Mein Prepaid-Provider coop mobile ist ja sehr lustig: eigentlich hatte ich da immer monatlich selbst meine 300MB Datenvolumen für 9.90 Franken zu buchen. Vor kurzem wollte ich mal wieder für den Monat erneuern und hatte eigentlich schon auf die SMS gewartet, die mir mitteilen würde, dass der gebuchte Monat vorbei sei. Diese kam aber nicht. Also wollte ich von selbst neu buchen, aber das funktionierte auch nicht. Nachdem ich mich dann beim Netzbetreiber orange.ch registriert hatte, sah ich, dass in meinem Profil ein Gratismonat mit 500MB Datenvolumen eingebucht war. Auf der coopmobile-Webseite steht’s dann auch so, dass es jetzt neu 500MB für 9.90 Franken gäbe, allerdings mit dem Haken, dass es sich jetzt automatisch erneuert (also nicht mehr opt-in, sondern opt-out ist). Das stört mich weniger, aber wenn sie schon mal einen Gratismonat verschenken, über den ich mich freue, hätten sie mir ja wenigstens was dazu schreiben können.
Author: georgruss
Zweiseentour
Am Lago Maggiore ging’s schon vor einem guten Jahr entlang, heute dafür an einen anderen Ausläufer des Lago di Lugano und dann zum Lago di Como. Im Wesentlichen sieht’s da genauso aus, nur dass ich diesmal deutlich mehr auf italienischem Gebiet unterwegs war, was sich insbesondere an den Strassen und den Verkehrskünsten bemerkbar gemacht hat. Bin lange nicht mehr so häufig so knapp überholt worden, seit ich Deutschland verlassen habe. Aber bei 25°C und wolkenlosem Himmel waren eben auch die draussen, die sonst besser drin blieben, mich vielleicht sogar eingeschlossen. Die Strecke heute ging von Lugano bis nach Menaggio und dann rechts (südlich) Richtung Como, wobei ich dann in Chiasso gleich wieder zum Bahnhof abgebogen und zurück in den Norden gefahren bin. Schöne Gegend da, wirkte aber etwas trocken und war mir sogar heut schon viel zu warm. Das bestätigt auch der Tagesanzeiger, dass das heute der erste Sommertag des Jahres im Tessin war.











Giacobbo/Müller 03/2014
Was ich am 18. Dezember geschrieben hatte, haben jetzt auch andere gemerkt, aber eben nicht im Südchinesischen Meer, sondern in der Ukraine. Tom Clancy hat quasi das Drehbuch für die Ukraine (FAZ-Artikel) geschrieben, nach dem dort gerade die Ereignisse ablaufen. Faszinierend, und er war ja damit nachweislich eher dran als Putin.
Heute folgt noch der dritte Besuch dies Jahr bei Giacobbo/Müller, nächste Woche am 30.03. dann der vierte.
Threema statt Whatsapp
Jetzt, wo Whatsapp zum Gesichtsbuch gehört, wird’s wohl Zeit, gleich mal einen Messenger mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung zu nutzen. Die erste App, für die ich zahle: Threema (natürlich ein Schweizer Produkt). Das Einzige, was threema aus meiner Sicht noch fehlt, ist die Multi-Gerät-Synchronisation, wobei die natürlich mit echter asymmetrischer Verschlüsselung etwas diffiziler zu bewerkstelligen ist.
Meine Threema-ID wäre die D989NCYA.
Update am 21.02.2014: Ich scheine bei weitem nicht der Einzige zu sein. (teltarif.de) und auch bei Heise sieht’s ähnlich aus. Hoffe, Threema wird nicht vom Heise-Effekt gestört.
Giacobbo/Müller 02/2014
Die Abendveranstaltung im Kaufleuten war der Anlass, vorher eine Velo-Geocachingtour zu machen, ähnlich spontan und ähnlich zeitlich gelagert wie letztes Jahr im Winter. Antizyklisch fahren garantiert freie Velorouten ohne Ausflügler und spart das Einmotten, das Ausmotten und den Technik-Frühjahrscheck, den man ja dann sonst sowieso permanent macht. Die Strecke von 85km war recht flach und prinzipiell sind wir in Fliessrichtung des Wassers gefahren, auch wenn es in der Linthebene dann doch mal Gegenwind gab.




