Konzert in der Grieghallen

Der Tag begann mit Regen und es hörte auch nicht auf, schliesslich sind wir ja in Bergen. Aber wir hatten ja eh ein Konzert zu spielen.

Morgens um 07 Uhr an der Tramstation — Regen.

Wir waren zu zweit schon eher an der Grieghallen, um beim Aufbau für das Bergen Filharmoniske Ungdomsorkester mitzuhelfen. Die Techniker waren sehr gut drauf und man hat gemerkt, dass sie das schon häufiger gemacht hatten. Endlich konnte ich mal sinnvolle Handlangerdienste verrichten, von denen man hinterher was gesehen hat.
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Ortswechsel nach Bergen

Ich hatte ganz vergessen zu erwähnen, dass ich gestern noch eine Brillenhülle als Waldfundstück erbeutet hatte. Kann man immer gebrauchen. Heut gab’s aber wirklich mal einen fundfreien Tag. Er begann früh in Oslo, wo wir nach dem Zmorge den kurzen Weg zum Bahnhof genommen haben und dort in den Zug nach Bergen gestiegen sind. NSB Komfort = 1. Klasse 🙂
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12 Velos für 42km Stadtverkehr

Der Veloverleih läuft gut, ich hab den heute ausgiebig ausprobiert. Erstmal die App installiert und ein Abo gelöst: 49 NOK (=6.10 CHF) für 24h all-you-can-ride-in-45-min. Das Verleihmodell ist einfach erklärt: der Pauschalpreis deckt alle Ausleihen ab, man kann beliebig viel fahren, aber immer nur 45 Minuten am Stück (mit dem gleichen Velo), dann muss man es zurückgeben bzw. kann alternativ auch 5 NOK pro 15 Minuten extra zahlen.

Frühmorgens, noch kühl und leer an der Oper.

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Silbermine Kongsberg

Heute ging es schon früh los. Für 08 Uhr war die Abfahrt mit dem Turbussen* angesagt und wenn die Ansage ist, dass um 07 Uhr das Zmorge zu erfolgen hätte, dann sind auch alle spätestens um 07 Uhr da. Für die, die häufig von Zürich nach Bern oder umgekehrt fahren, hätte man auch sagen können 07:02. Dank sehr konservativer Zeitbudgetierung waren wir schon 09:30 Uhr an Kongsberg vorbei an der Silbermine, wo unsere Führung erst so gegen 10:30 Uhr beginnen sollte.
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Oslo-ÖV und Wanderungen

Für 13.12 Franken (entsprechend 105 NOK) bekomme ich hier eine 24h-Tageskarte für Zone 1, mit der ich alles fahren kann, was im ÖV unterwegs ist: Tram, Metro, Bus, Schiff (Seilbahnen und Standseilbahnen hab ich keine gefunden). Das Vormittagsprogramm war eine Wander-Cacherunde beginnend an der Endstelle der Linie 1 (Frognerseteren). Im Wald auf etwa 400m üNN liegt noch einiger Schnee, der jetzt relativ schnell abtaut. Ich bin ohne nasse Füsse durchgekommen, aber einige der Loipen müssen erst noch zu Wanderwegen abtrocknen.

Verschneite Wanderwege.

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Ansichtssache Oslo

Der Flug war bis auf die Verspätung von einer Stunde langweilig, aber ich hatte immerhin drei Sitze für mich, davon einen fürs Cello, das sogar mit einem Erweiterungsgurt angeschnallt werden musste. Der Flughafen in Oslo ist schön klein (d.h. man ist schnell draussen) und auch schön weit weg von der Stadt. Unsere Gruppenbusreise hat jedenfalls eine ganze Weile gedauert.
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Cello im Flugi

Nach dem letztwöchenendlichen Delegiertenversammlungskonzert in Wil geht’s heute nach Oslo und dann weiter nach Bergen auf die
EOV-Tour mit dem Projektorchester des Eidgenössischen Orchesterverbands. Durchschnittsalter >60, aber/drum sehr lustig. Das Cello fliegt (vielleicht zum ersten Mal für das Instrument überhaupt) mit, auf einem Extra-Sitz.
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FV Dosto probegefahren

