Giacobbo/Müller 09/2014, Tour de Valais

Die spontane Fahrt am Samstag von Wil ins Wallis mit französischsprachiger Begleitung machte am Ende doch recht viele Kilometer aus. Hier die Fahrstrecke:

Die Fahrtstrecke vom Samstag. Etwa 700 Zugskilometer.
Die Fahrtstrecke vom Samstag. Etwa 700 Zugskilometer.

Nach drei Stunden französischer Konversation war ich dann in Sion und Martigny ganz allein auf mich gestellt, aber an die Sprache gewöhnt. Das Wetter war leider nicht so besonders, und wenn beim Geocachen das Telefon nass wird, gefällt dem das auch nicht. Demnach ist auch die Ortsbesichtigung in Sion ins Wasser gefallen, und die von Martigny auch zur Hälfte. Immerhin war ich dort bei der Burg oberhalb der Stadt, von wo die Aussicht ganz akzeptabel war:

Blick über Martigny Richtung Osten. Regnerisch.
Blick über Martigny Richtung Osten. Regnerisch.

In Sion stand noch ein Postauto mit nettem Fahrtziel herum:

Wenn Philae wieder vom Kometen zurück zur Erde möchte: einfach das Postauto nehmen.
Wenn Philae wieder vom Kometen zurück zur Erde möchte: einfach das Postauto nehmen.

Danach ging’s weiter das Rhonetal abwärts bis zum Genfersee und in Lausanne dann wieder in den IC Richtung Ostschweiz. Unterwegs holte mich noch die bisher abstrakt gebliebene Erkenntnis ein, dass ja in der AFG-Arena in St. Gallen das Fussballländerspiel stattfinden würde (Schweiz/Litauen), was sich im Zustieg zahlreicher bereits alkoholisierter “Fans” in Zürich äusserte. Egal, in Wil kurz nach Hause, umziehen und dann wieder zum Bahnhof in die “Bühne am Gleis”, wo das Duo Luna-Tic zu Gast war. Obwohl ich das nicht geplant hatte, erwies sich doch mein Französischtraining an diesem Tag als sehr wirksam, weil das Programm aufgrund der Nationalität von Olli/Stéfanie gefühlt zur Hälfte auf Französisch war.

Heute, Sonntag, stand dann der neunte Besuch bei Giacobbo/Müller auf dem Programm. Erste Reihe, ganz rechts, da konnte ich Dani Ziegler beim Bassspielen sehr gut beobachten. Als Showgäste waren Vincent Kucholl und Vincent Veillon da, die auch gleich noch einen Sketch auf Französisch abgeliefert haben, das hat also auch hier perfekt gepasst. Die beiden haben ein paar Jahre lang die Satiresendung 120 secondes im welschen Radio von RTS gemacht, waren mit einem Bühnenprogramm unterwegs und demnächst gibt es eine Fernsehsendung von ihnen. Sendungslink: http://www.srf.ch/sendungen/giacobbo-mueller/mit-komi-togbonou-und-120-secondes.

Am nächsten Abstimmungssonntag Ende November folgt der zehnte Besuch in diesem Jahr.

Vermurkste Maut

Es war ja klar, dass bei der sogenannten deutschen PKW-Maut nichts Cleveres herauskommen würde. Es kommt also, wie ich befürchtet hatte: eine sinnfreie Maut mit einem absolut schlechten Kosten-Nutzen-Verhältnis, die eigentlich nur dazu dient, ausländische Strassennutzer abzukassieren anstatt Kostenwahrheit für alle herzustellen. Warum nach Hubraum? Warum so kompliziert? Die Einstufung nach Schadstoffklasse ist immerhin ein Schritt in die richtige Richtung. Warum um alles in der Welt eine Deckelung? Aber gut, Diesel ist ja dank Subventionen (niedrigerer Steuersatz) auch in D an der Zapfsäule günstiger, obwohl er einen höheren Energieinhalt hat und damit niedrigere Verbräuche zum Grossteil bedingt. Technisch wäre eine Maut nach Fahrzeuggewicht und gefahrener Strecke plus vielleicht noch nach Schadstoffklasse kein Problem mehr.

Schon bei der deutschen LKW-Maut, die immerhin mindestens nach gefahrenen Kilometern erhoben wird, wenn auch leider nicht auf dem gesamten Verkehrsnetz, hätte sich der Blick in die Schweiz gelohnt: LSVA. Und das wird sogar für den Endnutzer öfter transparent, indem zum Beispiel das Umzugsunternehmen diesen Kostenpunkt detailliert mit in Rechnung stellt. Ich hab’s schon zweimal so erlebt und da weiss ich zumindest genau, wofür einige Kosten anfallen.

