Opendata-Bahnhöfe

Für den Grünabgleich verwendbar.

Über Twitter war ich auf das Opendata-Projekt https://twitter.com/BahnhoefeCH gestossen: es sind alle geographischen Punkte aller Schweizer Bahnhöfe bekannt (Freigabe durch die jeweiligen Verkehrsbetriebe/Netzbetreiber) und jetzt soll zu jedem Bahnhof ein Foto gemacht werden. Das geht entweder in der App oder online unter https://railway-stations.org/index.html (auch für Deutschland und andere Länder). Das ist also wie Geocaching, nur dass man an jedem Punkt ein Foto macht anstatt eine Dose zu suchen. Gestern waren es 65km, um die Bahnstrecken Wil-Frauenfeld-Weinfelden-Wil zu vervollständigen (noch nicht online, wird händisch freigeschaltet), heute 62km Jakobsbad-Wasserauen-Gais-Altstätten(SG) mit ordentlich heissen Bremsscheiben bei dauerhaft >15% Gefälle. Nach der Zugfahrt Altstätten-Wil folgte noch Lichtensteig-Wil.

Interessant ist eigentlich nur, dass unter den opendata-Fotografen in den Top10 mindestens drei Liegeradfahrer sind (2x Streetmachine, 1x Flux) und so einige Geocacher. Es gibt schon echt interessante Subgruppen an Menschen mit ähnlichen Interessen. Bei diesem Projekt sieht man auch, dass ordentliche korrigierte Daten aufwendig sein können: das Bundesamt für Verkehr liefert Haltestellenlisten, die auch nicht (mehr) bediente Haltestellen enthalten, meint Christian Trachsel.

Ein ähnlich interessantes opendata-Projekt zum ÖV ist puenktlichkeit.ch, dessen Autor neulich auf der SDS2018 in Bern einen sehr interessanten Vortrag gehalten hat. Erst wenn man wirklich mit den Daten arbeitet, sie analysiert und exploriert, merkt man, was gut ist, was schlecht ist, was geht und was nicht geht. Nur wenn man gar keine Daten hat, kann man von vornherein nichts machen.

In Lichtensteig war ich schon häufiger durchgekommen, aber Kägi war mir nie aufgefallen. Der Fabrikladen hätte offen gehabt, aber ich war noch satt genug vom Möhl mit Salat und SchniPo am Alten Zoll zwischen Gais und Altstätten.

Ich wusste ja, dass ich einen an der Waffel habe.

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