Zernez-Ascona, Bilder/Strecke

Tag 1, Zernez bis Sta. Maria

Tag 2, Sta. Maria bis Le Prese

Tag 3, Le Prese bis Dervio

Tag 4, Dervio bis Agno

Tag 5, Agno bis Ascona/Bellinzona

Es folgt noch die im Nachhinein zurechtgelegte Strecke: https://www.gpsies.com/map.do?fileId=nloweijqypgononz

Agno — Luino — Ascona — Bellinzona

Heute gab’s auch Rauschen neben mir, aber diesmal Verkehrsrauschen ab halb sieben. Es hatte auch wie angekündigt geregnet, so dass die Oberseite des Liege(!)-Velos ganz sauber war. Ich hätte doch in der Nacht zum Rumdrehen aufstehen sollen.

Abfahrt war wieder 07:40 Uhr, in Ponte Tresa ging’s erneut über die Grenze und dann immer auf velomobilfreundlich frisch asphaltierter Strasse bis nach Luino. Gegen 08:30 hatte ich noch ein unzuverlässiges USB-Kabel ersetzt — Isolierband, Velcro und neues Kabel hatte ich dabei.

Nach der Durchfahrt durch den feuchten Nebelwald war ich 09:30 schon in Luino, wo ich genug Zeit zum Fotografieren hatte. Ab dort wiesen mich schon Wegweiser auf ungefähr ähnliche Distanzen bis Locarno oder Bellinzona hin. D.h. ich hätte auch den 12:32-Uhr-Zug ab Bellenz geschafft, aber bin doch noch gemütlich bis nach Ascona gerollt, sogar langsam durch die 2.5km Promenade vor Locarno.

Vor den Gnocchi wollte mir jemand eine Pinion aufschwatzen und ja, ein Gang mehr wäre von der Entfaltung her super, aber da täte es einfach ein zweites Kettenblatt und passende Abstimmung mit Kettenspanner und Kettenlänge. Pinion braucht auch extra Rahmen, wobei ich das glaub schonmal in einem Streetmachine-Ausleger gesehen habe.

Nach den Gnocchi ging es wieder gemütlich durch die Magadinoebene nach Nordosten. Kurze Zeit habe ich einen Rohloff-SON-Ortlieb-vermutlichVeloträumer in Rahmenfarbe gelb verfolgt, aber er konnte noch mehr an Kraft zulegen als ich (lies: drei Gänge höher bei gleicher Trittfrequenz). Kurzzeitig konnte ich noch durch besseres/kürzeres Routing wieder in Schräglage grinsend in seinem Windschatten landen, aber Tempo 30+ mach ich mit der Beladung nicht auf Dauer mit.

Später raschelte wieder das Laub hinter mir und in Bellinzona hatte ich genug Zeit für eine Liegerunde durch die Innenstadt.

Für den 14:32-Uhr-Zug kam schon die Überfüllungsdurchsage, also hab ich sogar noch einen Sitzplatz für mich um 16:32 reserviert. Der Zug ist wie erwartet zweitklassig voll, aber in der ersten Klasse alles bestens.

Heute 88km in 5:12h und 370 Höhenmeter.

Insgesamt 400km, 3355Hm, 25:40h Fahrzeit, vmax 70km/h und 118Wh Strom produziert.

Die Liegeradtaschen gehn sehr in Ordnung so. Rechts nur Campingzeug (Schlafsack, Zelt, Isomatte nicht gefaltet, nur der Länge nach zusammengerollt und längs IN die Tasche, und das ist eine etwa schulterbreite (!) rechteckige alte Thermarest), links alles andere. Die Ortlieb-Aussentaschen sind mit passendem Spanngurt separat um Sitz/Rahmen geschnallt.

Das zählt als Tour von Z bis A 🙂

Dervio — Menaggio — Como — Agno

Der Sonnenuntergang gestern wurde noch besser. Auf die Rechnung vom CP heute morgen hab ich verzichtet, das waren also wohl unversteuerte Einnahmen. Ich war aber doch 07:40 Uhr schon startbereit. Mit zügiger Fahrt, die gar nicht nötig gewesen wäre, habe ich die erste Fähre ab Varenna nach Menaggio locker erwischt, war also schon um 08:35 drüben statt wie geplant erst eine Stunde später. 5.60 Euro für die Überfahrt, voll war’s nicht. Dafür war von Menaggio bis Como anfangs massenweise Verkehr auf der einzigen Strasse, später weniger durch die parallel verlaufenden Dorfstrassen.

