Offline-Erholungsurlaub

Da ich nach drei Jahren mal wieder Ferien brauche und ich auch noch Emirates-Skywards-Meilen hatte, die sonst Ende März verfallen würden, habe ich letztere für einen Easyjet-Flug Basel-Keflavik (Reykjavik) am 10.02. eingelöst und kehre mit Easyjet via Keflavik-Genf am 19.02. zurück. Zwischendurch gibt’s eine Island-Wander-Geocaching-Runde mit dem Camper plus Blaue Lagune. Allein und meist offline, ohne grosse Planung ausser einer Papier-Strassenkarte und dem Lonely Planet.

Am 20.02. geht’s dann nahtlos weiter mit Kultur: Pornosüchtig, die neue Show von/mit Beat Schlatter, bei der ich im zugehörigen Wettbewerb Freikarten gewonnen habe unter Einsendung der Titel “Vier Fäuste mögen’s heiss”, “Bens Hure treibt’s gut” und “Auszug der Vampire”.

Beim GA wurde auch an alles gedacht: für den Fall einer längeren Landesabwesenheit kann man das GA am Bahnhof hinterlegen (nachzulesen bei Services) und es sich später wieder abholen. Für den Zeitraum kann man sich dann eine anteilige Erstattung der Jahresgebühr abholen, momentan also 10 Franken pro hinterlegtem Tag.

Fribourg/Freiburg

Gute zweieinhalb Stunden trennen mich von der Saanestadt Freiburg und eigentlich wollte ich ja nach Genf fahren, bin dann aber spontan in Fribourg ausgestiegen, weil ich da noch nicht gewesen war. Nach ein paar Stunden per Geocache geführter Wanderung hatte ich etliche Höhenmeter geschafft und mich bei den vielen Brücken, die über die Saane führten, verzählt. Es fällt jedenfalls auf, dass alles zweisprachig ist und es war teilweise auch erhellend. Dass “Notre Dame” nichts anderes als “Liebfrauen” bedeutet, ist mir im Nachhinein auch klar, aber wenn die Strassen- und Platzbeschilderung zweisprachig angeschrieben ist, kommt der Aha-Effekt schneller. Verständlich machen konnte ich mich auch halbwegs.

Der Blick von der Lorette-Kapelle für das Postkartenfoto.
Der Blick von der Lorette-Kapelle für das Postkartenfoto.
Der Blick vom Roten Turm aus.
Der Blick vom Roten Turm aus.
Die Saane.
Die Saane.
Wil sieht auf dem Hügel so ähnlich aus.
Wil sieht auf dem Hügel so ähnlich aus.
Die Strassenschilder bekommen zweisprachig einfach länglichere Formate.
Die Strassenschilder bekommen zweisprachig einfach länglichere Formate.
Ganz links auf dem Foto die zweisprachigen Strassennamen, u.a.
Ganz links auf dem Foto die zweisprachigen Strassennamen, u.a.
Eine zweisprachige Fensterkatze.
Eine zweisprachige Fensterkatze.

Sonne auf dem Kunkelspass

Hier im Tiefland war das übliche herbstliche Nebelwetter angesagt. Gestern morgen gab es zumindest bis etwa 09 Uhr schöne Sicht, aber danach war’s tatsächlich den ganzen Tag dicht. Bei dieser Wetterlage gibt es Gegenden, wo es wärmer und sonniger ist, so z.B. ein paar Kilometer westlich von Chur. Nicht umsonst ist Bad Ragaz ein offensichtlich recht belieber Ausflugs- und Kurort, wie ich heute bei der Durchfahrt festgestellt habe.

Mein Weg führte mich morgens mit dem Zug von Wil über Chur nach Reichenbach/Tamins und von dort mit dem Velo über etliche Höhenmeter und den Kunkelspass wieder abwärts nach Bad Ragaz. Fahrstrecke gut 30km, Aufstieg von 600 auf 1350 Höhenmeter und dann wieder relativ langgestreckt abwärts im Tal mit stärkerem Gefälle gegen Ende. Am Morgen in Wil waren es noch 3°C gewesen, in Tamins dann vielleicht 10°C und oben auf der Passhöhe waren es >15°C mit Mittagssonne. Zeit für eine Pause (auch wenn ich beim Aufstieg schon Mini-Serpentinen in Schrittgeschwindigkeit gefahren war). Die meisten Leute schienen von der flacheren Seite hochzulaufen, dementsprechend allein war ich da unterwegs, da die Strecke auch nicht für den Durchgangsverkehr geeignet ist.