Von aussen hatte ich den FV Dosto schon im Januar gesehen, gestern dann auf einer sowieso anfallenden Fahrt nach Bern hab ich gleich anderthalb Stunden probegesessen. Fährt. Ich hoffe, da kommt noch eine aktive Wankkompensation dazu, die erst noch eingestellt werden muss, denn das Wackeln und Schaukeln war extrem, fast so schlimm wie im Caltrain zwischen San Francisco und Palo Alto. Die Velostellplätze scheinen für Normalvelos brauchbar, aber sind, wie gesagt, über den gesamten Zug verteilt, so dass es in Ermangelung einer digitalen Belegungsanzeige (SBB-App oder Bahnsteig-Infotafeln) schon mal zu blöden Situationen im Regelbetrieb kommen könnte.

Ab dem Fahrplanwechsel soll ja der Zug auf der Linie zwischen Chur und Zürich via St. Gallen (Wil?) eingesetzt werden, ausserdem noch mit Halt in Oerlikon. Das könnte mir so passen:

Zürich Oerlikon wird neu auch von den InterRegio-Zügen bzw. ICN nach Wil–St. Gallen/Chur im Halbstundentakt bedient.

Tagesablauf Milano

Die Temperaturregelung im Hotel war seltsam, irgendwie war das Thermostat verkehrtherum beschriftet und hat auch so geregelt. Also war es dank zu dünner Decke zu kalt. Die folgende Nacht entsprechend dann zu warm 🙂

09:15 im Büro
09:16 zum Kaffeeautomat
09:30 im Büro
09:30 bis 13:30 Daten anschauen, herumbasteln, ausprobieren, fluchen, sich über den Datenlieferanten aufregen
13:30 bis 14:30 Mittagessen
14:30 bis 18:00 Daten verfluchen, Ideen bekommen, Preismodelle anschauen, Fahrer-Scores probieren, Hoffnung schöpfen
18:00 bis 21:00 Stadtrundgang am Kanal
21:00 bis 22:30 Abendessen

Hm. Plastikbecher aus dem Kaffeeautomat, das hätte ich jetzt in Italien nicht erwartet.

Die Datenstrukturen der Telematikdaten sind nun echt nicht so, wie man sie erwarten würde. Wahrscheinlich hat der Datenlieferant aus technischen Gründen die Daten einfach so gelassen, wie sie kamen und jetzt muss man sich selbst zusammenreimen, was wie wo zusammenhängt. Dabei fallen etliche Ungereimtheiten auf, zum Beispiel warum bestimmte Datenfehler immer sonntags kommen, wenn die Woche plötzlich aus acht Tagen besteht. Immerhin hab ich keine Sommer- und Winterzeitprobleme gesehen.

Aber: mit den noch nicht korrigierten Daten hab ich Schadenvorhersagemodelle gebastelt, die natürlich nicht besonders gut funktionieren. Falls sich am Ende bestätigt, dass die Modelle mit den korrigierten Daten doch funktionieren, dann wäre das mal wieder ein klassisches Beispiel für garbage-in — garbage-out und ein erneuter Beleg, dass man genau verstanden haben muss, was die Daten bedeuten, bevor man sie verwendet. Es gibt ja so Managementfuzzis, die das einfach nicht kapieren wollen und denken, Datenanalysen und Machine Learning wären einfach, weil man ja nur einen Knopf drücken müsse. Denen sag ich ja schon immer: Gut, dann mach’s halt selber, hier hast Du eine Shell, viel Spass. Ergebnisse bitte in fünf Minuten!.

Milano ist ansonsten nicht so mein Fall, wie das eben mit Grossstädten bei mir so ist. Der Autokollaps ist offensichtlich, wenn man sich anschaut, welche riesigen Flächen von parkenden Autos versperrt werden und nicht für Menschen zugänglich sind. Ein grosser Fluss fehlt irgendwie. Mietvelos gibt es auch in Massen.