R(h)einfall

Momentan hat der (Ober)Rhein doch noch ziemlich viel Wasser, da lohnte sich der Teamausflug an den Rheinfall von Neuhausen/Schaffhausen an die grössten Wasserfälle Europas. Eine kleine Fährfahrt und eine grosse Bootstour (mit französisch eingestelltem Audio-Guide) später ging’s zum Nachtessen und dann wieder retour. Die S-Bahn-Linie S33 hält direkt oberhalb vom Schloss Laufen und die anderen Züge fahren auch oben rundherum mit dem Panoramablick.

Panoramazuglinie
Panoramazuglinie

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Altbundesratssammlung plus drei

Arnold Koller, Ruth Metzler, Moderatorin Beatrice Gmünder, Hans-Rudolf Merz
Arnold Koller, Ruth Metzler, Moderatorin Beatrice Gmünder, Hans-Rudolf Merz

Im Januar war ich ja bei der Neujahrsveranstaltung der SVP in Wattwil, wo Altbundesrat Christoph Blocher über bedeutende Persönlichkeiten aus dem Toggenburg referierte. Bisher hab ich noch keinen amtierenden Bundesrat getroffen, aber dafür heute beim Ausflug nach Appenzell drei weitere Altbundesräte in einer moderierten Diskussion erleben dürfen. Continue reading “Altbundesratssammlung plus drei”

Notenautomat

20130503-ikea-rueckfahrt Der Chariot Captain, den ich jetzt seit einer Weile mein eigen nenne, eignet sich durch seine feste Bodenwanne (statt Stoffbezug) prima zum Schwerlasttransport. Gestern mittag war’s ein Schwerlastregal vom ALDI mit 25kg und gestern abend Balkonmöbel vom IKEA mit insgesamt aber nur 14kg. Bei IKEA war auch eher die gefahrene Strecke von 36km bis nach Winkeln entscheidend. Das Foto ist an einem der wenigen Bahnübergänge in der Umgebung entstanden (Strecke der Appenzeller Bahnen in der Nähe vom Bahnhof Gossau).

20130503-notenautomatUnterwegs gab’s im langgezogenen Industriegebiet in Gossau (neben Bahnlinie und Autobahn) noch diverse Tankstellen. Ich hab zwar in meinem Leben noch keine Noten zur Orchesterprobe vergessen, soweit ich mich erinnern kann, aber auch für diesen Fall ist die Schweizer Infrastruktur gewappnet: es gibt Notenautomaten. Okay, eigentlich geht’s da nur ums Geld, aber die Vorstellung, sich vergessene Cellonoten am Automaten holen zu können, ist schon witzig und prinzipiell durch Digitalisierung ja kein Problem. Statt Notenpulte gibt’s dann grosse Tablets und zum Umblättern wischt man einfach über den Bildschirm. Wenn der Solocellist dann Striche einzeichnet, kann man die gleich ans ganze Register übertragen. Einige Sachen wären schon praktisch, aber ich bleib doch lieber beim Papier.

Creux du Van

Mir hatten zwei Freunde unabhängig voneinander empfohlen, im Neuenburger Jura den Creux Du Van anzuschauen, einen halbwegs spektakulären Ausräumungskessel. Also bin ich via Bern und Neuchâtel bis ins Val de Travers und von dort mit dem Velo auf den Berg hoch, Höhenunterschied etwa 700m. Anfangs war alles noch schneefrei und der Niederschlag war erträglich. Je weiter ich nach oben kam, desto schwieriger war, es in den teilweise 30cm tiefen Spurrinnen noch zu fahren. Irgendwann begann dann auch ein (ohne Schnee prima zu fahrender) Wanderweg und da konnte ich mein Fahrrad nur noch abstellen und zu Fuss weiterlaufen. Schneeschuhe wären angebracht gewesen, denn ohne bin ich teilweise bis übers Knie eingesunken, so dass das Laufen recht mühsam war. Die Sicht war teilweise so gut wie Null, es war durch den Nebel und die von oben draufscheinende Sonne extrem hell und ohne GPS wäre ich wohl wieder rumgedreht. So konnte ich aber dem Pfeil folgen, mich bis an den Rand des Kraters begeben und dann an der Trockenmauer entlanglaufen. Zumindest waren die senkrecht abfallenden Mauern mangels Sicht keineswegs furchteinflössend. Der erste Geocache der Schweiz war dann schnell gefunden und ich bin wieder rumgedreht, denn langsam wurde es auch kalt und nasse Füsse hatte ich sowieso. Immerhin keine nasse Hose, denn ich hatte ja kurze Velohosen an. Von dort, wo ich mein Velo parkiert hatte, ging es auf anderem Weg bergab bis nach Couvet, wo ich dann auch gleich in den Zug nach Neuchâtel stieg und via Bern wieder zurückfuhr.