Update am 19.02.: Giacobbo/Müller 03/2014 dann am 09.03. 🙂
Ausflug nach Bern

Heute war Bern an der Reihe, besucht zu werden. Ich stell es nach Kurzbesichtigung einfach mal auf dieselbe Stufe wie Luzern, wobei Luzern halt noch den Vierwaldstättersee hat. Dafür hat Bern die Zwei-bis-Dreisprachigkeit und es ist einfach nett, im Migros-Restaurant zu sitzen und den Konversationen auf Schwyzerdütsch und Französisch folgen zu können. Die Altstadt ist sehr schön, das Bundeshaus mindestens so gut wie der Reichstag in Berlin, nur mit viel besserer Aussicht und es gibt meiner Meinung nach weniger Touristen als in Luzern. Und irgendwie passt die Aare perfekt ins Bild, an der ich etliche Kilometer geocachend entlanggeschlendert bin, mit dem grünen Wasser und den vielen Flussbädern. Da kann man endlich mal gegen den Strom schwimmen.






Europalust abnehmend
Während ich grad im Zug nach Bern sitze, fiel mir in der NZZ der Artikel Abnehmende Lust auf Europa auf. Die Einleitung ist mal wieder sehr blumig geschrieben:
Wenn Abstimmungen in der Schweiz «falsch» ausgehen, provozieren sie in Deutschland stets die gleichen, fast schon ritualhafte Reaktionen. Genau wie bei der Minarettinitiative folgte bei der Masseneinwanderungsinitiative zunächst der entsetzte Aufschrei der Medien. In unüberbietbarer intellektueller Bedürfnislosigkeit wurde die Schweiz zum finsteren Hort der Reaktion und des Rassismus erklärt, und in den auf Krawall gebürsteten Talk-Shows wurde der Zuschauer mit den üblichen Eruptionen der persönlichen Beleidigung, der Unterstellung und des oberflächlichen Parolenaustausches gelangweilt.
Tja, ich bin nicht der Einzige, der die Diskrepanz zwischen politischer und medialer Meinung sowie der allgemeinen Volksmeinung andererseits bemerkt hat.
Raubvogelkirchturm
Nochmal MEI
Auf Telepolis gibt’s einen weiteren sehr guten Artikel zum Thema Masseneinwanderungsinitiative. Was die EU momentan so gegenüber meinem Lieblingsland für eine Schau abzieht, spottet jedenfalls jeder Beschreibung. Alle Verhandlungen über zukünftige Abkommen (z.B. Forschung) werden EU-seitig sistiert, aber die Verhandlungen über das Zinsbesteuerungsabkommen laufen weiter. Na wer da wohl Rosinen pickt…
Jo MEI
Das Abstimmungsergebnis vom Sonntag über die Masseneinwanderungsinitiative (MEI) erschreckt mich keineswegs, auch wenn es jetzt gegen Ende überraschend kam. Ich bin seit jeher Unterstützer und Sympathisant von Einwandererselektion (nach welchen Kriterien auch immer) und hätte in diesem Sinne mit der knappen Mehrheit hierzulande abgestimmt. Was das jetzt für Konsequenzen haben wird, werden wir ja noch sehen. Die dazu in der ausländischen Presse erscheinenden Artikel sind meiner Meinung nach bestenfalls unausgewogen geschrieben. Die massive Sympathiewelle für die Schweizer Abstimmung in den ausserordentlich zahlreichen Leserkommentaren vermittelt ein ganz anderes Bild: nämlich das, dass zum Beispiel sehr viele Deutsche genauso abgestimmt hätten, wenn sie denn jemals zu einem solchen Sachthema befragt worden wären. So heterogene Länder, wie sie in der EU-27/28 vereint sind, mit der Personenfreizügigkeit zusammenzubringen, muss unweigerlich den Effekt haben, dass die wirtschaftlichen Unterschiede durch Wanderungsbewegungen ausgeglichen werden.
Die Plakatkampagnen der Gegner der MEI waren wohl auch nicht ausreichend, um das Stimmvolk von ihrer Meinung zu überzeugen. Noch dazu kann die FDP kein Deutsch. Eigentlich müsste man jetzt überall Apfelbäume abhacken.


