Grenznäheberechnung (mit R-Skript)

Alle reden immer vom Einkaufstourismus und dass ja viele Schweizer grenznah wohnen. Das kommt natürlich drauf an, wie man Grenznähe definiert. Wenn man die Luftlinie verwendet, kann man das relativ einfach in R berechnen, mit frei verfügbaren Daten. Das Ergebnis sieht dann beispielsweise so aus (Darstellung in QGIS):

Luftlinien-Entfernung zur Grenze in Metern
Luftlinien-Entfernung zur Grenze in Metern

Jetzt könnte man das Gleiche noch mit Fahrzeiten entlang der Strassen oder Bahnlinien machen, nur dafür ist es nicht so ganz trivial zu berechnen, weil man dann statt einfacher Luftlinien-Entfernungen zwischen Koordinaten ein echtes Routing machen muss.

Die Daten kommen vom Bundesamt für Statistik: STATPOP2013 und von Swisstopo: SwissBoundaries3D.

Die Berechnungsroutine kommt von mir: https://github.com/datacyclist/CH-plz-distance/blob/main/04-hektarraster-distanz-grenze-parallelisiert.R. Hoffe, das ist halbwegs gut kommentiert. Einfach in ein Verzeichnis, dann noch die entsprechenden Dateien vom BfS dazu und die Grenze (shape-File), fertig. Es rechnet eine Weile. Auf einem halbwegs aktuellen PC mit entsprechender Parallelisierung (4 Cores z.B., im Skript anpassbar) etwa eine Stunde. Genug Zeit, um zwischendurch mal die Limmat rauf und runter zu schwimmen 🙂

Mit ein paar Auswertungen kann ich auch dienen:

Bevölkerung in Grenznähe (absolute Zahlen)
Bevölkerung in Grenznähe (absolute Zahlen)

Mehr als 1.5 Mio Menschen leben in weniger als 5km Entfernung (Luftlinie) zur Grenze.

Bevölkerung in Grenznähe, relativ und kumuliert
Bevölkerung in Grenznähe, relativ und kumuliert

Anteilig: 20% in weniger als 5km Grenzentfernung. Etwa die Hälfte hat weniger als 20km Entfernung. Da sind sicher noch etliche Sachen, die man bereinigen könnte, beispielsweise den Bodensee oder den Genfersee oder halt auch Täler im Wallis. Die sind zwar schnell an der Grenze, aber auf der anderen Seite sind auch nur Berge. Wenn man jetzt was mit Einkaufstourismus rechnen wollte, käme man da in die Bredouille.

Pocketbook 626 und Aqua

Noch kurz vor dem Urlaub hab ich es geschafft, mich auf meinen ebook-Reader (Pocketbook 626) draufzusetzen. Kurz “knack” und kaputt war das E-Ink-Display. Auf der Suche nach einem Ersatzgerät bin ich auf das Pocketbook Aqua gestossen. Es hat zwar eine niedrigere Auflösung als das Pocketbook Touch Lux 2 (= Pocketbook 626 laut Innenseite des Geräts, genaue Bezeichnung PB626-Y-WW) und auch keine Hintergrundbeleuchtung, aber beides hat mich nie sonderlich interessiert. Der Lieferant war diesmal nicht digitec, sondern brack.ch, die Daten und Bücher waren eh alle in der Dropbox, also war nach einer längeren Synchronisier-Session alles wieder auf dem Stand von vorher, aber eben mit dem neuen Gerät.

Wie entsorge ich die Daten vom alten Gerät? Das Gerät selbst ist ja kein Problem. Also aufgeknipst: das geht ganz einfach und eigentlich auch zerstörungsfrei, einfach oben neben den Löchern mit einem Sackmesser in den Spalt zwischen Deckel und Rückseite und die Klips-Verriegelung lockern und dann rundherum weitermachen. Praktischerweise stellte sich dann heraus, dass sich die Daten vom Gerät ganz einfach entfernen lassen: der sogenannte “interne Speicher” ist auch nur eine fest eingebaute Micro-SD-Karte, die ich herausgelöst habe. Der Li-Ion-Akku kommt ins Recycling, der Rest in den Elektroschrott.