Die USB-Ladefunktion meines Scheinwerfers (BUMM Luxos U) funktionierte halbwegs zufriedenstellend, das Smartphone, das mir die Strecke auf der Karte live anzeigte, konnte den Ladestand halten und bei der Abfahrt auch weiter aufladen, auch bei voller Displayhelligkeit, mit GPS und eingeschalteter Datenverbindung. Beim Aufstieg auf den Pass war wegen der geringen Geschwindigkeit leider kein Aufladen des Smartphones möglich.

Strecke: Tamins-Bad Ragaz via Kunkelspass

Pause beim Aufstieg.
Pause beim Aufstieg.
Das Weisshorn (bei Arosa GR)
Das Weisshorn (bei Arosa GR)
Passhöhe. Zumindest mein Velo war da.
Passhöhe. Zumindest mein Velo war da.
Taminabrücke zwischen Valens und Pfäfers (im Bau)
Taminabrücke zwischen Valens und Pfäfers (im Bau)

Giacobbo/Müller 09/2014, Tour de Valais

Die spontane Fahrt am Samstag von Wil ins Wallis mit französischsprachiger Begleitung machte am Ende doch recht viele Kilometer aus. Hier die Fahrstrecke:

Die Fahrtstrecke vom Samstag. Etwa 700 Zugskilometer.
Die Fahrtstrecke vom Samstag. Etwa 700 Zugskilometer.

Nach drei Stunden französischer Konversation war ich dann in Sion und Martigny ganz allein auf mich gestellt, aber an die Sprache gewöhnt. Das Wetter war leider nicht so besonders, und wenn beim Geocachen das Telefon nass wird, gefällt dem das auch nicht. Demnach ist auch die Ortsbesichtigung in Sion ins Wasser gefallen, und die von Martigny auch zur Hälfte. Immerhin war ich dort bei der Burg oberhalb der Stadt, von wo die Aussicht ganz akzeptabel war:

Blick über Martigny Richtung Osten. Regnerisch.
Blick über Martigny Richtung Osten. Regnerisch.

In Sion stand noch ein Postauto mit nettem Fahrtziel herum:

Wenn Philae wieder vom Kometen zurück zur Erde möchte: einfach das Postauto nehmen.
Wenn Philae wieder vom Kometen zurück zur Erde möchte: einfach das Postauto nehmen.

Danach ging’s weiter das Rhonetal abwärts bis zum Genfersee und in Lausanne dann wieder in den IC Richtung Ostschweiz. Unterwegs holte mich noch die bisher abstrakt gebliebene Erkenntnis ein, dass ja in der AFG-Arena in St. Gallen das Fussballländerspiel stattfinden würde (Schweiz/Litauen), was sich im Zustieg zahlreicher bereits alkoholisierter “Fans” in Zürich äusserte. Egal, in Wil kurz nach Hause, umziehen und dann wieder zum Bahnhof in die “Bühne am Gleis”, wo das Duo Luna-Tic zu Gast war. Obwohl ich das nicht geplant hatte, erwies sich doch mein Französischtraining an diesem Tag als sehr wirksam, weil das Programm aufgrund der Nationalität von Olli/Stéfanie gefühlt zur Hälfte auf Französisch war.

Heute, Sonntag, stand dann der neunte Besuch bei Giacobbo/Müller auf dem Programm. Erste Reihe, ganz rechts, da konnte ich Dani Ziegler beim Bassspielen sehr gut beobachten. Als Showgäste waren Vincent Kucholl und Vincent Veillon da, die auch gleich noch einen Sketch auf Französisch abgeliefert haben, das hat also auch hier perfekt gepasst. Die beiden haben ein paar Jahre lang die Satiresendung 120 secondes im welschen Radio von RTS gemacht, waren mit einem Bühnenprogramm unterwegs und demnächst gibt es eine Fernsehsendung von ihnen. Sendungslink: http://www.srf.ch/sendungen/giacobbo-mueller/mit-komi-togbonou-und-120-secondes.

Am nächsten Abstimmungssonntag Ende November folgt der zehnte Besuch in diesem Jahr.

Glacier-Express-Tagestour

Neulich gab’s von der Migros Gutscheine über die Reservierung für den Glacier-Express (GEX), also habe ich das mit dem GA kombiniert und war heute zehn Stunden lang fast ohne Unterbrechung in Zügen unterwegs. Den Abschnitt von St. Moritz bis Chur kannte ich schon fast komplett und das Ende von Brig bis Zermatt hatte ich neulich auch schon, das Zwischenstück war eben heute dran. Fahrtroute heute: REX von Wil SG nach Chur, dort für gute vier Stunden in den Glacier-Express bis nach Brig und von da via Bern/Zürich zurück nach Wil.

