Opendata-Bahnhöfe

Für den Grünabgleich verwendbar.

Über Twitter war ich auf das Opendata-Projekt https://twitter.com/BahnhoefeCH gestossen: es sind alle geographischen Punkte aller Schweizer Bahnhöfe bekannt (Freigabe durch die jeweiligen Verkehrsbetriebe/Netzbetreiber) und jetzt soll zu jedem Bahnhof ein Foto gemacht werden. Das geht entweder in der App oder online unter https://railway-stations.org/index.html (auch für Deutschland und andere Länder). Continue reading “Opendata-Bahnhöfe”

Navya-Shuttle in Neuhausen/Rheinfall

Am 08. November war ich in Fribourg für das autonom fahrende Navya-Shuttle, mit eher enttäuschenden Erfahrungen. Seit Ende März 2018 kurvt in Neuhausen SH ebenfalls ein solches Navya-Shuttle herum, das ich im Sommer 2017 in Sion das erste Mal bestiegen hatte.

Projektleiter und die nächsten Begleitpersontrainees.

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Sparende Heisswassersteuerung mit Raspberry Pi

Oder auch ganz literarisch-adaptiert: Der Raspberry heizte nach.* Seit einer ganzen Weile läuft ein Raspberry Pi als Türöffner und Temperaturlogger. Ein zweiter läuft seit Anfang Januar im Regelbetrieb (ha, Wortwitz!) und regelt meinen Heisswasserkessel. Die eigentliche Idee kam mir ja, als ich die auf dem Kessel in der Küche notierte Verlustleistung von >1kWh pro Tag feststellte. Warmwassererzeugung läuft bei mir elektrisch und da sollte sich eine Senkung der Kesseltemperatur deutlich auf den Stromverbrauch auswirken; mal ganz abgesehen von der Frage, warum man bei einer neu eingebauten Küche überhaupt noch so einen Kessel mit einer dermassen hohen Verlustleistung einbaut. Es ist ja nun nicht so, dass es nicht sowas wie Quooker gäbe. In der Umgebung meiner Wohnung muss auch jemand so einen Hahn haben, weil neulich nämlich ein Servicefahrzeug von denen vor der Tür stand.
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Tagesablauf Milano

Die Temperaturregelung im Hotel war seltsam, irgendwie war das Thermostat verkehrtherum beschriftet und hat auch so geregelt. Also war es dank zu dünner Decke zu kalt. Die folgende Nacht entsprechend dann zu warm 🙂

09:15 im Büro
09:16 zum Kaffeeautomat
09:30 im Büro
09:30 bis 13:30 Daten anschauen, herumbasteln, ausprobieren, fluchen, sich über den Datenlieferanten aufregen
13:30 bis 14:30 Mittagessen
14:30 bis 18:00 Daten verfluchen, Ideen bekommen, Preismodelle anschauen, Fahrer-Scores probieren, Hoffnung schöpfen
18:00 bis 21:00 Stadtrundgang am Kanal
21:00 bis 22:30 Abendessen

Hm. Plastikbecher aus dem Kaffeeautomat, das hätte ich jetzt in Italien nicht erwartet.

Die Datenstrukturen der Telematikdaten sind nun echt nicht so, wie man sie erwarten würde. Wahrscheinlich hat der Datenlieferant aus technischen Gründen die Daten einfach so gelassen, wie sie kamen und jetzt muss man sich selbst zusammenreimen, was wie wo zusammenhängt. Dabei fallen etliche Ungereimtheiten auf, zum Beispiel warum bestimmte Datenfehler immer sonntags kommen, wenn die Woche plötzlich aus acht Tagen besteht. Immerhin hab ich keine Sommer- und Winterzeitprobleme gesehen.

Aber: mit den noch nicht korrigierten Daten hab ich Schadenvorhersagemodelle gebastelt, die natürlich nicht besonders gut funktionieren. Falls sich am Ende bestätigt, dass die Modelle mit den korrigierten Daten doch funktionieren, dann wäre das mal wieder ein klassisches Beispiel für garbage-in — garbage-out und ein erneuter Beleg, dass man genau verstanden haben muss, was die Daten bedeuten, bevor man sie verwendet. Es gibt ja so Managementfuzzis, die das einfach nicht kapieren wollen und denken, Datenanalysen und Machine Learning wären einfach, weil man ja nur einen Knopf drücken müsse. Denen sag ich ja schon immer: Gut, dann mach’s halt selber, hier hast Du eine Shell, viel Spass. Ergebnisse bitte in fünf Minuten!.

Milano ist ansonsten nicht so mein Fall, wie das eben mit Grossstädten bei mir so ist. Der Autokollaps ist offensichtlich, wenn man sich anschaut, welche riesigen Flächen von parkenden Autos versperrt werden und nicht für Menschen zugänglich sind. Ein grosser Fluss fehlt irgendwie. Mietvelos gibt es auch in Massen.

