Ballstad

Sogar zu den popeligen Aussichtspunkten geht’s mal gleich 150 Höhenmeter steil rauf, das sah doch auf der Cache-Karte deutlich einfacher aus. Das Wetter zog sich langsam zu, wie angekündigt. Wenn ich auf einen der anderen zahlreichen Gipfel gelaufen wäre, hätte es mich da mit Wind und Regen erwischt. Daher war’s quasi ein Pausentag, nur noch Essen gehn in Leknes.

Nach der gestrigen Wanderung kenne ich jetzt auch die Berge, wo Anfang Januar die Rückkehr der Sonne nach totaler Abwesenheit über mehrere Wochen gefeiert wird. Interessantes Konzept und witzige Tradition.

Zwei Hügel pro Tag

Wenn das Wetter schon mal trocken und sonnig ist, muss man die Zeit auch draussen nutzen. Hab mich kurz mit dem Rasenmäher unterhalten, der fand auch, dass er mal rauskommen müsste.

Für den Abend hatte ich schon abgemacht, der Vormittag war noch zu haben — also los zum Offersøykammen, dort waren auch zwei Caches zu haben. https://coord.info/GC7YJ50 liegt da seit 2018 und hat erst zehn Logs. Weil ich keine Lust hatte, denselben Weg hoch und runter zu laufen, bin ich also erst zu dem tieferen Punkt gestiefelt, entlang der Isohypse. Karten mit Höhenmetern sind da sehr praktisch. Danach dann auf dem Kamm weiter zum Gipfel auf 436moh. Insgesamt doch eine recht feuchte Wanderung, da das jetzt der erste sonnige Tag nach mehreren Wochen Regen und Schnee war. Aber gute Aussichten.

Auf dem Gipfel waren doch tatsächlich noch mehr Leute, aber die waren alle später losgelaufen. Die Belgier, die ich erst mit ihrer GoPro fotografiert hatte, hatten sich gewundert, dass ich schon so früh (11 Uhr? Früh?) oben war, aber ich war auch erst 09 Uhr losgelaufen. Sie hatten mich dann auch fotografiert und ich meinte nur im Spass “na eigentlich braucht man da am besten eine Drohne dafür”. Zack, hat er tatsächlich eine ausgepackt und meinte, dass er das Ding immer nur rumschleppen, aber viel zu selten benutzen würde. Leute gibt’s — wenn ich schon so ein Teil da mit raufschleppe, dann doch bitte nicht nur als Ballast.

Nach dem Abstieg bin ich zum Mittagsschlaf erstmal wieder heimgefahren und dann 17:30 Uhr wieder los, um 18:30 Uhr gemeinsam auf den Holandsmælen zu wandern. Local Knowledge: auf der Sonnenseite und dann oben mit Sonne von vorne. Die Reflexion der Sonne im Wasser bringt echt nochmal 5-10°C mehr, es war super warm oben und Sonnencreme war nötig und am Mann (auch angebracht).

Nach dem Abstieg ging’s wieder heim und, ähm, huch, es ist 01:22 Uhr und immer noch taghell 🙂 Immer schön sind hier die Hinweise bei Caches, die da lauten: unter einem Stein. Und selbst wenn’s jetzt die nächsten zehn Tage nur noch schifft, hat es sich doch nach heute schon gelohnt.

Ein fremdes U-Boot vor meinem Strand? 23:30 Uhr.