Die Panoramafenster im GEX scheinen den UV-Anteil im Sonnenlicht sehr gut herauszufiltern, denn sonst hätte ich jetzt mindestens leichte Verbrennungen plus Kopfschmerzen, aber nichts von dem ist vorhanden. Besonders spannend fand ich die Fahrt nicht unbedingt, auch wenn es einige “Wow”-Effekte nach ein paar Tunnels gab — so ähnlich wie wenn man im Gotthardtunnel in Airolo rauskommt und plötzlich alles sonnig ist, während es nördlich der Alpen noch regnete oder schneite.

Auf dem Oberalppass habe ich mich dann doch geärgert, dass ich da noch nicht mit dem Velo hochgefahren bin, denn dann hätte ich mir die Spiegelungen von Sitznachbarn in den Panoramafenster beim Fotografieren ersparen können und das Erlebnis, da auf gut 2000 Höhenmetern anzukommen, wäre ein ganz anderes gewesen. Also gibt’s wieder einen neuen Punkt auf der Zu-Tun-Liste, nur wird’s vielleicht dieses Jahr etwas knapp damit.

Der Bernina-Express wäre auch noch dran, aber für diese Woche reicht’s mit Zug(s)kilometern, weil ich ja am Freitag schon von Genf-Flughafen nach Wil SG gefahren bin. Von der Strecke hab ich fast nichts mitbekommen, weil ich die ganze Zeit am Laptop programmiert hab. Prioritäten…

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Giacobbo/Müller 08/2014

Eine gute Woche nach dem Umzug ist die neue Wohnung fast vollständig eingerichtet und alle Möbel sind aufgebaut.

Weil IKEA die KAUSTBY-Stühle in meiner Lieblingsfarbe nicht mehr im Sortiment hatte, bin ich bei olx.ch fündig geworden und habe mir dort acht weitere Stühle besorgt — natürlich auch noch wesentlich günstiger als neu. Bei einer der beiden Stuhltransaktionen war laut Verkäufer auch noch ein Stuhl kaputt, aber die Stühle hatten wohl einfach zu lange draussen (mit Feuchtigkeit) gestanden, so dass sie entsprechend aussehen. Einmal zerlegt, wieder zusammengesteckt und -gehämmert, da war der Stuhl schon fast wie neu. Die Sitzfläche hab ich dabei gleich noch herumgedreht, die alten Schraubenlöcher zugeleimt und alles glattgeschliffen und geölt. Sieht besser aus als vorher, nur müsste ich das jetzt mit allen Stühlen machen und dazu fehlt mir eine Werkstatt oder zumindest ein staubdichter Bastelraum. Vier weitere Stühle hab ich dann mit dem Mobility-Auto abgeholt, wobei die kürzeste Strecke von Wil nach Wetzikon (ZH) teilweise über nicht asphaltierte Strassen führte. Aber da ich pro Kilometer zahle…

Gestern war ich also zur Erholung noch zu einer Velotour im Tösstal unterwegs und habe eine Serie von 28 bzw. 29 Geocaches finden und loggen können, bevor ich später am Abend wieder Richtung Zürich unterwegs war, um mir meine persönliche achte Vorstellung von Giacobbo/Müller anzuschauen. Ich hatte ja noch nie erlebt, dass sie wegen eines Versprechers die Aufzeichnung abbrechen, aber gestern war es so weit und die zweite Aufzeichnung umso lustiger. Es war aber gleich innerhalb der ersten zwei Minuten, dass Viktor (wird er alt?) eine Pointe total vergeigt hat. Zu Gast war die Kommunikationschefin Heer, Kirsten Hammerich, drum ging’s entsprechend viel ums Militär. Passend dazu war auf meiner Rückfahrt nach Wil der IC mit Militär vollgestopft. Wird wohl irgendwo ein WK losgehn in der Ostschweiz.

Der Bonuscache der Serie und dessen Nachbarn.
Der Bonuscache der Serie und dessen Nachbarn.
Eine Kanalüberführung über die Töss.
Eine Kanalüberführung über die Töss.
Theoretisch hätte ich auch fahren können, aber auf den Balanceakt hatte ich keine Lust.
Theoretisch hätte ich auch fahren können, aber auf den Balanceakt hatte ich keine Lust.
Eine Tanksperre an der Kantonsgrenze Zürich-Thurgau.
Eine Tanksperre an der Kantonsgrenze Zürich-Thurgau.
Ein Rohmilchomat.
Ein Rohmilchomat.