10:40 war ich in Como, in der Gegenrichtung war kilometerlang Autostau, weil alle zum Orticolario 2019 wollten, so einer Art (Wortwitz!) Kunstausstellung: www.panorama.it/cultura/arte-idee/orticolario-2019-natura-arte-mostra-cernobbio/

Der Carrefour hat a) 24/7 geöffnet und b) Pernigotti. Da muss ich in Zukunft nicht mehr bis Milano 🙂 Der Einkauf für die restlichen paar Kilometer hat wegen zuviel Auswahl lange gedauert. Hier wäre eine Lebensmittelampel dann doch sehr praktisch, da könnte ich direkt immer schauen, dass ich auf Tour möglichst viele Produkte mit roten Ampeln sammle. Ansonsten ist es ja recht sinnlos. Welche Farbe hätte die hervorragende Honig-Salz-Nussmischung von ültje wohl? Grün bei homöopathischen Mengen? Rot bei einer Handvoll? Dunkelrot bei normalem Tourverbrauch von zwei Tüten pro Tag? Tiptop.

Zwischen zwei Portionen Zmittag im Park vor Como mit Blick auf den See hob ein Wasserflugzeug lärmend ab.

Ab 11:45 Uhr ging es rollend weiter, das waren mir in Como zuviele Leute und zuviel Verkehr. Auf schicken Nebenstrecken ging es wieder ins Inland, durch die 12% steilen Weinberge neben der Autobahn. Rechtsfahrgebot? Nee, ich fahr da, wo Schatten ist 😉 Das Foxtown-Shoppingzentrum/-outlet in Mendrisio hatte wohl geöffnet, aber ich brauchte grad nichts und wollte auch nicht mit den klackernden Schuhen* da herumrennen. Den Lago di Lugano hatte ich schnell erreicht und auch der weitere Weg über den Damm von Melide, am Swissminiatur vorbei, war gut zu finden.

*Einen kompletten Absteigeausfall hatte ich, weil mir das Bein auf dem Boden weggerutscht war. Die Fuhre ist dann nicht mehr zu halten, da sehr heck- und toplastig. Danach kamen noch zwei solche Absteiger, aber jedesmal elegant abgefangen.

Von Melide ging es noch um die Halbinsel herum durch Morcote und bis Agno, direkt ans Ende der Flugpiste von LUG. Wenn der Ceneritunnel fertig ist, können sie den Flughafen eh schliessen, man ist jetzt schon sehr schnell in Milano oder Zürich. In Agno gibt’s tatsächlich vier Campingplätze nebeneinander, wovon ich La Palma ausgewählt habe. 24.20 Fr., Duschen unbegrenzt, Rest egal. Schon St. Galler und Thurgauer gehört 🙂

Morgen folgen noch ein paar Meter via Ponte Tresa und Luino, mit Grenzübertritt fünf und sechs, Mittagessen eins/zwei vielleicht in Ascona an der Promenade, Heimfahrt 16:32 reserviert ab Bellinzona.

Heute waren das 86.6km in 5:19h mit 574 Höhenmetern. Ziemlich wellig hier. All meine Elektronik wird mit selbsterzeugtem Strom betrieben.

Le Prese — Tirano — Sondrio — Lago di Como

Nebenan rauschte das Wasser des Poschiavino, in der Nacht tröpfelte es leicht von oben, aber morgens war davon nichts zu bemerken. Das Zelt war eh nass vom Kondenswasser. Um 06:26 hatte mich der Pfiff des ersten Zugs nach Tirano geweckt.

Nach Aufstehen, Zeltabbau (wärmer als gestern) und zwei Birchermüesli kam ein angenehmer flacher Weg am Lago Poschiavo, woraufhin die rasante Abfahrt nach Brusio und Tirano folgte. Die 70km/h sind erreicht. In Tirano bin ich fix wieder auf den Sentiero Valtellina, aber der war heute nicht immer so gut wie gestern. Nach etwa 10km fuhr es sich schlammig und dann schwammig und ich hatte tatsächlich einen Platten am Hinterrad. Gut dass ich mich dagegen entschieden hatte, alles Werkzeug daheim zu lassen. Die Tagesplanung liess längere Pausen zu, also hab ich in Ruhe an der Tribüne eines Fussballplatzes einen neuen Schlauch montiert und den alten noch geflickt. Glasscherbe, jänu.