Immerhin geht’s am 16.11. wieder zu Giacobbo/Müller, die in der Sendung vom 26.10. den Kafirähmli-Skandal der Migros schön verballhornen (ab etwa 22:00 Minuten im Video). So ähnlich hätte die Migros auch drüber lachen können.

Glacier-Express-Tagestour

Neulich gab’s von der Migros Gutscheine über die Reservierung für den Glacier-Express (GEX), also habe ich das mit dem GA kombiniert und war heute zehn Stunden lang fast ohne Unterbrechung in Zügen unterwegs. Den Abschnitt von St. Moritz bis Chur kannte ich schon fast komplett und das Ende von Brig bis Zermatt hatte ich neulich auch schon, das Zwischenstück war eben heute dran. Fahrtroute heute: REX von Wil SG nach Chur, dort für gute vier Stunden in den Glacier-Express bis nach Brig und von da via Bern/Zürich zurück nach Wil.

Die Panoramafenster im GEX scheinen den UV-Anteil im Sonnenlicht sehr gut herauszufiltern, denn sonst hätte ich jetzt mindestens leichte Verbrennungen plus Kopfschmerzen, aber nichts von dem ist vorhanden. Besonders spannend fand ich die Fahrt nicht unbedingt, auch wenn es einige “Wow”-Effekte nach ein paar Tunnels gab — so ähnlich wie wenn man im Gotthardtunnel in Airolo rauskommt und plötzlich alles sonnig ist, während es nördlich der Alpen noch regnete oder schneite.

Auf dem Oberalppass habe ich mich dann doch geärgert, dass ich da noch nicht mit dem Velo hochgefahren bin, denn dann hätte ich mir die Spiegelungen von Sitznachbarn in den Panoramafenster beim Fotografieren ersparen können und das Erlebnis, da auf gut 2000 Höhenmetern anzukommen, wäre ein ganz anderes gewesen. Also gibt’s wieder einen neuen Punkt auf der Zu-Tun-Liste, nur wird’s vielleicht dieses Jahr etwas knapp damit.

Der Bernina-Express wäre auch noch dran, aber für diese Woche reicht’s mit Zug(s)kilometern, weil ich ja am Freitag schon von Genf-Flughafen nach Wil SG gefahren bin. Von der Strecke hab ich fast nichts mitbekommen, weil ich die ganze Zeit am Laptop programmiert hab. Prioritäten…

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Mustergültige Überreaktion

Ich finde, da sollten einige M-Entscheider mal zum Militär gehen, um den Begriff Verhältnismässigkeit aufzufrischen. Wenn man einen Sprayer in der Unterführung erwischt, wird der doch auch nicht gleich erschossen.
https://community.migros.ch/m/Top-Themen/Unverzeihlich-Hitler-und-Mussolini-auf-Kaffeerahm-Deckeli. Über Napoleon oder Stalin hätte sich sicher niemand beschwert, sondern milde darüber gelächelt. Und genau das hätte man hier auch tun sollen.

Art International 2014

Auf der Vernissage der Art International gab es ziemlich viel in meinen Augen nicht so Wertvolles zu bestaunen, aber das soll ja Geschmackssache sein. Die Preise für viele Ausstellungsstücke waren meiner Meinung nach auch jenseits von Gut und Böse, da ich meist maximal den Materialwert gezahlt hätte. Aber gut, wenn ich zuviel Zeit und Musse hätte und ansonsten versorgt wäre, würde ich auch lieber Schreiner statt Künstler werden. Die grossen Meister, die ich damals in Canberra gesehen hatte, entliehen aus dem MoMA, hatten mich schon deutlich mehr beeindruckt. Da liefen auch deutlich weniger künstliche und aufgetakelte Frauen herum.

Fotorealistische Ölgemälde ohne Pixelsalat waren aber dann doch bestaunenswert, zum Beispiel die von Rainer Schoch. Wenn ich nicht schon eigene Fotos bei mir aufgehängt hätte, könnte ich mir diese noch vorstellen.

Bilder von Rainer Schoch
Bilder von Rainer Schoch

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Giacobbo/Müller 08/2014

Eine gute Woche nach dem Umzug ist die neue Wohnung fast vollständig eingerichtet und alle Möbel sind aufgebaut.