Er hätte oben eigentlich so aussehen sollen.

Hier die Rückfahrt (Bern bis Uzwil kein GPS-Emfang, nur für die Entfernungen): http://www.gpsies.com/map.do?fileId=chpakchczujidrlf und hier die Wander-und-Velostrecke:http://www.gpsies.com/map.do?fileId=ygsyyfwlrzdiqqcf.

Morgenlektüre und der Fahrplan.
Morgenlektüre und der Fahrplan.
Die Uhr unten rechts ist besonders schick, deswegen wollte Apple die ja auch kopieren.
Die Uhr unten rechts ist besonders schick, deswegen wollte Apple die ja auch kopieren.
Da wollte ich eigentlich erst los, bin aber noch eine Station weiter gefahren.
Da wollte ich eigentlich erst los, bin aber noch eine Station weiter gefahren.
Die Spurrinnen wurden später noch viel tiefer.
Die Spurrinnen wurden später noch viel tiefer.
Ab nach links.
Ab nach links.
Selbst unter den Taschen waren noch etwa 40cm Schnee bis zum Boden.
Selbst unter den Taschen waren noch etwa 40cm Schnee bis zum Boden.
Zitrone-Thymian-Tee mit viel Zucker.
Zitrone-Thymian-Tee mit viel Zucker.
Mindestens 70cm tiefer Schnee.
Mindestens 70cm tiefer Schnee.
Quasi null Sicht, aber man kann steile Felswände erahnen.
Quasi null Sicht, aber man kann steile Felswände erahnen.
Dafür rennt man jetzt da hoch :-)
Dafür rennt man jetzt da hoch 🙂
Rückfahrt ab Neuchâtel, immer noch mit Schnee.
Rückfahrt ab Neuchâtel, immer noch mit Schnee.

Ostwind und Westwind

Da in Konstanz das Velozubehör auch ohne Mehrwertsteuererstattung noch billiger ist als hierzulande, habe ich das zu ersparende Geld in eine Ostwind-Verbundnetztageskarte und eine Velotageskarte investiert und war gleich früh in Konstanz, nachdem ich mich gestern erkundigt hatte, ob das, was ich brauchte, auch vorrätig sein würde. Morgens um kurz vor 09 Uhr ist in Konstanz ja wirklich der Hund verreckt, man kann sich frei bewegen und es schienen wirklich alle lange geschlafen zu haben. Also habe ich meine Besorgungen erledigt, bevor es dann voll wurde und bin am Bodensee entlang Richtung Romanshorn gefahren, zwischendurch ganz spontan in den Zug gestiegen, so dass ich dann später in Romanshorn den Voralpenexpress Richtung Luzern besteigen konnte, den ich aber in Uznach (nach zwei längeren Tunnels) wieder verlassen habe. Von dort hatte ich eine Fahrt am Walensee entlang, von West nach Ost, geplant und eventuell bei gutem Vorankommen später noch ab Sargans das Rheintal abwärts. Um die Jahreszeit scheint auch von den Velofahrern noch kaum jemand unterwegs zu sein, ausser Hundehaltern habe ich unterwegs nicht viele Leute getroffen. Einige Geocaches, Pausen und Kilometer später war ich dann in Walenstadt an der östlichen Seite des Sees angelangt. Von dort war es eigentlich nicht mehr weit bis nach Sargans, aber da ich a) mir Zeit gelassen hatte, b) keine Lust auf einsetzenden Gegenwind hatte und c) ja sowieso eine Tageskarte für den ÖV hatte, bin ich in Flums schon in den Zug gestiegen und über Sargans und Altstätten bis nach Hause gefahren.