Pocketbook 626 (= Pocketbook Touch Lux 2 bzw. PB626-Y-WW) geöffnet. 4-GB-Micro-SD-Karte auf der Platine etwa in der Mitte links.
Pocketbook 626 (= Pocketbook Touch Lux 2 bzw. PB626-Y-WW) geöffnet. 4-GB-Micro-SD-Karte auf der Platine etwa in der Mitte links.

Hitze und Bandbreite

Auch wenn Thurcom mit den neuen Bandbreiten für die Abos dem Markt preis-leistungs-mässig hinterherhängt, sind 50% mehr Geschwindigkeit für mein Abo zum gleichen Preis doch ganz in Ordnung. Der Upload hat dann aber immer noch nur 3MBit/s, während ich mit LTE auf etwa 20MBit/s komme. Mein Beitrag vom September 2013 gilt immer noch.

Thurcom mit mehr Bandbreite
Thurcom mit mehr Bandbreite

Aussentemperatur 12 Uhr 33°C, Innentemperatur 27°C. Aalborg hat mir da deutlich besser gefallen.

Personalisierte Preise im Supermarkt

Via digitale Coupons kommen so langsam die personalisierten Preise. Beim Coop hab ich das in der Supercard-App schon eine ganze Weile, die Migros hat seit kurzem auch digitale Bons. Ich kann also vor dem Einkauf bestimmte (auf mich zugeschnittene) Angebote aktivieren und der Rabatt oder die Aktion werden dann direkt an der Kasse eingelöst. Zum Beispiel ein 30%-Bon auf alle Kaltbach-Käseprodukte: im Regal oder in der Werbung stand davon nichts, aber ich hatte den in der App verfügbar. Also hab ich den Bon aktiviert und dann 2kg Raclettekäse 30% günstiger gekauft. Kunden vor und hinter mir an der Kasse zahlen dann also einen anderen Preis als ich, was ja schon fast ein personalisierter Preis ist — je nachdem, wie gross die Gruppe der Kunden ist, die den Bon bekommt und ob alle -30% bekommen oder manche -20% oder andere sogar +10%. Gut, bei letzterem müsste man dann den Bon wohl zwangsweise aktivieren.

Die logische Erweiterung sind dann vollständig personalisierte Preise, wie dieser Technology-Review-Artikel gut beschreibt. Es gibt Pilotprojekte, die Kunden sind zufrieden und der Supermarkt auch. Was also online schon lange funktioniert (z.B. die verschiedene Zahlungsbereitschaft je nach Betriebssystem oder Browser festzulegen), kommt dann auch irgendwann in den Einzelhandel.

Mehr Velostellplätze

…im Zug: im IC2000 gibt’s demnächst mehr Platz. Auf der Rückfahrt von Bern vorgestern waren tatsächlich schon alle fünf Plätze belegt, aber ich konnte mein Velo noch dazwischendrängeln. Wenn dann erstmal neun Plätze vorhanden sind, wird’s noch besser. Vor allem sind die SBB nicht auf die dämliche Idee gekommen, Velostellplätze und herunterklappbare Sitze zu kombinieren — zumindest nicht auf der Seite mit den Haken, auf der anderen Seite schon. Wegen mir könnt’s auch ein komplettes Doppelstockwagenuntergeschoss sein, das keine Sitze hat, sondern nur Stellfläche.

Lago-Maggiore-Tour und Wind

Da ich mein Zelt noch nie probeaufgebaut hatte, musste das mal sein, und nichts liegt näher als Ende März an den Lago Maggiore zu fahren (siehe auch 2013 und 2014) und dort zu zelten. Na gut, zumindest mit GA. Anreise bis Bellinzona mit ICN, ab dort auf zwei Rädern weiter. Die Tour ging am ersten Tag (13-16 Uhr) bis Maccagno und die Sonne hat schon für gerötete Beine gesorgt (der Rest war gut verpackt). Das Zelten war unkritisch und der Wind hat nicht sehr gestört. Der Lärm der Strasse und der Bahnlinie waren permanent als Rauschen hörbar — nein, es war nicht das Plätschern des Sees, ich hab’s extra nachgeprüft.

