Ein Smartphone-Türöffner im Eigenbau

Der Raspberry Pi hängt ja eh seit anderthalb Jahren herum und loggt Temperaturmesswerte. Da ich den im Hinblick auf eine mögliche Türöffner-Funktion schon mal woanders hingehängt und neu verkabelt hatte, war das Anschliessen eines Relais jetzt wirklich nicht mehr schwierig.

Raspberry Pi, Breadboard, Display und unten rechts das Relais-Board

Das Relais-Board mit zwei Relais kostet fast nichts, daher hab ich gleich zwei bestellt und das Board sogleich mit Heisskleber professionell ™ auf der Holzplatte befestigt. Das Relais hängt direkt am 5V-Anschluss des Raspberry, der Schalteingang ist Low-Aktiv, d.h. ich hab das Ganze mit einem Transistor (mein erster selbstverbauter!) beschaltet, dessen Basis via 1k-Widerstand an einem der GPIO-Pins des RBPi hängt. Wenn der Pin auf high schaltet, verbindet der Transistor den 5V-Eingang des Relais und Masse (zieht zum Glück nicht zuviel Strom), das Relais schaltet.

Hier etwas besser zu sehen, die zwei weissen Drähte unten rechts sind mit dem Türdrücker verbunden.
Hier der Anschluss an den Türdrücker mit den zwei weissen Drähten.

Aufseiten der Software war es dann extrem einfach, nur ein Shell-Script:

#!/bin/bash
# Shell-Skript, das das Türöffnerrelais bedient 🙂
# rbpi@georgruss.ch 20171111
sudo echo “1” > /sys/class/gpio/gpio11/value
sleep 3s
sudo echo “0” > /sys/class/gpio/gpio11/value

Um das Ganze vom Smartphone ausführen zu können, fehlt nur noch ein SSH-Zugang von ausserhalb auf den RBPi, dann wird das Skript ausgeführt, fertig. Hier das Video dazu.

Wer möchte, kann das jetzt das IoT nennen und dafür Venture Capital kriegen, für mich war es einfach eine naheliegende technische Lösung für ein Problem, das gar keins ist.

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