Halbtagswanderung “Rondom Gais”

Nach dem Aufstehen fiel mir auf, dass ich ja heute gar nichts zu tun hätte, weil ich das Fotobuch schon gestern fertiggestellt hatte. Also schnell gefrühstückt, die Pocket-Query von Geocaching zur Cacheserie “Rondom Gais” im Appenzellerland laufen lassen, noch ein paar Utensilien eingepackt, los ging’s. Wanderungsbeginn um 09:20 Uhr, Wanderungsende um 15:50, Koordinaten jeweils der Bahnhof von Gais. Dazwischen ging es über unzählige Höhenmeter und ich habe >30 Caches suchen, finden und loggen können. Gutes Wetter und schicke Umgebung sind da oben immer inklusive. Kühe ebenfalls, nur war mir doch etwas komisch zumute, als mich ein gehörntes Rindvieh über etwa hundert Meter weit auf der Weide im Zentimeterabstand verfolgt hat.

Schicke Aussicht.
Schicke Aussicht.
Kühe irgendwo auf dem Rundweg um Gais
Kühe irgendwo auf dem Rundweg um Gais
Kühe nördlich vom Gaiser Bahnhof
Kühe nördlich vom Gaiser Bahnhof

Nabendynamotausch

Bei bike-components gab es vor kurzem eine passende Aktion, bei der unter anderem SON-Nabendynamos stark vergünstigt angeboten wurden. Da in einem meiner Räder ein SON20R lief, der für kleinere Laufräder (also bei gleicher Geschwindigkeit höhere Drehzahl) optimiert ist, wollte ich den wegen mir nicht ausreichender Stromerzeugung schon eine ganze Weile gegen einen SON28 tauschen, der entsprechend ordentlich Strom liefert, auch schon bei niedrigen Geschwindigkeiten. Im Zuge des Tauschs war es dann sogar sehr günstig, gleich den Nabendynamo mit Scheibenbremsaufnahme zu bestellen. Bike-components liefert zwar schnell in die Schweiz, aber wegen der Zölle und hohen Versandkosten ist es am Ende auch nach Abzug der deutschen Mehrwertsteuer teurer, als wenn ich es in Deutschland bestelle. Aber es gibt ja die Möglichkeit, das Paket nach Konstanz liefern zu lassen, wo ich es dann abhole, mir die Ausfuhr am Zoll quittieren lasse und mir von bike-components die Mwst. rückerstatten lassen kann. Das scheint wohl die günstigste Lösung zu sein. So habe ich quasi fast zum Nulltarif den SON20R (heute heisst der SON delux) gegen einen SON28 disc mit Scheibenbremsaufnahme getauscht.

Das Ausspeichen war einfach. Das Einspeichen dementsprechend auch, es verlief bis auf den anfänglichen Tiefschlag, die Zugspeichen in die falsche Richtung verdreht zu haben, ohne weitere Seiten- und Höhenschläge und das Vorderrad läuft prima. Jetzt fehlt nur noch die Scheibenbremse, dann hätte ich drei unabhängige Bremsen am Velo.

Der "alte" SON 20R noch eingespeicht.
Der “alte” SON 20R noch eingespeicht.
Der schwarze SON20R grad ausgespeicht, der silberne mit Bremsscheibenaufnahme wartet links aufs Einspeichen.
Der schwarze SON20R grad ausgespeicht, der silberne mit Bremsscheibenaufnahme wartet links aufs Einspeichen.

Twitter läuft jetzt auch, hab mich schon im Vorfeld der EARL Conference in London im September mit meinem Lieblingsautor von R-Packages, Hadley Wickham, angefreundet. Endlich mal eine Konferenz, zu der ich ausschliesslich wegen des Inhalts fahre — London ist für mich ansonsten keine Reise wert.

Säntis von vorn, mit Übernachtung und Morgenrot

Das nenne ich mal ein Morgenrot -- hinten die Churfirsten.
Das nenne ich mal ein Morgenrot — hinten die Churfirsten.

Vor recht genau einem Jahr war ich auf den Säntis gelaufen. Gestern folgte die Wiederholung, diesmal auf der vielbegangenen Strecke von Schwägalp: Säntis-Wanderung am 01.08. Im Unterschied zum letzten Jahr bin ich dieses Jahr aber über Nacht oben geblieben, um ein paar Elemente des Schweizerpsalms zu erleben. Abendglühn gab’s nicht wegen Bewölkung, für das Sternenheer war ich zu müde, aber dafür gab’s dann das Morgenrot ab 05:40 Uhr bei ziemlicher Einsamkeit und Stille, bis auf ein paar weit entfernt bömmelnde Kuhglocken. Das hat mich doch ziemlich an meine Ausflüge in/auf Tasmanien erinnert. Nach der Wanderung inklusive Geocaching zu zweit sind wir wieder runtergefahren, ich bin noch mal kurz heim und dann am Nachmittag wieder hochgefahren für die Übernachtung im Matratzenlager vom Alten Säntis. Nach dem Frühstück ging’s mit der ersten Bahn talwärts und von dort mit Postauto und AB wieder heim.
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