Oslo-ÖV und Wanderungen

Für 13.12 Franken (entsprechend 105 NOK) bekomme ich hier eine 24h-Tageskarte für Zone 1, mit der ich alles fahren kann, was im ÖV unterwegs ist: Tram, Metro, Bus, Schiff (Seilbahnen und Standseilbahnen hab ich keine gefunden). Das Vormittagsprogramm war eine Wander-Cacherunde beginnend an der Endstelle der Linie 1 (Frognerseteren). Im Wald auf etwa 400m üNN liegt noch einiger Schnee, der jetzt relativ schnell abtaut. Ich bin ohne nasse Füsse durchgekommen, aber einige der Loipen müssen erst noch zu Wanderwegen abtrocknen.

Verschneite Wanderwege.


Kurz nach dem Loslaufen fand ich bereits mal wieder ein Portemonnaie im Wald. Dem Rostzustand der Münzen nach zu urteilen war es schon länger dort. Mangels vernünftiger Identifikation (nicht wie beim letzten Fund in Palo Alto) hab ich das Portemonnaie einfach mitgenommen und in den nächstbesten Briefkasten eingeworfen. Es waren ukrainische Rubel drin, die sich sogar in der Feuchtigkeit massiv verfärbt haben. Das sollte mit Schweizerfranken nicht passieren. Nebenbei hab ich noch Pfandflaschen aufgesammelt. Das lohnt sich finanziell nicht, aber wenn ich eh im Wald herumlaufe und später in den Supermarkt will, ist das ja nun kein Mehraufwand und auch kein Umweg.

Vom Boden war es also wegen Schnee kühl, von oben brannte die Sonne, perfektes T-Shirt-Caching-Wetter. Als ich die Runde fertig hatte, ging es mit der Bahn wieder abwärts und die Stadt hatte sich (im Gegensatz zum frühen Morgen) auch schon gefüllt. Also Mittagsschlaf. Später bin ich wieder raus und mit einem Rundgang via Oper und Festung zum Schiffsanleger Kaffee und weiter zum Schiffsanleger, um nach Hovedøya überzusetzen. In der Gegenrichtung waren entsprechend schon viele Leute auf dem Heimweg, sehr gut. Den Fahrplan mit der letztmöglichen Fähre hatte ich auch im Kopf, aber mit dem Hintergedanken, vielleicht nicht erst die letzte zu erwischen.

Menschenmassen in der Gegenrichtung.

Die Insel im Oslofjord ist gut innerhalb von weniger als 2h zu Fuss zu umrunden. Wenn man Caches sucht, dauert es auch nicht viel länger und man kann sich auch kaum verlaufen. Von der einen Seite roch es nach Schiffsabgasen, von der anderen Seite nach angefeuerten Einweggrills. Die Aussichten waren gut, das Wetter stabil, mal leicht zu warm, mal leicht zu kalt (d.h. 18°C +/-3K), aber immer angenehm.

Der Hit war dann noch, als ich in einem der sonntags geöffneten Supermärkte noch einen Cider kaufen wollte — ja super, am Sonntag darf sowas nicht verkauft werden, wurde mir an der Kasse beschieden. Na dann halt nicht. Ich wollte eh nur motzen, dass der an Möhl nicht rankommt.

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