Meetup im Impact Hub

Data, Details, Dating war heute ein weiteres Meetup in Zürich. Diesmal war’s weniger wegen Netzwerken als wegen des Vortragenden Chris Gwilliams, einem ganz abgefahrenen und drum sehr sympathischen Informatiker. Sein kompletter Vortrag (und wohl auch fast sein ganzes Leben) lief in einer tmux-session ab, er nutzt newsbeuter und natürlich vim (nicht emacs) und schon allein diese Kombination führte dazu, dass ich mich mit ihm prima verstanden hab. Vor dem Talk hab ich ihn angesprochen, weil er da rumstand, aber da wusste ich nicht, dass er der Protagonist des Abends sein würde. Arbeitet am PSI in Villigen, auch das nachvollziehbar 🙂

Seine Präsentation ist auf github, auch wenn mit dem Link und dem Format wohl fast niemand was anfangen kann. Ich schon. Ich musste fast den ganzen Vortrag lang vor mich hinkichern, weil er genauso denkt wie ich, aber alles noch deutlich stärker übertreibt als ich. Mit dem Quantified-Self übertreibt er es aber etwas, find ich. Beim Vortrag hat er z.B. ein EEG-Gerät am Kopf gehabt, das live (in einer shell natürlich) seine Daten aufgezeichnet hat, ausserdem am linken Arm eine unauffällige Smartwatch und am rechten Arm ein Pavlok-Armband, das nach dem Prinzip des negative reinforcement learning Vibrationen, Piepen oder Stromschläge auslöst, wenn der Benutzer eine Aktion macht, die schlecht ist. Das Smartphone erkennt z.B., wenn sich der Benutzer eine Zigarette anzünden will, dann folgt ein schmerzhafter Stromstoss und man verbindet dann den Schmerz mit der Zigarette und sollte es sich leichter abgewöhnen können.

Aber hey, ich kann mit einem shell-command meine Haustür öffnen, das hat doch auch was 😀

Edit: hier noch der Link zum Meetup auf meetup.com.

Ein Smartphone-Türöffner im Eigenbau

Der Raspberry Pi hängt ja eh seit anderthalb Jahren herum und loggt Temperaturmesswerte. Da ich den im Hinblick auf eine mögliche Türöffner-Funktion schon mal woanders hingehängt und neu verkabelt hatte, war das Anschliessen eines Relais jetzt wirklich nicht mehr schwierig.
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Autonomes Shuttle in Fribourg

Vor fast drei Jahren war ich in Fribourg, bei wunderschönem Spätherbstdezemberwetter. Heute bei eigentlich normalerem Herbstwetter erneut, um ein autonomes Shuttle (hier der deutsche Link: tpf.ch zum autonomen Shuttle) auszuprobieren. Es ist genau das gleiche Fahrzeug wie in Sion, halt nur nicht in Postautogelb.
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R-Meetup 2017-07-11

Eine Erkenntnis aus dem Silicon-Valley-Aufenthalt war, mehr an Meetups und ähnliche Netzwerkveranstaltungen zu gehen, um sich mit Gleichgesinnten (=anderen Pappnasen 🙂 ) auszutauschen. Gestern war ich zum November-R-Meetup in Zürich, das vom Statistikdepartement des Kantons Zürich ausgerichtet wurde. Bei R-Meetups kommen immer sehr gute und berechtigte Spitzen gegen Excel, das ja immer noch viele Leute zu benutzen scheinen. In den Folien zu den Vorträgen sieht man das auch ganz gut. Mit den Scripts und Auswertungen, die ich in R mache, bin ich jedenfalls recht weit vorne mit dabei, was Packages und Vorgehensweisen anbelangt. Wenn ich das caret-Package zu Zeiten meiner Diss schon gekannt hätte, hätte das unter Umständen einige Berechnungen zur Doktorarbeit deutlich vereinfacht.

Von den Anwesenden Noch-Nicht-Bekannten ist es meist nur genau ein Hop im Social-Network-Graph bis zu nicht anwesenden Kollegen — die Welt ist halt klein und die Schweiz noch kleiner.

Glasfaser und Umspuranlagen

Die NZZ schreibt was zur abgelaufenen Goldgräberstimmung beim Glasfasernetz. Am Zürisee gibt’s da einige Gemeinden, die Glasfaser verlegen, anderen ist es zu teuer, oder sie lassen es durch Drittanbieter machen. Für die, denen es zu teuer ist, verlinke ich nochmal hier drauf: Glasfaser ist nicht teuer. Ich hoffe einfach, dass diese Gemeinden bei der Berechnung ihres business cases für/gegen die Glasfaser nicht die Steuermehr- oder Steuermindereinnahmen vergessen haben, die ihnen durch zuziehende oder nicht zuziehende bzw. wegziehende Einwohner zufliessen oder entgehen. Das ist einfach nur Infrastruktur, wie Bahngleise, Strassen, Wassernetz, Stromnetz.
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Tag -8: Biases mit Ricardo Baeza-Yates

Heute morgen waren es aber unter 10°C, mich überkam ein leichtes Frösteln. Meine Gastgeber meinten, dass sich genau so ungefähr ein Tag im Januar anfühlen würde, vielleicht noch mit Bodenfrost dazu. Für mich würde das also spikefreies Velowetter bedeuten. Heute war aber doch mal lange Hose angezeigt und die Fingerspitzen hatten auch ein halbes Grad zuwenig. Aber nach der Aufwärmrunde bis Mountain View war ich heute auf dem Bay Trail mit 25-30km/h unterwegs, das wusste ich selbst gar nicht, dass ich das kann. Muss wohl doch ein gewisser Trainingseffekt sein, denn die 2Mm sind fast voll. Continue reading “Tag -8: Biases mit Ricardo Baeza-Yates”