Am nächsten Morgen ging die Fahrt bis Luino, dort zum Ausprobieren von Carrefour-Supermarkt (nicht gut) und Coop-Supermarkt (wesentlich besser, mit Self-Checkout) und zum Frühstück ans Seeufer. Der Wind machte sich bereits stark bemerkbar und ich hatte schon so ein Gefühl, dass ich mit Rückenwind sicher noch bis zum Südende des Sees kommen würde. Bei Gegenwind würde ich weiterfahren, bei Seitenwind und Böen wär’s vorbei. Nach dem Mittagessen bei McD (wo kriegt man sonst soviel Kalorien für sowenig Geld, zumal im Euroland?) bin ich bis Arona weitergefahren, aber da war dann wirklich Schluss mit lustig. Bei Seitenwind hat es mich mehrfach auf der Strasse in der Spur versetzt und bei langsamer Fahrt fast umgeweht. Permanenter Gegenwind wäre okay gewesen, wenn auch lästig, aber bei dem Verkehr dazu war mir das zu gefährlich. Also bin ich zum Bahnhof, hab mir ein Ticket für 5.25 EUR bis Domodossola gelöst und von dort war ja wieder freie Fahrt mit GA/Velopass via Simplon-Tunnel, Brig, Lötschbergtunnel, Bern und ab dort ohne Umsteigen bis Wil. Nicht schlecht, in knapp 36h hab ich drei der grossen Tunnels von innen gesehen (plus Gotthard eben noch, ab 2016 dann auch noch den der Durchmesserlinie).

Mein Smartphone hatte bei voller Displaybeleuchtung, 3G und Navigation dank Forumslader immer vollen Akku und der Forumslader selbst war auch immer voll. Sehr praktisches Teil, zwischendurch in den Tunnels konnte ich dank eigens gefertigtem Kippschalter am Lenker auch die volle Beleuchtung zuschalten. Nur das Flattern des Rahmens bei voller Beladung nervt enorm. Der scheint eine Eigenfrequenz zu besitzen, die bei 18km/h zum starken Aufschaukeln führt. Bei doppeltem Tempo (36km/h) genauso, was ja zu erwarten ist; nochmal wollte ich das Tempo allerdings nicht verdoppeln. Vermutlich sind die Laufräder nicht ganz rund und helfen beim Aufschaukeln mit. Verschieben des Gepäcks hat nichts bewirkt, es hilft wohl nur ein stabilerer/steiferer Rahmen.

So ungefähr hatte ich mir die Rundtour ausgemalt, inklusive Camping-POIs von archies und Geocaches.
So ungefähr hatte ich mir die Rundtour ausgemalt, inklusive Camping-POIs von archies und Geocaches.
Magadino-Ebene.
Magadino-Ebene.
Doch, Frühling.
Doch, Frühling.
Irgendwo am Ostufer auf der Strecke.
Irgendwo am Ostufer auf der Strecke.
Sieht halt überall gleich aus.
Sieht halt überall gleich aus.
Sie verlassen den neutralen Sektor.
Sie verlassen den neutralen Sektor.
Velo, Zelt und zufällig (?) die beste Stellplatznummer.
Velo, Zelt und zufällig (?) die beste Stellplatznummer.
Spätnachmittagsstimmung am Zeltplatz in Maccagno.
Spätnachmittagsstimmung am Zeltplatz in Maccagno.
Abendstimmung am Zeltplatz in Maccagno.
Abendstimmung am Zeltplatz in Maccagno.
Morgenstimmung in Luino. Plus Wind...
Morgenstimmung in Luino. Plus Wind…
Rückblick aufs Ostufer des Lago Maggiore.
Rückblick aufs Ostufer des Lago Maggiore.
Gedenkstein, Kapelle, etc.
Gedenkstein, Kapelle, etc.
Eine Mischung aus dem deutschen Netto-Hund und dem Schweizer Migros-Namen?
Eine Mischung aus dem deutschen Netto-Hund und dem Schweizer Migros-Namen?
Südausfluss des Lago.
Südausfluss des Lago.
Der Wind ab Arona, der mich zum Abbruch der Tour bewegte.
Der Wind ab Arona, der mich zum Abbruch der Tour bewegte.
Rückfahrt mit Zug via Domodossola.
Rückfahrt mit Zug via Domodossola.
Ab Domodossola dann auch in meinen Lieblingszügen, via Brig/Bern.
Ab Domodossola dann auch in meinen Lieblingszügen, via Brig/Bern.

