Sparende Heisswassersteuerung mit Raspberry Pi

Oder auch ganz literarisch-adaptiert: Der Raspberry heizte nach.* Seit einer ganzen Weile läuft ein Raspberry Pi als Türöffner und Temperaturlogger. Ein zweiter läuft seit Anfang Januar im Regelbetrieb (ha, Wortwitz!) und regelt meinen Heisswasserkessel. Die eigentliche Idee kam mir ja, als ich die auf dem Kessel in der Küche notierte Verlustleistung von >1kWh pro Tag feststellte. Warmwassererzeugung läuft bei mir elektrisch und da sollte sich eine Senkung der Kesseltemperatur deutlich auf den Stromverbrauch auswirken; mal ganz abgesehen von der Frage, warum man bei einer neu eingebauten Küche überhaupt noch so einen Kessel mit einer dermassen hohen Verlustleistung einbaut. Es ist ja nun nicht so, dass es nicht sowas wie Quooker gäbe. In der Umgebung meiner Wohnung muss auch jemand so einen Hahn haben, weil neulich nämlich ein Servicefahrzeug von denen vor der Tür stand.
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Silvesterthurgautour

Gestern morgen lag noch Schnee auf dem Balkon und abends während der Regimentstochter-Probe gab es gefühlte 10cm Neuschnee. Es wird jedenfalls ein sehr schickes Bühnenbild, das aber noch geheim bleiben muss. Vom Bühnenbildumbau in der Pause zwischen dem ersten und dem zweiten Akt sollte man aber durchaus mal ein Zeitraffervideo machen. Der Vorverkauf hat auch begonnen, interessanterweise auch mit verschiedenen Vorverkaufsgebühren je nach Vertriebskanal und Zahlungsmittel. Ich mag Transparenz und spare mir auch gern Gebühren, wenn ich einfach runter zur Tonhalle laufe und dort die Karten hole.

Für heute gab’s aber wie angesagt erst Nachtsturm und dann Temperaturen weit jenseits der 10°C. Das eignete sich also für die letzte Liegevelofahrt im 2017. Um den Ball und die Strecke flach zu halten, einfach nur im Thurgau, via Wuppenau und Weinfelden nach Frauenfeld und dann zurück mit Umweg über den Milchomat und zwischendurch drei Stationen mit der Frauenfeld-Wil-Bahn. 53km Strecke, Zeit hab ich nicht gezählt, ich musste ja nirgends hin.

Zwischendurch kam mir die Idee, wie ich möglichst einfach die Heisswassertemperatursteuerung mache — den Sollwert per cronjob in eine Datei schreiben und dann jede Minute checken, ob ich drunter oder drüber bin. Den Temperaturmesswert kriege ich sehr direkt mitten im Kessel und logge den schon jede Minute: Thingspeak-Channel 394298. Das Kesselthermostat hat eine Hysterese von etwa 10 Kelvin, d.h. heizt bis 51°C hoch, dann fällt die Temperatur und erst bei 41°C wird wieder hochgeheizt. Ich kann dann das Aufheizen in die Nacht verschieben (Nachttarif). Man sieht auch sehr schön, wie die Temperaturabnahme exponentiell abnimmt, da die Differenz zwischen Kesseltemperatur und Aussentemperatur immer geringer wird und der Wärmeübergang damit weniger wird.

Kein Grüner, auch wenn’s so aussieht und trotz Jacke.
Schöne Wolkenschichten Richtung Norden.
So wie’s halt hier aussieht um Wil herum.
Gross losbellen und dann nur nebenher laufen wollen anstatt Vertreibungsverantwortung zu übernehmen, pah.
Hello Jolly!
Draussen sitzen ohne zu frieren. Muss man machen.
Eine spontane Mitfahrgelegenheit, sogar mit Billettkontrolle.

Meetup im Impact Hub

Data, Details, Dating war heute ein weiteres Meetup in Zürich. Diesmal war’s weniger wegen Netzwerken als wegen des Vortragenden Chris Gwilliams, einem ganz abgefahrenen und drum sehr sympathischen Informatiker. Sein kompletter Vortrag (und wohl auch fast sein ganzes Leben) lief in einer tmux-session ab, er nutzt newsbeuter und natürlich vim (nicht emacs) und schon allein diese Kombination führte dazu, dass ich mich mit ihm prima verstanden hab. Vor dem Talk hab ich ihn angesprochen, weil er da rumstand, aber da wusste ich nicht, dass er der Protagonist des Abends sein würde. Arbeitet am PSI in Villigen, auch das nachvollziehbar 🙂