Auf dem Weg, der fast immer neben der Adda (Fluss) verlief, kamen mir besonders ab dem Nachmittag doch einige Leute entgegen. Witzig sind die wild gestikulierenden Rennveloitaliener, die lange vorher zu hören und lustig anzuschauen sind.

In Sondrio bin ich kurz zum Supermarkt abgebogen fürs Mittagessen, das ich dann wieder auf dem Sentiero in der zelttrocknenden Sonne verputzt habe. Danach kamen 2h fast unterbrechungsfreies Fahren.

Eine Alternative wäre der Terrassenweg auf der rechten Talseite gewesen, aber das klang so nach Höhenmetern. Das Tal ist sonst super zu fahren, sehr schön anzuschauen, wenn das Wetter mitspielt.

Gegen 15:20 hatte ich den Lago di Como erreicht, es fehlten jetzt nur noch 10 Strassenkilometer bis nach Dervio. Dort war der erste CP belegt, auf dem zweiten war aber Platz. 15 Euro und zwei Duschmarken. Man konnte auch kalt duschen, braucht jemand Marken? Heute mal Wellenplätschern neben dem Zelt statt Wasserrauschen, auch gut. Und es ist viel zu warm für meinen Schlafsack — aber logo, auf 2505m ist es frostig und jetzt auf ~197m gefühlt 20 Grad wärmer.

Plan für morgen: Fähre Varenna-Menaggio um 09:10, dann Strasse bis Como, weiter nach Chiasso, Melide und dann Camping in Lugano (beim Flughafen) oder Ponte Tresa, je nach Laune.

101km, 05:44h Fahrzeit, 277 Höhenmeter.

Le Punt — Umbrailpass — Tirano — Le Prese

Die Nacht auf dem CP war ruhig, nebenan rauschte ein Fluss und es gab Bodenfrost. Abfahrt gegen 08:30, subito Einstieg in die Passsteigung, also war ich schnell warm. Kalkuliert hatte ich 3h für 1100Hm, das passte auch. Leider hatte ich keine Sonne oben, sondern bedeckten Himmel und Wind. Der Blick nach links zum Stilfserjoch zeigte Schnee, und laut Plan wollte ich ja eh wieder runter. Mein Mini-Serpentinenfahren hat die Strecke von 13 auf 15km verlängert und entsprechend die Steigung reduziert. Ist angenehmer so als immer mit 10%.

Nach vielen numerierten Kurven/Kehren abwärts wurde es langsam wärmer, die Leitplanken waren nicht mehr verzinkt glänzend, sondern rostig braun und in Bormio gab’s einen Zmittagshalt, der sich auch zum Zelttrocknen eignete. Oben auf der Passhöhe war ja leider alles geschlossen. Velofahrer waren auch noch einige ausser mir unterwegs.

Ab Bormio bin ich meist auf dem Sentiero Valtellini unterwegs gewesen, einem etwa 2m breiten glatten Asphaltband abseits der Strassen und meist auch kreuzungsfrei, ähnlich wie der Tösstalradweg. Ab etwa 10km vor Tirano kannte ich die Strecke schon, von der Tour über den Passo del Mortirolo. Es waren kaum Leute unterwegs, mittlere Geschwindigkeit um 30km/h, ich hatte noch Höhenmeter zu vernichten.

Weil ich faul war und nicht wieder von 450 auf etwa 1000m rauffahren wollte, gab’s ab Tirano bis Le Prese die RhB. Der Zugbegleiter hat mich bei Erblicken meines Schwerlastgefährts gleich nach vorn in den niederflurigen Allegra geschickt — hätte ich auch allein so gemacht 🙂 Die Strecke auf der Strasse ist nicht sonderlich schön und ich seh sie ja morgen wieder, wenn ich via Tirano weiter Richtung Lago di Como rolle.

Übernachtung in Le Prese fast am Lago Poschiavo auf dem Campingplatz. Die Badeschlappen aus dem Nachtzug sind sehr praktisch (insb. auch leicht), weil ich in den neuen Veloschuhen nicht besonders gut laufen kann.

Nach einem 10km-Abstecher zum Shopping nach Poschiavo und einer Runde am Nordufer waren das heute 85km und 1200Hm in 6:08h Fahrzeit. Gestern zum Vergleich 37km, 938Hm und 3:11h Fahrzeit. Die Dusche läuft mit 50 Rappen 3min, ich war vorher fertig; der CP kostet 15.30 Fr., aber berechnet haben sie 16.80. Kleinkram, und ich hab es nur der Ordnung halber hinterher angeschaut. Immerhin bin ich den ersten neuen 100er problemlos am CP und den zweiten neuen Hunderter am Coop-Automat losgeworden.

