Genf, Lausanne, Montreux

Im Unterschied zu Deutschland gibt es hier das GA (Generalabonnement) auch tagesweise zu kaufen für CHF 68. Noch besser ist, daß die Gemeinde für ihre Einwohner die Möglichkeit bietet, diese Tageskarten noch günstiger zu bekommen, für 43 CHF. Das nutzte ich heute für eine Tour an den Genfer See, allerdings ohne Velo. Abfahrt am ganz frühen Morgen, Ankunft in Genf um 10:15, dann weiter nach Montreux (über Lausanne) und dann von dort zurück nach Lausanne. Am späten Nachmittag begann ich in Lausanne die umsteigefreie Rückfahrt nach Uzwil.

Die Fahrt erfolgte auch hinzu ab Uzwil ohne Umsteigen. Ab Fribourg wurde ziemlich plötzlich alles Französisch, nur ohne Euro. Das ist mir sehr sympathisch und noch ein Grund mehr, mein Französisch wieder auszupacken und aufzuwärmen. Für die Tassenbestellung bei Starbucks und die Eisbestellung bei McDonald’s hat das Französisch aber gerade so noch gereicht. In Genf habe ich einen ordentlichen Spaziergang unternommen, einmal vom Bahnhof zum See und dann auf Umwegen durch die Innenstadt zurück. Das Klima ist da schon fast mediterran, überall stehen Palmen herum und der Baustil der Häuser hat mich an Paris erinnert. Preislich ist alles wie in Zürich, nur daß man von hier noch deutlich mehr Berge sieht.

Nach dieser Wanderung ging es mit dem Zug am Nordufer des Genfer Sees (Lac Leman) über Lausanne nach Montreux, wo ich bei ebenfalls ziemlich warmem Sonnenwetter einen Spaziergang am Seeufer gemacht habe. Da Sonntag war, war es allerdings ziemlich überlaufen, aber die Uferpromenade heißt nicht umsonst “Blumenweg”, alles blüht und strahlt. Das Panorama ist phänomenal, deutlich besser als der Bodensee, nach Frankreich ist es ja auch nicht mehr weit, nur bis zur Seemitte. Die Freddie-Mercury-Statue habe ich natürlich auch begutachtet. Von Montreux geht auch die Goldenpass-Linie als Panoramabahn über die Berge Richtung Zweisimmen, Interlaken und Luzern. Die Preise sind allerdings ordentlich für diese Touristenstrecke.

Vom schon überlaufenen Montreux ging es am später werdenden Nachmittag zurück nach Lausanne, wo es noch viel voller war. Hier habe ich gleich die Gelegenheit genutzt und bin mit der Metro etwas herumgefahren und auch wieder am überfüllten Uferweg entlanggelaufen. Ich denke, alle drei Städte lassen sich durchaus noch mal genauer erkunden.

Was mich gestern bei der Liveübertragung des Fußballspiels übrigens gefreut hat, war, daß der Kommentator endlich mal neutral war und nicht auf Seiten der deutschen oder englischen Mannschaft. Wie man an den Fotos unten sieht, geht auch die Panoramafunktion inzwischen flott von der Hand, aber wer zum Teufel hat den Nokia-Ingenieuren denn gesagt, die Fotos auf der Speicherkarte mit dem Namen %D%M%Y-Nummer abzulegen? Entweder %Y%M%D zum vernünftigen Sortieren oder gleich fortlaufende Numerierung.

Noch eine Ergänzung am 21.05.: welches Lied von Deep Purple ging mir wohl mehrmals durch den Kopf, als ich in Montreux herumspaziert bin? Richtig: Smoke on the Water.

Kommentierte Fotos gibt’s auch:

2 thoughts on “Genf, Lausanne, Montreux”

  1. Res severa (est) verum gaudium.
    Stand schon im Saal des ersten Leipziger Gewandhauses und ist im heutigen Gewandhaus zu Leipzig auf der Orgelempore zu lesen.
    Wieder was dazu gelernt – natürlich: Dank dir und Wikipedia!
    Lieber Gruß
    Mutti

    1. Nicht schlecht, aber immerhin wußte ich diese Tatsache ausnahmsweise mal ohne die erweiterte Wikipedia-Intelligenz. Nur die lateinische Version kann ich mir mangels Lateinkenntnissen nicht merken.

Leave a Reply