Seine Präsentation ist auf github, auch wenn mit dem Link und dem Format wohl fast niemand was anfangen kann. Ich schon. Ich musste fast den ganzen Vortrag lang vor mich hinkichern, weil er genauso denkt wie ich, aber alles noch deutlich stärker übertreibt als ich. Mit dem Quantified-Self übertreibt er es aber etwas, find ich. Beim Vortrag hat er z.B. ein EEG-Gerät am Kopf gehabt, das live (in einer shell natürlich) seine Daten aufgezeichnet hat, ausserdem am linken Arm eine unauffällige Smartwatch und am rechten Arm ein Pavlok-Armband, das nach dem Prinzip des negative reinforcement learning Vibrationen, Piepen oder Stromschläge auslöst, wenn der Benutzer eine Aktion macht, die schlecht ist. Das Smartphone erkennt z.B., wenn sich der Benutzer eine Zigarette anzünden will, dann folgt ein schmerzhafter Stromstoss und man verbindet dann den Schmerz mit der Zigarette und sollte es sich leichter abgewöhnen können.

Aber hey, ich kann mit einem shell-command meine Haustür öffnen, das hat doch auch was 😀

Edit: hier noch der Link zum Meetup auf meetup.com.

Ein Smartphone-Türöffner im Eigenbau

Der Raspberry Pi hängt ja eh seit anderthalb Jahren herum und loggt Temperaturmesswerte. Da ich den im Hinblick auf eine mögliche Türöffner-Funktion schon mal woanders hingehängt und neu verkabelt hatte, war das Anschliessen eines Relais jetzt wirklich nicht mehr schwierig.
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Adaptervergesser

Ich war mir sicher, dass ich den Steckdosenadapter eingepackt hatte. Aber vielleicht doch nur in Gedanken, jedenfalls hatte ich tatsächlich jetzt keinen dabei. Aber hier ist ja eine gut sortierte Garage nebenan mit viel Krimskrams, da gibt’s Anschlusskabel zuhauf. Hab eins genommen, bei dem die Pinabstände zum DELL-Netzteileingang passen, den Stecker zurechtgeschnitzt, fertig. Hat auch nicht viel länger gedauert, als zu Hause den Adapter zu suchen 🙂

Schnitzorgie führt zu Netzteilanschlusskabel.

Mein Smartphone kann ich ja am Velo laden, für das brauche ich keinen Adapter. Das Wetter gefällt mir bisher, etwa 20°C, keine volle Sonne, ideal zum recumbent cruising.

Toasterupgrade

Der Siemens-Toaster (im Porsche-Design) verrichtete zehn Jahre lang unauffällig seinen Dienst, welcher darin bestand, zu toasten, also im Wesentlichen heisse Luft bzw. Wärmestrahlung zu produzieren. Da fragt man sich dann schon, wie der Kernbestandteil, nämlich der Widerstandsheizdraht, durchbrechen kann, in der Mitte einer Quarzglasröhre, ohne mechanische Beanspruchung.

Ein in der Mitte durchgebrochener Heizdraht.

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Ottermobil-Gepäckfach

Der Gepäckträger unterm Sitz ist praktisch zum Taschen-Anhängen. Allerdings umschliesst der Rahmen des Trägers auch ein gewisses Volumen, das man ja als Stauraum herrichten könnte. Gesagt, getan: erst als Versuch mit Nähmaschine, Klettverschlüssen und diversen Stoffen eine stabile Hülle herzurichten. Dann fiel mir aber die Rolle Duct-Tape in die Hände und nach etlichen abgerollten und verklebten Metern ist das Gepäckfach fertig. Für die Ortlieb-Stecker hab ich noch zwei Schlitze und zwei Löcher reingeschnitten, fertig. Ob das praktikabel und nützlich ist, wird sich zeigen, ansonsten ist es ja schnell wieder entfernt.

Das Duct-Tape-Gepäckfach am Lowrider des Ottermobils.

Streetmachine neu vergabelt

Erst gab’s mit dem neuen Sitz 700 Gramm weniger Masse, jetzt geht es mit einer neuen Gabel wieder um 200g rauf. Das Spiel in der alten Gabel war zwar beim Fahren die meiste Zeit nicht zu bemerken, aber ein Verklemmen auf Neuseeland wollte ich nicht riskieren. Inzwischen habe ich verstanden, wie das mit dem Ahead-System funktioniert und habe mir daher auch den Einbau der neuen Gabel selbst zugetraut. Scheint zu funktionieren.
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Streetmachine-Masseverlust

Über Massereduktion des rollenden Liegevelos hab ich mir bisher noch keine grossen Gedanken gemacht und da ich allein fahre, muss ich auch nicht mit leichteren Fahrern konkurrieren. Aber da ich schon mal einen deutlich leichteren Karbon-Sitz geschenkt bekommen habe, habe ich den heute für die Montage aufbereitet. Das gestrige Puzzle war nach zwei Stunden und etlichen Flüchen (Kette geöffnet, verdreht verschlossen, das mehrfach!) wieder zusammengesetzt.
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