Passenderweise habe ich dann noch meinen Kinogutschein von der letztjährigen Neuzuzügerbegrüssung in Uzwil einlösen können und war im Uzwiler KinoCity, um mir Himmelfahrtskommando anzuschauen. Der Film spielt zufälligerweise am Walensee und zwar in Mühlehorn, das ich heute auch während einer Pause ausgiebig besichtigen konnte. Im Film heisst es Gottlingen und wer Quentin Tarantinos Pulp Fiction mag, kann sich bei diesem Film sehr gut aufgehoben fühlen.

Das Wetter war zum Fahren prima, der Rückenwind sehr praktisch, nur etwas weniger diesig hätte es am Walensee sein können. Aber hey, der läuft ja nicht weg. Die Strecke von heute oder zumindest ein Teil davon ist auch da: auf gpsies.com; selbst gefahren bin ich da aber nur von Uznach bis Flums, der Rest war ÖV. Wenn’s wärmer ist, dürften die Züge wohl auch mit Velos etwas voller sein, ich war heute in insgesamt acht benutzten Zügen der einzige mit Velo.

Kleine Umgebungstour

Langsam wird es wieder wärmer, die Strassen sind alle schneefrei, die Waldwege allerdings noch nicht. Mit ein paar Geocaches habe ich mir eine Tour bis nach Bronschhofen zusammengestellt und bin die dann wieder mit dem Bluetooth-Knopf als Navi im Ohr abgefahren, zwischendurch noch mit Stops im Baumarkt, Brocki und Bäcker. Abfahrtstemperatur: -3°C, Ankunftstemperatur +8°C, die kurze Hose war also perfekt. Das Velo hat jetzt entsprechend dem anderen die gleiche Kombination aus Utopias X-Act-Randonneur-Lenker mit den Griffen von Magura HS66, hydraulisch gekoppelt mit den HS33, die ich schon vorher hatte. Im Sommer gibt’s jedenfalls jede Menge fliessendes Wasser in der Umgebung zum Am-Ufer-NZZ-Lesen oder einfach nur zum Pause-Machen.

Säntis, mal wieder

Die Bauten wirken wie eine Raumstation.
Die Bauten wirken wie eine Raumstation.
Um den Kronberg von gestern noch zu toppen, ging es heute etliche Meter höher, wobei es tatsächlich auf der Schwägalp schon Sonne hatte. Nach einem längeren Nickerchen in der Mittagssonne ging’s dann zum Kaffeetrinken ins Gipfelresti und dann mit einsetzender Abendsonne wieder talwärts. Sonne satt mit dem Säntis-GA. Continue reading “Säntis, mal wieder”

Kronberg: Schlitteln und Sonne

Über den Wolken...
Über den Wolken…
Kein Wunder, dass ich hier noch kaum Solarien gesichtet habe, denn über den Wolken gibt’s Sonne hier permanent gratis. Während es auf Uzwils 500 Höhenmetern wie üblich bewölkt war, war es so ab 1500 Höhenmeter deutlich sonnig und man befand sich über einer geschlossenen Wolkendecke. Nur Fliegen ist schöner. Oben gab es die längste Bank der Welt zu besichtigen (seit August 2012, mit Geocache). Beim Plural von Bank fällt mir da nur der Herricht-und-Preil-Sketch mit dem Krimi ein: da bei youtube anzuhören. Abwärts ging es sodann mit dem Davoser mit Vmax=42km/h und zwei unfreiwilligen Abstiegen vom Schlitten auf der längsten Schlittelpiste der Ostschweiz. Lohnt sich durchaus!
Klar, was sonst bei dem Wetter?
Klar, was sonst bei dem Wetter?

Tessin-Tagestour

Nordufer vom Lago Maggiore, Blick Richtung Nordosten.
Nordufer vom Lago Maggiore, Blick Richtung Nordosten.

Ich weiss gar nicht, wie ich eigentlich auf die Idee gekommen war, mal wieder eine Tagestour in einen der Schweizer Zipfel zu unternehmen. Die letzte Strecke Richtung Genf/-er See war ja auch schon im letzten Mai noch ohne Velo. Das Wetter hatte sich für gestern im Tessin als sehr gut vorhergesagt, und zu zweit fährt sich’s eh noch besser, also führten uns die SBB/FFS Richtung Süden. Continue reading “Tessin-Tagestour”