Zernez — Pass dal Fuorn — Sta. Maria

Kann man in der Lotterie auch ein Ereignislos ziehen? So gestaltete sich jedenfalls die Fahrt bis Zernez. Einmal umsteigen nur in Landquart, drum hab ich ja den Startort so gewählt. Die neuen Taschen haben mehrere Vorteile: man kommt immer an fast alles ran, wenn man aufmacht, es ist nicht nur ein grosser senkrechter Sack wie ein Backroller. Bis 65km/h alles stabil, darüber mangels freier Strecke noch nicht probiert. Taschennachteil: man muss immer fast alles befestigen und schliessen, bei den Backrollern wirft man alles rein und kann quasi offenlassen.

Nach der Ausfahrt aus dem Vereina war alles sonnig, ich war schon zwei Stunden früher als geplant abgefahren, somit war genug Zeit, noch im Coop Nussbrezeln und Nusstorten zu kaufen. Für erstere haben die beiden Kassiererinnen aber wirklich alles gegeben, dass sie die auch in die Kasse tippen konnten. Fünf Minuten später hatte ich zwar zwei bezahlt, bin aber nur mit einer ungegessenen rausspaziert. Draussen hat mich noch jemand gefragt, ob das nicht un(!)bequem sei auf dem Liegevelo. So herum hatte ich die Frage noch nie gehört.

Ab Zernez ging es gleich aufwärts, mit stossweise mehr Verkehr, aber meist ganz okay. Nach 850 Höhenmetern war ich schon oben am Pass dal Fuorn (Ofenpass). Der letzte Kilometer hatte etwa 10% Steigung. Wegen Auskühlung bin ich fix wieder hangab weitergerollt. Die vordere Bremse hatte ich grad wieder durch die vorherige Julie HP ersetzt, weil bei der MT der Hebel kaputt war. Naja, Beläge hatte ich keine neuen mehr, also müssen die jetzt tun, die drin sind. Quietscht.

Die Taschen haben wegen der Breite auch den Vorteil, dass ich absteigefrei an der Leitplanke anhalten kann. Parallel fahren, stoppen, nach rechts kippen, fertig. An sonstigen Pfosten ging das vorher auch schon.

Nach 4h Fahrzeit war ich schon am Campingplatz in Sta. Maria angekommen, alles blitzsauber, geduscht, Meldeschein ausgefüllt, 17 Fr. bezahlt, fertig.

Meine Marschroute hab ich natürlich daheim gelassen, aber wichtig ist die eh nicht, das meiste ist im Kopf. Der tieftemperaturgeeignete Schlafsack ist diesmal dabei, nicht so wie im Val de Joux bei der Bahnhofsfototour mit Nachtfrost.

Als ich oben am Pass noch eine PET-Flasche zerdrückt und entsorgt habe, fiel mir wieder die Szene aus dem aktuellen Programm von Ursus & Nadeschkin ein, wo sie das als ein typisches Schweizer Geräusch bezeichnen. Stimmt, ist mir in Neuseeland genau so passiert. Ich hörte das auf einem Campingplatz und da wusste ich Bescheid, wo die herkommen.

Tourstart 08:56 Wil-Zernez (öV/elektromobil)

Nach einer mit 16kg Gepäck beladenen Ehrenrunde um den Weier geht’s jetzt los mit 1x Umsteigen nach Zernez. Die Taschen haben wirklich viel Platz, und beim Fahrverhalten merkt man es nicht negativ. Aber das war in Neuseeland ja auch schon so.

Wegen Regen- und Schneegefahr bleibe ich (geplant) nach Ofen- und Umbrailpass südlich und rolle weiter bis zum Lago Maggiore. Campingplätze scheinen vorhanden zu sein.

Tasche(n) probegefahren

Während die Solarautocrew schon wieder in Australien ist, hab ich derweil in Vorbereitung einer Pass-Camping-Fahrt die neuen Taschen probegefahren. Es geht echt viel rein 😀 Da asymmetrische Gewichtsverteilung beim Liegerad noch nie ein Problem war, hat mir nur die linke Tasche gereicht.

Interessierte Zuschauer bei der Feierabendrunde bei Schalkhausen.