Weil IKEA die KAUSTBY-Stühle in meiner Lieblingsfarbe nicht mehr im Sortiment hatte, bin ich bei olx.ch fündig geworden und habe mir dort acht weitere Stühle besorgt — natürlich auch noch wesentlich günstiger als neu. Bei einer der beiden Stuhltransaktionen war laut Verkäufer auch noch ein Stuhl kaputt, aber die Stühle hatten wohl einfach zu lange draussen (mit Feuchtigkeit) gestanden, so dass sie entsprechend aussehen. Einmal zerlegt, wieder zusammengesteckt und -gehämmert, da war der Stuhl schon fast wie neu. Die Sitzfläche hab ich dabei gleich noch herumgedreht, die alten Schraubenlöcher zugeleimt und alles glattgeschliffen und geölt. Sieht besser aus als vorher, nur müsste ich das jetzt mit allen Stühlen machen und dazu fehlt mir eine Werkstatt oder zumindest ein staubdichter Bastelraum. Vier weitere Stühle hab ich dann mit dem Mobility-Auto abgeholt, wobei die kürzeste Strecke von Wil nach Wetzikon (ZH) teilweise über nicht asphaltierte Strassen führte. Aber da ich pro Kilometer zahle…

Gestern war ich also zur Erholung noch zu einer Velotour im Tösstal unterwegs und habe eine Serie von 28 bzw. 29 Geocaches finden und loggen können, bevor ich später am Abend wieder Richtung Zürich unterwegs war, um mir meine persönliche achte Vorstellung von Giacobbo/Müller anzuschauen. Ich hatte ja noch nie erlebt, dass sie wegen eines Versprechers die Aufzeichnung abbrechen, aber gestern war es so weit und die zweite Aufzeichnung umso lustiger. Es war aber gleich innerhalb der ersten zwei Minuten, dass Viktor (wird er alt?) eine Pointe total vergeigt hat. Zu Gast war die Kommunikationschefin Heer, Kirsten Hammerich, drum ging’s entsprechend viel ums Militär. Passend dazu war auf meiner Rückfahrt nach Wil der IC mit Militär vollgestopft. Wird wohl irgendwo ein WK losgehn in der Ostschweiz.

Der Bonuscache der Serie und dessen Nachbarn.
Der Bonuscache der Serie und dessen Nachbarn.
Eine Kanalüberführung über die Töss.
Eine Kanalüberführung über die Töss.
Theoretisch hätte ich auch fahren können, aber auf den Balanceakt hatte ich keine Lust.
Theoretisch hätte ich auch fahren können, aber auf den Balanceakt hatte ich keine Lust.
Eine Tanksperre an der Kantonsgrenze Zürich-Thurgau.
Eine Tanksperre an der Kantonsgrenze Zürich-Thurgau.
Ein Rohmilchomat.
Ein Rohmilchomat.

Die unanständige Anstalt

Nachdem ich diesen Artikel gelesen hatte, musste ich unbedingt noch Die Anstalt vom 23.09. schauen. Ja, es hat sich gelohnt, und zwar einerseits wegen Max Uthoff und andererseits insbesondere wegen des Schauspiels in den letzten acht Minuten der Sendung. Das wird aber nur dann wirklich gut, wenn man die Hintergründe kennt. Sehenswert auch der Ausschnitt über die Eingriffe im Nahen Osten. Sehr ähnlich zu Volker Pispers’ Programmausschnitt zum selben Thema.

Nachtrag am 07.10.: weitere Berichterstattung auf Telepolis.

Erneut umgezogen.

Pünktlich (genau wie beim letzten Mal) und zügig ging es mit dem Umzugsteam vom Odermatt am Samstagmorgen 300m weiter westlich. Das Beladen des LKWs war nach einer Stunde erledigt. Dann folgte eine kurze Fahrt in die Altstadt, wobei für die letzten 30m sogar zwei offizielle Bewilligungen der Stadt Wil notwendig waren. Gut, musste ich mich darum nicht kümmern. Mit dem Möbellift ging alles bequem in die dritte Etage durchs Fenster. Bis zum Tatort am Sonntagabend war dann auch fast alles aufgebaut und eingeräumt und die Pflanzen waren verteilt, so dass die Wohnung sogar benutzbar ist. Nur für meine Netzwerkverkabelung muss ich wohl doch mal noch ein Kabel vom einen Ende zum anderen Ende der Wohnung ziehen, weil die 1.8MB/s übers Stromnetz nicht schnell genug sind.

Raus ging's mit der Hebebühne. 60 Minuten.
Raus ging’s mit der Hebebühne. 60 Minuten.
Rauf ging's mit dem Lift. Ebenfalls 60 Minuten.
Rauf ging’s mit dem Lift. Ebenfalls 60 Minuten.
Hm, da hätte ich dem Sonnenaufgang noch eine Weile zuschauen können, musste aber zur Arbeit.
Hm, da hätte ich dem Sonnenaufgang noch eine Weile zuschauen können, musste aber zur Arbeit.