Fehlgeleiteter Gutschein

Die SBB sind ja ziemlich gut, wie ich finde. Nur ihre Marketingabteilung mit den Direct-Mailings könnte besser werden: sie schicken mir zum bevorstehenden Geburtstag einen 10-Franken-Gutschein, den ich für Onlinetickets oder Mobiletickets einlösen kann. Leute, ihr müsst mal noch beim Selektieren das Flag setzen (und auch beachten), ob jemand ein GA hat oder nicht. Wenn ein Kunde ein GA hat, dann bringt ihm dieser Gutschein so gut wie nichts. Da könnte auch die Swisscom Gutscheine für Datenvolumen an Leute verteilen, die Flatrates dafür haben.

Best of Säntis

Am Samstag hab ich nach etwas Bastelei mit meiner Velobeleuchtung den Forumslader auf einer Tour von Konstanz nach Schaffhausen probegefahren. Funktioniert einwandfrei, hatte die ganze Zeit Smartphone mit Radiostream über LTE angeschaltet plus Navigation (Locus) und am Ende war das Smartphone voll und der Forumslader hatte nach den 60km auch einen höheren Ladestand als bei Abfahrt. Nur das Licht war nicht an, denn das hätte nochmal gute drei Watt extra geschluckt und dafür reichen die gut 5W bei normaler Reisegeschwindigkeit von 20km/h nicht aus, sondern ich hätte halt 30km/h fahren müssen.

Die Kamera hatte ich vergessen, drum gibt’s nur die Best of Säntis der letzten paar Wochen.

Fast wie auf dem Vollmond-Bier der Brauerei Locher.
Fast wie auf dem Vollmond-Bier der Brauerei Locher.
Sowas nennt man wohl Alpenglühen.
Sowas nennt man wohl Alpenglühen.
Morgens ist der Blick vom Balkon (oder direkt aus dem Bett) nicht weniger gut.
Morgens ist der Blick vom Balkon (oder direkt aus dem Bett) nicht weniger gut.

Konstanz bis Rorschach

Die letzte Bodenseetour ist schon eine Weile her. Bei dem einsetzenden sonnigen und trockenen Wetter bin ich heut morgen zur Abholung meines Forumsladers mit Zug und Velo nach Konstanz gefahren und hinterher mit dem Velo das/dem Ufer entlang bis nach Rorschach, insgesamt etwa 42 Kilometer. Der Smartphone-Akku war hinterher auf 25%, die Navigation inklusive Routen-Neuberechnung hat prima funktioniert und mit dem Forumslader bleibt demnächst dann auch der Akku voll bzw. wird sogar geladen.

Österreichische Alpen.
Österreichische Alpen.
Ein Pfahlhaus.
Ein Pfahlhaus.
Der See hat vielleicht etwas weniger Wasser als sonst.
Der See hat vielleicht etwas weniger Wasser als sonst.
Nochmal ein Pfahlhaus. Den Cache da habe ich nicht gefunden.
Nochmal ein Pfahlhaus. Den Cache da habe ich nicht gefunden.

Velostellplatz professionell

Eigentlich war es erwartbar, dass am Hauptstandort des Migros-Genossenschaftsbunds das Veloparkieren für Mitarbeiter halbwegs professionell abgewickelt würde. Da wir jetzt als Migros Business Intelligence firmieren und zu diesem Behuf auch den Standort an den Limmatplatz verschoben haben und ich ja sowieso jetzt immer das Velo im Zug mitnehme, komme ich in den Genuss der befahrbaren Velotiefgarage. Einfahrt erfolgt nur mit Badge für Mitarbeiter, der Zutrittskartenleser ist sinnvollerweise schon an der Rampe angebracht, so dass das automatisch öffnende Tor offen ist, wenn man unten ankommt. Es gibt normale Ständer und solche zum Aufhängen. Mal sehn, wie voll die bei höheren Aussentemperaturen werden. Ein Kompliment jedenfalls an unsere LiB-AG, die alle Räumlichkeiten verwaltet, die machen einen klasse Job. Jetzt muss ich noch die Duschen finden.

Badge-Leser an der Einfahrt.
Badge-Leser an der Einfahrt.
Rampe zur Einfahrt
Rampe zur Einfahrt
Aufhängung. Licht ist an.
Aufhängung. Licht ist an.