Den vorderen Spanngurt hab ich auch noch praktisch und gewichtsarm angenäht, nur die Ortlieb-Aussentaschen werde ich direkt an den Sitz hängen. So ganz ohne Schnellzugriff-Fach ist das sonst unpraktisch beim Fahren. 

Der Plan ab Donnerstag: Zernez-Ofenpass-Umbrailpass-Tirano-Berninapass-Zernez-(Flüela mit Schnee?)-Davos-Prättigau-Landquart-Wil. Vermutlich werde ich beim zweiten Mal Zernez dann abbrechen, weil eine Passabfahrt bei 5°C und Schneeregen nicht so lustig ist. Alternativ ab Tirano südlich der Alpen weiter abwärts zu den Laghi di Como, Lugano, Maggiore.

CO2-Gesetz

Das CO2-Gesetz sieht ja schon mal ganz gut aus. Zusätzliche Abgaben, die aufgrund dieses Gesetzes entstehen, fliessen zur Hälfte als Rückerstattung pro Kopf an die Bevölkerung, die andere Hälfte geht in einen Klimafonds. 

Im Prinzip ist das sogar das, was ich als Mobilitätshandelssystem mal skizziert hatte, eben auf Kohlendioxid umgehängt und teilweise als Lenkungsabgabe ausgestaltet, nicht per Kontingent gelöst. Wenn jetzt jemand mehr fliegt oder sonstwie mehr Emissionen verursacht als ich, zahlt er dafür mehr und ich bekomme das dann zurückerstattet — bzw. da ja jeder Inländer die gleiche Summe zurückerstattet bekommt (ausser Nicht-Inländer), fallen für die Viel-Emittenten höhere Kosten an, als sie selbst zurückerstattet bekommen. Also sollten jetzt bitte alle nicht hier wohnhaften Ausländer ab Zürich abfliegen 🙂

Aber: wenn es dann plötzlich Millionen von lokal emissionsfreien schweren Elektro-SUVs auf den Strassen hat, werden wir schon noch sehen, dass man im Individualverkehr doch eine ausnahmslose streckenbezogene Mobilitätsabgabe braucht, die sich nach Fahrzeuggrundfläche (oder Volumen der konvexen Hülle des Fahrzeugs) und Gewicht bemisst. Fahrzeugmassen bis 50kg Leergewicht kosten nichts, darüber steigt es dann gern irgendwie linear oder exponentiell an. 

Blau-gelbe Hummel

Von Ortlieb gibt’s spezielle Liegeradtaschen. Zum Normalpreis sind mir die etwas zu teuer, aber für 120 Fr. und erstklassige umsteigefreie Abholung in Lausanne kann man die schon mal ausprobieren. Pro Tasche gehn 54 Liter rein 36 Liter rein, das ist fast etwa t soviel wie mit einem Backroller und einem Frontroller zusammen. Sie sind nur nicht tauchdicht, da sie ausnahmsweise mal keinen Rollverschluss haben. Aber Regen sollten sie aushalten, sind natürlich auch schwerer als nicht wasserdichte Stofftaschen.

Fette Liegevelotaschen, Wohnzimmermontage.

Entgegen den wunderschönen Farbvorschlägen im Velomobilforum (#3, #4) hab ich sie in knallgelb erstanden.

Hm. Aerodynamischer?

Ob sie aerodynamischer sind? Die ganze Fuhre wird damit im voll beladenen Zustand locker 20cm breiter (Lenkerbreite 60cm, mit Taschen dann 80cm), erinnert an Töff mit Koffer. Und für den jetzt wegen Taschenkollision abgebauten Flaschenhalter muss ich mir auch noch was einfallen lassen, ich trink sonst beim Fahren eh schon zu wenig. Vielleicht kommen Aussentaschen vorn dran, links feste Nahrung, rechts flüssige. Die Taschen haben vorne jeweils eine Langloch-Öse, so dass ich sie noch mit einem flachen Gurt querverbinden könnte, der unter meinem Rücken über dem Sitz verläuft. Eine Querverbindung hinten wäre einfach mit dem Tragegurt zu machen. Dann könnte man 

Jetzt sieht das aber schon irgendwie aus wie eine fette Hummel, es fehlt nur noch eine gelbe Sitzmatte. Alternative Bezeichnungen dann bumblebee, bourdon (frz.), bombo (ita.) oder tavan (rr-val.). Summen tut ja die Schaltung eh schon.

Nicht gleichmässig voll gepackt, da geht einfach zuviel rein. 80cm Breite insgesamt.