzt neu 500MB für 9.90 Franken gäbe, allerdings mit dem Haken, dass es sich jetzt automatisch erneuert (also nicht mehr opt-in, sondern opt-out ist). Das stört mich weniger, aber wenn sie schon mal einen Gratismonat verschenken, über den ich mich freue, hätten sie mir ja wenigstens was dazu schreiben können.

Threema statt Whatsapp

Jetzt, wo Whatsapp zum Gesichtsbuch gehört, wird’s wohl Zeit, gleich mal einen Messenger mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung zu nutzen. Die erste App, für die ich zahle: Threema (natürlich ein Schweizer Produkt). Das Einzige, was threema aus meiner Sicht noch fehlt, ist die Multi-Gerät-Synchronisation, wobei die natürlich mit echter asymmetrischer Verschlüsselung etwas diffiziler zu bewerkstelligen ist.

Meine Threema-ID wäre die D989NCYA.

Update am 21.02.2014: Ich scheine bei weitem nicht der Einzige zu sein. (teltarif.de) und auch bei Heise sieht’s ähnlich aus. Hoffe, Threema wird nicht vom Heise-Effekt gestört.